DE324581C - Verfahren zur Behandlung von Mineralien oder Stoffen, welche Eisen und Titan oder Vanadin oder beide Metalle enthalten - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Mineralien oder Stoffen, welche Eisen und Titan oder Vanadin oder beide Metalle enthalten

Info

Publication number
DE324581C
DE324581C DE1919324581D DE324581DD DE324581C DE 324581 C DE324581 C DE 324581C DE 1919324581 D DE1919324581 D DE 1919324581D DE 324581D D DE324581D D DE 324581DD DE 324581 C DE324581 C DE 324581C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
vanadium
treated
titanium
compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1919324581D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BJOERN PER FERDINAND KJELLBERG
Original Assignee
BJOERN PER FERDINAND KJELLBERG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BJOERN PER FERDINAND KJELLBERG filed Critical BJOERN PER FERDINAND KJELLBERG
Application granted granted Critical
Publication of DE324581C publication Critical patent/DE324581C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B34/00Obtaining refractory metals
    • C22B34/10Obtaining titanium, zirconium or hafnium
    • C22B34/12Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08
    • C22B34/1236Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by wet processes, e.g. by leaching
    • C22B34/1259Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by wet processes, e.g. by leaching treatment or purification of titanium containing solutions or liquors or slurries

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

  • Verfahren zur Behandlung von Mineralien oder Stoffen, welche Eisen und Titan oder Vanadin oder beide Metalle enthalten. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Mineralien oder Produkten, welche Eisen und Titan oder Vanadium oder beide Metalle enthalten, zur getrennten Gewinnung von Verbindung dieser einzelnen Metalle.
  • Das Verfahren ist insbesondere dadurch charakterisiert, daß das Ausgangsmaterial mit einem Lösungs- oder Zersetzungsmittel behandelt wird, welches die vorhandenen erwähnten Metalle auflösen kann. Die Lösung wird dann zur Trockne verdampft. Das hierbei erhaltene Produkt ist in folgendem als das »Trockenpr od'ukt« bezeichnet.
  • Die darauf folgende Behandlung hängt davon ab, ob a) das Trockenprodukt Titan enthält, b) ob es Titan nicht enthält.
  • Im Falle a) wird das Trockenprodukt erhitzt, jedoch nicht auf so hohe Temperaturen, daß die Verbindungen der vorhandenen Metalle zersetzt werden. Das derart erhitzte Trockenprodukt wird dann mit Wasser geeigneter Temperaturen zur Auflösung der genannten Metalle behandelt, die Titanverbindungenwerden alsdann durch das fortgesetzte Erhitzen der Lösung gefällt, während die Eisen- und Vanadiumverbindungen, falls diese letzteren vorhanden sind, in der Lösung verbleiben. Nachdem die gefällten Titanverbindungen aus der Lösung abgetrennt sind, wird diese zur Trockne verdampft und das Trockenprodukt wird ebenso wie das im Falle b) erhaltene Trockenprodukt geröstet, um das Eisen in unlösliche Oxyde überzuführen. Das hierbei erhaltene Produkt, das als Röstprodukt bezeichnet wird, wird dann, falls Vanadiumverbindungen vorhanden sind, mit einem Lösungsmittel für diese behandelt.
  • Zur praktischen Ausführung des Verfahrens ist es zweckmäßig, als Lösungsmittel eine Mineralsäure. insbesondere Schwefelsäure zu verwenden: E s können aber auch andere lösende oder zersetzende Mittel, wie Kaliumbisulfat, verwendet werden.
  • An einem Ausführungsbeispiel beschrieben, geht das Verfahren in folgender Weise vor sich: Das fein verteilte Ausgangsmaterial wird mit heißer Schwefelsäure behandelt, die erhaltene Lösung wird dann zur Trockne verdampft und das trockene Produkt erhitzt, um jeden LTberschuß an Schwefelsäure auszutreiben. Enthält .das Ausgangsmaterial Titan, so wird die Erhitzung nicht so weit getrieben, daß die Eisen- lind Titansulfate, sowie die des Vanadiums, falls sie vorhanden sind, zersetzt werden. Das Endprodukt wird dann mit heißem Wasser behandelt zur Auflösung der genannten Sulfate, und bei fortgesetztem Erhitzen der Lösung fallen die Titanverbindungen aus, während die Eisen- sowie die Vanadiumsulfate in Lösung bleiben. Der Niederschlag wird dann abgetrennt und die Lösung zur Trockne verdampft. Das trockne Produkt wird so weit geröstet, -daß das Eisen in unlösliche Oxyde übergeführt ist, z. B. in roten Ocker. Das Röstprodukt wird dann mit heißem Wasser behandelt, das, falls erforderlich, mit einer Säure oder einem Alkali gemischt ist, um die vorhandenen Vanadiumverbindungen aufzulösen. Der rote Ocker wird dann abgetrennt und gewaschen und die Lösung wird zur Wiedergewinnung der Vanadiumverbindungen behandelt, die in geeigneter Weise gereinigt werden können.
  • Enthält das Ausgangsmaterial kein Titan, sondern nur Eisen und Vanadium, so wird die durch Behandeln mit Schwefelsäure wird Lösung zur Trockne verdampft. Das Trockenprodukt wird so weit geröstet, daß das Eisen in unlösliche Oxyde übergeführt wird und alsdann wird das Röstprodukt wie oben beschrieben behandelt.
  • Wenn das Lösungsmittel beim Behandeln des Röstproduktes zum Auflösen der Vanadiumverbindungen nach dem oben beschriebenen Beispiel Eisen zusammen mit den Vanadiumverbindungen gelöst hat, so kann die Lösung von Eisen in der oben angegebenen Weise gereinigt werden. Zu diesem Zweck wird die Lösung zur Trockne verdampft und das Trockenprodukt geröstet, so d'aß das Eisen in unlösliche Oxyde übergeführt wird. Das Röstprodukt wild dann mit Wasser behandelt, das, falls notwendig, mit einer Säure oder mit einem Alkali gemischt wird. Auf diese Weise wird eine Lösung erhalten, die von Eisen freier ist und welche die Vanad'iumverbindungen enthält, die nach Abtrennung der Eisenoxyde wiedergewonnen und in irgendeiner geeigneten Weise gereinigt werden.
  • Das oben beschriebene Verfahren kann in verschiedener Weise abgeändert werden. Wenn das Ausgangsmaterial arm an Titan aber reich an Eisen ist und Vanadium enthält, so kann es zweckmäßig sein, dasselbe mit so viel verdünnter Schwefelsäure zu behandeln, daß das Titan soweit als möglich unlöslich wird, aber größere Mengen Eisen gelöst werden. Als ungelöster Rückstand wird dann ein Produkt mit einem hohen Prozentsatz Titan erhalten, das mit mehr konzentrierter Schwefelsäure in der oben beschriebenen Weise behandelt werden kann, um die Titanverbindungen wieder zu gewinnen, worauf die Lösung, nachdem die zuletzt erwähnten Verbindungen abgetrennt worden sind, mit der aus der Behandlung des Ausgangsmaterials mit verdünnter Schwefelsäure erhaltenen Lösung gemischt wird. Die gemischten Lösungen werden dann zur Wiedergewinnung der Eisen- und Vanadiumverbindungen in der oben angegebenen Weise behandelt,

Claims (3)

  1. P"#,TZNT-AN SPRÜ CIIE: I. Verfahren .zur Behandlung von Mineralien oder Stoffen, welche Eisen und Titan oder V anadium oder beide Stoffe enthalten, zwecks Gewinnung von Verbindungen dieser Metalle, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsmaterial mit einem Lösungs- oder Zersetzungsmittel für die genannten Metalle behandelt, die hierbei erhaltene Lösung zur Trockne verdampft, bei Gegenwart von Titan das trockene Produkt ohne Zersetzung der darin enthaltenen Metallverbindungen erhitzt, das hierbei entstehende Produkt mit Wasser behandelt, die erhaltene Lösung zur Fällung der Titanverbindungen erhitzt wird, worauf diese Verbindungen abgetrennt werden, die Lösung zur Trockne verdampft, alsdann zur überführung des Eisens in unlösliche Oxyde geröstet und bei Gegenwart von Vanadiüm das Röstprodukt in einem Lösungsmittel für die Vanadiumverbindungen behandelt wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, in Anwendung auf solches Ausgangsmaterial, das kein Titan, sondern nur Eisen und Vanadium enthält, dadurch gekennzeichnet, daß das Aus-, gangsmaterial mit einem Lösungs- oder Zersetzungsmittel für diese Metalle behandelt, die Lösung zur Trockne verdampft, das trockne Produkt zur Überführung des Eisens in unlösliche Oxyde geröstet, und das Röstprodukt mit einem Lösungsmittel "für die Vanadiumverbindungen behandelt wird. .
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Behandelndes Röstproduktes mit einem Lösungsmittel für Vanadiumverbindungen erhaltene Lösung von Eisen zur Trockne verdampft, das Trockenprodukt zur Überführung des Eisens in unlösliche Oxyde geröstet, das Röstprodukt mit Wasser behandelt wird, das, falls erforderlich, mit einer Säure oder mit einem Alkali gemischt ist, und schließlich die Vanadiumverbindungen aus der Lösung wiedergewonnen wenden. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, in Anwendung auf solches Ausgangsmaterial, das arm an Titan aber reich an Eisen ist und Vanadium enthält, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsmaterial mit einer so verdünnten Säure behandelt wird, daß das Titan soweit wie möglich ungelöst aber das Eisen in größeren Mengen gelöst wird und der ungelöste Rückstand mit einer konzentrierteren Säure, gemäß Anspruch i und die Lösungen gemäß Anspruch 2 behandelt werden.
DE1919324581D 1919-02-24 1919-10-17 Verfahren zur Behandlung von Mineralien oder Stoffen, welche Eisen und Titan oder Vanadin oder beide Metalle enthalten Expired DE324581C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE324581X 1919-02-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE324581C true DE324581C (de) 1920-08-28

Family

ID=20307914

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1919324581D Expired DE324581C (de) 1919-02-24 1919-10-17 Verfahren zur Behandlung von Mineralien oder Stoffen, welche Eisen und Titan oder Vanadin oder beide Metalle enthalten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE324581C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE324581C (de) Verfahren zur Behandlung von Mineralien oder Stoffen, welche Eisen und Titan oder Vanadin oder beide Metalle enthalten
DE1947535B1 (de) Verfahren zum Aufschluss von Metalle und Sulfidschwefel enthaltenden Ausgangsstoffen
DE2124105C3 (de) Verfahren zur Entfernung von gelösten Titanverbindungen aus sauren Eisenchloridlösungen
DE489651C (de) Verfahren zur Herstellung von hochprozentigem Dicalciumphosphat
DE531273C (de) Verfahren zur Herstellung von festem kristallisiertem Monoalkaliphosphat, insbesondere Ammoniumphosphat
DE3010755A1 (de) Herstellung von magnesiumchlorid
DE343076C (de) Verfahren zur Gewinnung von Blei aus seinen Erzen
AT104877B (de) Verfahren zur Gewinnung von Zirkonium und Hafnium.
DE59959C (de) Verfahren zur Behandlung von Phosphoriten oder anderem Phosphatmaterial
DE825094C (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphatduengemitteln
DE490304C (de) Extraktion von Blei aus komplexen Bleisulfiderzen und -aufbereitungsprodukten
DE565964C (de) Verfahren zur Verarbeitung von Kalisalzen
DE374552C (de) Verfahren zur Herstellung von schwefelsaurem Kali und schwefelsaurer Kalimagnesia
DE1667815C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Aluminiumoxid aus Alunit und Aluminosilikat-Materialien. Ausscheidung aus: 1592091
DE533857C (de) Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen aus Alkaliphosphaten bestehenden Duengemitteln
DE478740C (de) Verfahren zur Gewinnung von Titanverbindungen, insbesondere Titansaeure
DE361258C (de) Verfahren zum Entfernen geloester Kieselsaeure aus Zinksalzloesungen
DE410184C (de) Verfahren zum Raffinieren von loesliche Schwefelsaeureverbindungen enthaltenden Ablaugen, z. B. von Chlormagnesiumlaugen
DE128918C (de)
DE526628C (de) Verfahren zur Gewinnung von Zink in Form eines koernigen, im wesentlichen aus Zinkcarbonat bestehenden Niederschlages
DE365517C (de) Verfahren zur Gewinnung von Kaliumnitrat aus kaliumnitrathaltigem Natronsalpeter
AT38909B (de) Verfahren zur Gewinnung von Zink aus seinen Erzen oder Verbindungen.
DE535252C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von salzsauren Eisenbeizablaugen auf Ferrosulfat und Salzsaeure
DE336560C (de) Verfahren zum Austreiben der Schwefelsaeure aus Natriumbisulfat
AT101942B (de) Verfahren zur Behandlung von Blei-Zink-Sulfiderzen und deren Aufbereitungsprodukten u. dgl.