AT114528B - Verfahren zur Aufarbeitung von Zwischen- oder Abfallerzeugnissen der Herstellung von Farbkörpern für Öl-, Emaille- oder Lackfarben. - Google Patents

Verfahren zur Aufarbeitung von Zwischen- oder Abfallerzeugnissen der Herstellung von Farbkörpern für Öl-, Emaille- oder Lackfarben.

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    Verfahren zur Aufarbeitung von Zwischen-oder Abfallerzeugnissen der Herstellung von Farbkörpern für Öl-, Emaille-oder Lackfarben.   



   Bei der Herstellung von Pigmenten, z. B. Zinkoxyd (Zinkweiss) nach den üblichen Verfahren (Reduktion, Destillation oder Verdampfung von Zink mit nachfolgender Wiederverbrennung) entstehen ausser der als Farbe bestgeeigneten, reinen und   staubfeinen   Ware erfahrungsgemäss gewisse Anteile an Zwischen-oder Abfallerzeugnissen von geringerer Reinheit und Feinheit, welche namentlich in dem Verbrennungsraume des Ofens und in den ersten Abteilungen der   Niederschlagsräume   entfallen oder durch Verstäubung usw. entstehen. 



   Auch bei der   hüttenmännisehen   Gewinnung von Zinkoxyd und ähnlichen Metallverbindungen, z. B. bei dem sogenannten direkten (Verblase-) Verfahren sowie beim Verglichen der Pigmente entstehen zum Teil Erzeugnisse, die wegen ihrer   ungleichmässigen   Kornfeinheit und gelegentlichen Verunreinigung 
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 oder Fremdbestandteile bedürfen. 



   Solche Aufarbeitung geschah bisher entweder auf nassem oder trockenem Wege, z. B. durch Schlämmung oder   Windsichtung,   welche beide jedoch nur unvollkommen zum Ziele führten. Das mit Wasser behandelte Gut konnte zudem selbst bei vorsichtiger Trocknung mit   anschliessender   Desintegration nicht wieder auf den Dispersitätsgrad gebracht werden, der Voraussetzung beispielsweise für hochwertigen Farblack ist, und wurde bestenfalls der regulären Erzeugung anteilig zugemischt. 



   Das neue Verfahren zur Aufarbeitung der erwähnten Zwischen-oder Abfallerzeugnisse vermeidet die Anwendung von   Waschflüssigkeiten   wie Wasser, die vor der Weiterverarbeitung der Pigmentstoffe wieder ausgetrieben werden müssen, und bedient sich statt dessen der für   Öl-,     Lackfarben   u. dgl. üblichen flüssigen   Farbstoffträger (Öle), z.   B. des Standöls,   Lack-oder Emaillelacköls zur"Emulgierung"   (Anreibung, Vermahlung) des zu behandelnden Gutes mit   anschliessender   Separation. 



   Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass es möglich ist, durch Zentrifugierung der Emulsion mit den genannten (z. B.   zinkoxydisehen)   Produkten (aus denen bisher nur minderwertige Pigmente mit mangelhafte Ausbringen gewonnen werden konnten) ein für sieh oder in Mischung mit anderen Farben (Farbstoffträgern und Pigmenten) ohne weiteres vorzüglich verwendbares Farberzeugnis   (Öl-,     Emaille-oder Lackfarbe)   herzustellen. 



   Das Verfahren wird zweckmässig in der Weise ausgeführt, dass die genannten Zwischen-oder Abfallserzeugnisse mit Öl, Lack usw. angerieben, darin emulgiert und sodann der Separation mit einer hiefür geeigneten Schleuder unterworfen werden. Da erfahrungsgemäss die Verunreinigungen durch metallische oder sonstige Fremdbestandteile in der Regel grobkörniger oder spezifisch schwerer als beispielsweise das feine Zinkoxyd sind, lassen sich diese sowie die gröberen   Pigmentteilchen   in einer mit geeigneter Umdrehungszahl laufenden Schleuder aus der Ölemulsion nahezu restlos und ohne erhebliche Verluste an feinem Pigment abscheiden. 



   Es hat sich erwiesen, dass die Menge des Emulgierungsmittels   (Laeköls,   Standöls, Leinöls usw.), welche für die Zentrifugierung zweckmässig ist, derjenigen in der streichfertigen Farbe (ohne Trockenstoffe) im allgemeinen entspricht. Man kann jedoch unter Umständen auch mit verdünnteren Emulsionen arbeiten, die man (später) durch Zugabe weiteren Pigments auf Streichfähigkeit verdicken kann. Umgekehrt kann man Erzeugnisse der Zentrifugierung, die eine höhere Konsistenz aufweisen, mit Ölen 
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 Abfallerzeugnisse vor der Emulgierung einer mechanischen Aufbereitung durch Zerkleinerung, Mahlung, Desintegrierung, Siebung od. dgl. unterworfen werden. 



   Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden, Lacke durch Zentrifugierung zu klären. Das vorliegende 
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Aufarbeitung von   Zwischen-oder Abfallserzeugnissen   der Herstellung von Farbkörpern für Öl-,   Emaille-oder Lackfarben, dadurch gekennzeichnet,   dass die durch gröbere Pigmentteilchen oder Fremdbestandteile verunreinigten Zwischenerzeugnisse u. dgl. gegebenenfalls nach vorheriger Absiebung, Mahlung oder Desintegrierung mit Öl oder   ähnlichen flüssigen Farbstoffträgern   emulgiert (angerieben oder vermahlen) und durch Zentrifugierung in ein als Farbe, Ölfarbe, Lack oder Emaillefarbe (ohne weiteres) verwertbares Erzeugnis umgewandelt werden.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das ausgeschleudert Erzeugnis der ersten Zentrifugierung wiederholter Behandlung (gegebenenfalls nach Wieder- verdünnung, Mahlung usw. ) und wiederholter Zentrifugierung unterworfen wird.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückstand der Zentrifugierung auf eine Farbe für Sonderzwecke (z. B. Rostschutz) weiterverarbeitet wird.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Erzeugnisse der Zentrifugierung mit weiteren Farbstoffträgern oder Pigmenten zu hochwertigen Öl-, Lack-oder Emaillefarben und der Rückstand in ähnlicher Weise auf für Sonderzwecke geeignete Farben verarbeitet werden.
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