DE3233C - Putzapparat für Tambour und Kammwalze an Krempeln - Google Patents

Putzapparat für Tambour und Kammwalze an Krempeln

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DE3233C
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DE
Germany
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cleaning
rollers
tambour
cards
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DENDAT3233D
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English (en)
Original Assignee
J. HOLDEN & J. E. HOLDEN in Reims (Frankreich)
Publication of DE3233C publication Critical patent/DE3233C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G15/00Carding machines or accessories; Card clothing; Burr-crushing or removing arrangements associated with carding or other preliminary-treatment machines
    • D01G15/76Stripping or cleaning carding surfaces; Maintaining cleanliness of carding area

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

1878.
ι
JONATHAN HOLDEN & JOHN EDWARD HOLDEN in REIMS (Frankreich).
Putz-Apparat für Tambour und Kammwalze an Krempeln.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. April 1878 ab.
In den zum Kratzen faserartiger Stoffe, besonders von Wolle, dienenden Maschinen werden nach einer gewissen Zeit des Betriebes die Spitzen und Häkchen, die die Oberfläche der Cylinder bedecken, durch die Fäserchen und Unreinigkeiten des Textilstoffes verstopft, und verhindern dadurch ein wirksames Bearbeiten des letzteren. Man mufs alsdann das Putzen vornehmen, d. h. den Beschlag von den verstopfenden Theilen befreien; eine Arbeit, die bisher mit der Hand verrichtet wurde und zugleich den Stillstand der Maschine während der ganzen Dauer der Reinigung erforderte.
Diese alte Methode der Reinigung bringt mehrere Uebelstände mit sich:
1. erfordert sie sehr viel Handarbeit;
2. veranlafst sie häufige, längere Betriebsunterbrechungen ;
3. erzeugt sie eine grofse Menge von Abfall, weil jedesmal die die Karde verstopfende Wolle ganz entfernt werden mufs.
Die von den Erfindern angeordnete Putzwalze, Gegenstand dieses Patentes, hat den Zweck, diese Uebelstände zu beseitigen.
Durch Anbringung derselben gelingt es, die grofsen Tambours sowie die Kammwalzen in sehr kurzer Zeit und ohne die Maschine anhalten zu müssen, zu reinigen, dabei ist die Erzeugung von Abfall auf ein Minimum reducirt, weil nur der Theil des Beschlages, welcher wirklich arbeitet, gereinigt wird, der übrige Theil aber ein für alle mal verstopft bleibt.
Die beiliegende Zeichnung, welche eine theilweise Seitenansicht einer Doppelkarde darstellt, verdeutlicht die Wirkung dieses neuen Organs.
AA1 sind die beiden Tambours; BB1 die beiden Kammwalzen; CC1 die neuen Putzwalzen; jede derselben befindet sich zwischen einem Tambour und einer Kammwalze und reinigen nach einander die Oberflächen der letzteren. Sie sind wie gewöhnliche Kardencylinder mit einem für die zu verrichtende Arbeit geeigneten Beschläge überzogen. Die Axe derselben ist an beiden Enden durch ein Lager gestützt, dessen Sohle D in Coulissen gleitet, die auf beiden Seiten des Gestells E der Karde befestigt sind. Diese Anordnung erlaubt eine horizontale Verschiebung der Walzen CC1, welche durch den um die Axe G schwingenden Hebel F1 in der Weise bewirkt wird, dafs eine gelenkartig mit ihm verbundene Stange H die Enden der Axen beider Putzwalzen umfafst und so beide Walzen gleichzeitig bewegt.
Um den Walzen C C1 eine parallele Verschiebung zu sichern, ist die Zugstange H auf beiden Seiten der Karde angebracht, welche, um die Länge genau einstellen zu können, mit Rechts- und Linksgewinde versehene Schraubenkupplungen / tragen.
Im Zustand der Ruhe, d. h. wenn die Putzwalze nicht arbeitet, nimmt der Hebel i7' die mittlere Stellung 1 ein, wobei ein genügender Spielraum zwischen den Oberflächen des Tambours und der Kammwalze einerseits und derjenigen der Putzwalze andererseits vorhanden ist. In dieser Lage erhalten die Walzen C und C1 eine sehr langsame rotirende Bewegung durch die auf der Welle der Kammwalzen B sitzende Riemscheibey; ein RiemenN treibt die Scheibe j?T einer Vorgelegswelle L an, die ihrerseits die Bewegung den Putzwalzen durch die Riemscheibe M, den Riemen M1 und die auf der Axe der Putzwalze angebrachte Riemscheibe M'1 ertheilt. Diese rotirende Bewegung, verbunden mit dem geringen Abstand zwischen Tambour und Putzwalze, beseitigt die Möglichkeit des Anhäufens von Abfällen, Fasern oder Unreinigkeiten, welche während des Betriebes sich auf der Oberfläche der letzteren festsetzen könnten.
Will man die Walzen CC1 in Thätigkeit setzen, so entfernt man den Riemen N und legt den Riemen O auf, der den Putzwalzen eine viel gröfsere Geschwindigkeit ertheilt, so dafs die Umfangsgeschwindigkeit dieser Walzen diejenige der Tambours übersteigt. Sodann bringt man den Hebel in die mit 2 bezeichnete Stellung, wodurch die Walzen C C, der Hebelbewegung folgend, in Berührung mit den Oberflächen der Tambours A A' gebracht werden und vermöge ihrer gröfseren Geschwindigkeit das verstopfende Material aus dem Beschlag desselben reifsen und unterhalb der Karde zu Boden fallen lassen. Nach Reinigung der Tambours behandelt man in gleicher Weise die Kammwalzen, indem man den Hebel in die Stellung 3 bringt.
Darauf stellt man die Putzwalzen wieder in ihre mittlere Lage zurück, nimmt den Riemen O
ab und legt den Riemen iV auf, nähert dann die Putzwalzen den Tambours ein wenig, so dafs die letzteren nun durch ihre viel gröfsere Geschwindigkeit die Putzwalzen von der ihrer Oberfläche anhaftenden Wolle befreien und fixirt dann den Hebel in Stellung ι bis zur nächstfolgenden Reinigung.
Der Hebel F1 wird in seinen drei Hauptstellungen durch eine Klinke Q gehalten, die in Einschnitte eines Bogensegments P, das am Gestell befestigt ist, einklinkt.
Schliefslich ist noch zu bemerken, dafs alle diese verschiedenen Operationen in ganz kurzer Zeit ausgeführt werden können, und dafs ein einzelner, mit dieser Arbeit vertrauter Mann im Zeitraum einer Stunde eine grofse Anzahl von Karden zu reinigen im Stande ist.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Die Anordnung und Anbringung von Putzwalzen, die, sobald es nöthig wird, selbstthätig die Tambours oder die Kammwalzen von den faserförmigen Stoffen reinigen, ohne den Gang der Karde unterbrechen zu müssen, und welche nach dieser Reinigung eine mittlere Lage und geringere Geschwindigkeit annehmen, wie es oben beschrieben wurde und in der beiliegenden Zeichnung dargestellt ist.
    Die specielle Construction und Anordnung der hierzu nothwendigen Theile, sowie der Gang und die Handhabung der genannten Putzwalzen, wie es oben beschrieben wurde und in der beiliegenden Zeichnung dargestellt ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT3233D Putzapparat für Tambour und Kammwalze an Krempeln Active DE3233C (de)

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