DE32361C - Kuppelung für Eisenbahnwagen - Google Patents

Kuppelung für Eisenbahnwagen

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DE32361C
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Germany
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coupling
rack
lever
shaft
carriage
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Application number
DENDAT32361D
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English (en)
Original Assignee
C. L. SCHULZE in Berlin, Moabit, Stromstrafse 30
Publication of DE32361C publication Critical patent/DE32361C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61GCOUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
    • B61G1/00Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means
    • B61G1/02Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means having links or bars coupling or uncoupling by rotating around a transverse horizontal axis
    • B61G1/04Operating devices therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Cleaning, Maintenance, Repair, Refitting, And Outriggers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
CARL LUDWIG SCHULZE in BERLIN. Kuppelung für Eisenbahnwagen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom li. October 1884 ab.
Das am Untergestell des Wagens zu befestigende Gehäuse besteht zunächst aus der Winkelplatte P, welche 'zur Befestigung des eigentlichen Kupplungsgehäuses sowohl am Wagen, als auch zur Aufnahme der einzelnen Theile selbst, sowie des gleichzeitig an der Kopfschwelle anzuschraubenden Schlittens, Fig. 3, 4, 7, 8 und 6, dient.
Es ist zusammengesetzt aus den mitttelst !-Eisen r1 r1 auf P aufgenieteten, schmiedeisernen Seitenwänden r r, welche durch Stehbolzen abgesteift sind. Die unteren, je an rr befestigten Winkeleisen r2r2, Fig. 7 und 8, nehmen die Lager / / und Z1Z1 für die Wellen A und D auf.
Der Kupplungshaken besteht aus dem eigentlichen Kupplungs- bezw. Zughaken A1 und der Zahnstange A2, an welcher mittelst Bolzens α der Zughaken A\ Fig. 3, 4, 6, 9 und 10, drehbar befestigt ist. Die Zahnstange A2 ist nur an dem freien Ende gezahnt, während der vordere, glatte Theil (von quadratischem oder rechteckigem Querschnitt) die Führung in der Nuth s2 des Schlittens S sichert. In die Zahnstange A2 greift das auf der Welle A aufgekeilte Zahnrad A3. Diese Welle A, Fig. 1 und 2, quer unter dem Wagen liegend, ist einerseits in den am Radkasten befestigten Lagern II, Fig. 5, andererseits in den je an den Längsträgern des Wagengestelles aufgeschraubten Lagern gelagert und je an den Enden derart mit Hebeln A^ Ai : Fig. 2, versehen, dafs diese bequem von der Seite des Wagens aus gehandhabt werden können.
Die Gesammtlänge der Zahnstange A2 ist derart bemessen, dafs bei Stellung· der Entkupplung der Kopf von A2 aus der Führung s2 des Schlittens S herausgetrieben ist, also der in A2 befestigte Zughaken A1 durch sein Eigengewicht herunterhängt, Fig. 1 und 2, Wagen II, Fig. 4 und 9, und die Zahnstange sich vollständig im Gehäuse r r befindet.
Die Stellung des Hebels A* ist fast horizontal. Die Länge des Zughakens A1 sowie die Form des eigentlichen Zug- und Kupplungshakens ist derart, dafs er in den Kupplungsbügel des anderen Wagens, sei derselbe normal belastet oder leer, stets sicher eingreift.
Der Kupplungsbügel B1 dieser Seitenkupplung ist von der durch die ganze Länge des Wagens gehenden Zugstange bekannter Construction, welche mit irgend einer beliebigen, seitlich zu handhabenden Spannvorrichtung versehen ist, folgender Art befestigt:
Das freie. Ende der Zugstange B2 hat einen verstärkten Theil B3 von quadratischem Querschnitt, welcher in dem Radgestell r r und Platte P seine Führung erhält. Den abgerundeten Kopf von B3, Fig. 9 und 1 o, und Fig. 2, Wagen II, umfafst gabelförmig der Kupplungsbügel B1, welcher mittelst Schraubenbolzens b u. s. w. in bekannter Weise befestigt ist.
Im Verhältnifs zum darunterliegenden Schlitten S ist die Höhe von B2 bezw. Bs und B1 derart angeordnet, dafs durch die eigene Schwere der Bügel B1 theilweise auf S aufliegt, so stets in horizontaler Lage sich befinden mufs und eine Drehung oder Neigung nach abwärts ausgeschlossen ist. Die Drehbarkeit nach aufwärts in verticaler Ebene, also ein event, zu erfolgendes Hochheben des Bügels ist deshalb ermöglicht, damit bei einem event, vorkommen-
den, starken Zusammenstofs oder Anprall der nicht gekuppelte Bügel B1 des einen Wagens den gekuppelten des anderen Wagens nicht beschädigen kann, sondern ersterer selbstthätig sich hebt, wie dies in Fig. 9 dargestellt ist, jedoch mit Berücksichtigung, dafs ^1 gekuppelt sein sollte.
Zwischen der Verstärkung S3 und deren Widerlager b1 ist auf B2 eine kräftige Spiralfeder b2 aufgeschoben, zum Zweck eines selbstthätigen "Vordrückens des Bügels B1.
Vor der Erklärung der Handhabung dieser Kupplung mögen die Theile der Sicherung derselben noch in folgendem beschrieben werden:
Die Sicherung der Kupplung, zum Zweck, ein unbeabsichtigtes Entkuppeln zu verhindern, besteht aus einem Riegel Z)1, welcher in den Ausschnitt al der Zahnstange A2 des Kupplungsbezw. Zughakens A\ Fig. 3, 6 und 8, selbstthätig eingreift, wenn die Kupplung zweier Wagen, Fig. 1 und 2, Wagen I, vollzogen ist.
Der Riegel D1 ist an dem unteren Theil D2 gezahnt, und in diese Verzahnung D2 greift ein Zahnrad JD3, welches auf der Welle D aufgekeilt und in dem Radkasten eingeschlossen ist. Die Welle D ist analog der Welle A angeordnet und gelagert. Dicht neben dem Hebel A* befindet sich an jeder Seite des Wagens der Hebel D4 der Welle D. Dieser Hebel D4 trägt jedoch noch an seinem freien Ende ein Gegengewicht D5, Fig. 3, 4, 5, 7, 1 und 2.
Die Handhabung und Wirkungsweise dieser vorher beschriebenen Seitenkupplung ist nun folgende:
Das Ankuppeln zweier Wagen erfolgt, wie eingangs kurz' erwähnt, durch die einzige, abwärts gehende Drehung des Hebels Ai um 900, Fig. i, Wagen I, von der Seite des Wagens aus. Durch diese Drehung von Ai bezw. Welle A und Zahnrad Aa wird die Zahnstange A2 zurückgeschoben und zieht den bisher aufserhalb des Schlittens befindlichen Zughaken A1, Fig. 4, ebenfalls zurück. Die äufsere Kante des Schlittens S zwingt nun im Verein mit der Geradführung in S . und der drehbaren Anordnung von A1 um Bolzen a, den Zughaken bei gleichzeitiger gerader Rückwärtsbewegung sich um α drehend zu heben, bis er in horizontale Richtung zu liegen kommt, und greift nunmehr hierbei gleichzeitig (wie vorher beschrieben) in den Kupplungsbügel B1 des anderen Wagens, Fig. 1 und 2, Wagen I, und Fig. 3 und 6, ein. Gleichzeitig rückt der Ausschnitt a1 der Zahnstange A2 des Zughakens A1 über den Riegel D1 in den Radkasten, und der fast horizontal stehende Hebel D4 fällt infolge des Gegengewichtes D5 abwärts, weil der Riegel D1 nicht mehr gegen die Zahnstange D2 stöfst, und durch diese selbsttätige Drehung des Hebels D* der Welle ß3 und des Zahnrades D2 der Riegel D1 selbstthätig gehoben wird. Auf diese Weise ist das Ankuppeln mit gleichzeitig selbstthätiger Sicherung bezw. Verriegelung der Kupplung bewirkt.
Das Ab- oder Entkuppeln erfolgt durch Hochheben des Gegengewichtes D5 bezw. Hebels Z)4, wodurch der Riegel Z)1 aus dem Ausschnitt al von A2 geschoben wird, und durch Hochheben bezw. Drehung des Hebels A^, wodurch, wie beschrieben, die Zahnstange A2, Fig. 4 und 9, ι und 2, Wagen II, vorwärts geschoben wird, der Kopf derselben aus dem Schlitten S heraustritt und der Kupplungshaken A1 durch sein Eigengewicht herunter, d. h. aus dem Bügel B1 des anderen Wagens, Fig. ι und 2, Wagen Y1 fällt.
Auf diese Weise ist das Entkuppeln durch zwei Handgriffe: Hochheben von Z)5 bezw. D4 und Drehung des Hebels A1 von der Seite des Wagens aus bewirkt. -
Nicht allein die so bedeutende Vereinfachung in der Handhabung der Seitenkupplung, ; sondern auch die geringen Herstellungskosten derselben sind von nicht zu unterschätzendem Vortheil.

Claims (1)

  1. PATENT-Ansprüch:
    Bei einer Seitenkupplung für Eisenbahnfahrzeuge die Anordnung des an einer im Schlitten S verschiebbaren Zahnstange A2 drehbar angeordneten Kupplungshakens A1 in Verbindung mit dem Kupplungsbügel J31, der an der durch die ganze Länge des Wagens gehenden Zugstange B2 bekannter Construction befestigt ist, und die Anordnung vermittelst Hebels ^44, Welle A, Zahnrades A3, Zahnstange A2 mit Ausschnitt a1 und Schlitten S, durch eine einzige Drehung von Hebel A1 um 900 die Kupplung zweier Wagen derart zu bewirken, dafs durch die Combination von Gegengewicht Z)B auf Hebel i>4, der Welle D mit dem Zahnrad D3 und gezahnten Riegel D2 bezw. D1 die Sicherung ebenfalls gleichzeitig mit dem Ankuppeln ausgeführt wird, in Verbindung mit einander.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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