DE32470C - Krummliniges Hufeisen - Google Patents

Krummliniges Hufeisen

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DE32470C
DE32470C DENDAT32470D DE32470DA DE32470C DE 32470 C DE32470 C DE 32470C DE NDAT32470 D DENDAT32470 D DE NDAT32470D DE 32470D A DE32470D A DE 32470DA DE 32470 C DE32470 C DE 32470C
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DE
Germany
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horseshoe
convexity
curvilinear
irons
bulges
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT32470D
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English (en)
Original Assignee
Baron bellier de villiers in Paris, 20 rue Royale
Publication of DE32470C publication Critical patent/DE32470C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01LSHOEING OF ANIMALS
    • A01L1/00Shoes for horses or other solipeds fastened with nails
    • A01L1/02Solid horseshoes consisting of one part

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45: Landwirtschaftliche Geräthe.
Baron BELLIER de VILLIERS in PARIS. Krummliniges Hufeisen.
Patentirt im Deutschen Reiche yom 24. December 1884 ab.
Dem vorliegenden Hufeisen ist der Name »Krummliniges Hufeisen« ertheilt worden, weil im allgemeinen alle seine Begrenzungslinien von convexen oder concaven Flächen herrühren. Seine Construction beruht auf dem Princip, dafs bei einerlei und wiederholter Reibung auf einer ebenen und festen Fläche (dem Boden) jede runde und bewegliche Fläche (das Eisen am Fufse des Pferdes) seine Convexität verliert, um eine Ebene zu bilden, deren Entstehung in directem Verhältnifs zu der Reibung steht, und deren Ränder beständig erneuert werden.
Auf diese Weise geschieht in Wirklichkeit die allmälige Abnutzung aller inneren Flächen des in Rede stehenden Hufeisens, d. h, derjenigen Flächen, welche in directer Berührung mit dem Boden stehen, woraus auf beliebigem Terrain ein kräftiges, sicheres und leichtes Fortschreiten des Pferdes resultirt. Denn dieses Eisen liefert nicht allein durch seine eigenthümliche Form dem Huf eine Unterlage und Mittel zum Greifen, welche denjenigen, womit ihn die Natur ausgestattet hat, ähnlich sind, sondern es bewahrt ihm auch seine Vorzüge, infolge der besonderen Weise, durch welche die Abnutzung seine verschiedenen Theile umgestaltet.
In beiliegender Zeichnung sind: Fig. 1 Unteransicht eines Eisens für den linken Vorderhuf , Fig. 2 Oberansicht desselben Eisens, Fig. 3 Schnitt nach der Linie x-x in Fig. 1, Fig. 4 Schnitt nach der Line \-\.
Die untere Seite des krummlinigen Hufeisens zeichnet sich durch folgendes aus:
1. Durch die Convexität seines ä'ufseren Randes, welcher durch die Bogenstücke B und C, sowie diejenige seines inneren Randes, welcher durch die Bogenstücke B1 und C1 gebildet wird. Diese vier Bogenstücke sind am Scheitel des Eisens durch den Bug P, und an ihren entgegengesetzten Enden durch die Stollen E und E\ Fig. 1 und 3, mit einander verbunden.
2. Durch die Convexität der Streifen oder Wulste b b1 und c c1 der erwähnten Bogenstücke B C und B' C1, welche gleichlaufend, aber von verschiedenem Volumen sind; bl und c1 sind um ungefähr Y3 weniger hoch als b und c, wodurch ihre Niveaudifferenz hergestellt und folglich ihre Abnutzung geregelt wird.
3. Durch die kleinen Aushöhlungen d, acht an der Zahl, welche in den Wulsten b und c der Bogenstücke B und C und in gleichem Abstand zwischen den Nagellöchern e ausgespart sind und dazu dienen, den Gang des frischbeschlagenen Pferdes zu kräftigen. Diese Höhlungen können eine Tiefe von etwa 2 mm haben.
4. Durch die Convexität des Buges P mit der in der Mitte desselben befindlichen napfartigen Vertiefung 0.
5. Durch die Convexität seiner Bogen H und K, welche weit ausgehöhlt sind, um darin ein Festsetzen von Erde zu verhindern und zu verhüten, dafs dieselbe das Feststellen des Pferdefufses auf dem Boden beeinträchtige. Diese Bogen laufen in die Wulste b b1 und c c1 der Bogenstücke B B1 und C C1 aus und sind je mit vier Nagellöchern e in gleichem Abstand von einander versehen.
6. Durch die besondere Form dieser Nagellöcher e, welche oben eine halbkugelförmige Aushöhlung bilden, um den Kopf des Nagels aufzunehmen, und unten eine viereckige Oeffnung für den Durchgang des Nagelschaftes haben.
7. Durch die convexe und abgestumpfte Form der Stollen E und E1, in welche die Wulste b b1 und c c1 auslaufen.
8. Durch den Schenkel C C1 des Eisens, welcher, entsprechend der natürlichen Gestalt des Vorderhufes, in gröfserem Kreise gebogen ist als BB1.
Die obere Seite des krummlinigen Hufeisens ist durch Fig. 2 veranschaulicht, und es zeichnet sich dort durch folgendes aus:
1. Durch seinen äufseren, durch die BogenstücRe B und C gebildeten Rand, welcher eine Metallgarnitur bildet, die über den zu beschlagenden Huf hinausreicht, derart, dafs bei fettem Boden das Pferd den Fufs leicht herausziehen kann, weil das Eisen einen gröfseren Eindruck verursacht, als das Volumen des Hufes beträgt.
2. Dadurch, dafs sein Bug in eine Spitze von der Form eines Kreisabschnittes ausläuft.
3. Dadurch, dafs die Oberfläche jedes Schenkels nach der Mittellinie des Eisens zu geneigt ist, um derart den nöthigen Raum zum Versenken der Hufsohle zu gewähren.
4. Dadurch, dafs jeder der Stollen E und El abgerundet, eben und leicht am Anfange der inneren Bogenstücke B und C abgestumpft ist, welche ihn mit dem Bug des Hufeisens verbinden (s. Fig. i, 2 und 4).
Vorläufig sind zehn Nummern oder Dimensionen von krummlinigen Hufeisen vorgesehen, welche durch Gewicht, Länge und Metalldicke von einander verschieden sind, um die verschiedenen Pferde beschlagen zu können. Jede Nummer umfafst vier Stücke, nämlich Eisen für den linken Vorderfufs, den rechten Vorderfufs, den linken und den rechten Hinterfui's. Aufserdem werden diese Nummern den verschiedenen gebräuchlichen Hufeisenmodellen, z. B. den Griff-, Maulesel- und türkischen Hufeisen u. s. w., angepafst.
Schliefslich sei noch erwähnt, dafs die einzige Spitze P1 der Eisen für Vorderhufe, Fig. 2 und 4, bei den Eisen für Hinterhufe durch zwei ähnliche Spitzen ersetzt wird, welche an den Seiten des Buges vorstehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Hufeisen, welches sämmtliche nachstehend aufgeführten Kennzeichen in sich vereinigt: Die Convexität seiner äufseren und inneren Ränder, die abgerundeten Wulste b b1 und c c1 auf der unteren Seite, welche durch die Bogen H und K vereinigt sind und wovon b und c gröfsere Höhe als bl und c1 haben, die Convexität des Buges P mit der Vertiefung o, die halb kugelförmigen Höhlungen der Aussparungen e zur Aufnahme der Nagelköpfe mit viereckigen Löchern für die Nagelschäfte, die convexen und abgestumpften Stollen E und E\ in welche die Wulste b b1 und c c1 auslaufen, endlich die einzige Spitze P1 in Form eines Kreissegments für die Eisen der Vorderhufe, und die beiden ähnlichen Spitzen für die Eisen der Hinterhufe.
    -Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT32470D Krummliniges Hufeisen Expired - Lifetime DE32470C (de)

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