AT123561B - Verfahren zur Verbesserung von Pflanzenlecithin. - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung von Pflanzenlecithin.

Info

Publication number
AT123561B
AT123561B AT123561DA AT123561B AT 123561 B AT123561 B AT 123561B AT 123561D A AT123561D A AT 123561DA AT 123561 B AT123561 B AT 123561B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
lecithin
water
oil
improving plant
hydrogen peroxide
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Bollmann
Original Assignee
Hermann Bollmann
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hermann Bollmann filed Critical Hermann Bollmann
Application granted granted Critical
Publication of AT123561B publication Critical patent/AT123561B/de

Links

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verbesserung von   P1lanzenlecithin.   



   Die in Pflanzenstoffen enthaltenen Phosphatide, insbesondere Sojaleeithin, besitzen von Natur eine braune bis graue, dunkle Färbung, welche sie für viele Zwecke, auch wenn nur geringe Mengen hievon zur Anwendung gelangen, weniger geeignet machen, so bei der Herstellung von Nahrungsmitteln als Zusatz zu Margarine und Teigwaren, bei ihrer technischen Anwendungsweise, z. B. in der Textilindustrie als Bestandteil von Druckpasten für zarte Farben u. dgl. mehr. 



   Versuche haben nun ergeben, dass eine wesentliche Aufhellung und Beseitigung des   braungrauen   Farbtones der Pflanzenphosphatide, ohne dass diese empfindlichen Verbindungen hiedurch wesentliche Veränderungen oder Schädigungen erleiden, ferner ohne jede ungÜnstige Beeinträchtigung des Geschmacks, ja sogar mit einer Verbesserung desselben erreicht werden kann, wenn man die Pflanzenphosphatide mit Wasserstoffsuperoxyd bei Gegenwart von Wasser behandelt. Das in den Pflanzenphosphatiden enthaltene, aus den Ölsaaten herrührende Öl in Mengen von 30 bis   40%,   welches notwendig ist, um die GeGesehsehmeidigkeit des Leeithins zu erhalten, wird bei dieser Behandlung ebenfalls nicht ungünstig beeinflusst. 



   Durch die Einwirkung des Wasserstoffsuperoxyds in wässeriger Lösung wird eine hellgelbe Färbung erzielt, so dass sich das Pflanzenlecithin wesentlich besser für solche   Anwendungszweeke   eignet, bei welchen es darauf ankommt, Verfärbungen zu vermeiden. 



   Ausserdem hat die Behandlung mit Wasserstoffsuperoxyd noch die   überraschende   Wirkung, dass hiedurch die Emulgienmgsfähigkeit des   Pflanzenleeithins,   wahrscheinlich durch Bildung von Oxysäuren, bedeutend verbessert wird und dass infolgedessen sieh der in den meisten Fällen mit dem Leeithin beabsichtigte Zweck noch günstiger erzielen lässt. 



   Das neue Verfahren lässt sieh auf Pflanzenlecithine, die nach einem beliebigen der bekannten Gewinnungsverfahren aus den Pflanzensamen abgetrennt worden sind, zur Anwendung bringen ; es ist also gleichgültig, ob es sich um   Pflanzenlecithin   handelt, welches bei der Extraktion von Pflanzensamen mit Benzin, einem Gemisch von Benzol und Alkohol oder mit andern Lösungsmitteln erhalten worden ist. 



   Da die bei   der Ölgewinnung gleichzeitig ausgelösten Phosphatide   in der Regel mit einem mehr oder weniger grossen Wassergehalt erhalten werden, von dem das Leeithin befreit werden muss, bevor es seinem Verwendungszweck zugeführt werden kann, ist es am vorteilhaftesten, die Wasserstoffsuperoxydbehandlung zum Zwecke des Bleichen und der Erhöhung der   Emulgierungsfähigkeit   mit dem Abtreiben des Wassers zum Zwecke des Trocknens des Lecithins zu verbinden. 



   Zur Ausführung des Verfahrens verfährt man beispielsweise wie folgt :
Die ausgelesenen und   geschroteten   Sojabohnen werden mit einem Lösungsmittelgemisch, das aus 90 Teilen Benzol und 10 Teilen Alkohol von 96 Volumnrozent besteht. bei einer Temperatur von 20 bis 30  C ausgelaugt. Nach Beendigung der Extraktion   wird   der Extrakt von dem Lösungsmittel durch Verdampfen befreit. Hierauf leitet man entspannten Wasserdampf in den Extrakt ein, wodurch sieh das in dem Öl enthaltene Pflanzenleeithin ausscheidet und zu Boden setzt. Es wird abgetrennt, durch Abschleudern von der Hauptmenge des mitgerissenen Öls befreit und besteht nunmehr zu etwa 60 Teilen aus Pflanzenleeithin und 40 Teilen aus Öl mit einem Wassergehalt von 30 bis 40%.

   Zu 240 Teilen dieses aus Leeithin, Öl und Wasser bestehenden Gemisches werden   5'1   kg einer 30% igen Wasserstoffsuperoxyd- 
 EMI1.1 
 oxyd gleichmässig verteilt ist. Dann erwärmt man unter vermindertem Luftdruck von   95%   auf eine Temperatur von 80 bis 85  C 2 bis 3 Stunden lang und treibt auf diese Weise das in dem Gemisch vorhandene Wasser ab und trocknet und bleicht das Leeithin gleichzeitig. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Verbesserung von Pflanzenleeithin, dadurch gekennzeichnet, dass   man Wasser-   stoffsuperoxyd auf die wässerige   Lecithinemulsion   einwirken lässt. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Wasserstoffsuperoxydtösung zu der aus Pflanzenleeithin, Öl und Wasser bestehenden Mischung gibt und unter gleichzeitigem Abtreiben des Wassers und Trocknen des Lecithinölgemisches auf dieses einwirken lässt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT123561D 1929-10-21 1930-07-10 Verfahren zur Verbesserung von Pflanzenlecithin. AT123561B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE123561X 1929-10-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT123561B true AT123561B (de) 1931-06-25

Family

ID=5657860

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT123561D AT123561B (de) 1929-10-21 1930-07-10 Verfahren zur Verbesserung von Pflanzenlecithin.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT123561B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2609705C3 (de) Verfahren zum Entschleimen von Triglyceridölen
DE602004002866T2 (de) Verfahren zum Rückgewinnen von Öl
DE2740752C3 (de) Verfahren zur Entfernung von Verunreinigungen aus rohem oder vorbehandelten Triglyceridöl
DE2129654A1 (de) Pflanzenextrakte von Flavanololigomeren und ein Verfahren zu ihrer Herstellung
AT123561B (de) Verfahren zur Verbesserung von Pflanzenlecithin.
DE3235680A1 (de) Verfahren zum herstellen von erdnussoel
DE511851C (de) Verfahren zur Verbesserung von Pflanzenlecithin
DE976932C (de) Verfahren zur Raffination von fetten OElen und Fetten
DE254703C (de)
DE696822C (de) Verfahren zur Gewinnung der im Glycerinpech enthaltenen Anteile an mehrwertigen Alkoholen, insbesondere an Di- und Polyglycerinen
DE337687C (de) Verfahren zur Gewinnung von Montanwachs aus bituminoeser Braunkohle
DE519828C (de) Verfahren zur Gewinnung von OEl aus stark wasserhaltigen Fischstoffen
DE566695C (de) Verfahren zur Verarbeitung von Tierkadavern
DE578561C (de) Verfahren zum Baeuchen von Baumwollgeweben
DE340126C (de) Verfahren zur Geruchsverbesserung von Sulfatterpentinoel
DE1088790B (de) Verfahren zur Aufbereitung von Seetieren, insbesondere Fischen
AT97780B (de) Verfahren zum gleichzeitigen Hydrieren und Bleichen von Ölen und Fetten.
AT138874B (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphatiderzeugnissen.
DE111820C (de)
DE485676C (de) Verfahren zur Gewinnung eines Gemisches geschmack- und geruchloser Phosphatide, Sterine und OEl
DE870735C (de) Verfahren zur Herstellung von Schaumtannin aus Sumachblaettern
DE532211C (de) Verfahren zum Entfaerben und Reinigen von OElen und Fetten
DE893195C (de) Verfahren zum Trocknen von saeureaktivierter Bleicherde
AT125709B (de) Verfahren zum Bleichen von pflanzlichen und tierischen Produkten, insbesondere ölhaltigen oder fetthaltigen Produkten, wie pflanzlichen Samen, Knochen, Knorpeln u. dgl.
DE538078C (de) Verfahren zur Gewinnung von bituminoesen Stoffen aus Torf