DE323666C - Verfahren zur Gewinnung von reinem Glyzerin aus glyzerinhaltigen Fluessigkeiten oder Rohglyzerin - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von reinem Glyzerin aus glyzerinhaltigen Fluessigkeiten oder Rohglyzerin

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DE323666C
DE323666C DE1919323666D DE323666DD DE323666C DE 323666 C DE323666 C DE 323666C DE 1919323666 D DE1919323666 D DE 1919323666D DE 323666D D DE323666D D DE 323666DD DE 323666 C DE323666 C DE 323666C
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D19/00Recovery of glycerol from a saponification liquor

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von reinem Glyzerin aus glyzerinhaltigen Flüssigkeiten oder Rohglyzerin. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Glyzerin aus glyzerinhaltgen Flüssigkeiten bzw. Rohglyzerin durch Beseitigung der- Verunreinigungen.
  • Erfindungsgemäß wird diese Reinigung in einfacher und wirksamer Weise dadurch erreicht, daß den glyzerinhaltigen Flüssigkeiten oder dem Rohglyzerin wasserlösliche Silikate zugesetzt werden. Es hat sich.gezeigt, daß z. B. durch Zugabe von Wasserglas zu Rohglyzerin eine Ausflockung der verunreinigenden Beimengungen herbeigeführt wird, die ein für viele Verwendungszwecke bereits genügend reines Glyzerin liefert. Statt -Was; serglas können z. B. auch Kaliumsilikate Verwendung finden.
  • Die Wirkung des neuen Verfahrens kann erhöht und beschleunigt werden, wenn gleichzeitig eine Wärmezufuhr erfolgt. Es tritt dann eine erheblich schnellere und weitergehende Ausflöckung der Verunreinigungen ein. Als besonders günstig hat es sich erwiesen, die Erwärmung des Gemisches aus Rohglyzerin oder glyzerinhaltiger Flüssigkeit und Silikaten gleich bei Beginn des Verfahrens so weit zu treiben, bis sich .eine. Kristallisationshaut an der Oberfläche bildet. Es wird dadurch der Vorteil erzielt, daß gleichzeitig mit der durch die Silikate bewirkten Ausflockung eine Reinigung der Kristallisation eintritt., -Die Reinigung durch Zugabe von Silikaten kann auch mit einem der bekannten Reinigungsverfahren in der Weise verbunden,- wer= den, daß zunächst eine Ausflockung der Verunreinigungen durch Silikate vorgenommen und daran eine an sich bekannte Reinigung, z. B. mit kohlensaurem Baryt oder Kalkmilch, angeschlossen wird.
  • Das Verfahren nach der Erfindung zeichnet sich von den bisher gebräuchlichen, dem gleichen Zweck dienenden Arbeitsweisen vor allem dadurch aus, daß es wesentlich rascher und gründlicher die Beseitigung der Verunreinigungen hervorruft. Auch wird die Kristallisation in sehr günstiger Weise beeinflußt. Sie erfolgt viel schneller, die Kristalle sind wohl ausgebildet und lassen sich dadurch viel leichter von der Mutterlauge trennen. Ausführungsbeispiele.
  • i. Zoo kg Rohglyzerin werden in der Kälte unter Umrühren mit 2o kg etwa 3oprozentiger Wasserglaslösung versetzt, worauf man den ausgeflöckten Niederschlag absetzen läßt.
  • 2. Zoo kg Rohglyzerin werden wie- im Beispiel i behandelt, nur erfolgt die Zugabe des Wasserglases unter gleichzeitiger Erwärmung des Rohglyzerins auf etwa 9o° 3. 4 ooo kg Glyzerinschlempe werden mit 8o kg Wasserglaslösung von etwa 30 Prozent unter- Umrühren versetzt und nun so lange erwärmt, bis sich an der Oberfläche eine Kristallhaut bildet. Nach dem Abkühlen scheiden sich außer dem ausgeflockten Niederschlag noch zahlreiche Kristalle aus.
  • 4. Das nach Beispiel z behandelte Rohglyzerin wird mit so viel Kalkmilch oder kohlensaurem Baryt versetzt, daß ein Niederschlag sich bildet, und weiter erwärmt. Nach der Trennung vom Niederschlag kann der Über-Schuß des Reinigungsmittels in bekannter Weise mit Schwefelsäure oder Malsäure entfernt werden.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von reinem Glyzerin aus glyzerinhaltigen Flüssigkeiten oder Rohglyzerin, dadurch gekennzeichnet, daß die Verunreinigungen durch Zusatz von wasserlöslichen Silikaten, vorzugsweise einer Wasserglaslösung, ganz oder teilweise ausgeflockt werden, gegebenenfalls unter gleichzeitiger Wärmezufuhr.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die etwaige Erwärmung so weit getrieben wird, däß außer der Ausflockung der Verunreinigungen gleichzeitig eine Reinigung durch Kristallisation eintritt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an die Ausflockung mittels Silikaten eine weitere Reinigung mit an sich bekannten Mitteln, wie z. B. Kalkmilch oder kohlensaurem Baryt, angeschlossen wird.
DE1919323666D 1919-02-14 1919-02-14 Verfahren zur Gewinnung von reinem Glyzerin aus glyzerinhaltigen Fluessigkeiten oder Rohglyzerin Expired DE323666C (de)

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