DE3243348C2 - - Google Patents
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-
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoffeinspritzpumpe
nach der Gattung des Hauptanspruchs. Bei einer bekannten
Kraftstoffeinspritzpumpe dieser Art (DE-OS 30 17 276) ist
die Steuernut in der Mantelfläche schräg zur Achse des
Verteilers angeordnet, so daß bei einer Verschiebung des
Verteilers der Füllbeginn bzw. das Einspritzende beim
Einspritzhub verändert werden kann. Zur Steuerung der
Einspritzmenge ist ein Vorlagespeicher variablen Volumens
vorgesehen, aus dem der Kraftstoff bei dem durch die
Steuernut gesteuerten Saughub dem Pumpenarbeitsraum zu
geführt wird. Die Verstellmechanik für den variablen
Speicher plus einer zusätzlichen elektrischen Stellein
richtung bedeutet einen erheblichen Aufwand für diese
Ausführungsform. Weiterhin ist ein zusätzlicher Aufwand
für die Steuerung der Versorgung des Vorlagespeichers
in pumpendrehzahlsynchronen Takten notwendig.
Bei einer durch die DE-OS 19 19 969 bekannten Einspritz
einrichtung wird die Kraftstoffmenge, die beim Förderhub
des Pumpenkolbens einer Einspritzpumpe eingespritzt werden
soll, in vereinfachter Weise durch ein Magnetventil, das
getaktet oder analog gesteuert wird, beim Saughub des
Pumpenkolbens zugemessen. Ein Vorlagespeicher entfällt
somit. Die Zumeßmenge wird dabei durch die Öffnungszeit
des Magnetventils bestimmt, wobei die Öffnungsphase die
ses Ventils ausschließlich im Saughubbereich des Pumpen
kolbens liegt. Bei dieser bekannten Einrichtung beein
flussen die Druckverhältnisse im Arbeitsraum und der
Ventilquerschnitt der Kraftstoffeinspritzpumpe die Zu
meßmenge. Für eine genaue Zumessung der Kraftstoffein
spritzmenge müssen zur Bemessung der Öffnungszeiten
des Magnetventils die Drehzahl und der Spritzzeitpunkt
berücksichtigt werden. Es sind weiterhin die Druck
schwankungen im Arbeitsraum während des Füllvorgangs
zu beachten. Weitere Nachteile der bekannten Einrich
tung ergeben sich durch die begrenzte Schaltgeschwindig
keit eines Magnetventils. Die während der Zumeßphase
beim Saughub erfolgenden zwei Schaltvorgänge des Mag
netventils beeinflussen somit die Genauigkeit des Zu
meßergebnisses. Weiterhin sind der Drehzahl bzw. der
Einspritzpumpendrehzahl durch die Schaltzeit des Magnet
ventils Grenzen gesetzt.
Bei einer anderen durch die DE-OS 19 19 707 bekannten
Kraftstoffeinspritzpumpe wurde der begrenzten Schalt
geschwindigkeit von Magnetventilen dadurch Rechnung
getragen, daß bei dieser Verteilereinspritzpumpe im
Verteiler zwei Pumpsysteme untergebracht sind, die über
jeweils ein Magnetventil mit Kraftstoff versorgt werden.
Auf diese Weise kann eine höhere Pumpendrehzahl erreicht
werden. Weiterhin ist bei dieser Einspritzpumpe der
Nockenantrieb der Pumpenkolben so ausgestaltet, daß die
Hubgeschwindigkeit des Pumpenkolbens während des Saug
hubs wesentlich geringer ist als die während des Förder
hubs des Pumpenkolbens. Das Magnetventil eines jeden
Pumpensystems dieser Radialkolbenpumpe ist jedenfalls ausschließlich
während des Saughubs des Pumpenkolbens geöffnet, wobei die Öffnungsdauer
des Magnetventils die Zumessung bestimmt. Auch hier müssen die Drehzahl
und die Spritzzeitpunktverstellung bei der Steuerung der Magnetventile
berücksichtigt werden. Bei der Auslegung dieser Pumpe beginnt der Zumeß
takt des Magnetventils mit dem Saughub der zugehörigen Pumpenkolben.
Eine Spritzbeginnverstellung bedingt eine Änderung des Saughubbeginns,
so daß dieser exakt bei der Berechnung der Öffnungszeit des Magnetven
tils angegeben werden muß. Dabei sind jedoch die dynamischen Verhält
nisse im Umkehrpunkt des Pumpenkolbens beim Übergang vom Förderhub zum
Saughub schwer beherrschbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, die gattungsgemäße Kraftstoffeinspritz
pumpe so weiterzubilden, daß bei geringem Aufwand eine exaktere Steue
rung von Spritzbeginn und Einspritzmenge möglich ist. Diese Aufgabe wird
erfindungsgemäß durch die Merkmale des Kennzeichens von Patentanspruch 1
gelöst.
Diese Kraftstoffeinspritzeinrichtung hat dabei den Vorteil, daß sich an
die Förderphase, also an den Zeitabschnitt, in dem Kraftstoff in die
Einspritzleitungen gefördert wird, eine Spülphase anschließt. In dieser
Spülphase, die auch den restlichen Druckhub des Pumpenkolbens umfaßt,
wird der Pumpenarbeitsraum über das elektrisch betätigbare Ventil und
gegebenenfalls über die Entlastungsleitung ständig mit Kraftstoff
gefüllt. Zum Zeitpunkt des Zumeßbeginns von Kraftstoff in den Pumpenar
beitsraum während des Saughubs der Pumpenkolben herrschen somit ausge
glichene Druckverhältnisse, so daß bei ausreichend großem Zumeßquer
schnitt am Ventil die Öffnungszeit des Ventils bezogen auf die Drehzahl
oder die Öffnungsphase über eine bestimmte Saughublänge des Pumpenkol
bens ein genaues Maß für die Kraftstoffeinspritzmenge ist. Da während
der Spülzeit z. B. im Anschluß
an den Förderhub des Pumpenkolbens das elektrisch betätig
bare Zumeßventil bereits geöffnet ist, wirkt sich nur noch
die Schließzeit des Magnetventils auf die Genauigkeit des
Zumeßergebnisses aus. Nur diese Schließzeit muß exakt ge
steuert werden. Mit der erfindungsgemäßen Lösung wird da
bei ferner bei einer Kraftstoffeinspritzpumpe gemäß der
eingangs erwähnten Gattung die Möglichkeit gegeben, in
einfacher Weise die sich ändernden Verhältnisse bei
variablen Spritzzeitpunkten zu kompensieren.
Drei Ausführungsbeispiele des Gegenstands der Erfindung
sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und werden
im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 ein
erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kraft
stoffeinspritzpumpe im Längsschnitt,
Fig. 2 eine ge
trennt dargestellte Teilansicht des Verteilers gemäß dem
ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 3 die Abwicklung des
Verteilers in bezug auf seine Steuernuten und die von
diesen gesteuerten Öffnungen,
Fig. 4a den Verlauf der
Nockenerhebungskurve mit zugeordneten Punkten für den
Einspritztakt und den Ansaugtakt,
Fig. 4b den Verlauf
der Nockenerhebung gemäß Fig. 4a mit verschiedenen
Einspritzzeiten,
Fig. 5 die Draufsicht auf den beweg
lichen Teil eines Gebers gemäß einem zweiten Ausführungs
beispiel,
Fig. 6 Kupplungsteil und Steuernutführung
am Verteiler gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
und
Fig. 7 einen beweglichen Geberteil für ein Ausführungs
beispiel nach Fig. 6.
In einem zylindrischen Gehäuse 1 einer Kraftstoffeinspritz
pumpe ist ein Verteiler 2 in einer Bohrung 3 verschiebbar
und drehbar gelagert. Am einen Ende weist der Verteiler
ein Langloch 4 auf, das achsparallel verläuft und durch
das ein Bolzen 5 geführt ist, der fest mit einem gabel
förmigen Ende 6 einer Antriebswelle 7 der Kraftstoffein
spritzpumpe verbunden ist. Durch den Bolzen 5 ist der
Verteiler 2 in Drehrichtung fest mit der Antriebswelle
7 gekoppelt, dagegen kann der Verteiler in Längsrichtung
Relativbewegungen zur Antriebswelle ausführen. Zwischen
der Antriebswelle 7 und dem Verteiler 2 ist weiterhin
eine Druckfeder 8 angeordnet, die bestrebt ist, den
Verteiler in eine Vorzugsstellung zu bewegen, z. B. in
eine Stellung, die einem möglichst späten Einspritzzeit
punkt entspricht. Entgegen der Kraft der Druckfeder 8
wirkend greift vorzugsweise am entgegengesetzten Ende
des Verteilers 2 eine von einer Magnetwicklung 10 er
zeugte Stellkraft an, durch die der Verteiler in einer
beliebigen Längsverstellposition gehalten werden kann.
Im Bereich der Bohrung 3 weist ferner der Verteiler eine
Ringnut 11 auf, in deren Bereich von der Bohrung 3 im
Gehäuse Radialbohrungen 12 abgehen, in denen Pumpenkolben
14 dicht verschiebbar gelagert sind. Die Ringnut 11 bleibt
unabhängig von der Verschiebelage des Verteilers 2 in
ständiger, ungedrosselter Verbindung mit den Radialboh
rungen 12 und bildet mit dem von den Pumpenkolben 14
zum Verteiler hin eingeschlossenen Raum einen Pumpen
arbeitsraum 15.
Koaxial zu den Pumpenkolben 14 sind in dem zylindrischen
Gehäuse 1 von dessen äußerer Mantelfläche 16 ausgehende
Führungsbohrungen 17 vorgesehen, in Form von Sackbohrungen,
in denen Stößeltassen 19 geführt werden, die von Rückstell
federn 20, die sich am Grund der Führungsbohrungen 17 ab
stützen, belastet werden. Der äußere Boden der Stößeltassen
ist als Lagerstelle für Führungsrollen 21 ausgebildet, die
unter Einwirkung der Rückstellfedern 20 über die Stößel
tassen 19 an einer Nockenbahn 23 gehalten werden. Diese
Nockenbahn befindet sich auf einem koaxialen, das zylin
drische Gehäuse 16 radial umgebenden Nockenring 24, der nicht
weiter dargestellt simultan mit der Antriebswelle 7 ange
trieben wird.
Da die Führungsrollen 21 zwischen Nockenbahn 23 und Stößel
tasse 19 unter Einwirkung der Rückstellfedern 20 gehal
ten werden, kann die Lagerung der Rollen in der Stößel
tasse als offene Lagerstelle ausgebildet werden, ohne
daß Mittel notwendig sind, die Führungsrollen zur Siche
rung zu umfassen. Auch wird die Beanspruchung der Rollen
durch die ständige Anlage an der Nockenbahn 23 klein ge
halten.
Von der Ringnut 11 zweigt auf der Mantelfläche des Ver
teilers 2 eine unter dem Winkel α1 zur Achse des Vertei
lers schräg verlaufende Steuernut 26 ab, die ständig mit
der Ringnut in Verbindung steht. Weiterhin ist die Ring
nut 11 bzw. der Arbeitsraum 15 über einen Längskanal 27
ständig mit einer Verteilernut 28 an der Mantelfläche
des Verteilers verbunden.
Im Bewegungsbereich der Verteilernut 28 münden in die
Bohrung 3 Einspritzleitungen 29 entsprechend der Ver
teilung der von der Kraftstoffeinspritzpumpe zu versor
genden Zylinder der zugehörigen Brennkraftmaschine.
Im Bewegungsbereich der Steuernut 26 sind in einer Radial
ebene Kraftstoffzulauföffnungen 31 und Kraftstoffent
lastungsöffnungen 32 vorgesehen, die in Anordnung und Ver
teilung auf der Abwicklung gemäß Fig. 3 dargestellt sind.
In diesem Ausführungsbeispiel sind z. B. zwei Steuernuten
26, 26′ vorgesehen, deren zumindest eine Steuerkante 33,
33′ unter einem Winkel von α1 schräg zur Achse des Ver
teilers verläuft. Entsprechend sind die in Bewegungsrich
tung der Steuernuten den Steuerkanten 33, 33′ zugeordne
ten Begrenzungskanten 34 der Kraftstoffzulauföffnung 31
bzw. Kraftstoffentlastungsöffnung 32 als schräg und paral
lel zur Steuerkante 33 verlaufende Kanten ausgebildet.
Durch die Steuernuten 26, 26′ werden im Wechsel jeweils
einmal eine Kraftstoffentlastungsöffnung und eine Kraft
stoffzulauföffnung aufgesteuert. Im ausgeführten Bei
spiel für eine Verteilereinspritzpumpe zur Versorgung von
vier Zylindern sind hier zwei Kraftstoffzulauföffnungen
31 und zwei Kraftstoffentlastungsöffnungen 32 vorgesehen.
Von der Kraftstoffzulauföffnung 31 führt in dem Gehäuse 1
ein Kraftstoffkanal 35 ab zur Druckseite einer Kraftstoff
versorgungspumpe 36, die aus einem Kraftstoffvorratsbe
hälter 37 Kraftstoff zur Kraftstoffeinspritzpumpe fördert.
Mit einem Drucksteuerventil 38 wird der Förderdruck der
Pumpe konstant gehalten. In den Kraftstoffkanal 35 ist
ein Magnetventil 39 eingesetzt, das von einer nicht wei
ter ausgeführten Steuereinrichtung 40 in Abhängigkeit
von Betriebsparametern gesteuert wird. Statt dem Magnet
ventil können natürlich auch andere, schnellschaltende
elektromechanisch arbeitende Schließmittel verwendet
werden, wie z. B. Piezoventile. Zwischen dem Magnetven
til 39 und der Kraftstoffversorgungspumpe 36 ist vor
zugsweise ein Kraftstoffspeicher 41 eingesetzt, der ein
variables Volumen aufweist und Kraftstoff unter konstan
tem Druck speichern kann, wodurch die Förderleistung der
Kraftstoffversorgungspumpe niedrig gehalten werden kann.
Von den Kraftstoffentlastungsöffnungen 32 führt ein Kraft
stoffkanal 42 ab, der den abströmenden Kraftstoff ent
lastet abführt. An dem aus dem Gehäuse 1 herausragenden,
mit der Antriebswelle 7 gekoppelten Ende des Verteilers
2 ist ein beweglicher Teil 44 eines Gebers 45 befestigt,
der alle Bewegungen des Verteilers mitmacht. Der Geber
45 besteht ferner aus einem ortsfesten Teil 46, der, wenn
z. B. ein induktiver Geber verwendet wird, die Induktions
spule enthält und den Vorbeilauf einer Steuerkante 47
durch einen Steuerimpuls erfaßt. Dieser wird der Steuer
einrichtung 40 zugeleitet.
Der bewegliche Teil 44 des Gebers 45 ist in dem ausgeführ
ten Beispiel nach Fig. 2 ein schmaler Blechstreifen,
dessen Steuerkante 47 unter einem Winkel β1 zur Längs
achse des Verteilers verläuft. Dabei ist der Winkel β1
entgegengesetzt zum Winkel α1 geneigt.
Anhand der Fig. 3 und 4 soll nun die Arbeitsweise der
Kraftstoffeinspritzpumpe gemäß Fig. 1 erläutert werden.
Ausgehend von einer festgelegten Axialstellung des Ver
teilers 2 sei dieser von der Antriebswelle in Rotation
gebracht. Synchron dazu wird dann der Nockenring 24 be
wegt, dessen Nockenbahn 23 die Führungsrollen 21 folgen.
Dabei führen die Pumpenkolben 14 eine hin- und hergehende
Bewegung aus, wobei sie bei der Einwärtsbewegung den im
Pumpenarbeitsraum 15 befindlichen Kraftstoff über den
Längskanal 27 und die Verteilernut 28 in eine der Ein
spritzleitungen 29 fördern. Die Einspritzung wird dann
jedoch unterbrochen, wenn die Steuerkante 33 bzw. 33′ der
Steuernut 26 bzw. 26′ eine der Entlastungsöffnungen 32
geöffnet hat. Der dann weiterhin geförderte Kraftstoff
strömt über den Kraftstoffkanal 42 ab.
Die Versorgung des Pumpenarbeitsraums 15 erfolgt über die
Kraftstoffzulauföffnung 31. Spätestens beim oberen Tot
punkt, d. h. vor der Bewegungsumkehr der Pumpenkolben bzw.
der Führungsrollen 21 wird durch eine der Steuernuten
eine der Kraftstoffzulauföffnungen 31 geöffnet. Durch das
dann geöffnete Magnetventil 39 kann Kraftstoff über die
Steuernut in den Pumpenarbeitsraum 15 fließen, so daß
die Pumpenkolben 14 bei
nach außen gehenden Stößeltassen 19 verschoben werden.
Mit dem Schließen des Magnetventils 39 wird diese Kraft
stoffzufuhr gestoppt, so daß die Pumpenkolben 14 in einer
diesem Zeitpunkt entsprechenden Endstellung stehenbleiben.
Die Stößeltassen können jedoch der Nockenbahn 23 weiter
folgen bis zu deren Tiefstpunkt. Vom Erreichen des Tiefst
punktes ist dann jedoch die Steuernut an der Kraftstoff
zulauföffnung 31 wieder vorbeigelaufen, so daß der Pumpen
arbeitsraum voll abgeschlossen ist, unabhängig von der
Schaltstellung des Magnetventils 39. Nach der Bewegungs
umkehr der Stößeltassen beaufschlagen diese die Pumpen
kolben zum Zwecke des Förderhubs, wobei die Stellung der
Pumpenkolben bezogen auf die Nockenerhebung den Spritz
zeitpunkt bestimmen.
In Fig. 4a ist dieser Ablauf dargestellt. Dieser Figur
ist auch entnehmbar, daß die Nockenerhebungsflanke wäh
rend des Pumphubs der Pumpenkolben wesentlich steiler
ausgeführt ist als die Flanke, die dem Saughub der Pum
penkolben dient. Der Betrag der Steigungen unterschei
det sich um einen Faktor K. Mit SB ist der Spritzbeginn
eingezeichnet, mit SE das Spritzende. Auf der Saugseite
ist mit ZB der Zumeßbeginn und mit ZE das Zumeßende ge
kennzeichnet. Man erkennt hieraus, daß der Pumpenarbeits
raum in den Bereich zwischen SE und ZB mit Kraftstoff
gespült wird, derart, daß hier ausgeglichene Druckver
hältnisse vorliegen. Dies kann insbesondere auch dadurch
erfüllt werden, daß das Magnetventil 39 bereits im oberen
Totpunkt der Nockenerhebungskurve bei ÖM geöffnet wird.
Da jedoch über die Öffnungszeit des Magnetventils die
zuzumessende Kraftstoffmenge bestimmt werden soll, wird
der das Magnetventil steuernden Steuereinrichtung ein
Signal zugeleitet, das den Nullpunkt für den Ablauf einer
Zumeßzeit bis ZE setzt. Dieser Nullpunkt ist der Zumeß
beginn ZB und liegt bei konstanten Bedingungen auf
gleicher Nockenhöhe wie der Punkt SE. Dieses Signal für
den Zumeßbeginn erhält die Steuereinrichtung von dem Ge
ber 45. Durch den flacheren Verlauf der Nockenflanke,
die den Saughub der Pumpenkolben steuert, kann man die
Einspritzmenge durch Festlegung von Drehwinkelgraden
recht genau steuern. Man sieht aus der Darstellung, daß
um den Spritzbeginn konstant zu halten, das Zumeßende auf
der gleichen Hubhöhe liegen muß wie der Spritzbeginn. Man
sieht aber ferner auch, daß durch eine Veränderung des
Spritzbeginns sich bei konstant zu haltender Kraftstoff
einspritzmenge auch der Punkt ZB zusammen mit dem Punkt
SE ändern muß. Diese Zusammenhänge sind in der Fig. 4b
dargestellt. Bei Änderung des Spritzbeginns wird der Ver
teiler 2 durch entsprechende Steuerung der Magnetwicklung
10 längsverschoben. Wird der Verteiler, wie in Fig. 2 ge
zeigt, nach links verschoben, und zwar um den Betrag A, so
wird der Aufsteuerpunkt von z. B. der Kraftstoffentlastungs
öffnung 32 um den Betrag a nach spät verlegt. Das Spritz
ende SE′ wandert hier um den Betrag a nach rechts und zu
gleich die Anstiegsflanke hinauf entsprechend dem Hub A (Fig. 46).
Der Spritzbeginn SB′ wird somit i. V. mit dem Zumeßbeginn z. B. bei gleichbleibender Einspritzmenge über ZE auf spät verlegt. Um den
gleichen Hubbetrag A früher jedoch muß nun, bei gleich
bleibender Kraftstoffeinspritzmenge der Zumeßbeginn ZB′
nach früh verlegt werden. Wegen der anderen Flankennei
gung entspricht das dem Betrag b. Das Magnetventil 39
kann dann auch um den entsprechenden Betrag früher schlie
ßen bei ZE′, was bezogen auf den Nockenhub dem Spritzbe
ginn SB′ entspricht. Durch die erfindungsgemäße Ausge
staltung wird diese Forderung der Frühverlegung des Zu
meßbeginns bei einer Spätverstellung des Spritzbeginns
durch die gegenläufige Neigung der Steuerkante 47 des
beweglichen Geberteils 44 erzielt. Man erkennt aus Fig.
2, daß der Steuerpunkt bei einer Linksverschiebung des
Verteilers 2 um den Betrag b vorverlegt wird.
Durch Ausgestaltung der Steuerkante 47 können weiterhin
auch dynamische Verhältnisse berücksichtigt werden. Die
Anordnung hat den wesentlichen Vorteil, daß der beweg
liche Teil 44 relativ große Umfangsstrecken durchfahren
kann, so daß selbst bei kleinen Spritzbeginnwinkelän
derungen relativ große Wegstrecken zurückgelegt werden
können. Es wird somit eine große Auflösung des Gebers
erzielt.
Ein technisches Äquivalent zu dem ausgeführten Beispiel
nach Fig. 1 zeigt der Verteiler 2′ nach Fig. 6. Dort
erkennt man, daß das Langloch 4′ nicht mehr parallel zur
Längsachse des Verteilers läuft, sondern unter dem Winkel
α2 geneigt ist. Statt dessen läuft nun die Steuernut
26′′′ parallel zur Achse des Verteilers. Mit dieser äqui
valenten Ausgestaltung erzielt man ebenfalls durch Ver
schiebung des Verteilers veränderte Drehstellungszuordnung
von Steuernut zu Kraftstoffzulauföffnung 31 bzw. Kraft
stoffentlastungsöffnung 32. Bei diesem Ausführungsbei
spiel muß jedoch der bewegliche Geberteil 44′′, wie Fig. 7
entnehmbar ist, eine Steuerkante 47′′ aufweisen, die um
den Winkel α2 plus einem entsprechenden Winkel β2
von der Längsachse des Verteilers weggeneigt ist. Die
Steuerkante 47′′ hat dabei eine um den Winkel β2 gegen
läufige Neigung zu der sich aus der Verdrehung des Ver
teilers bei seiner Verschiebung ergebenden Bezugslinie 48,
die zur Längsachse des Verteilers unter dem Winkel α2
verläuft. Bei dem Winkel β2 ist dabei wie bereits er
wähnt, die geringere Neigung der den Saughub der Pumpen
kolben steuernden Nockenflanke berücksichtigt.
Man erkennt aus Fig. 7 ferner, daß hier der bewegliche
Teil 44′′ noch eine zweite Steuerkante 49′ aufweist, die
hier unter dem Winkel α2 zur Längsachse des Verteilers
2′ geneigt ist. Auch diese zweite Steuerkante 49′ arbeitet
mit dem ortsfesten Teil 46 des Gebers 45 zusammen und
löst beim Überfahren des ortsfesten Teils 46 einen Im
puls aus, der ein Maß für den oberen Totpunkt, bzw. die
Bezugsstellung der Antriebswelle 7 ist. Mit dieser zwei
ten Steuerkante zusammen mit der ersten Steuerkante 47′′
kann der Betrag der Spritzverstellung genau ermittelt
werden und ein gewünschter Spritzbeginnwinkel eingere
gelt werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist die zweite
Steuerkante 49 eines entsprechenden beweglichen Geber
teils 44′, wie Fig. 5 entnehmbar ist, parallel zur
Achse des Verteilers 2, da dieser bei seiner Längsver
schiebung keine Drehbewegung gegenüber der Antriebswelle
7 ausführt. Auch mit dieser Ausgestaltung läßt sich neben
der Steuerung der Zumessung über das Magnetventil 39 zu
gleich auch der Ist-Wert der Spritzverstellung genau er
fassen und mit der Steuereinrichtung 40 ein Spritzbeginn-
Soll-Wert einregeln.
Claims (11)
1. Kraftstoffeinspritzpumpe mit wenigstens einem von einem Pumpenkolben
(14) begrenzten Pumpenarbeitsraum (15), der mit einer Verteileröffnung
(28) an einem in einer Bohrung (3) rotierenden, mit einer Antriebswelle
(7) gekuppelten Verteiler (2) in ständiger Verbindung steht und durch
diese Verteileröffnung bei der Drehung des Verteilers nacheinander
während des Förderhubs des Pumpenkolbens mit einer von am Umfang der
Bohrung verteilt angeordneten, zur Kraftstoffeinspritzstelle führenden
Förderleitungen (29) verbindbar ist, wobei der Pumpenarbeitsraum (15)
weiterhin mit einer Steuernut (26) in der Mantelfläche des Verteilers in
ständiger Verbindung steht, wobei die Steuernut mit in die Bohrung (3)
mündenden Öffnungen (31, 32) eines mit einer Kraftstoffversorgungsquelle
(41, 36) verbundenen Kraftstoffkanals (35, 42) zusammenwirkt und der
Verteiler axial verschiebbar und damit die Drehlage der Steuernut (26)
in bezug auf die Öffnungen (31, 32) des Kraftstoffkanals (35, 42) änder
bar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftstoffkanal (35) über ein
elektrisch betätigbares Schaltventil (39) mit der Kraftstoffversorgungs
quelle (41, 36) verbindbar ist und die Öffnungszeit des Schaltventils
(39) für die Zumessung von Kraftstoff während des Saughubs des Pumpen
kolbens (14), von einer elektrischen Steuereinrichtung (40) gesteuert,
im Bereich der Überdeckung der Zumeßöffnung (31) durch die Steuernut
(26) liegt, und daß dem Verteiler (2) ein Geber (45) zuge
ordnet ist, der die axiale Lage des Verteilers als Maß für die Drehlage
der Steuernut (26) in bezug auf die Öffnungen (31, 32) des Kraftstoff
kanals (35) als Signal für den Beginn des zumeßwirksamen Saughubs erfaßt
und der Steuereinrichtung (40) zuführt.
2. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Steuernut (26) zur Achse des Verteilers (2)
schräg angeordnet ist und der Verteiler unter Beibehaltung
seiner Drehwinkellage in bezug auf seine Antriebswelle
(7) verschiebbar ist (Fig. 1).
3. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Steuernut (26′′′) parallel zur
Achse des Verteilers (2′) angeordnet ist und der Vertei
ler durch eine Schrägführung (4′) an seiner Kupplungs
stelle mit der Antriebswelle (7) beim axialen Verschieben in be
zug auf seine Antriebswelle verdrehbar ist (Fig. 6).
4. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Geber (45) ein mit dem Verteiler (2)
verbundenes bewegliches Teil (44), und ein ortsfestes
Teil (46) aufweist, wobei das eine Teil ein Aufnehmer
ist und das andere Teil eine einen Impuls beim Auf
nehmer auslösende Steuerkante (47, 47′) aufweist, deren
Neigung β1 in Verschieberichtung des Verteilers
gegenläufig zur Neigung α1 der Steuernut (26) ist.
5. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Geber (45) ein mit dem Verteiler (2)
verbundenes bewegliches Teil (44′′) und ein ortsfestes
Teil (46) aufweist, wovon das eine Teil (46) ein Auf
nehmer ist und das andere Teil eine einen Impuls beim
Aufnehmer auslösende Steuerkante (47′′) aufweist, deren
Neigung β2 gegenläufig zur Neigung α2 einer von
einem Punkt der Steuernut (26) gegenüber einem ortsfesten
Gegenstand durch Verschieben des Verteilers erzeugten
Bezugslinie (48) zur Achse des Verteilers ist (Fig. 7).
6. Kraftstoffeinspritzpumpe nach einem der Ansprüche 4
oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Betrag des Nei
gungswinkels β, der gegenläufig verlaufenden Steuer
kante (47, 47′, 47′′) des Geberteils (44) um einen Multiplikationsfaktor (K)
vom Betrag des Neigungswinkels α abweicht, wobei der
Faktor dem Verhältnis der Hubänderungen pro Drehwinkel
während des Saughubs des Pumpenkolbens einerseits und
während des Pumphubs des Pumpenkolbens andererseits
entspricht.
7. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß das andere Teil (44′′) des Gebers (45)
eine zusätzliche, ebenfalls einen Steuerimpuls beim Auf
nehmer (46) auslösende Steuerkante (49, 49′) aufweist, die in
Verschieberichtung des Verteilers (2) so verläuft, daß sie
gleichsinnig zu der sich bei der Verschiebung des Ver
teilers ergebenden Drehstellung des Verteilers bezogen
auf die Drehstellung der Antriebswelle (7) verläuft.
8. Kraftstoffeinspritzpumpe nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Verteiler (2)
zwei Steuernuten (26, 26′) angeordnet sind und am Umfang
der den Verteiler führenden Bohrung (3) wenigstens eine
der Kraftstoffzufuhr dienende Öffnung (31) des das
Schaltventil (39) enthaltenden Kraftstoffkanals (35)
und eine der Kraftstoffabfuhr dienende Entlastungsöff
nung (32) vorgesehen sind, und beide Öffnungen im Wechsel
von den beiden Steuernuten (26, 26′) steuerbar sind.
9. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß als Kraftstoffquelle ein Kraftstoff
speicher (41) mit variablen Volumen dient, der von einer
Kraftstoffversorgungspumpe (36) aus einem Kraftstoffvor
rat (37) versorgt wird.
10. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß aus den von den beiden Steuerkanten (47′,
49 bzw. 47′′, 49′ ) des beweglichen Teils (44′; 44′′) ausgelösten Impulsen in
der Steuereinrichtung (40) der Betrag der Spritzverstel
lung als Ist-Wert ermittelt wird.
11. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ist-Wert der Spritzverstellung
in einer Vergleichseinrichtung mit einem Sollwert ver
glichen wird und entsprechend dem Vergleichsergebnis
eine Stelleinrichtung (10) zur Verschiebung des Ver
teilers (2) gesteuert wird.
Priority Applications (4)
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