DE322802C - Verfahren zur Herstellung von Kunstfirnis ohne Verwendung von Loesungsbenzol aus unverseifbaren Cumaronharzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstfirnis ohne Verwendung von Loesungsbenzol aus unverseifbaren Cumaronharzen

Info

Publication number
DE322802C
DE322802C DE1918322802D DE322802DD DE322802C DE 322802 C DE322802 C DE 322802C DE 1918322802 D DE1918322802 D DE 1918322802D DE 322802D D DE322802D D DE 322802DD DE 322802 C DE322802 C DE 322802C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
production
benzene
unsaponifiable
resin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1918322802D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE322802C publication Critical patent/DE322802C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D145/00Coating compositions based on homopolymers or copolymers of compounds having no unsaturated aliphatic radicals in a side chain, and having one or more carbon-to-carbon double bonds in a carbocyclic or in a heterocyclic system; Coating compositions based on derivatives of such polymers
    • C09D145/02Coumarone-indene polymers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kunstfirnis ohne Verwendung von Lösungsbenzol aus unverseifbaren Gumaronharzen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Kunstfirnissen. Das neue Verfahren bietet den Vorteil, daß es einerseits den Gebrauch von Benzol entbehrlich macht, das nicht mehr zu haben ist, weil es für Heereszwecke gebraucht wird, daß es aber anderseits trotzdem eine dem echten Firnis sehr nahe kommende Ware liefert.
  • Als Ausgangsprodukt dient unverseifbares, dünnflüssiges bis zähflüssiges Cumaronharz, das in bekannter Weise durch Einleiten von Sauerstoff bei erhöhter Temperatur oxydiert und zugleich polymerisiert wird. Hierbei wird das Harz gleichzeitig mit Schwefelsäure behandelt. Nach der Erfindung wird das so gereinigte Polymerisationsprodukt mit Wasser emulgiert und dabei als Bindemittel eine Chromsäureverbindung und Leim zugesetzt, die später unter dem Einfluß des Lichtes sich zu unlöslichem Chromleim verbinden und so einer Trennung der Emulsion vorbeugen.
  • Das neue Verfahren wird in folgender Weise ausgeführt: Dünnflüssige bis zähflüssige Cumaronharze oder Cumaronharzabfälle, die von dunkler bis zu schwarzer Farbe sein können, werden zunächst zur Entfernung des widerlichen Geruchs in einem mit Blei ausgeschlagenen Holzbottich oder in einem emaillierten Eisenkessel mit etwa 25 bis 3o Prozent Schwefelsäure von 50° B6, also von 1,54 spezifischem Gewicht, versetzt und es wird durch das auf 6o bis 8o° erwärmte Gemisch 2 bis 3 Stunden lang Sauerstoff oder 6 bis 8 Stunden atmosphärische Luft unter Druck hindurchgeführt, zwecks Reinigung des Harzes vermittels Oxydation der widerlich riechenden Stoffe und gleichzeitiger Polymerisation des Harzes. Alsdann läßt man die nun schmutziggrün aussehende Schwefelsäure samt allem Schmutze absetzen und zieht das Barüberstehende Harz ab. Dieses wird zunächst mit Wasser ausgewaschen, und schließlich setzt man zur vollständigen Neutralisation einige wenige Prozente Alkalikarbonat oder Magnesia zu und rührt kräftig durch.
  • Das so erhaltene Produkt wird dann bei etwa 7o bis ioo° C mit qo bis 8o Prozent Wasser emulgiert. Um einer Trennung von Harz und Wasser vorzubeugen, setzt man 5 bis 15 Prozent einer ioprozentigen Lösung von Leim im Wasser zu und macht außerdem einen Zusatz von 2 bis 5 Prozent Kaliumbichromat. Der Leim verhindert eine Trennung von Harz und Wasser, und das Kaliumbichromat bildet bekanntlich mit dem Leim im Licht wasserunlöslichen Chromleim. Es wird der Masse zweckmäßig ein geeigneter Riechstoff zugefügt. Das so erhaltene Produkt kann nötigenfalls noch weiter mit weichem Wasser verdünnt werden, doch leidet bei zu weit getriebener Verdünnung die Qualität und der Glanz des Produktes. Man verreibt nun ioo Teile der gewonnenen Masse mit etwa i5 bis 2o Gewichtsteilen Ruß, oder entsprechenden Mengen anderer bunter Farben auf Walzenmühlen. Man kann ferner mit irgendeinem Riechstoff den Geruch sehr erheblich angenehmer machen. Hat die Farbe nicht genug Glanz, so kann man noch gereinigtes Harz zusetzen.
  • Beispiel des neuen Verfahrens: ioo Teile Harz werden mit 25 Teilen H2 S04 von 50°B6 versetzt und etwa 6 Stunden lang mit Luft durchblasen, die in bekannter Weise durch ein mit Löchern versehenes Rohr am Boden des Mischgefäßes eingeführt wird.
  • Die Masse erhält einen Zusatz von o,5 Teilen Magnesia. Es erfolgt dann das Emulgieren mit Wasser (g5 Teile der Harzmasse mit etwa 6o Teilen Wasser) bei 7o bis ioo° C. Man setzt dann io Teile Leimlösung auf die auf 45 bis 50' C abgekühlte Emulsion zu und parfümiert dann das- Gemisch mit 0,5 Teilen-Amylacetat. ; Leimlösung:
    go Teile Wasser,
    io - Leim, .
    3 - Kaliumbichromat.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kunstfirnissen ohne Anwendung von Lösungsbenzol und bei Verwendung minderwertiger Cumaronharze, welche durch Schwefelsäure gereinigt werden, wobei das erwärmte Gemisch dann mehrere Stunden lang mit unter Druck stehendem Sauerstoff oder Luft durchströmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Harzmasse bei 7o bis ioo ° C mit Wasser emulgiert .und daß dann der Emulsion, um einer Trennung von Harz und Wasser vorzubeugen und sie wasserunlöslich zu machen, eine mit Kaliumbichromat gemischte Leimlösung hinzugefügt wird.
DE1918322802D 1918-06-14 1918-06-14 Verfahren zur Herstellung von Kunstfirnis ohne Verwendung von Loesungsbenzol aus unverseifbaren Cumaronharzen Expired DE322802C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE322802T 1918-06-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE322802C true DE322802C (de) 1920-07-09

Family

ID=6169442

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1918322802D Expired DE322802C (de) 1918-06-14 1918-06-14 Verfahren zur Herstellung von Kunstfirnis ohne Verwendung von Loesungsbenzol aus unverseifbaren Cumaronharzen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE322802C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE620462C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Triarylmethanreihe
DE2337855B2 (de) Färben von organischen Materialien mit Naphthacenchinon-Derivaten
DE322802C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstfirnis ohne Verwendung von Loesungsbenzol aus unverseifbaren Cumaronharzen
DE1948536A1 (de) Parfuemkomposition mit einem Gehalt an einem Isolongifolenester sowie Verfahren zur Herstellung von Isolongifolenestern
DE1242775C2 (de) Verfahren zur herstellung von wasserunloeslichen disazofarbstoffen
DE1813522A1 (de) Farbstoffgemische aus wasserunloeslichen Disazofarbstoffen sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
DE42466C (de) Verfahren zur Ueberführung gewisser nach Patent Nr. 38 735 erhältlicher Farbstoffe in gegen Alkalien beständige Farbstoffe
DE658843C (de) Herstellung von roten Eisenoxydpigmenten
DE520089C (de) Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des Naphthazarins
DE564273C (de) Papierleimungs- und Gewebeappreturmittel
DE545001C (de) Verfahren zur Herstellung echter Kuepenfarbstoffe
DE198470C (de)
DE388186C (de) Verfahren zur Herstellung nicht faerbender, schwefelhaltiger Kondensationsprodukte der aromatischen Reihe
DE81109C (de)
DE1113774B (de) Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen neutralen waessrigen Einbrennlacken
DE728640C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Massen
DE56952C (de) Verfahren zur Darstellung von Alizarindisulfosäure
DE503408C (de) Verfahren zur Herstellung hochwertiger OEllacke
DE285968C (de)
DE212594C (de)
DE890651C (de) Dispergiermittel
DE181987C (de)
AT114528B (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Zwischen- oder Abfallerzeugnissen der Herstellung von Farbkörpern für Öl-, Emaille- oder Lackfarben.
DE629613C (de) Verfahren zur Herstellung von alkali- und saeurefesten Lackueberzuegen
DE632377C (de) Verfahren zur Herstellung eines Anthrachinonkuepenfarbstoffes