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Maxim-Maschinengewehr. Beim Maschinengewehr Maxim dient ausschließlich
eine auf Zug beanspruchte Schraubenfeder a, welche in Fig. z dargestellt ist, zur
Aufnahme des Rückstoßes und zum Wiedervorbringen des Rohres oder des Rohres und
Verschlusses. Die Feder wird nun beim Rücklauf des Gewehrlaufes anfangs einen kleinen
und später großen Widerstand entgegensetzen. Es ist aber wünschenswert, daß dieser
Widerstand während des Rücklaufes gleich bleibt, weil dadurch die Lafette am wenigsten
aus der Richtung gebracht wird und so das Gewehr am ruhigsten schießt.
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Um dies zu erreichen, dient die Erfindung, welche darin besteht, daß
eine Bremse mit Feder nach Fig. 2 und 3 mit dem Lauf oder Verschluß verkuppelt wird.
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Die Einschaltung einer Bremse neben der an der Schloßkurbel angreifenden
Feder hat außerordentliche Vorteile. Es darf als bekannt vorausgesetzt werden, daß
bei dem Maxim-Maschinengewehr eine bestimmte Federkraft vorhanden sein muß_, damit
dasselbe funktioniert. Ist die Feder zu stark, so können Störungen dadurch entstehen,
daß beim Wiedervorwärtsgang der Verschluß zu rasch und heftig gegen den Rohrboden
trifft; ist die Feder zu wenig gespannt, so wird das Funktionieren des Gewehrs deshalb
in Frage gestellt, weil größere Hindernisse, die, sei es im Schloßgehäuse, sei es
im Zuführer auftreten können, durch die Federkraft sodann nicht überwunden werden
können. Soll das Gewehr einmal nach abwärts und ein andermal nach aufwärts schießen,
so liegt bei gleichbleibender Federspannung ebenfalls die Gefahr vor, daß das Gewehr
nicht automatisch weiterfeuert. Im ersteren Falle wird beim Rückstoß der zurücklaufende
Teil außer von der Feder auch noch von dem Verschlußgewicht in seiner Bewegung beeinflußt
und der Verschluß wird unter Umständen sich nicht genügend weit vom Rohrboden- entfernen
und das Einbringen der Patronen verhindern. Beim Aufwärtsschießen kommt zur Rückstoßkraft
noch-das Gewicht der zurücklaufenden Teile und daraus wird ein starkes Anschlagen
der Teile am Ende der Rückwärtsbewegung erfolgen, und beim Vorwärtsbewegen wirkt
der Feder wiederum das Gewicht der bewegten Teile entgegen und der Verschluß schließt
sich unter Umständen nicht vollständig.
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Um diese Übelstände zu beseitigen, hat der Erfinder die Bremse zwischen
Lauf und Verschluß neben der Feder eingeschaltet. Es kann bei dieser Anordnung eine
bedeutend stärkere Feder genommen werden, denn jede zu rasche Bewegung des Rohres
und Verschlusses wird durch die hydraulische Bremse verhindert; es gilt dies sowohl
für den Rück- als Vorlauf. Ob bei dieser Ausführung die Waffe horizontal, senkrecht
nach aufwärts oder abwärts feuert, ist gleichgültig; denn die Einwirkung derBremse
auf die Feuerkraft ist derart, daß die Bewegung der in Frage stehenden Teile durchaus
gleichförmig wird.
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Die Bremse wird derart eingerichtet, daß sie anfangs, -,wenn die Federspannung
gering ist, stark und mit zunehmender Federspannung weniger stark bremst, so daß
die Federspannung plus Bremswiderstand an jeder Stelle gleich oder nahezu gleich
groß ist. Die in Fig. 2 und 3 dargestellte Anordnung besteht aus einer nur auf Druck
beanspruchten Feder c und einer Flüssigkeitsbremse.
Letztere besteht
aus dem Bremszylinder d, welcher zum Durchfluß für das Glyzerin Tuten e besitzt.
Mittels des Zapfens f wird der Zylinder mit dem Gehäuse des Maschinengewehres verbunden.
Der dazugehörige Kolben g ist mit der Kolbenstange h fest verbunden. Das bewegliche
Federlager z.' ist ein Teller, der mit seinem Muttergewinde auf dem Schraubengewindeder
Kolbenstangeverschraubt werden kann. Er besitzt Vorsprünge k, welche sich in den
geradlinigen Nutzen k1 des Bremszylinders führen. Ferner besitzt der Federteller
i große Öffnungen 1, um dem Glyzerin bei der Bewegung der Kolbenstange keinen großen
Widerstand entgegenzusetzen. Lm die Feder c zu spannen, hat man nur nötig, die Kolbenstange
h zu drehen, wodurch der Federteller gezwungen ist; sich nach rückwärts zu bewegen.