DE3246401C2 - Verbindungselement - Google Patents
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Abstract
Ein Verschluß für Lichtleiter-Anschlüsse, der den freiliegenden Lichtleiter wechselweise abdeckt und freigibt. Der Verschluß enthält eine Ummantelung, die das den Lichtleiter enthaltende Gehäuse abdeckt. Die Ummantelung ist nach Maßgabe der Verbindung und Trennung des Gehäuses zwischen einer den Lichtleiter öffnenden und schließenden Stellung verschiebbar.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verbindungselement zum Verbinden von Lichtleitern mit einem Gehäuse mit einer durch dieses durchtretenden Bohrung zur Aufnahme eines Anschlußendes eines Lichtleiters und einem Endabschnitt mit einer mit der Bohrung axial ausgerichteten und mit dieser in Verbindung stehenden Öffnung, mit Einrichtungen zum Verbinden des Verbindungselementes mit einem zweiten Verbindungselement und mit einem Abdeckelement.
- Zum Verbinden von Lichtleitern werden deren Stirnseiten freigelegt und die Lichtleiter dann Stirnseite an Stirnseite aneinandergelegt. Die Glasfasern eines Lichtleiters liegen in einer Schutzhülle. Vor dem Verbinden der Lichtleiter wird diese zum Freilegen von deren Stirnseiten entfernt. Dann liegen die Glasfasern bis zum Herstellen der Verbindung jedoch frei und sind Staub, Schmutz, Fett usw. ausgesetzt. Aus diesem Grund hat man Verbindungselemente geschaffen, mit denen die zu verbindenden Lichtleiter nicht nur aufeinander ausgerichtet, sondern bis zu ihrer Verbindung auch abgedeckt werden.
- Bekannt ist ein Verbindungselement (US-PS 42 18 113), in dem die beiden Lichtleiter in hülsenförmigen Elementen gehalten werden. Diese decken die Lichtleiter vollständig nach außen ab. Zum Verbinden der beiden Lichtleiter werden die Elemente mit ihren Stirnseiten aneinandergelegt. Gegen den Druck einer Feder werden sie dann in ein Gehäuse hineingeschoben. Dabei tritt der eine Lichtleiter aus dem ihn haltenden Element aus und in das andere ein. Dort berühren sich die Stirnseiten der beiden Lichtleiter. Auch ein anderes bekanntes Verbindungselement (DE-OS 31 07 553) enthält zwei in einem Gehäuse gegen den Druck von Federn verschiebbare hülsenförmige Elemente. Diese nehmen die beiden zu verbindenden Lichtleiter auf. Zu deren Verbindung werden die hülsenförmigen Elemente gegen den Druck der Federn verschoben. Dabei treten die Lichtleiter aus ihnen aus und machen miteinander Kontakt. Bekannt ist weiter eine optische Steckvorrichtung (DE-OS 27 34 522). Auch diese enthält ein zylindrisches Gehäuse. Eine Gummischeibe ist in der Gehäusebohrung nahe an einem Ende angeordnet. Sie ist kreuzförmig geschlitzt. Sie stellt eine Art Abdichtung dar und schließt die Gehäusebohrung nach einem Ende ab. Bei Einschieben des Lichtleiters wird sie von diesem radial nach außen in eine Erweiterung der Gehäusebohrung hineingedrückt.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verbindungselement der eingangs genannten Gattung so auszubilden, daß der Lichtleiter mit seiner freiliegenden Stirnseite bis zur Verbindung schützend umschlossen, dann aber sofort freigegeben wird. Die Lösung für diese Aufgabe ergibt sich nach der Erfindung mit den im Kennzeichen des Patentanspruches 1 aufgefuhrten Merkmalen. Das heißt, daß das Abdeckelement den Lichtleiter im Ruhezustand abdeckt. Sobald jedoch das den Lichtleiter umschließende Verbindungselement beim Verbindungsvorgang mit dem zweiten Verbindungselement in Berührung kommt, schwenkt das Abdeckelement nach außen weg. Damit wird der Lichtleiter zur Verbindung mit dem anderen Lichtleiter freigegeben.
- Eine zweckmäßige Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verbindungselementes ist gekennzeichnet durch eine mit dem einen Ende am Gehäuse und mit dem anderen Ende am Abdeckelement befestigte Feder zum Drücken des Abdeckelementes in die erste Stellung. Diese Feder drückt das Abdeckelement in der Ruhelage in die den Lichtleiter abdeckende erste Stellung. Beim Zusammenbringen der beiden Verbindungselemente wird diese Feder zusammengedrückt.
- Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, daß der Anlageabschnitt des Abdeckelementes eine zur Anlage an dem zweiten Verbindungselement geeignete Schulter ist.
- Eine alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verbindungselementes bildet den Gegenstand von Patentanspruch 4. In einer zweckmäßigen Ausgestaltung ist der Anlageabschnitt ein Teil des Längsabschnittes und verläuft radial außerhalb desselben, wo dieser am Gehäuse befestigt ist.
- Am Beispiel der in der Zeichnung gezeigten beiden Ausführungsformen wird die Erfindung nun weiter beschrieben.
- In den Zeichnungen ist:
- Fig. 1 ein Längsschnitt durch das Verbindungselement mit sich in der ersten Stellung befindenden Abdeckelement,
- Fig. 2 eine Teilansicht dieses Verbindungselementes mit einem zweiten Verbindungselement und sich in seiner zweiten Stellung befindenden Abdeckelement,
- Fig. 3 ein Längsschnitt durch das Verbindungselement mit einer anderen Ausführungsform des Abdeckelementes in dessen ersten Stellung, und
- Fig. 4 eine Teilansicht des Verbindungselementes nach Fig. 3 zusammen mit einem zweiten Verbindungselement und sich in seiner zweiten Stellung befindenden Abdeckelement.
- Fig. 1 zeigt ein Verbindungselement 20 zur Befestigung am Anschlußende eines Lichtleiters 10 zur Verbindung mit einem zweiten Lichtleiter, der in einem hier nicht gezeigten zweiten Verbindungselement gehalten wird. Das Verbindungselement 20 umschließt den Lichtleiter 10 mit seiner Glasfaser 12. Das Verbindungselement 20 enthält ein Gehäuse 30 mit einem Haltering 22 und eine alles umschließende Hülse 18 zur Aufnahme des Lichtleiters 10. Eine Schraubkappe 24 hält den Haltering 22 und die Hülse 18 im Gehäuse 30. Eine in dem Gehäuse 30 enthaltene Führungshülse 44 nimmt den Lichtleiter 10 auf und richtet ihn in Längsrichtung aus. Die Führungshülse 44 steht unter der Federkraft einer zwischen ihr und dem Haltering 22 angeordneten Feder 46. Damit ist die Stirnseite 11 des Lichtleiters 10 über eine Öffnung 44 a zugänglich. Eine Schraubkappe 34 ist auf das Gehäuse 30 aufgeschraubt. Sie steht über dieses über und dient zur Aufnahme und Führung des zweiten Verbindungselementes. Ein Ring 38 sichert die Schraubkappe 34 in einer festen Drehstellung.
- Das Außenelement 44 b der Führungshülse 44 läuft konisch zu und weist eine Öffnung 44 a auf. Dies erleichtert das Einschieben der Stirnseite 11 des Lichtleiters in das zweite Verbindungselement.
- Ein federndes Element 50 sitzt gleitbar auf der Führungshülse 44. Das federnde Element 50 besteht aus einem haltbaren federnden Material, vorzugsweise Berylliumkupfer, das die Form des Außenelementes 44 b der Führungshülse 44 aufweist. Zur besseren Anpassung an die Form des sich verjüngenden Außenelementes 44 b kann das federnde Element 50 entlang seiner Querachse leicht bogenförmig ausgebildet sein. Es wird an dem Gehäuse 30 befestigt, so daß es eine Vorspannung erhält. Weiter wirkt es mit einer Feder 53 zusammen. Diese hält es, wie es in Fig. 1 gezeigt ist, in einer ersten Stellung, in der ein mit ihr verbundenes Abdeckelement 51 über der Öffnung 44 a liegt und diese verschließt. Statt der Feder 53 kann auch jede andere Spanneinrichtung verwendet werden. Eine Feder wird nur als Beispiel genannt. Eine andere Möglichkeit läge in der Ausbildung des Elementes 50 aus einem Material mit einem natürlichen Spannungsverhalten, so daß es ohne äußere Kräfte die in Fig. 1 gezeigte Lage federnd einnehmen würde.
- An seinem Innenende weist das federnde Element 50 einen nach oben gerichteten Anlegeabschnitt 52 auf. Dieser ist so konstruiert, daß er an dem Gehäuse des zweiten Verbindungselementes anliegt.
- In Fig. 2 wird das Verbindungselement nach Fig. 1 in Anlage mit einem zweiten Verbindungselement gezeigt. Dieses weist ein Gehäuse 60 auf. Das Gehäuse 60 weist eine zentrale Öffnung 60 a und eine Stirnseite 61 auf und wird durch die Schraubkappe 34 durchgeschoben. Damit nimmt die zentrale Öffnung 60 a die Führungshülse 44 auf. Zum Aufschrauben der Schraubkappe 34 weist das Gehäuse 60 noch ein Gewinde auf.
- Nach dieser Beschreibung der Konstruktion des Verbindungselementes wird nun dessen Arbeitsweise beschrieben.
- Bei sich in Ruhelage befindendem federndem Element 50 verschließt das Abdeckelement 51 die Öffnung 44 a der Führungshülse 44. Das Gehäuse 60 kann durch die Schraubkappe 34 eingeschoben werden. Bei Drehung der Schraubkappe 34 wird das Gehäuse 60 infolge der Schraubverbindung zwischen diesen beiden Teilen nach einwärts gedrückt. Bei dieser Einwärtsbewegung gerät die Stirnseite 61 mit dem Anlegeabschnitt 52 in Anlage. Bei einer weiteren Drehung der Schraubkappe 34 ergibt sich eine weitere Einwärtsbewegung des Gehäuses 60. Dadurch wird der Anlageabschnitt 52 nach innen gedrückt und das federnde Element 50 aus seiner Ruhelage oder ersten Stellung in die in Fig. 2 gezeigte zweite Stellung bewegt, in der die Öffnung 44 a freiliegt. Der Lichtleiter 10 ist nun auf eine Verbindung vorbereitet.
- Gemäß der Darstellung behält die Öffnung 44 a nun bis zur endgültigen Verbindung ihre verschlossene und durch das Abdeckelement 51 geschützte Lage bei. Ähnlich wird das Abdeckelement 51 bei einer Trennung durch das Entfernen des Gehäuses 60 von der Schraubkappe 34 und der sich dadurch ergebenden Freigabe der Eigenspannung des federnden Elementes 50 unter der Einwirkung der Vorspannung der Feder 53 in seine erste, die Öffnung 44 a abdeckende Lage zurückkehren.
- In Fig. 3 wird eine alternative Ausführungsform gezeigt. Das Verbindungselement, die Führungshülse, das Gehäuse usw. sind den unter Bezug auf die Fig. 1 und 2 beschriebenen Teilen im wesentlichen ähnlich. Zur Vereinfachung der Beschreibung werden unter Bezug auf die Fig. 3 und 4 die Bauteile mit ähnlichen Eigenschaften häufig auch mit den gleichen Bezugszeichen unter Hinzufügung von 100 bezeichnet. Zum Beispiel entspricht die Führungshülse 144 der Fig. 3 und 4 der Führungshülse 44 der Fig. 1 und 2.
- Das in Fig. 3 gezeigte Abdeckelement 150 ist im wesentlichen "L"-förmig mit einem Längsabschnitt 153 und einem Querabschnitt 157. Wie bei dem Abdeckelement 51 nach den Fig. 1 und 2 kann das Abdeckelement 150 zur Anpassung an die Führungshülse 144 im Querschnitt bogenförmig sein. Zentrisch im Querabschnitt 157 sitzt eine Öffnung 157 a mit einem Durchmesser von mindestens der gleichen Größe wie bei der Öffnung 144 a in der Führungshülse 144.
- An seinem vom Querabschnitt 157 abgelegenen Ende ist das Abdeckelement 150 schwenkbar an der Außenseite der Führungshülse 144 befestigt. Der Längsabschnitt 153 läuft im wesentlichen entlang der Längserstreckung der Führungshülse 144 und der Querabschnitt 157 läuft quer über das Außenende 144 b. Das Abdeckelement 150 kann mit jedem gut bekannten Befestigungsmittel, wie zum Beispiel Punktschweißen oder Lot, an der Außenseite der Führungshülse 144 befestigt werden.
- Zum Erzielen der gewünschten federnden Eigenschaften wird das Abdeckelement 150 aus einem Werkstoff gefertigt, der eine natürliche Federeigenschaft in Längsrichtung und Formerholungseigenschaften aufweist. Als Beispiel sei Berylliumkupfer genannt. Nach einer Biegung um den Drehpunkt kehrt dieser Werkstoff in seine ursprüngliche Form zurück.
- In einer Ruhelage oder ersten Stellung ist das Abdeckelement 150 so angeordnet, daß der an einem Drehpunkt befestigte Längsabschnitt 153 unter einem gegenüber der Längsachse der Führungshülse 144 gemessenen Winkel nach oben verläuft. Der Querabschnitt 157 erstreckt sich dann nach unten, so daß seine Unterkante 157 a die Öffnung 144 a in der Führungshülse 144 abdeckt. Die Öffnung 144 a und die Öffnung 157 a sind dann nicht miteinander ausgerichtet.
- Fig. 4 zeigt ein mit dem Gehäuse 160 verbundenes Verbindungselement 120. Das Abdeckelement 150, das durch das Gehäuse 160 nach unten gedrückt wird, nimmt seine zweite Stellung ein. Die Öffnungen 144 a und 157 a sind miteinander ausgerichtet.
- Diese in den Fig. 3 und 4 dargestellte alternative Ausführungsform arbeitet nun wie folgt:
- Das sich in seiner wie oben beschriebenen ersten Stellung befindende Abdeckelement 150 liegt mit dem Gehäuse 160 in Anlage. Dessen Innenwand liegt längs an dem Abdeckelement 150 an und drückt es bei einer Drehung der Schraubkappe 134 gegen die Führungshülse 144. Bei Anlage des Gehäuses 160 an dem Verbindungselement 120 liegt der Längsabschnitt 153 des Abdeckelementes 150 verhältnismäßig eben an der Außenseite der Führungshülse 144 an. Bei der entsprechenden Bewegung des Querabschnittes 157 werden die Öffnungen 144 a und 157 a ausgerichtet. Damit wird der Lichtleiter 112 zur Verbindung freigegeben.
- Ähnlich werden bei einem Lösen, das heißt bei einem Wegbewegen des Gehäuses 160, das das Abdeckelement 150 an der Führungshülse 144 hält, die federnden Eigenschaften des Abdeckelements 150 dieses in seine erste Stellung zurückbewegen. Damit wird die Öffnung 144 a abgedeckt und ist nicht länger mit der Öffnung 157 a ausgerichtet.
Claims (5)
1. Verbindungselement zum Verbinden von Lichtleitern mit einem Gehäuse mit einer durch dieses durchtretenden Bohrung zur Aufnahme eines Anschlußendes eines Lichtleiters und einem Endabschnitt mit einer mit der Bohrung axial ausgerichteten und mit dieser in Verbindung stehenden Öffnung, mit Einrichtungen zum Verbinden des Verbindungselementes mit einem zweiten Verbindungselement und mit einem Abdeckelement, dadurch gekennzeichnet, daß außen am Gehäuse (30, 130) ein federndes Element (50, 150) angebracht ist, das einen Anlageabschnitt (52) aufweist, der während der Verbindung des Verbindungselementes (20) mit dem zweiten Verbindungselement das Herausschwenken des Abdeckelementes (51) aus einer ersten Stellung, in der die Öffnung (44 a, 144a) durch das Abdeckelement (51) abgedeckt wird, in eine zweite Stellung, in der die Öffnung (44 a, 144a) nicht abgedeckt ist, bewirkt.
2. Verbindungselement nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine mit dem einen Ende am Gehäuse (30, 130) und mit dem anderen Ende am Abdeckelement (51) befestigte Feder (53) zum Drücken des Abdeckelementes (51) in die erste Stellung.
3. Verbindungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlageabschnitt (52) des Abdeckelementes (51, 150) eine zur Anlage an dem zweiten Verbindungselement geeignete Schulter ist.
4. Verbindungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das federnde Element (150) einen an einem Ende an der Außenfläche des Gehäuses (130) befestigten Längsabschnitt (153) aufweist, der Längsabschnitt (153) den Anlageabschnitt aufweist, das federnde Element (150) als seitlicher Abschnitt von dem anderen Ende des Längsabschnittes über der Öffnung (144 a) herabhängt, und der seitliche Abschnitt eine Öffnung (157 a) enthält, die in der ersten Stellung mit der Öffnung (144 a) nicht und in der zweiten Stellung mit dieser ausgerichtet ist.
5. Verbindungselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlageabschnitt ein Teil des Längsabschnittes (153) ist und radial außerhalb desselben, wo dieser am Gehäuse (130) befestigt ist, verläuft.
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