DE326403C - Verfahren und Vorrichtung zur Verhuetung von Braenden in Trocknern mit unmittelbarerFeuerbeheizung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Verhuetung von Braenden in Trocknern mit unmittelbarerFeuerbeheizung

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DE326403C
DE326403C DE1917326403D DE326403DD DE326403C DE 326403 C DE326403 C DE 326403C DE 1917326403 D DE1917326403 D DE 1917326403D DE 326403D D DE326403D D DE 326403DD DE 326403 C DE326403 C DE 326403C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B25/00Details of general application not covered by group F26B21/00 or F26B23/00
    • F26B25/009Alarm systems; Safety systems, e.g. preventing fire and explosions

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung - zur Verhütung von Bränden in Trocknern mit unmittelbarer Feüerbeheizung. Von den zur Trocknung von Schüttgütern, wie Getreide, Feldfrüchte o. dgl.; bestimmten Trocknern werden eine große Anzahl mit unmittelbarer Feuerbeheizung betrieben. Dies Verfahren geht so vor sich, daß in einem Koksofen ein starker Strom von Feuergasen erzeugt wird, der durch ein Gebläse angesaugt und unter den Siebböden der Trockenhorden, Trommeln und Mulden hindurchgedrückt wird. Die Koksgase werden zu diesem Zweck gewöhnlich mit ungefähr go bis 95 Prozent Frischluft vermischt. Dieser Strom von Feuergasen führt zahlreiche Funken mit sich und bietet daher oft Veranlassung zu Bränden und Explosionen in den Luftkammern der Trockenhorden, in denen sich häufig durch den Siebboden fallende Staubteilchen sammeln, die ganz besonders zu Zündungen und Explosionen neigen.
  • Um die Gefahr von Explosionen und Bränden zu beseitigen oder zum mindesten erheblich zu verringern, besteht das Verfahren gemäß der Erfindung darin, daß den mit Frischluft gemischten Feuergasen unter gleichzeitiger Regelung der zugeführten Frischluftmenge entspannter Düsendampf als Frischdampf zugesetzt wird-. Hierdurch werden Funken gelöscht und gleichzeitig die hohe Wärme der Feuergase herabgemindert. Ferner ist die Zumischung von Dampf zur Verbesserung der Güte des Trockengutes wichtig.
  • Es ist zwar an sich bekannt, bei den mit Feuergasen betriebenen Trockenvorrichtungen Wasser oder Dampf zuzumischen, jedoch wurde diese Zuführung entweder zu anderen Zwecken, wie: z. B. um ein Verbrennen des Guts zu verhüten, bewirkt; andererseits ist auch vorgeschlagen worden, die mit der von dem Trockengut aufsteigenden Feuchtigkeit gesättigten Heizgase wieder in die Trockenvorrichtung einzuleiten. Ein derartiges Verfahren. führt aber nicht zum Ziel, weil durch die Wiederverwendung der von dem Trockengut herrührenden Feuchtigkeit zur Anfeuchtung der zugeführten Feuergase die gerade in diesen Dämpfen enthaltenen, Verderbnis bringenden Bestandteile verhängnisvoll auf die Haltbarkeit der War einwirken können.
  • Es kann deshalb ein derartiges Verfahren nur zu einem günstigen Ergebnis führen, -wenn Frischdampf; und zwar entspannter Düsendampf den Feuergasen zugeführt wird. .
  • Die Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens soll nach der Erfindung so ausgebildet werden, daß -der den Strom von Feuergasen liefernde Koksofen selbst als Dampferzeuger dient. Zu diesem Zweck wird der Schachtraum des Koksofens doppelwandig ausgebildet, derart, daß zwischen den beiden Wänden ein Dampfkessel entsteht. An diesem Kessel kann sich ein Heizrohrstrang im oberen Teil des Schachtraumes des Koksofens anschließen, in; dem der Dampf überhitzt wird. Kurz nach dem Eintritt der Feuergase in den Zuführungskanal des Trockners, und zwar vorzugsweise vor Einführung der Frischluft, wird der Dampf den Feuergasen in entspanntem Zustand zugeführt. Dieser Dampf wird in besonderen Entspannungsdüsen bereitet, welche den Dampf in einem Wärmegrad von ungefähr q:o bis. 5o° zuführen. Von derartig entspanntem Dampf` füllt i kg 1q. cbm Raum. 'Es wird also hier durch ein äußerst sparsamer Verbrauch@von Dampf bewirkt. Weiterhin soll, da verhältnismäßig nur wenig Feuchtigkeit in die Trockenräume gelangt, eine schädliche Befeuchtung, Klumpenbildung oder Verkleisterung_ vermieden werden. Ferner besitzt man in- der Entspannungsdüse ein vorzügliches Mittel, die Dämpfe außerordentlich fein, je nach den jedesmaligen Bedürfnissen, zu regeln.
  • Ein. Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, welche den Koksofen zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung zeigt.
  • Der Ofen ist von einfachster Bauart und besteht im wesentlichen aus einem Schacht a, der durch die Füllöffnung b mit Koks beschickt wird. wie Kokssäule ruht auf dem Rost c. Der Schacht ist von einem ringförmigen Kesselraum d zwischen den Wänden e, e1 umgeben, _In dem oberen Teil des Schachtraums ist eine Heizrohrschlange f so angebracht, -daß der mittlere Raum des Schachtes frei bleibt. Der Dampf gelangt aus dem Kesselraum d zum Zweck der Überhitzung in das _Heizrohr f. Von hier aus verläßt er durch das Rohr f1 den Ofenraum. Dieser mündet oben in eine Rohrleitung g, in der die Feuergase von einem Luftrad angesaugt und durch die Luftkammern der Trockenhorden gedrückt werden. Durch eine Klappe lt kann Frischluft in beliebiger Menge zugeführt .werden. Vor der Klappe h ist eine regelbare Entspannungsdüse i eingebaut, in die das Dampfrohr f:' mündet. Statt in die Entspannungsdüse i kann das Rohr f1 den überhitzten Dampf einer - nicht dargestellten - Lavalturbine zuführen, welche das Gebläse treibt. In diesem Falle wird der von der Turbine kommende Abdampf an der Stelle i dem Saugrohr zugeführt, natürlich ohne Einschaltung einer Entspannungsdüse. Je nach der Menge des bei i zugeführten Dampfes wird die bei lt zugeführte Frischluftmenge verringert.

Claims (1)

  1. PÄTENT-ANsPRücIiE i. Verfahren zur Verhütung von Bränden in Trocknern mit unmittelbarer Feuerbeheizung, dadurch gekennzeichnet, daß den mit Frischluft gemischten Feuergasen unter gleichzeitiger Regelung, der zugeführten Frischluftmenge entspannter Düsendampf als Frischdampf zugesetzt wird. z. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch Bekennzeichnet, daß der zur Beheizung dienende Koksofen (e) durch Ummantelung mit einer zweiten Wand (e1) zu einem Dampfkessel (d) ausgebildet ist, dessen Heizrohrschlange (f) der! oberen Teil des Schachtraums (a) umschließt und den durch die Düse (i) entspannten Dampf in die Rohrleitung (g) führt, aus welcher die Feuergäse den Luftkammern der Trokkenhorden zuströmen.
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