DE767047C - Gleitschutzstollen - Google Patents

Gleitschutzstollen

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Publication number
DE767047C
DE767047C DER100912D DER0100912D DE767047C DE 767047 C DE767047 C DE 767047C DE R100912 D DER100912 D DE R100912D DE R0100912 D DER0100912 D DE R0100912D DE 767047 C DE767047 C DE 767047C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pin
cleat
conical
skid
head
Prior art date
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Expired
Application number
DER100912D
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Raez-Ammann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
STAHL und METALLAGER BUEHLER
Original Assignee
STAHL und METALLAGER BUEHLER
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Filing date
Publication date
Application filed by STAHL und METALLAGER BUEHLER filed Critical STAHL und METALLAGER BUEHLER
Priority to DER100912D priority Critical patent/DE767047C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE767047C publication Critical patent/DE767047C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01LSHOEING OF ANIMALS
    • A01L7/00Accessories for shoeing animals
    • A01L7/04Solid calks or studs

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist ein Gleitschutzstollen, insbesondere für Hufbeschläge, bei dem ein konischer harter Stift in eine konische Bohrung eines weniger harten Stollenkörpers eingesetzt ist.
Es wurde schon der Vorschlag gemacht, Hufeisen oder Hufeisenstollen mit Einsatzstiften aus härterem Werkstoff als er selbst auszurüsten. Solche Einsatzstifte wurden bisher meistens aus gehärtetem Stahl gebildet. Die Erfahrung hat gezeigt, daß Stahlstifte den sehr hohen spezifischen Beanspruchungen in Gleitschutzstollen nicht gewachsen sind und praktisch keine Gleitschutzwirkung ergeben, weil sie weniger hart sind als harte Straßendecken oder Steine auf der Straße, diese Körper also nicht angreifen. Außerdem nutzen sich die Stahlstifte ebenso rasch ab wie ihr Träger.
Zweck der Erfindung ist nun, einen Gleitschutzstollen, insbesondere für Hufbeschlag, mit großer Gleitschutzwirkung zu schaffen. Die Erfindung schlägt vor, in eine konische Bohrung eines an sich bekannten Stollenkörpers aus Stahl mit niedrigem Kopf und nach der Mitte zunehmend erhöhter Auftrittsfläche einen konischen Stift aus Metallkarbid einzusetzen, der an seiner ganzen Mantelfläche
durch Verklemmung festgehalten ist und nur mit einer vorzugsweise erhaben gewölbten Stirnfläche aus der Auftrittsfläche des Stollenkörpers vorsteht. Der Metallkarbidstift ist härter als die härteste Straßendecke, greift diese also unter allen Umständen an und bietet einen sicheren Gleitschutz. Außerdem nutzt er sich nicht so rasch ab wie der Stollenkopf, so daß er im Gebrauch immer aus diesem ίο herausragt. Die Erfahrung hat gezeigt, daß ein solcher Metallkarbidstift beim Aufschlagen selbst auf .das härteste Straßenpflaster trotz seiner Sprödigkeit nicht springt und der größten normalerweise vorkommenden x5 Schlagbeanspruchung standhält.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Gleitschutzstollens nach der Erfindung teilweise in einer Seitenansicht, teilweise im Schnitt dargestellt. Der gezeichnete Gleitschutzstollen hat die Form eines Hufeisensteckstollens. Sein Mantelkörper i, 2, z. B. aus Chromnickelstahl, hat in üblicher Weise einen konischen Steckzapfen ι und einen in der Umrißform viereckigen niedrigen Kopf 2. In einer konischen Längsbohrung 3 des Stollens ist ein konischer Stift 4 aus Metallkarbid eingesetzt. Ein solcher Stift hat eine Härte von etwa nach Moos. Er wird also von Korund nicht angegriffen. Der Kopf 2 ist an seiner Auftrittsfläche erhaben gewölbt, um ihn schon zu Beginn seiner Benutzung der durch die Abnutzung entstehenden Gestaltung möglichst anzugleichen und schon im Anfang des Gebrauches eine sichere Gleitschutzwirkung zu erzielen. Die größte Höhe des Kopfes 2 ist etwa gleich dem größten Halbmesser des Steckzapfens, d. h. am oberen bzw. an dem der Basisfläche des Kopfes anschließenden Ende. Die kopfseitige Stirnfläche des Stiftes 4 ist ebenfalls wie der Stollenkopf 2 in der Mitte erhöht bzw. erhaben gewölbt. Sie kann aber auch kegelförmig gestaltet sein. Der Stift ragt nur mit dieser Stirnfläche über die Auftrittsfläche des Stollenkopfes hinaus. Er greift somit die Straßendecke nur mit der vorstehenden Stirnfläche an, weshalb die Straßendecke geschont wird. Damit auch bei auf das höchstzulässige Maß abgenutztem Stollenkopf der Stift noch fest im Stollenzapfen sitzt, ist die Länge des Stiftes so· bemessen, daß dieser um etwas mehr als sein Durchmesser unter die Grundfläche des Stollenkopfes ragt.
Der Stift ist in die konische Bohrung des Stollens vorzugsweise kalt eingepreßt, so daß er an seiner ganzen Mantelfläche durch Verklemmung gehalten ist. Beim Gebrauch des beschriebenen Gleitschutzstollens erfährt der Werkstoff des Stollenkopfes um den Stift herum eine zunehmende Verdichtung, so daß der Halt des Dornes im Stollenkopf immer fester wird, trotzdem letzterer infolge seiner gegenüber dem Stift wesentlich geringeren Härte bedingten stärkeren Abnutzung immer niedriger wird. Da der Stift durch den Gebrauch bei dem Verhältnis der Härtegrade des Stiftes zu dem Härtegrad des Stollens im Gebrauch immer ein Stück weiter in den Stollen hineingedrückt wird, so wächst der Höhenunterschied zwischen Außenfläche des Stollens und Außenfläche des Stiftes nur wenig, so daß einerseits die Gefahr eines Bruches des Stiftes vermieden wird, anderseits ein Lockern des Stiftes trotz der x\bnutzung des Stollenkopfes nicht stattfinden wird.
Statt nur eines Stiftes können auch zwei oder mehrere Stifte in einem gemeinsamen Träger von beliebiger, z. B. rechteckiger Grundrißform eingelassen sein.
Da der Stift härter ist als jeder Straßenbelag oder jeder Stein auf der Straße, greift er überall an und erfährt infolge seiner Härte beim Gebrauch keine oder nur eine unmerkliche Formveränderung. Die von ihm berührte Stelle des Bodens, gleich welcher Art und Natur, wird stärker angegriffen als vom Stollenkopf, weshalb er insbesondere auf harter, glitschiger Bahn, z. B.auf Glatteis und nassem Asphalt, den Boden angreift und dar- go auf einen sicheren Halt findet, also sicheren Gleitschutz bietet.
Hierdurch wird eine größere Gang- und Standsicherheit eines mit den beschriebenen Gleitschutzstollen ausgerüsteten Tieres erzielt. Ein mit solchen Gleitschutzstollen ausgerüstetes Hufeisen wird nicht oder nur unmerklich abgenutzt, weil auch auf dem härtesten Boden keine Gleitbewegung des Hufes zu bemerken ist. Das Hufeisen kann daher mehrere Be-Schlagsperioden und für mehrere Sätze von Gleitschutzstollen benutzt werden. Infolge der verhältnismäßig sehr niedrigen Form des Kopfes des beschriebenen Gleitschutzstollens kommt der Huf eines Tieres erheblich näher auf den Boden zu liegen als mit einem Hufbelag mit den üblichen hohen Stollen, weshalb es auch weniger ermüdet.
Ein Pferd zieht sich mit den beschriebenen Gleitschutzstollen bei dem sog. Übertreten keine oder weit geringere Verletzungen der Fleischkrone am betreffenden Huf (Krontritte) zu als mit den bekannten hohen Stollen.
Der Gleitschutzstollen kann auch für Sportschuhe oder an Laufbändern von Raupenkraftfahrzeugen Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Gleitschutzstollen, insbesondere für Hufeisen, bei dem ein konischer harter Stift
    in eine konische Bohrung eines weniger harten Stollenkörpers eingesetzt ist, gekennzeichnet durch einen in eine konische Bohrung eines.an sich bekannten Stollenkörpers aus Stahl mit niedrigem Kopf und nach der Mitte zunehmend erhöhter Auftrittsfläche eingesetzten Stift aus Metallkarbid, der an seiner ganzen Mantelfläche durch Verklemmung festgehalten ist und nur mit einer vorzugsweise erhaben gewölbten Stirnfläche aus der Auftrittsfläche des Stollenkörpers vorsteht.
    Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:
    Deutsche Patentschriften Nr. 131 510,
    588 454;
    USA.-Patentschrift Nr. 1 601 462.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 834 7.51
DER100912D 1937-12-03 1937-12-03 Gleitschutzstollen Expired DE767047C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2020115593A1 (de) * 2018-12-03 2020-06-11 Mueller Christoph Schraubstollen für kunststoffbeschläge und kunststoffhufschuhe

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE131510C (de) *
US1601462A (en) * 1924-01-05 1926-09-28 Eversharp Mfg Company Horseshoe calk and process of making the same
DE588454C (de) * 1933-11-21 Max Muecklich Schraubstollen fuer Hufeisen aus elastischem Material

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