Gleitschutzkorper, insbesondere f r WinterhufbeschlÏge.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Gleitschutzkörper, insbesondere f r Winterhufbesehläge.
Es sind Gleitschutzkörper für Hufbeschläge bekannt, bei denen ein aus Hartmetall bestehender Dorn in eine Bohrung seines aus Stahl gebildeten TrÏgers so eingesetzt ist, dass die Stirnfläche des Dornes erhaben aus der Angriffsfläehe des Trägers vorsteht, der in Form eines Stollens in das Hufeisen eingesetzt ist.
Ferner sind Stollen bekannt, die am freien Kopfende mit einer Grundmasse versehen sind, in die K¯rner oder Splitter aus hartem Werkstoff gleichmässig verteilt eingebettet sind.
Bei diesen bekannten Gleitschutzkörpern handelt es sich durchwegs um Stollen mit niedrigem stumpfem Kopf, der sich namentlich in Eis und Schnee verhältnismässig raseh abnützt.
Der Gleitschutzkorper nach der vorliegen- den Erfindung unterscheidet sich nun gegen über den bekannten Gleitschutzkörpern dadurch, dass er als scharfer Stollen, ausgebil- det ist und das freie Ende des Stollenkörpers mindestens teilweise aus einem Material mit der MohshÏrte von mindestens 7,5 besteht.
In der beiliegenden Zeichnung sind rein beispielsweise mehrere Ausführungsformen von Gleitschutzkörpern gemäss der Erfindung dargestellt.
Die Fig. 1, 2,3 und 4 zeigen Spitzstollen mit verschiedenen freien Kopfenden der Stol lenkörper.
Fig. 5 zeigt ein Profilstollen.
Unter seharfen Stollen werden nachstehend Stollen verstanden, die infolge ihrer Ausbildung und Form bei Abnützung nicht stumpf werden, also ausser Spitzstollen auch alle Profilstollen, die über die Lange des Stollenkorpers einen mindestens annähernd konstanten Querschnitt aufweisen. (Vergleiche zum Beispiel die einsehlägigen Werke von : F. Schwendimann, Leitfaden des Hufbeschla- ges, 2. Auflage, 1921, S. 126 bis 128 ; R. Eberlein, Leitfaden des Hufbeschlages, 6. Auflage, 1921, S. 192 bis 194 ; Jos.
Gro¯bauer, Der Hufbeschlag, 4. Auflage, 1915, S. 104 und 105.)
Gemäss der dargestellten Ausführung nach Fig. 1 hat der Gleitschutzkörper die Form eines spitzen Hufeisenstollens mit pyramid formigem Stollenkörper 1 und rundem, konisehem Steekzapfen 2 als Hals. Der Stollen korper l konnte allenfalls auch Eegelform besitzen. Ferner k¯nnt die Pyramiden-oder Kegelform statt, wie gezeigt, unsymmetrisch bzw. schief sein.
In einer den Stollenkörper 1 und den Hals 2 durchsetzenden Axialbohrung 3 ist ein Dorn 4 aus einem Hartmetall, insbesondere einem Sinter-Hartmetall oder Gusshartmetall eingesetzt, während Stollenk¯rper 1 und Hals 2 zweckmässigerweise aus Stahl bestehen. Der vorstehende Teil des Dornes 4 bildet das freie Ende des Stollenkörpers l. Die MohshÏrte des Dornes 4 beträgt mindestens 7,5.
Bei bekannten Stollen beträgt die Mohshärte min destens 9. Es sind aber bei den dargestellten Stollen auch Hartmetalle mit Mohshärte bis zu 7,5 herab vorgesehen, die den n¯tigen Zähigkeitsgrad aufweisen und daher weniger spröde sind als Hartmetalle mit der Mohs- hÏrte 9 und darüber. Die Hartmetalle unter der Mohshärte 9, vorzugsweise etwa um 8 herum, sind jedoch grobkörniger und daher auch griffiger. Die Verwendung von Dornen aus Hartmetall von der Mohshärte von mindestens 7,5 vermeidet das Abbrechen der Dorne, wenn die Stirn-bzw. Angriffsfläche des Stollenkörpers leicht abgenützt ist und der Dorn hierdurch etwas mehr vorsteht als bei nicht abgenütztem Stollenkörper.
Der Dorn 4 hat eine nach dem Versenkende hin konisch verjüngte Form und passt in die entsprechend konische Längsbohrung 3 des Stollens, wobei der Dorn am Versenkende nicht fest aufliegt, sondern nur an seiner Mantelfläche ; er ist somit durch Keilwirkung gehalten. Der Dorn 4 kann in die Bohrung kalt eingepresst oder auch hart eingelötet sein.
An Stelle eines in eine Bohrung des Stollens eingesetzten Dornes kann aueh ein anderer zweckentsprechender Hartmetallkörper mit der Mohshärte mindestens 7,5 im Stollen eingelasse und befestigt bzw. verankert sein, von dem mindestens ein Teil das freie Ende des Stollenkorpers bildet. Der Stollen selbst kann anstatt als Steekstollen auch als Schranb- stollen ausgebildet sein.
GFemäss der Ausführung nach-Fig. 2 ist an Stelle eines Hart. metalldornes ein Hartmetall- körper in Form. einer leieht abgerundeten Spitze 5 auf einen Pyramiden-oder Kegel- stumpfkörper 1 in beliebiger Weise durch Verschweissen oder Hartloten aufgebracht, wobei er die Verlängerung des Pyramidenoder Kegelstumpfes bis zur Spitze und damit das freie Ende des Stollenkörpers bildet.
Die Ausführungen gemäss den Fig. 3,4 und 5 zeigen sebarfe Stollen, bei denen das das freie Ende des Stollenkörpers bildende Material von anderer Zusammensetzung ist als bei den Ausführungen nach den Fig. 1 und 2. Hier ist auf das Ende des Stollenkörpers 1 eine Grundmasse 6 aufgebraeht, in die Hartmetallstücke in Form von lECör- nern, Splittern und dergleichen m¯glichst gleichmässig verteilt eingebettet sind. Diese Grundmasse kann durch Auftragsschweissung mit dem Stollenkörper 1 verbunden sein.
Bei dem Beispiel nach Fig. 3 ist der Stollenkorper 1 abgestumpft und weist zum Beispiel eine Nut 7 auf, welche die aufgebrachte Grundmasse 6 zusätzlich verankert.
Ferner kann die Grundmasse 6, wie Fig. 4 andeutet, als freies Ende des Stollenkorpers 1 im Tauchverfahren mit diesem fest verbun- den sein, wobei in bekannter Weise die Grund- masse sich mit dem Metall des Stollenkorpers 1 verschweisst, der zum Beispiel die in Fig. 4 gezeigte, abgestufte Form mit Zapfen 8 auf- weist.
Fig. 5 zeigt einen Profilstollen mit H-för- migem Querschnitt, der über die ganze Länge des Stollenkorpers 1 aueh bei Abnützung nahezu unverändert bleibt.
Die Grundmasse 6 kann in bekannter Weise aus einer Metall- bzw. Stahllegierung mit geeigneten Zusätzen bestehen. Die Hart metallstückchen, welche die Form von Splittern oder Körnern aufweisen, bestehen aus irgendeiner Hartmetallegierung mit Mohs- härte von mindestens 7,5.
Vorzugsweise beträgt für die Ausbildung der Stollen als scharfe Stollen die Hoche des Stollenkorpers 1 mindestens drei Viertel seiner grössten linearen Ausdehnung in der Quer- schnit, tsebene an seinem Fuss. Bei den gezeigten Beispielen ist die erwähnte lineare Ausdehnung die Diagonale.
Alle bisher bekannten scharfen Stollen, das heisst ohne Hartmetallende, nützen sich in relativ kurzer Zeit so ab, dass ihre Griffigkeit in Eis und Schnee nieht mehr genügt und sie deshalb ersetzt werden müssen, obwohl der Stollenkörper noch kräftig genug wäre. Durch diese Abnützung fehlt dam beim Spitzstollen die seharfe Spitze und bei den Profilstollen die scharfen Schneidkanten, die abgerundet und dadurch stumpf werden.
Werden dagegen scharfe Stollen mit Hartmetall verwendet, so sind sie bedeutend wi derstandsfähiger, werden durch den Gebrauch nicht mehr abgerundet und der Stollen verliert dadurch auch bei längerer Benutzungsdauer seine Griffigkeit nicht ; die Spitze oder Scheide bleibt immer scharf, so dass der Stollen stets mit gleichbleibender Hoche in Eis und Schnee eindringen kann.