DE322802C - Verfahren zur Herstellung von Kunstfirnis ohne Verwendung von Loesungsbenzol aus unverseifbaren Cumaronharzen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kunstfirnis ohne Verwendung von Loesungsbenzol aus unverseifbaren CumaronharzenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Kunstfirnis ohne Verwendung von Lösungsbenzol aus unverseifbaren Gumaronharzen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Kunstfirnissen. Das neue Verfahren bietet den Vorteil, daß es einerseits den Gebrauch von Benzol entbehrlich macht, das nicht mehr zu haben ist, weil es für Heereszwecke gebraucht wird, daß es aber anderseits trotzdem eine dem echten Firnis sehr nahe kommende Ware liefert.
- Als Ausgangsprodukt dient unverseifbares, dünnflüssiges bis zähflüssiges Cumaronharz, das in bekannter Weise durch Einleiten von Sauerstoff bei erhöhter Temperatur oxydiert und zugleich polymerisiert wird. Hierbei wird das Harz gleichzeitig mit Schwefelsäure behandelt. Nach der Erfindung wird das so gereinigte Polymerisationsprodukt mit Wasser emulgiert und dabei als Bindemittel eine Chromsäureverbindung und Leim zugesetzt, die später unter dem Einfluß des Lichtes sich zu unlöslichem Chromleim verbinden und so einer Trennung der Emulsion vorbeugen.
- Das neue Verfahren wird in folgender Weise ausgeführt: Dünnflüssige bis zähflüssige Cumaronharze oder Cumaronharzabfälle, die von dunkler bis zu schwarzer Farbe sein können, werden zunächst zur Entfernung des widerlichen Geruchs in einem mit Blei ausgeschlagenen Holzbottich oder in einem emaillierten Eisenkessel mit etwa 25 bis 3o Prozent Schwefelsäure von 50° B6, also von 1,54 spezifischem Gewicht, versetzt und es wird durch das auf 6o bis 8o° erwärmte Gemisch 2 bis 3 Stunden lang Sauerstoff oder 6 bis 8 Stunden atmosphärische Luft unter Druck hindurchgeführt, zwecks Reinigung des Harzes vermittels Oxydation der widerlich riechenden Stoffe und gleichzeitiger Polymerisation des Harzes. Alsdann läßt man die nun schmutziggrün aussehende Schwefelsäure samt allem Schmutze absetzen und zieht das Barüberstehende Harz ab. Dieses wird zunächst mit Wasser ausgewaschen, und schließlich setzt man zur vollständigen Neutralisation einige wenige Prozente Alkalikarbonat oder Magnesia zu und rührt kräftig durch.
- Das so erhaltene Produkt wird dann bei etwa 7o bis ioo° C mit qo bis 8o Prozent Wasser emulgiert. Um einer Trennung von Harz und Wasser vorzubeugen, setzt man 5 bis 15 Prozent einer ioprozentigen Lösung von Leim im Wasser zu und macht außerdem einen Zusatz von 2 bis 5 Prozent Kaliumbichromat. Der Leim verhindert eine Trennung von Harz und Wasser, und das Kaliumbichromat bildet bekanntlich mit dem Leim im Licht wasserunlöslichen Chromleim. Es wird der Masse zweckmäßig ein geeigneter Riechstoff zugefügt. Das so erhaltene Produkt kann nötigenfalls noch weiter mit weichem Wasser verdünnt werden, doch leidet bei zu weit getriebener Verdünnung die Qualität und der Glanz des Produktes. Man verreibt nun ioo Teile der gewonnenen Masse mit etwa i5 bis 2o Gewichtsteilen Ruß, oder entsprechenden Mengen anderer bunter Farben auf Walzenmühlen. Man kann ferner mit irgendeinem Riechstoff den Geruch sehr erheblich angenehmer machen. Hat die Farbe nicht genug Glanz, so kann man noch gereinigtes Harz zusetzen.
- Beispiel des neuen Verfahrens: ioo Teile Harz werden mit 25 Teilen H2 S04 von 50°B6 versetzt und etwa 6 Stunden lang mit Luft durchblasen, die in bekannter Weise durch ein mit Löchern versehenes Rohr am Boden des Mischgefäßes eingeführt wird.
- Die Masse erhält einen Zusatz von o,5 Teilen Magnesia. Es erfolgt dann das Emulgieren mit Wasser (g5 Teile der Harzmasse mit etwa 6o Teilen Wasser) bei 7o bis ioo° C. Man setzt dann io Teile Leimlösung auf die auf 45 bis 50' C abgekühlte Emulsion zu und parfümiert dann das- Gemisch mit 0,5 Teilen-Amylacetat. ; Leimlösung:
go Teile Wasser, io - Leim, . 3 - Kaliumbichromat.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kunstfirnissen ohne Anwendung von Lösungsbenzol und bei Verwendung minderwertiger Cumaronharze, welche durch Schwefelsäure gereinigt werden, wobei das erwärmte Gemisch dann mehrere Stunden lang mit unter Druck stehendem Sauerstoff oder Luft durchströmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Harzmasse bei 7o bis ioo ° C mit Wasser emulgiert .und daß dann der Emulsion, um einer Trennung von Harz und Wasser vorzubeugen und sie wasserunlöslich zu machen, eine mit Kaliumbichromat gemischte Leimlösung hinzugefügt wird.
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