DE260700C - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C9/00—Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
- F42C9/02—Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by mechanical means
- F42C9/04—Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by mechanical means by spring motor
- F42C9/041—Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by mechanical means by spring motor the clockwork activating a security device, e.g. for unlocking the firing-pin
- F42C9/043—Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by mechanical means by spring motor the clockwork activating a security device, e.g. for unlocking the firing-pin and the firing-pin being activated by impact
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 260700 KLASSE 72i. GRUPPE
FRIED. KRUPP AKT-GES. in ESSEN, Ruhr.
Die Erfindung bezieht sich auf Aufschlagzünder mit einer sich nach dem Schusse selbsttätig
ausrückenden Sicherung und bezweckt, einen Zünder dieser Art zu schaffen, bei dem
ein vorzeitiges Scharfwerden des Zünders mit besonders großer Sicherheit verhindert ist.
Dieser Zweck wird der Erfindung gemäß dadurch erreicht, daß zum Ausrücken der
Sicherung des Zünders ein durch Federkraft
ίο in Bewegung zu setzendes "Triebwerk vorgesehen
ist, das beim Abfeuern des Schusses selbsttätig in Gang kommt.
Der den Gegenstand der Erfindung bildende Aufschlagzünder eignet sich besonders zur Ver-Wendung
bei Doppelzündern, die einen durch ein Uhrwerk zu betreibenden mechanischen Zeitzünder besitzen. In diesem Falle wird
das Uhrwerk des Zeitzünders zugleich zum Ausrücken der Sicherung des Aufschlagzünders
benutzt.
Auf der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele des den Gegenstand der Erfindung
bildenden Aufschlagzünders veranschaulicht, die sämtlich als Bestandteile eines Doppelzünders
der soeben erwähnten Art gedacht sind.
Das erste Ausführungsbeispiel ist in den Fig. i-—6 veranschaulicht, und zwar zeigen
Fig. ι einen Längsschnitt durch den Doppelzünder (einzelne Teile des mechanischen Zeitzünders
sind in Ansicht dargestellt), Fig. 2, 3 je einen Schnitt nach 2-2 in Fig. 1 bei verschiedener
Stellung einzelner Teile, Fig. 4 einen der Fig. 1 entsprechenden Längsschnitt bei
anderer Stellung einzelner Teile,' Fig. 5 einen Schnitt nach 5-5 in Fig. 1, von links gesehen,
und Fig. 6 einen Schnitt nach 6-6 in Fig. 1 (die Schlagladung des Zeitzünders ist weggelassen)
.
Das zweite Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 7—11 veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig. 7 einen der Fig. 1 entsprechenden Längsschnitt durch den Doppelzünder, Fig. 8 in
einer der Fig. 6 entsprechender! Darstellung einen Schnitt nach 8-8 in Fig. 7, Fig. 9 eine der
Fig. 7 entsprechende Darstellung bei anderer Stellung einzelner Teile, Fig. 10 einen Schnitt
nach 10-10 in Fig. 9 und Fig. 11 in größerem
Maßstabe einen Teil eines Schnittes nach 11-11
in Fig. 7. . ■
Die Fig. 12—15 beziehen sich auf das dritte
Ausführungsbeispiel, und zwar zeigt Fig. 12 einen der Fig. 1 entsprechenden Längsschnitt
durch den Doppelzünder, Fig. 13 einen der Fig. 12 entsprechenden Schnitt bei anderer
Stellung einzelner Teile, Fig. 14 einen Schnitt nach 14-14 in Fig. 12 und Fig. 15 in einer
der Fig. 6 entsprechenden Darstellung einen Schnitt nach 15-15 in Fig. 12.
Es soll zunächst das erste Ausführungsbeispiel beschrieben werden.
Die Gesamtanordnung· und Wirkungsweise des mechanischen Zeitzünders, dessen Gehäuse
A mit einem hohlen Gewindezapfen a1
in den Geschoßkörper eingeschraubt ist, sind im wesentlichen bekannt und brauchen daher
nicht näher erläutert zu werden. Es sei nur bemerkt, daß der Zeitzünder ein durch Federkraft
zu betreibendes Uhrwerk besitzt, das beim Schusse selbsttätig in Gang kommt und eine Hauptwelle K in Umdrehung zu setzen
vermag.
Die Aufschlagzündvorrichtung ist zum größten
60
65
Teile in einem in den Hohlraum des Gewindezapfens α1 eingesetzten Gehäuse B untergebracht.
Dieses bildet einen schmalen, oben offenen Kasten, der sich mit seinen schmalen
Seiten an einen Innenflansch α1 des Hohlzapfens
a1 anlegt. Der Boden des Gehäuses B
ist in der aus Fig. ι ersichtlichen Weise abgestuft, so daß ein Raum zur Aufnahme
der Zündpille C geschaffen wird. Durch eine
ίο Platte β3, die durch Schrauben α4 an dem
Flansche a2 befestigt ist, wird das Gehäuse A
des mechanischen Zeitzünders nach unten zu abgeschlossen und zugleich das Gehäuse B,
das sich an seinem oberen Ende gegen einen Zwischenboden α5 des Gehäuses A anlegt, festgehalten.
Der zwischen den Außenwänden des Gehäuses B einerseits und den Innenwänden
des hohlen Zapfens a1 und der Verschlußplatte
α3 andererseits frei bleibende Raum ist mit der Schlagladung S des Zeitzünders
ausgefüllt. Diese steht durch seitliche Bohrungen δ1 (Fig. 5) mit der Zündpille C in Verbindung,
von der ein Kanal U zur Sprengladung des Geschosses führt.
Auf dem erhöhten Teile des Bodens des Gehäuses B ist eine Blattfeder D befestigt,
die den Zündstift d1 trägt und sich im Transportzustande
des Zünders mit ihrem freien umgebogenen Ende auf einer Nase e1 eines
im Gehäuse B mittels zweier Zapfen e2 (Fig. 6) drehbar gelagerten Hebels E stützt. Der Hebel
E ruht mit seinem freien Ende auf einem in den Boden des Gehäuses B eingeschraubten
Bolzen δ2. Die Nase e> liegt zwischen der
Drehachse des Hebels E und dem Bolzen δ2, so daß die Feder D bestrebt ist, den Hebel
gegen den Bolzen δ2 zu drücken.
Um den Hebel E im Transportzustande des Zünders gegen Abheben von dem Bolzen δ2
zu sichern, ist ein Bolzen F vorgesehen, der in dem Zwischenboden α5 des Gehäuses A
sowie in der Grundplatte G und einer Oberplatte H des mechanischen Zeitzünders verschiebbar
gelagert ist. Der Bolzen F steht unter der Wirkung einer Feder f1, die sich einerseits
gegen die Grundplatte G des mechanischen Zeitzünders und andererseits gegen einen
über dieser liegenden Bund f2 des Bolzens F anlegt, so daß sie bestrebt ist, den Bolzen F
von dem Hebel E abzuheben. Das Abheben des Bolzens F wird im Transportzustande des
Zünders durch eine auf der Oberplatte H drehbar gelagerte Scheibe / verhindert, an
die sich das obere Ende des Bolzens F unter der Wirkung der Feder Z"1 anlegt. Die
Scheibe / ist ihrerseits im Transportzustande des Zünders mit einer Scheibe IV verriegelt,
die auf der im Sinne des Pfeiles χ (Fig. 2) drehbaren Hauptwelle K des Uhrwerkes des
mechanischen Zeitzünders befestigt ist. Zu diesem Zwecke ist die Scheibe / mit einer
Nase i1 versehen, die in eine Tasche k2 der
Scheibe K1 eingreifen kann.
Die Scheibe / besitzt eine schlüssellochförmige Öffnung i2, die derart bemessen und angeordnet
ist, daß der Bolzen F bei entsprechender Stellung der Scheibe / durch den
kreisförmigen Teil der Öffnung Ϊ1 hindurchtreten
kann (Fig. 4). Wenn der Bolzen JF" durch die Öffnung i2 hindurchgetreten ist,
liegt der Bund f2 an der unteren Begrenzungsfläche der Oberplatte H des mechanischen
Zeitzünders an. In dieser Lage befindet sich eine Eindrehung f3 des Bolzens F vor dem
schlitzförmigen Teile der Öffnung i2, so daß bei einer hinreichend großen Auswärtsdrehung
der Scheibe / der schlitzförmige Teil ihrer Öffnung i2 mit der Eindrehung f3 des Bolzens
F in Eingriff treten und den Bolzen in seiner vorgeschobenen Stellung verriegeln kann
(Fig. 3, 4).
Beim Schusse kommt das Uhrwerk des mechanischen Zeitzünders in Gang, und die
Scheibe K1 beginnt sich in der Richtung des Pfeiles χ (Fig. 2) zu drehen. Dabei gleitet
die Tasche k2 der Scheibe K1 von der Nase i1
der Scheibe / ab. Sobald diese frei geworden ist, schwingt sie unter der Wirkung der bei
der Geschoß drehung auftretenden Fliehkraft nach außen. Ist dabei der kreisförmige Teil
der Öffnung i2 über den Bolzen F gelangt, so tritt dieser unter der Wirkung der Feder fl
durch die Scheibe / hindurch und wird, während die Scheibe / unter der Wirkung der
Fliehkraft weiter nach außen schwingt, durch den schlitzförmigen Teil der Öffnung i2, der
mit der Eindrehung fs des Bolzens in Eingriff tritt, verriegelt. Der Aufschlagzünder ist jetzt
scharf geworden.
Die Zeit, die zwischen dem Abfeuern des Schusses und dem Scharfwerden des Aufschlagzünders
liegt, ist von den Längenabmessungen der Nase i1 oder der Tasche k2
abhängig und kann durch entsprechende Wahl dieser Längenabmessungen leicht für jeden
Fall so bestimmt werden, wie es die besonderen Verhältnisse erfordern.
Beim Aufschlage schwingt der Hebel E unter dem Einflüsse der Trägheit vorwärts.
Dabei gleitet die Feder D von der Nase ex
des Hebels E ab und treibt die Nadel dx in
die Zündpille C (Fig. 4).
Die zweite, in den Fig. 7—11 dargestellte
Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten insofern, als noch eine besondere Sieherung
vorgesehen ist, welche für den Fall, daß die Zündfeder D an der umgebogenen Stelle
bricht, ein Anstechen der Zündpille C verhütet. Außerdem ist auch die Einrichtung
zum Sichern des Auslösehebels E etwas geändert.
Zur Sicherung gegen Anstechen der Zünd-
pille C im Falle eines Bruches der Feder D dient ein Schieber M, der im Transportzustande
des Zünders eine Lage einnimmt (Fig. 7, 8,11), bei der er die Zündpille C abdeckt.
Der Schieber M, der sich bei der erwähnten Stellung unter der Wirkung zweier Federn m2
(Fig. 11) mit einer Anschlagfläche m3 gegen den
erhöhten Teil des Bodens des Gehäuses B anlegt, ist auf diesem in radialer Richtung verschiebbar
geführt und wird durch eine Kopfschraube N, deren Schaft durch einen Schlitz m1
des Schiebers hindurchtritt, gegen Abheben vom Gehäuseboden gesichert. Der Kopf der
Schraube dient gleichzeitig dem Hebel E als Stütze. Wenn sich der Schieber in seiner
äußeren Grenzlage (Fig. 9) befindet, in die er unter dem Einflüsse der Fliehkraft gelangen
kann, gibt er die Zündpille C frei. Gleichzeitig nimmt eine im Schieber vorgesehene
Öffnung ml eine solche Lage ein, daß sie dem umgebogenen Ende der Feder D den Durchtritt
gestattet.
Um den Schieber M im Transportzustande des Zünders in der Lage festzuhalten, in der
er die Zündpille abdeckt, ist folgende Einrichtung getroffen.
An dem Schieber M sitzt ein Arm m5, der
bei der Transportstellung des Schiebers über den Hebel E greift. Dieser Arm liegt an
einem Zapfen P an, der an einer in dem Zwischenboden α6 des Gehäuses A drehbar gelagerten
Scheibe ft1 exzentrisch befestigt ist. Die Scheibe ft1 steht durch eine in den Platten
G, H des mechanischen Zeitzünders drehbar gelagerte Welle ft* mit einer Scheibe /
in fester Verbindung, die oberhalb der Oberplatte H auf dem Ende der Welle ft2 befestigt
ist. Die Scheibe / ist in der bei der ersten Ausführungsform beschriebenen Weise
im Transportzustande des Zünders mit einer auf der Hauptwelle K des Uhrwerkes des mechanischen
Zeitzünders befestigten Scheibe K1 verriegelt. Durch die Verriegelung der Scheibe/
ist auch der Zapfen P festgestellt. Dieser verhindert somit in seiner Lage nach Fig. 7
und 8 den Schieber M an einer Auswärtsbewegung. Der Zapfen P liegt in der erwähnten
Stellung über dem Hebel E und erfüllt somit noch entsprechend dem Bolzen F der
ersten Ausführüngsform den Zweck, den Hebel E gegen Abheben von der Schraube N zu
sichern.
Die Entsicherung des Schiebers M und des Hebels E erfolgt durch Verdrehung der
Scheibe ft1. Der Zapfen P gelangt hierbei in
die Lage nach Fig. 9 und 10, in der er außerhalb der Bahn des Hebels E liegt und eine
Auswärtsbewegung des Schiebers M gestattet, bei der auch der Arm w8 des Schiebers aus
der Bahn des Hebels E heraustritt.
Sobald sich nach dem Schusse die Verriegelung der Scheiben /, K1 gelöst hat, schwingt
die Scheibe / unter der Wirkung der bei der Geschoßdrehung auftretenden Fliehkraft auswärts
und dreht mittels der Welle -ft2 die Scheibe pl. Dabei wird der Zapfen P in die
Lage nach Fig. 9 und 10 geschwenkt, so daß der Schieber M und der Hebel E entsichert
werden. Der Schieber M bewegt sich nunmehr unter der Wirkung der Fliehkraft nach
außen in die Lage nach Fig. 9, bei der die Zündpille C frei liegt und die Öffnung ml
unterhalb des umgebogenen Endes der Feder D liegt. Der Zünder ist jetzt scharf.
Beim Aufschlage schwingt der Hebel E unter der Wirkung der Trägheit vorwärts. Dabei
gleitet die Feder D von der Nase e1 ab und
treibt den Zündstift d1 in die Zündpille C.
Bei der dritten, in den Fig. 12 — 15 dargestellten
Ausführungsform ist an Stelle einer mit einem Zündstifte d1 versehenen Blattfeder
D eine auf einen Schlagbolzen R einwirkende Schraubenfeder rl vorgesehen. Diese
Anordnung macht eine andere Gestaltung der Sicherungsmittel und des Gehäuses erforderlieh.
Das Gehäuse des Aufschlagzünders bildet einen unten offenen, regelmäßig gestalteten
langgestreckten Kasten Q, der in der bei der ersten Ausführungsform beschriebenen Weise
in den hohlen Zapfen a1 eingepaßt ist. Das
Gehäuse wird durch eine Scheibe q1, deren Breite der des Gehäuses entspricht, nach
unten abgeschlossen. Die.Scheibe q1 ist an
zwei flanschartigen Leisten «6 des Zapfens a1
mittels Schrauben a7 befestigt. Der Zapfen a1
ist über die Leisten «6 hinaus verlängert und
durch eine Scheibe α8 abgeschlossen, die mittels Schrauben α9 an einem Innenflansche a10
des Zapfenendes befestigt ist. 1Oo
An der Unterseite der Scheibe q1 ist die
Zündpille C angeordnet. Oberhalb dieser befindet
sich der Schlagbolzen R, der einerseits in der Scheibe q1 und andererseits in der
oberen Wand des Gehäuses Q sowie dem Zwischenboden α5 des Gehäuses A verschiebbar gelagert
ist. Die auf den Schlagbolzen R einwirkende Schraubenfeder r1 findet einerseits
an der oberen Wand des Gehäuses Q und andererseits an einem Bunde r2 des Bolzens R no
ihre Widerlager. Im Transportzustande des Zünders stützt sich der Bund r2 an seiner
Unterseite mit einer Kegelfläche auf eine Nase s1 einer Welle S, die in der Scheibe q1
sowie in der oberen Wand des Gehäuses Q H5 drehbar gelagert ist. Die Stützfläche der
Nase s1 ist derartig abgeschrägt, daß die Welle 5 bestrebt ist, unter dem Drucke des
Schlagbolzens R sich in der Richtung des Pfeiles y (Fig. 15) zu drehen. Um diese Bewegung
im Transportzustande des Zünders zu verhindern, ist die Welle S mit einem
Arme s2 versehen, der an einem verstärkten Teile tl eines in Richtung der Geschoßachse
verschiebbaren Bolzens T anliegt. Dieser ist einerseits in der Scheibe q1 und andererseits
in der oberen Wand des Gehäuses Q sowie in dem Zwischenboden a5 und den Platten G, H
des mechanischen Zeitzünders gelagert. Der Bolzen T steht unter der Wirkung einer
Schraubenfeder t2, die über den Bolzen geschoben ist und ihre Widerlager an der oberen
Wand des Gehäuses Q und an der oberen Stirnfläche des verstärkten Bolzenteilcs tl findet.
Die Verschiebung des Bolzens T wird nach der Geschoßspitze zu durch einen Bund t3
begrenzt, der sich bei der entsprechenden Grenzstellung des Bolzens gegen die untere
Begrenzungsfläche der Oberplatte H des mechanischen Zeitzünders anlegt (Fig. 13). Der
verstärkte Teil t1 des Bolzens T nimmt hierbei
eine Lage ein, in der er sich außerhalb der Bahn des Armes s2 befindet.
Um den Bolzen T im Transportzustande des Zünders gegen Verschiebungen zu sichern,
ist ebenso wie bei der ersten Ausführungsform eine Scheibe / vorgesehen, die auf der Oberplatte H des mechanischen Zeitzünders schwingbar
gelagert und im Transportzustande des Zünders mit einer auf der Hauptwelle K des
Uhrwerkes des mechanischen Zeitzünders befestigten Scheibe K1 verriegelt ist. In ihrer
Verriegelungsstellung (Fig. 12, 14) ragt die Scheibe / in die Bahn des Bolzens T hinein,
während sie nach Lösung der Verriegelung unter der Wirkung der Fliehkraft so weit auswärts
schwingen kann, daß sie den Bolzen T freigibt (Fig. 13).
Sobald sich nach dem Schusse die Verriegelung zwischen den Scheiben K1, J gelöst
hat, schwingt die Scheibe / unter der Wirkung der Fliehkraft auswärts und gibt den
Bolzen T frei. Infolgedessen schnellt der Bolzen T beim Aufschlag unter der Wirkung der
Trägheit vor (Fig. 13). Dabei verliert der Arm s2 sein Widerlager an dem verstärkten
Teile tl des Bolzens T, was zur Folge hat,
daß die Welle 5 dem von dem Schlagbolzenbunde ra auf ihre Nase s1 ausgeübten Drucke
nachgibt und sich in der Richtung des Pfeiles y (Fig. 15) dreht. Sobald hierbei die
Nase s1 außer Berührung mit dem Bunde r2
gekommen ist, treibt die Feder r1 den Schlagbolzen
R in die Zündpille C.
Da bei sämtlichen beschriebenen Ausführungsformen die Ausrückung der Sicherung
des Aufschlagzünders durch das Uhrwerk des mechanischen Zeitzünders erfolgt, so ist der
Zeitpunkt des Scharfwerdens des Aufschlagzünders mit der gleichen Genauigkeit bestimmt,
durch die sich bekanntlich der mechanische Zeitzünder auszeichnet.
Claims (8)
1. Aufschlagzünder mit einer sich nach dem Schusse selbsttätig ausrückenden
Sicherung, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausrücken der Sicherung ein durch Federkraft in Bewegung zu setzendes
Triebwerk vorgesehen ist, das beim Abfeuern des Schusses selbsttätig in Gang kommt.
2. Aufschlagzünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungseinrichtung
eine Sperrscheibe (J) enthält, die mit einer durch das Triebwerk verdrehbaren Scheibe (K1) so verriegelt
ist, daß sich die Verriegelung nach einer bestimmten Drehung der letztgenannten Scheibe (K1) selbsttätig löst, und die derart
gelagert ist, daß sie nach Lösung der Verriegelung unter der Wirkung der Zentrifugalkraft
in eine Lage schwingen kann, bei der die Sicherung ausgerückt ist.
3. Aufschlagzünder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrscheibe
(J) in ihrer Verriegelungsstellung in die Bahn eines verschiebbar gelagerten
Bolzens (F oder T) hineinragt, der sich im Transportzustande des Zünders in einer
Stellung befindet, in der er das Zustandekommen der Zündung verhindert.
4. Aufschlagzünder nach Anspruch 3, bei dem der Zündstift an einer Blattfeder
befestigt ist, die ihn in die Zündpille zu treiben sucht, dadurch gekennzeichnet, daß
der verschiebbare Bolzen (F) im Transportzustande des Zünders einen Hebel (E)
gegen Bewegung sichert, der dem freien Ende der Zündfeder (D), wenn sich diese
in gespanntem Zustande befindet, als Widerlager dient, wobei der Hebel E so ausgebildet
und angeordnet ist, daß er beim Aufschlage unter der Wirkung seiner Trägheit eine Schwingung ausführen kann, bei
der die Zündfeder (D) ihr Widerlager verliert.
5. Aufschlagzünder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich der verschiebbare
Bolzen (F) im Transportzustande des Zünders unter dem Druck einer Feder (f1) an die Sperrscheibe (J) anlegt,
und daß diese (J) mit einer schlüssellochförmigen Durchtrittsöffnung (iz) für den
Bolzen (F) versehen ist, deren schlitzförmiger Teil nach dem Durchtritte des BoI-zens
(F) beim Ausschwingen der Sperrscheibe (J) mit einer Eindrehung (f3) des
Bolzens (F) in Eingriff tritt.
6. Aufschlagzünder nach Anspruch 3 mit einem unter der Wirkung einer Schraubenfeder
stehenden Schlagbolzen, dadurch gekennzeichnet, daß der verschiebbare BoI-
zen (T) im Transportzustande des Zünders eine Lage einnimmt, bei der ein verstärkter
Teil (t1) des Bolzens einem Arme (s2),
der an einer durch die Schraubenfeder (r1) verdrehbaren und diese gespannt haltenden
Welle (S) sitzt, als Widerlager dient, wobei der Bolzen (T) so ausgebildet und angeordnet
ist, daß er sich beim Aufschlag unter der Wirkung seiner Trägheit so weit verschieben kann, daß sein verstärkter
Teil (t1) aus der Bahn des Armes (s2)
heraustritt.
7. Aufschlagzünder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die schwingbare
Sperrscheibe (J) mit einem exzentrisch zu ihrer Drehachse angeordneten Zapfen (P) starr verbunden ist, der sich
bei der Verriegelungsstellung der Sperrscheibe (J) in einer Lage befindet, in der
er das Zustandekommen der Zündung verhindert, und beim Ausschwingen der Sperrscheibe
(J) in eine Lage gelangt, bei der die Zündung. möglich ist.
8. Aufschlagzünder nach Anspruch 7, bei dem die Zündpille im Transportzustände
des Zünders durch einen Schieber abgedeckt ist und der Zündstift unter der Wirkung einer Feder steht, die ihn in die
Zündpille zu treiben sucht, dadurch gekennzeichnet, daß der exzentrisch zur Drehachse
der Sperrscheibe (J) angeordnete Zapfen (P) im Transportzustande des Zünders
zugleich die Zündfeder (D) gegen Entspannung sichert und den Schieber (M)
in der Lage festhält, in der er die Zündpille (C) abdeckt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH53461T | 1910-09-26 |
Publications (1)
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Family
ID=4292025
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (2)
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| DE (1) | DE260700C (de) |
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0
- DE DENDAT260700D patent/DE260700C/de active Active
-
1910
- 1910-09-26 CH CH53461A patent/CH53461A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH53461A (de) | 1912-03-01 |
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