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Halter mit Kugelgelenk und Klemmschloß für 117aschinengeschütze. Die
Erfindung betrifft einen Halter mit Kugelgelenk und Klemmschloß für Maschinengeschütze
und Maschinengewehre, insbesondere tragbare, der aber auch für feststehende Anwendung
finden kann.
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Bei derartigen Kugelgelenken ist es bekannt, zur raschen Feststellung
des Gelenkes in der eingestellten Richtlage die Kugel durch Schlitze federnd zu
machen und durch einen mittels gedrehter Gewindespindel eingetriebenen Spreizkegel
in der Kugelpfanne festzuklemmen. Wegen der Ausarbeitung der Schlitze und Bearbeitung
der hohlen Kugel auch an der Innenfläche für den Spreizkegel ist diese Ausführung
verhältnismäßig teuer in der Herstellung und das Drehen der Gewindespindel mittels
einer eingesteckten Stange o. dgl. ist für die Bedienung ungünstig, weil im Augenblicke
des Festklemmens ein Ruck oder Stoß auf den Ständer bzw. Dreifuß in drehendem Sinne
ausgeübt wird, wodurch die Gefahr einer Erschütterung und des Umkippens besteht.
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In dieser Richtung wird gemäß der Erfindung eine wesentliche Verbesserung
dadurch erzielt, daß das Festklemmen des Kugelgelenkes in der eingestellten Lage
durch ein pfannenförmiges Klemmstück erfolgt, das die Kugel als, Ganzes gegen die
kappenförmige Kugelpfanne mittels eines selbstsperrenden Klemmexzenters preßt, wenn
dessen seitlich aus dem Halter ragender Griff nach abwärts gedrückt wird. Hierbei
braucht die Kugel nicht geschlitzt und innen bearbeitet zu werden und der Schließdruck
an dem Griffhebel, der an und für sich zugänglicher und bequemer zu handhaben ist,
geht senkrecht nach abwärts und überträgt sich auf die Füße des Dreifußes, so daß
eine Erschütterung in drehendem Sinne und eine Kippgefahr nicht besteht.
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Eine weitere vorteilhafte Ausbildung des Halters mit diesem Kugelgelenk
und an dessen Pfanne in an sich bekannter Weise drehbarer Lafettengabel ist die,
wonach die unabhängige Feststellung und Lösung der drehbaren Verbindung mittels
eines scheibenförmigen Klemmschlosses erfolgt.
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Das dargestellte Ausführungsbeispiel ist in Fig. z in Draufsicht,
soweit es für das Verständnis der Erfindung nötig, dargestellt. Fig. zeigt eine
teils geschnittene Seitenansicht, Fig. ,; eine teils geschnittene Endansicht und
die Fig. .4 und 5 Schnitte nach 4-.f bzw. 5-5- der Fig. 2 bzw. 3.
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Der Halter besteht aus einer Kugel x und einer Pfanne 2 für diese.
Eine Gewindekappe 3 verhindert die Kugel = am Heraustreten aus der Pfanne. Die Kugel
z trägt mittels eines Stutzens q. ein Gabellager 5, an dem mittels Bolzens 6 das
punktiert angedeutete Geschütz befestigt-ist. An der Pfanne a sitzen Scharnierlappen
7 für die Stützen 8 des Ständers. Mittels Sperrzahnung 9 und Federklinken to sind
die Stützen in der Einstellage feststellbar. Um die Kugel z in jeder beliebigen
Lage festzustellen, dient gemäß der Erfindung eine Backe rr,
welche zentral an der Unterseite der Pfanne z mit einem zylindrischen
Hals 12 eingesetzt ist. Ein mit Ausschnitt 16 versehener, nach abwärts gehender
Lappen nimmt, um einen Zapfen 14 drehbar, ein Klemmexzenter 13 mit Handgriff
17 auf, so daß durch Anheben die Feststellung der - Kugel gelöst, durch Niederdrücken
geschlossen wird. Das Exzenter ist selbstsperrend und so gestaltet, daß die beim
Feuern auftretenden Erschütterungen nicht das Exzenter drehen und den Verschluß
lösen können. Das Herausragen der Handhabe 17 seitlich so, daß es von der Seite
mehr zugänglich ist als von unten, ist wichtig, weil es das Senken des Halters nicht
behindert, so daß das Geschütz, was zuweilen erwünscht ist, bis flach auf den Boden
gesenkt werden kann und die Handhabe `trotzdem bequem im Bereiche der Bedienung
ist. Die Teile sind einschließlich des Verschlusses sehr einfach, so daß wenig Gefahr
des in Unordnunggeratens und Klemmens vorliegt, auch die Herstellung billig und
der Halter sehr leicht wird. Das Geschütz kann entsprechend leicht getragen, rasch
aufgestellt und gerichtet werden. Der V erschluß wirkt augenblicklich ohne unnütze
Bewegungen an ihm seitens der Bedienung.
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Während die Einstellung in jede beliebige Lage durch das Kugelgelenk
erfolgen kann, kann es erwünscht sein, dem Geschütz eine wagerechte Drehbewegung
zum Bestreichen einer wagerechten Ebene ohne - Änderung der Höhenrichtung zu geben.
Für diesen Fall erhält die Lafettengabel des Geschützes mit dem Kugelgelenk eine
drehbare Verbindung. Nach der Darstellung ist der Stutzen q. der Kappe mit einem
runden Flansch 18 versehen, über dem ein flacher Führungsansatz 19 sitzt, der in
eine passende Aussparung in der Unterseite des Gabelhalters 5 .paßt. Letzterer trägt
zwei Scharnierbolzen 2o für halbringförmigeKlemmbacken 21, die in der Schließlage
gegen den Flansch 18 pressen. Die Klemmbacken 21 haben Endnasen 22 und der Gabelhalter
5 einen Scharnierzapfen 23 für ein Gelenkstück 2q.. Das andere Ende wird durch einen
Zapfen 25 gehalten, der in die Unterseite des Gabelhalters 5 geschraubt ist und
an dem ein Exzenter 26 mit wagerechtem Handgriff 27 drehbar ist. Das Exzenter 26
ist ebenso wie das Exzenter 13 selbstsperrend. Beim Anziehen des Griffs in lösendem
Sinne wird die Klemmung der Backen 21 gelockert und der Geschützgabel kann in Bezug
auf das Kugelgelenk eine Drehbewegung gegeben werden, wobei indessen auch augenblicklich
seine Feststellung erfolgen kann.