DE322248C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer FernsprechanlagenInfo
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- H04Q—SELECTING
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Description
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Schaltungsanordnung für selbsttätige oder
halbselbsttätig betriebene Fernsprechanlagen, bei welcher Verbindungseinrichtungen bzw.
Yerbindungsschalter vorgesehen sind, welche zeitweilig sich auf anrufende Leitungen einstellen,
und zeitweilig über Leitungen, welche von Hilfsschaltern oder Gruppenwählern ausgehen,
auf anzurufende Leitungen eingestellt werden.
Den Verbindungsschaltern sind je zwei Verfindungsleitungen zugeordnet, von denen
die eine nach dem beweglichen Kontakt eines eine freie Verbindungsleitung" suchenden
Schalters (z. B. eines Gruppenwählers) führt, und die andere von den feststehenden Kontakten
solcher Schalter herkommt. Jeder Verbindungsschalter ist in seiner Ruhelage und auch
nach seiner- Einstellung auf eine anrufende Leitung mit den beweglichen Kontakten eines
zugeordneten Schalters verbunden. Sobald ein Yerbindungsschalter aber zur Herstellung
einer Verbindung mit einer anzurufenden Leitung benutzt werden soll, wird er von dem beweglichen
Kontakt des ihm zugeordneten Schalters abgetrennt und mit einer von den feststehenden Kontakten der suchenden Schalter
herkommenden freien Verbindungsleitung verbunden.
Die Verbindungsschalter sind in ihrer Ruhelage teils unmittelbar mit Gruppenwählern,
teils mit einfachen Verbindungsleitungssuchern oder Hilfsschaltern verbunden, welche
Verbindungen mit freien Gruppenwählern herstellen.
Die Verbindungsschalter werden bei Anrufen immer nur nacheinander angelassen
durch Anlaßstromstöße, welche durch einen Anrufordner in der Reihenfolge der Anrufer
in die nach den Verbindungsschaltern führende Anlaßleitung gesandt werden.
Sobald ein Anruf von einem Teilnehmer eingeht, wird die Stromzuführung zu den Anrufstromkreisen
der üblichen Teilnehmer durch den Anrufordner unterbrochen bis zu dem Augenblick, wo die Verbindung zwischen
dem anrufenden Teilnehmer und einem von dem Teilnehmer einzustellenden Wähler hergestellt
wird. Das Leitungsrelais jedes Teilnehmers besitzt einen eigenen Haltestromkreis,
der beim Anruf sofort geschlossen wird, um die Erregung des einen Leitungsrelais des
anrufenden Teilnehmers von der gemeinsamen Stromzuführung unabhängig zu machen.
In dem Augenblick, wo ein Verbindungsschalter für eine Verbindung mit einem anrufenden
Teilnehmer aus der Ruhelage bewegt wird, wird die Anlaßleitung von diesem \'rerbindungsschalter abgeschaltet und gleich
darauf nach dem nächsten Verbindungsschalter weitergeschaltet. Dies tritt auch ein, sobald
ein Verbindungsschalter für die Herstellung
einer Verbindung mit einer anzurufenden Leitung in Benutzung genommen wird. Für diese
zwei Fälle sind zwei besondere Umschalter vorgesehen, von denen der eine durch die Bewegung
des Verbindtmgsschalters selbst umgelegt wird, während der andere durch einen von der Bewegung des Verbindtmgsschalters
unabhängigen Magneten gesteuert wird, der durch einen von einem Gruppenwähler herkommenden
Strom erregt wird.
Die Anlaßschaltung der Verbindungsschalter ist so eingerichtet, daß ein Anlassen mehrerer
Schalter durch einen und demselben Anlaßstromstoß ausgeschlossen ist. Dies ist dadurch
erreicht, daß die Weiterschaltung des Anlaßstromkreises nach dem nächsten Verbindungsschalter
erst dann eintritt, wenn der jeweilige Anlaßstromstoß aufgehört hat. Eine durch den Anlaßstromstoß gespannte Feder
übt dann ihre .Wirkung' auf den Umschalter
aus, der die Weiterschaltung der Anlaßleitung bewirkt.
Die Teilnehmerleitungen sind in Gruppen an Gruppen von Verbindungsschaltern angeschlossen.
Jede Teilnehmergruppe ist in bekannter Weise in Untergruppen geteilt. Die
Verbindungsschalter haben je zwei Sucherschalter, von denen der eine die Untergruppe
des anrufenden Teilnehmers aussucht und der j andere die Einstellung auf die anrufende Lei- '
tung in der Untergruppe besorgt. Damit eine | möglichst rasche Einstellung der Verbindungs- |
schalter auf die anrufenden Leitungen erzielt wird, sind Permutationsleitungen vorgesehen,
mittels "welchen die Punkte, bis zu welchen die zwei Sucherschalter sich zu bewegen
haben, gleich bei dem Anruf des Teilnehmers in jedem Verbindungsschalter elektrisch bezeichnet
werden. Es sind außerdem derartig geschaltete Stromkreise vorgesehen, daß gleich j
beim Anruf eines Teilnehmers die beiden Sucher des in derGruppe befindlichen nächsten
freien Verbindungsschalters ihre Stichtätigkeit beginnen und dann gleichzeitig die Untergruppe
des anrufenden Teilnehmers und auch die Leitung innerhalb der Untergruppe suchen.
Sind zehn Untergruppen vorhanden, und zehn Leitungen in jeder Untergruppe, so braucht
jeder Sucher höchstens zehn Leitungen zu prüfen, und da beide Sucherschalter gleichzeitig
arbeiten, ist zum Aussuchen der anrufenden Leitung unter den 100 Leitungen
der Gruppe höchstens die Zeit erforderlich, welche ein Sucher für zehn Schritte braucht.
In dem Falle, daß ein Verbindungsschalter zur Herstellung einer Verbindung mit einer
anzurufenden Leitung unter dem Einfluß von Wahlströmen seitens eines Teilnehmers oder
einer Beamtin benutzt wird, werden die Stromkreise der Bewegungsmagnete der beiden ■ Sucher voneinander' getrennt.
Wenn ein Verbindungsschalter in die Ruhe- : lage zurückbewegt wird, werden zwei voneinander
unabhängige Stromstoßerzeuger an die Bewegungsmagnete der Sucher angeschaltet.
; Die Verbindungsschalter werden mit zwei j Einstellrelais, eins für jeden Sucher versehen,
!"welche die Stromkreise der Bewegungs-1
magnete der Sucher bei der Einstellung des ι Verbindungsschalters auf eine anrufende Lei-I
tung im geeigneten Augenblick unterbrechen. : Diese Einstellrelais werden bei Benutzung
des Verbindungsschalters zur Herstellung einer Verbindung mit einer anzurufenden
: Leitung unwirksam gemacht. , Ein weiteres Merkmal der Erfindung be-
! steht in der Anordnung eines Stromstoßüber- ; tragers, dessen die Leitungsseiten unter-
: brechenden Kontakte erst dann geschlossen ; werden, wenn der angerufene Teilnehmer bei
i Beantwortung eines Anrufes einen von einem Gruppenwähler her fließenden Läutestrom
verändert.
Um eine einfache Schaltung des letzten Wählers in einer hergestellten Verbindung
zu erhalten, werden Stromkreise im letzten Wähler, welche bei Beantwortung des Anrufes
auf den im Gruppenwähler vorgesehenen Übertrager zurückwirken, nicht verwendet,
sondern der auf den Anruf antwortende Teilnehmer beeinflußt den Übertrager des Gruppenwählers,
ohne Zuhilfenahme von zwischengeschalteten Vorrichtungen, die am letzten Wähler angebracht sind. .'
Dies wird dadurch erreicht, daß nach Einstellung des letzten Wählers auf die anzurufende
Leitung der Läutestrom auf jeden Fall an Stromzuführungen zu der angerufenen Leitung angeschlossen wird, welche aber
nur dann geschlossen werden, wenn die gewünschte Leitung anrufbereit bzw. frei ist.
Ist die Leitung besetzt, so kommt der Läutestrom nicht zustande.
Das Angeschaltetbleiben des Läutestromes ist davon abhängig gemacht, daß er gleich
nach seiner Anschaltung richtig zustande kommt. Andernfalls bleibt die Erregung eines
Relais am Gruppenwähler aus, welches die dauernde Anschaltung des Läutestromes bei
seiner Erregung bewirkt und die Läutestromquelle wird dann durch das Abfallen eines
Verzögerungsrelaisankers wieder abgeschaltet. In dem Falle, daß das Relais, welches
das Angeschaltetbleiben des Läutestromes bewirkt, erregt wird, schaltet es ein Rufstromabschaltrelais
ein. Dieses .Rufstromabschaltrelais wird von dem Läutestrom durchflossen.;
es spricht aber erst an, wenn der angerufene Teilnehmer beim Abnehmen des Hörers von
seinem Haken den Läutestrom verstärkt. Das Rufstromabschaltrelais schließt bei seiner Er-
regüng den Stromkreis eines Durchschaltrelais,. welches die anrufende Leitungsseite
mit der angerufenen Leitungsseite verbindet und gleichzeitig einen Zählerstromkreis vorbereitet,
der bei der Auflösung der Verbindung geschlossen wird. Das Ansprechen des Rufstromabschaltrelais hat auch die Abschaltung
der Läutestromquelle zur Folge.
In Anlagen mit selbsttätig arbeitenden
ίο Schaltwerken wird in der Regel die Anschaltung
des Läutestromes von dem Prüfvorgang im Leitungswähler abhängig gemacht.
In einer Verbindungseinrichtung bzw. einem Doppelbetriebswähler, welcher in zwei Richtuiigen
Verbindungen herstellt, sind zweierlei Prüf vorgänge zu unterscheiden, und zwar:
i. der Prüfvorgang bei Verbindung mit einer anrufenden Leitung; 2. der Prüfvorgang bei
Verbindung mit einer angerufenen Leitung.
Würde man nun die Läutestromquelle in üblicher Weise in dem als Leitungswähler dienenden
Doppelbetriebswähler anschalten, dann müßte die Schaltung so eingerichtet sein, daß
die Schalteinrichtungen selbsttätig unter den zweierlei Prüfvorgängen unterscheiden. Die
Schalteinrichtung für die Anschaltung des Läutestromes gestaltet sich einfacher, wenn
sie in einem Gruppenwähler untergebracht wird, wo die Verbindungen nur in einer Richtung (z. B. in der Richtung von den beweglichen
Kontakten nach den festen Kon-
. takten) hergestellt werden, und wenn man die Schaltungsanordnung im Gruppenwähler
und Doppelbetriebswähler so einrichtet, daß in dem Augenblick der Besetzung des Doppelbetriebswählers
durch den Gruppenwähler die Prüfstromkreise des ersteren derartig umgeschaltet
werden, daß sie für die Prüfung einer anzurufenden Leitung und gleichzeitig für die Anschaltung der im Gruppenwähler
befindlichen Läutestromquelle vorbereitet sind.
Bei Anwendung von Gesprächszählern in Anlagen mit Doppelbetriebswählern entsteht
eine Schwierigkeit, die darin liegt, daß bei Benutzung der Prüfader für den Zählstrom
der Zähler des angerufenen Teilnehmers ansprechen würde, wenn beim Ansprechen des
Prüfrelais der Strom in der Prüfleitung des angerufenen Teilnehmers verstärkt wird.. Um
dies zu verhindern, wird erfindungsgemäß beim Belegen eines Doppelbetriebswählers
durch einen Gruppenwähler die Prüfleitung desselben derart umgeschaltet, daß eine Fortschaltung
des Zählers nicht stattfinden kann. Die Zählerschaltung wird sehr vereinfacht, wenn der den Zähler fortschaltende Strom
nicht vom Leitungswähler _her unmittelbar über die Sprechleitungen der Gruppenwähler,
sondern vom Gruppenwähler aus nur über die Kontaktarme bzw. Kontakte der ohne Rich-
' tungswahl arbeitenden Schaltwerke (zweite Vorwähler, zweite Sucher) und des Doppelbetriebswählers
geleitet wird.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dar- ;. gestellt, worin Fig. 1 die Verbindungs-' weise des neuen Wählers veranschaulicht. ; Fig. 2 zeigt die Schaltung der Leitungs-J relais der Teilnehmer sowie die An- : Ordnung der Permutations- bzw. Einstellleitungen und des Anruf Ordners. In Fig. 3 und 4 ist die Schaltung der Verbindungsschalter dargestellt, welche die zweifache Aufgabe haben, einmal eine anrufende Leitung mit einem Gruppenwähler zu verbinden, ein anderes Mal eine von einem Gruppenwähler herkommende Verbindung nach einer anzurufenden Teilnehmerleitung weiterzuführen und herzustellen. Fig. 5 zeigt die' Schaltung der in Fig. 1 mit HS bezeichneten Hilfsschalter. Fig. 6 veranschaulicht die Schaffung der ersten Gruppenwähler und Fig. 7 die Schaltung der zweiten Gruppenwähler. Wenn die Fig. 2 bis 7 nebeneinandergelegt werden, ergibt sich ein vollständiges Schaltbild des den Gegenstand der Erfindung bildenden Fernsprechamtes.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dar- ;. gestellt, worin Fig. 1 die Verbindungs-' weise des neuen Wählers veranschaulicht. ; Fig. 2 zeigt die Schaltung der Leitungs-J relais der Teilnehmer sowie die An- : Ordnung der Permutations- bzw. Einstellleitungen und des Anruf Ordners. In Fig. 3 und 4 ist die Schaltung der Verbindungsschalter dargestellt, welche die zweifache Aufgabe haben, einmal eine anrufende Leitung mit einem Gruppenwähler zu verbinden, ein anderes Mal eine von einem Gruppenwähler herkommende Verbindung nach einer anzurufenden Teilnehmerleitung weiterzuführen und herzustellen. Fig. 5 zeigt die' Schaltung der in Fig. 1 mit HS bezeichneten Hilfsschalter. Fig. 6 veranschaulicht die Schaffung der ersten Gruppenwähler und Fig. 7 die Schaltung der zweiten Gruppenwähler. Wenn die Fig. 2 bis 7 nebeneinandergelegt werden, ergibt sich ein vollständiges Schaltbild des den Gegenstand der Erfindung bildenden Fernsprechamtes.
In Fig. ι sind die drei ersten Hundertgruppen eines Amtes für 1 000 Teilnehmer angedeutet.
Rechts von der mit I bezeichneten Klammer befinden sich die Wählerapparate VS1, HS' und GW1 der ersten Hundertgruppe.
Die Wählerapparate der zweiten und dritten Hundertgruppen befinden sich rechts von den
mit II und III bezeichneten Klammern.
: Es soll angenommen werden, daß in jeder : Hundertgruppe 15 Verbindungsschalter VJ?
. vorgesehen sind, welche die zweifache Auf- ! gäbe haben, einmal bei Anrufen, die von den
' Teilnehmern JS" nach dem Amt geschickt werden, Verbindungen herzustellen, zwischen den
anrufenden Teilnehmern und den Gruppenwählern GW ein anderes Mal bei Anrufen,
welche über die letzten Gruppenwähler und ! über die von diesen Wählern nach den einj
zelnen Hundertgruppen führenden Verbindungsleitungen h1, h2 usw. geleitet werden,
! Verbindungen mit den anzurufenden Teil- ! nehmern herzustellen.
Die Verbindungsschalter VS sind je durch drei Bogen 1, 2, 3 und eine Kontaktbürste 4
! versinnbildlicht. Jeder Bogen 1, 2, 3 soll eine
' Kontaktreihe darstellen. In Wirklichkeit ■ haben die Verbindungsschalter, je zehn Kontaktreihen
mit je zehn Kontaktsätzen. Der einfacheren Darstellung wegen sind aber nur ' je drei Kontaktreihen angedeutet.
[ An die dritte Kontaktreihe jeder Verbindungsschaltergruppe sind die Anschlüsse von je drei TeilnehmernSf, Si, S3 1 bzw. S1J, S1I, .S1H bzw. S™ S1?, S1" angedeutet.
[ An die dritte Kontaktreihe jeder Verbindungsschaltergruppe sind die Anschlüsse von je drei TeilnehmernSf, Si, S3 1 bzw. S1J, S1I, .S1H bzw. S™ S1?, S1" angedeutet.
Von den 15 Verbindungsschaltern jeder
Gruppe sind fünf unmitelbar mit zugehörigen Gruppenwählern GW verbunden, während
zehn Verbindungsschalter, von denen nur fünf darg-estellt sind, mittelbar durch Hilfsschalter
HS mit 15 verschiedenen ersten Gruppenwählern
verbunden werden können. Diese Gruppe von 15 verschiedenen ersten Gruppenwählern
ist aus den unteren fünf Gruppenwählern der drei Gruppen zusammengesetzt. Die zehn Hilfsschalter HS' versuchen zuerst
die Verbindungen über einen der fünf unteren Gruppenwähler GW1- weiter zu leiten. Sind
diese alle besetzt, so prüfen sie nacheinander drei von den unteren fünf Gruppenwählern
GW11 und sind diese auch besetzt, so prüfen
sie noch zwei von den unteren fünf Gruppenwählern GW"i.
In ähnlicher Weise prüfen die Hilfsschalter HS" zuerst die fünf unteren Gruppenwähler
GW", dann drei Wähler G W"' und zuletzt
zwei Wähler GW'. Die Hilfsschalter HS'"
prüfen zuerst fünf Wähler GW"1, dann drei
GW'. und zuletzt' zwei GW".
\ron den Kontaktreihen der Gruppenwähler
sind auch nur drei durch je drei Bogen p, s, t dargestellt; jede Kontaktreihe ist an ein Verbindungskabel
h1 und h2 angeschlossen, welches
zehn nach den beweglichen Kontakten 4 der Verbindungsschalter führende Leitungen
enthält.
Die Verbindungsleitungen ti1 führen zu den
Verbind'ungsschaltern VS' des ersten Hunderts,
die Verbindungsleitungen h2 zu den Verbindungsschaltern VS" und die Verbindungsleitungen
ha zu den Verbindungsschaltern VS"' des dritten Hunderts usw.
Der Verlauf einer Verbindung gestaltet sich wie folgt: Ruft ein Teilnehmer, z. B. S'
an, so stellt sich der bewegliche Kontakt 4 eines freien Verbindungsschalters VS' auf die
anrufende Leitung ein. Die anrufende Leitung ist dann sofort mit einem Gruppenwähler
GW verbunden, und zwar entweder unmittelbar oder mit Hilfe eines Hilfsschal-.
ters HS'. Der anrufende Teilnehmer oder die die Wähler beherrschende Beamtin stellt nun
den beweglichen Kontakt 5 des Gruppenwählers auf die Kontaktreihe ein, welche dem
gewünschten Hundert enspricht, z.B. auf .die nach dem zweiten Hundert II führende Kontaktreihen,
die mit dem Verbindungskabel h2 verbunden ist.
Der Gruppenwähler sucht nun selbsttätig einen freien Verbindungsschalter aus. Den
beweglichen Kontakt 4 des freien Verbindungsschalters stellt dann der anrufende Teilnehmer
auf die gewünschte Teilnehmerleitung, z. B. S31 ein.
Da die Verbindungsschalter sowohl für Verbindungen, welche von Teilnehmern ausgehen,
als auch für \rerbindungen, welche bei den Teilnehmern ankommen, benutzt werden,
also den Zweck der bekannten Anrufsucher und auch den der bekannten Leitungswähler
erfüllen, so wird eine Ersparnis an Wählern erzielt.
Bei den bekannten Systemen mit Anrufsuchern und Leitungswählerri kann es vorkommen,
daß alle Anrufsucher einer Gruppe besetzt sind, während einige Leitungswähler noch frei sind. Weitere anrufende Teilnehmer
der Gruppe können dann keine Verbindungen mehr herstellen. Da bei dem vorliegenden
System Verbindungsschalter vorgesehen· sind, welche je nach den Umständen die Rolle
eines Anrufsuchers oder die eines Leitungswählers übernehmen, würden in dem soeben
geschilderten Falle weitere anrufende Teilnehmer immer noch so lange Verbindungen
herstellen können, als überhaupt noch Verbindungsschalter frei sind. Mit gleichviel
Wählerapparaten leistet also die Schaltung mehr bzw. sie ist imstande, bei weniger
Wählerapparaten dieselbe Anzahl· Verbindungen herzustellen.
In der Fig. 2 ist eine an das Amt angeschlossene Hundertgruppe dargestellt. Jede
Hundertgruppe ist in Zehnergruppen geteilt, und S11J S12 bedeuten die zwei ersten Teilnehmer
der ersten Zehnergruppe, S21, S2- die
zwei ersten Teilnehmer der zweiten und SS1,
S32 die zwei ersten Teilnehmer der dritten
Zehnergruppe. Die übrigen Teilnehmer der Hundertgruppe sind der Übersichtlichkeit
halber fortgelassen. .
Wenn ein Teilnehmer z. B. S12 anruft, so soll seine Leitung i2a, I2b mittels der beweglichen
Kontakte ba, bb, bc und ba1, bb1, beides. Verbindungsschalters VS, - Fig. 3, mit
Verbindungsleitungen va, vb, ve verbunden werden, welche direkt oder indirekt (über
einen Hilfsschalter HS, Fig. 5) nach einem ersten Gruppenwähler GW1 führen.
Für die Einstellung der beweglichen Kontakte ba, bb, bc, ba1, bb^.bc1- der Verbindungssehalter
VS auf die anrufenden Leitungen sind Permutationsleitungen pu, pt (Fig 2) vorgesehen, vermöge welcher die beweglichen
Kontakte veranlaßt werden, sich gerade auf den feststehenden Kontaktsatz
(z. B. ks12, der mit der Leitung von S12 verbunden
ist) einzustellen, welcher mit der anrufenden Teilnehmerleitung verbunden ist.
Die Permutationsleitungen sind in zwei Gruppenpu,pt geteilt, von denen die Gruppe pt
zur Einstellung der Verbindungsschalter auf die Zehnergruppe und pu zur Einstellung derselben
auf die Leitung des anrufenden Teilnehmers dient. Ruft ein Teilnehmer an, an, so wird sein Leitungsrelais, z. B. Zr12
erregt und dieses erdet je eine Leitung in den Permutationsleitungsgruppen pt und pn,
wodurch eine Stromkombination hervorgebracht wird, welche die richtige Einstellung
des \rerbindurigsschälters veranlaßt.
Wenn der Teilnehmer S12, also der zweite Teilnehmer in der Zehnergruppe »eins« anruft,
so wird, durch die Kontakte ioo, ior seines Leitungsrelais Ir12, die erste Leitung i"
der Zehnerleitungsgruppe pt und die zweite Leitung 2' der Einerleitungsgruppe pu geerdet.
Ruft Teilnehmer 11 an, so wird die erste
Zehnerleitung 1" und die erste Einerleitung 1' geerdet. Der Anruf des Teilnehmers 21
würde die Erdung der Zehnerleitung 2" und der Einerleitung 1' zur Folge haben usw., so
daß jedem Teilnehmer eine bestimmte Kombination der Leitungsgruppen pt, pu entspricht.
In der Fig. 3 ist nur ein \rerbindungsschalter
VS dargestellt. Man hat sich aber etwa fünfzehn solcher Schalter vorzustellen,
von denen fünf durch Yerbindungsleitungen τα1, vb1 direkt mit Gruppenwählern GW und
zehn indirekt durch Hilfsschalter HS mit Gruppenwählern GW verbunden sind.
Die Permutationsleitungen pt, pu werden an allen Verbindungsschaltern VS der betreffenden
Hundertgruppe vorbeigeführt und nach jedem Verbindungsschalter führen Abzweigungen
w1, w2, ws, '-an, w5 bzw. p1, p2, ps,
p-\ ps. Der Kontaktsatz ks der Verbindungsschalter einer Hundertgruppe wird in bekannter
Weise vielfach geschaltet.
Von dem für jede Hundertgruppe gemeinsam vorgesehenen Anrufordner AR (Fig. 2)
führt eine Anlaßleitung Sw zum ersten Verbindungsschalter. Sobald der erste Verbindungsschalter
für eine Verbindung in Anspruch genommen wird, wird die Anlaßleitung Sw entweder durch einen Umschalter
104 (Fig. 3) oder durch einen Umschalter 103 (Fig. 4) mit einer erweiterten Anlaßleitung
Sw1 verbunden, die zu ähnlichen Umschaltern wie 103, 104 des nächsten Verbindungsschalters führt. Wie der zweite Verbindungs-
+5 schalter belegt, so wird die Anlaßleitung zum dritten Verbindungsschalter weitergeschaltet
usw.
Jeder Verbindungsschalter besitzt zehn Sätze von je drei Schleifbürsten ba, bb, bc
und eine Schleifbürste pb, welche alle von einem gemeinsamen Antrieb D über Kontaktsätze
ks bzw. Einzelkontakte k hinwegbewegt werden. Werden die Bürsten so verschoben,
daß die Einstellbürste pb auf den Einstellkontakt k12 zu liegen kommt, dann
liegt jeder der zehn Bürstensätze ba, bb, bc auf dem zweiten Kontaktsatz ks in der Kon?
taktsatzreihe ks10, ks2", ksso usw., die von
ihm bestrichen wird.
Bei Einstellung der Bürste pb auf den vierten Einstellkontakt ■£" würden die Bürstensätze
ba, bb, bc je auf dem vierten Kontaktsatz ks ihrer Kontaktreihen zu liegen 'kommen
usw.
Der gemeinsame Bürstenantrieb D besteht aus einem auf einer Welle befestigten Zahnrad
ZR, welches mittels einer Klinke Kl durch den Anker Am eines Elektromagneten EM
Schritt für Schritt gedreht wird.
Durch die Welle D wird auch ein Schalter OS1 gesteuert, welche in der Ruhelage des
Verbindungsschalters die Kontakte 104/110,
105/108, 106/107 geöffnet und den Kontakt
104/log geschlossen hält. Sobald; der Verbindungsschalter
VS seine Ruhelage verläßt, schließen sich die Kontakte 106/107, 105/108
und 104/110, während der Kontakt 104/109
geöffnet wird.
Bei der Herstellung einer Verbindung wird immer nur ein Bürstensatz ba, bb, bc mit der
Yerbindungsleitung va, vb, ve verbunden. Die.
Auswahl des betreffenden mit der Verbindungsleitung zu verbindenden Bürstensatzes
geschieht durch den Zehnerwähler ZW, der zehn feststehenden Kontaktsätze ks von je
vier Kontakten und vier verschiebbare Bürsten ba1, bb1, bc1, sb besitzt. Der Bürstensatz
ba1, bb1, bc1, sb wird durch in beliebiger
Weise durch einen Antrieb D1 über die Kontaktsätze kz hinwegbewegt. Der Antrieb
besteht aus einem auf einer Welle befestigten Zahnrad Zi?1, das mittels einer Klinke Kl1
durch den Anker Am1 des Zehnerschaltermagneten
ZM Schritt für Schritt gedreht \vird. '
Es sei nun angenommen, daß der Teilnehmer S12 anruft und eine Verbindung mit dem
Teilnehmer Nr. 3465 herstellt.
Beim Abheben des Hörers wird die Schleife des anrufenden Teilnehmers in bekannter
Weise geschlossen und es fließt ein Strom von der Batteries (Fig. 2) über den Anker 112
des Anrufordners, 113, Ir19-', 114, i2a, S12, i2h,
115 zur.Erde. Das Leitungsrelais Ir12 zieht seinen
Anker an und schließt für sich einen neuen Stromweg über den Kontakt 116. Durch den
Kontakt 117 schließt das Leitungsrelais den Stromkreis des Anrufordners (J3, AR, 117,
Erde) und dieser öffnet am Kontakt 112 sofort die Stromzuführung zu allen Leitungsrelais
der Hundertgruppe, so daß nun kein weiterer Teilnehmer der Hundertgruppe anrufen
kann, bis ein freier Verbindungsschalter die anrufende Leitung mit einem Gruppenwähler
verbunden hat. Hierzu ist jedoch höchstens etwa 1Z2 Sekunde erforderlich, so
daß in dem Falle, daß ein weiterer Teilnehmer unmittelbar nach dem ersteren anruft, der
zweite Teilnehmer, die Verzögerung gar nicht merken würde. Der Zweck der augenblickliehen
Abschaltung der Stromzuführung zu allen Leitungsrelais bei jedem Anruf ist, eine
Vermischung der Anrufe und eine dabei möglicherweise eintretende falsche Einstellung
der Verbindungsschalter zu verhindern. Deswegen werden die Anrufe durch den Anruf-5
ordner so geordnet, daß sie nacheinander in der Reihenfolge, in welcher sie einlaufen, an
die Verbindungsschalter weitergeleitet werden.
Durch die Kontakte ioo, ιοί erdet das Lei-ίο
tungsrelais Ir12 die erste Zehnerleitung i" und
die zweite Einerleitung 2' und folglich sämtliche Kontakte k2 und z1 in allen Verbindungsschaltern,
wodurch die Punkte festgelegt sind, an welchen die Bürsten sb und pb
später anhalten sollen.
Der Anrufordnung bewirkt beim Anziehen seines Ankers auch eine vorübergehende
Schließung des Kontaktes 119, 120. Der Anker ri8 streift beim Anziehen an der Feder
119 vorbei und drückt hierbei 119 vorübergehend
gegen 120. Beim Abfallen von 118 wird 119 von 120 weggedrückt und es findet
keine Schließung des Kontaktes 119, 120
statt.
Durch die vorübergehende Schließung des Kontaktes 119, 120 wird also in dem Augenblick,
wo der Teilnehmer S12 anruft, ein Stromstoß von der Batterie B über die Anlaßleitung
SW geschickt, der bei freiem Verbindungsschalter VS seinen Weg nimmt über
103 (Fig. 4), in, 154, 104, 109, 155, 118,
156 bis 157. Bei 157 teilt sich der Anlaßstromstoß
und fließt teils über 193, 131, 195',
Zehnermagnet ZM, 159 zur Erde und über 131, 160, 115, 161, 162, Einermagnet EM,
163 zur Erde und teils über 164, 135, ah,
197, 200, 201, 203, Anlaßrelais 205 (Fig. 5)
zur Erde. Die Magnete ZM und EM ziehen ihre Anker an und legen die Klinken Kl und
KP- je in den nächsten Zahn ihrer Zahnräder ZR, ZW-. Bei Aufhören des durch den Kontakt
119, 120 hervorgebrachten Anlaßimpulses
werden die Klinken durch ihre ,Federn 165, 166 wieder vorwärts gezogen und die
Zahnräder ZR dabei gedreht, wodurch, die Bürstensätze ba, bb, bc und die Bürste pb und
auch der Bürstensatz bah, bb1, bc1, sb verschoben werden. Der Schalter OS1 wird bei
der ersten Verschiebung des Antriebes D gleich umgelegt und dabei wird beim Kontakt
104, 109 der erste Verbindungsschalter vom Anlaßstromkreis 154 abgeschaltet und gleichzeitig
ein Stromstoßerzeuger 168 angeschaltet. Es wird auch gleichzeitig der Anlaß-Stromkreis
154 über den Kontakt 104, 110
und über SW1 nach dem nächsten freien Verbindungsschalter
weitergeschaltet, so daß der durch den nächsten Teilnehmeranruf verursachte Anlaßstromstoß durch die Magnete
ZM und EM des nächsten freien Verbinders fließen wird.
Die Magnete' EM und" ZM des in Benutzung
'genommenen Verbindungsschalters werden nun erregt durch Stromstöße vom
Minuspol über 168, 105, io8, 155, 118, 156,
157, 131, 160, 195', ZM, 159 zur Erde bzw.
131, 160, 115, 161, 162, EM1 163 zur Erde.
Sobald die Bürste pb auf den durch 101 geerdeten
Kontakt k2 der zweiten Einerleitung 2' stößt, fließt ein Strom durch das Prüfrelais pr
(Fig. 4) vom Minuspol über 117, 169, 134,
170, pr, 171, pb, k2, w2, 2', 172, 101 zum.
Pluspol. Das Prüfrelais pr wird erregt und öffnet den Stromkreis des Einermagneten EM
bei 163, so daß die Bürstensätze ba, bb, bc nun alle auf den zweiten Kontaktsätzen ihrer
Kontaktsatzreihen ruhen.
Gleichzeitig mit den Bürstensätzen ba, bb, bc wird'auch der Bürstensätz ba1, bb1, bc1, sb
eingestellt und sobald die Prüf bürste sb den durch Kontakt 100 geerdeten Kontakt z1
trifft, fließt ein Strom über das zweite Prüf relais; sr vom Minuspol, 117, 169, 134, 170,
sr, 174, sb, z1, p1, τ", 173, ioo zur Erde. Dadurch
werden die durch den Zehnermagneten ZM fließenden Stromstöße unterbrochen ~ und
der Bürstensatz ba1, bb1, bc1, sb auf dem
ersten Kontaktsatz kz zum Stillstand ge-, bracht.
In dem angenommenen Falle, wo der zwölfte 'Teilnehmer der Hundertgruppe anruft,
wird der Stromkreis des Zehnermagneten gleich nach dem Fließen des Anlaßimpulses
geöffnet, da der Bürstensatz ba1, bb1, bc1, sb
hiernach schon auf dem ersten Kontaktsatz kz ruhen wird.
Der erste Kontaktsatz kz ist mit dem ersten Bürstensatz ba, bb, bc von links gezählt ver- feunden,
so daß der anrufende Teilnehmer S12 nun über a12, b12, c1*, ks12 den ersten Bürstensatz
ba, bb, bc, den ersten Kontaktsatz ks, Bürstensatz ba1, bb1; bc1 mit der Verbindungsleitung
va, vb, ve verbunden ist.
Sobald die Prüfrelais pr, sr beide erregt sind, sind die Kontakte 132, 133 geschlossen
und es fließt dann ein Strom vom Minuspol über 132, 133, 125, Durchschaltrelais tr, 124
zur Erde. Das Relais tr schaltet bei 141, 142,
143 die Leitungen* va, vb, ve nach den Leitungen
va1, vb1, vc% durch. Es schließt und
öffnet gleichzeitig eine Reihe von anderen Stromkreisen bzw.'Kontakten. Diese sind
aber nur bei der Benutzung'des Vefbindungsschalters als Leitungswähler wichtig und
brauchen bei dem" Arbeiten des Schalters als Anrufsucher nicht erörtert zu werden.
Es ist weiter oben erwähnt worden, daß 4as Anlaßrelais 205 des. Hilfsschalters HS
(Fig. 5) gleichzeitig mit" den Magneten EM und ZM des Verbindungsschalters durch den
beim Anruf des Teilnehmers über die Anlaßleitung Sw geschickten' Anlaßstromstpß. er-
regt wurde. Durch die Erregung des Relais • 205 werden die Kontakte 202, 203 geöffnet
und die Kontakte 204, 208, 207 geschlossen. Durch den Kontakt 204 schließt das Relais
-5 205 einen von dem Anlaßstromkreis ah unabhängigen Haltestromkreis vom Minuspol über
213, 204, 205 nach Erde. Am Kontakt 208 schließt das Relais 205 den Stromkreis des
Prüfrelais prh und am Kontakt 207 den Stromkreis des Drehmagneten 206 des Hilfsschalters
(Minuspol, Unterbrecher 218, 210, 206, 207, Erde). Der Drehmagnet 206 bewegt
nun in bekannter Weise die Kontaktarme wa, wb, wc des Hilfsschalters über die
mit den Verbiiidungsleitungen va2, vtf, ve2
verbundenen feststehenden Kontakte hinweg bis die Kontaktarme auf eine freie Verbindungsleitung
treffen. Dann fließt gleich ein Strom vom Minuspol über 208, 211, prh, Wc1
ve2, Relais er, 219 zur Erde. Die Relais prh
und er ziehen ihre Anker an. Relais prh unterbricht bei Kontakt 210 den Stromkreis des
Drehmagneten 206, so daß die Kontaktarme wa} wb, wc auf Kontakten der freien zum
ersten Gruppenwähler GW führenden Verbindungsleitung va2, vb2, ve2 stehenbleiben.
Am Kontakt 212 schließt das Prüfrelais einen vom Kontakt 208 unabhängigen Haltestromkreis
und am Kontakt 213 unterbricht es den Stromkreis des Anlaßrelais 205. An den Kontakten
214, 215, 216 wird der anrufende Teilnehmer
nach dem ersten Gruppenwähler GW durchgeschaltet. Das Relais prh öffnet auch
den Kontakt 217 und verhindert dadurch, daß ein frühzeitiger Auslösestromstoß von der
Erde durch 209,202 nach der Auslöseleitung al fließt. 'Durch die Öffnung des Kontaktes 200
wird verhindert, daß das Anlaßrelais 205 durch Stromstöße vom Unterbrecher 168 über
108, 155, 118, 156, 164, 135, ah seinen iVnker
unnütz hin und her bewegt.
Bei der Durchschaltung durch die Kontakte
214, 215, 216 wird dag Trennrelais er1"
(Fig. 2) des anrufenden Teilnehmers erregt durch einen Strom ' vom Pluspol über 219
(Fig. 6), er, ve2, wc, 216, ve1, 123, 143, ve,
ic1, bc, c12, er1' zum Minuspol. Durch die
Parallelschaltung des Prüf relais prh und des Trennrelais er12 wird das Prüfpotential auf
go der Prüfleitung ve" soweit erniedrigt, daß
weitere mit der Verbindungsleitung va*, vb2, ve2 in Verbindung gebrachte Prüfrelais prh
von nun ab nicht genügend Strom zu ihrer Erregung erhalten und die Leitung va2, vb2,
ve1 besetzt erscheint.
. Die Erregung des Trennrelais criz hat die
. Abschaltung des Leitungsrelais Ir12 von der
anrufenden Leitung zur Folge. Bei Aberre-
. gung des Leitungsrelais Ir12 werden die Erdverbindungen
der Permutationsleitungen 1" und 2' abgetrennt und gleichzeitig der Anrufordner
durch Öffnung des Kontaktes 117 aberregt. Bei seiner Aberregung bewirkt der
Anrufordner keine Schließung des Kontaktes 120, 119. Er stellt aber über Kontakt 112
die Verbindung der Batterie B mit den Kontakten 113 sämtlicher Leitungsrelais ir wieder
her, so 'daß nun der nächste Anruf aufgenommen
und an den nächsten freien Verbindungsschalter weitergegeben werden kann.
Es vergehen zwischen dem Augenblick des Anrufes und der Einstellung des Verbindungsschalters
VS und Hilfsschalters HS nur Bruchteile einer Sekunde, so daß ein Anrufender,
wie bereits erwähnt, von Verzögerungen nichts bemerkt.
Sind die Erdverbindungen der Permutationsleitungen i",2r durch die Abtrennung des
Leitungsrelais Ir12 abgeschaltet, so sind die Stromkreise der Prüfrelais pr, sr unterbrochen
und die Kontakte 163, 159 der Antriebsstromkreise
(EM und ZM) geschlossen. Die Antriebsstromkreise werden nun aber am
Kontakt 131· des Durchschaltrelais tr (Fig. 4)
offengehalten.
Es ist bereits erwähnt worden, daß bei der Stillsetzung der Kontaktarme wa, wb, wc auf
den Kontakten der freien Verbindungsleitung ein Relais er (Fig. 6), das der Verbindungsleitung zugeordnet ist, erregt wurde. Das Re-
lais er dient als Einschaltrelais für die Relais rr
und er. Das Relais er ist ein .Umsteuerrelais,
welches im geeigneten Augenblick den Einstellstromkreis des Gruppenwählers von dem
Hebemagneten 246 abschaltet und auf weitere Einstellstromkreise umschaltet. Das Relais
rr ist ein Auslöserelais, welches beim Anhängen des Hörers seitens des Teilnehmers
die Schließung der Auslösestromkreise der Wähler veranlaßt.
Die Relais rr und er werden in den Zeitabschnitten
erregt, während welchen der Anker eines vom anrufenden Teilnehmer beeinflußten Leitungskontrollrelais 280 von der
einen Endlage nach der anderen Endlage bewegt wird. Die Erregung der Relais rr und er
geschieht durch die Aufhebung von Kurzschlüssen, und zwar mittels der Kontakte 232
und 233. Deswegen muß der Stromkreis dieser Relais schon vor der Abgabe der Wahl- no
Stromstöße durch das Leitungskontrollrelais 280 geschlossen werden. Dies wird durch den
Kontakt 220 des Einschaltrelais er besorgt.
Bei der Verbindung des anrufenden Teilnehmers mit der Verbindungsleitung va2, vb2,
ve2 wird das Leitungskontrollrelais 280 sofort erregt durch einen Strom, den vom Minuspol
von B1 über die untere Wicklung von 280, vb2, wb(Fig. 5), 214, vb1, 121, 142, vb, bb%, bb,
b12, S12, 12°, a12, ba, bax, va, 141, 119 va1,
215, wa, va? obere Wicklung von 280 nach Erde fließt.
Kurz vor der Erregung des Relais 280 wurde das Relais er erregt durch einen
Strom vom Minuspol über 220, 232, er, nach Erde. Das Relais er läßt hierbei die Kontaktfeder
236 gegen 237 fallen. Bei der Erregung . des Relais 280 wird das Relais er am Kontakt
233 kurzgeschlossen und läßt seinen Anker abfallen, wobei der Minuspol einen Augenblick
über 220, 237, 236 an die Umsteuerleitung 290 angelegt wird. Der Umsteuerstromkreis
ist aber noch am Kontakt 238 offen, so daß jetzt noch nichts durch den Abfall des Ankers des Umsteuerrelais er geschieht.
*5 Durch die Erregung des Relais 280 wird
das Auslöserelais rr wegen Aufhebung eines Kurzschlusses am Kontakt 232 erregt durch
einen Strom vom Minuspol über 220, rr, 233 nach Erde.
Da eine Verbindung mit dem Teilnehmer Nr. 3465 hergestellt werden soll, "wird der anrufende
Teilnehmer nun durch Handhabung seines Nummernschalters drei Unterbrechungen
seiner Schleife verursachen, so daß das Leitungskoritrollrelais 280 dreimal stromlos
wird. Während den Hin- und Herbewegungen des Ankers des Relais 280 werden die Relais
rr und er nur während verschwindend kleiner Augenblicke kurzgeschlossen, denn die
Kontakte 232, 233 sind so eingestellt, daß sie nur in den alleräußersten Endlagen des Relaisankers
geschlossen werden. Diese augenblicklichen Kurzschlüsse der Relais rr und er
reichen nicht aus, um sie abzuerregen, so daß diese Relais während der Wahlstromstoßgabe
ihre Anker dauernd angezogen halten.
Bei jedem Abfall des Ankers von 280 wird also ein Stromstoß durch den Hebemagneten
246 geschickt, der vom Minuspol über 220,
231, 234, 224, 246 nach der Erde fließt. Der Hebemagnet hebt dann die Kontaktarme des
beispielsweise als. Strowgerwähler ausgebildeten Gruppenwählers bis zur dritten Kontaktreihe
empor.
Nach der Abgabe der drei Tausendwahlimpulse bleibt die Teilnehmerschleife während
einer etwas längeren Pause geschlossen, so daß der Kurzschluß des Umsteuerrelais er
lange genug dauert, um das Umsteuerrelais abzuerregen. Beim Abfallen des Ankers von
er wird während eines kurzen Augenblicks eine elektrische Verbindung zwischen den Kontaktfedern
237 und 291 hergestellt. Ist der Anker ganz abgefallen, so drückt die Kontaktfeder
291 die Feder 236 von dem Kontakt 237 hinweg, so daß die Verbindung zwischen
237 und 291 aufhört. Während des Bestehens dieser Verbindung wird ein Stromstoß
geschickt vom Minuspol über 220, 230, 237, 236, 291, 290, Wellenschalter 238, der
beim ersten Hubschritt des Gruppenwählers 1 geschlossen wurde, 226, 247, zur Erde. Hierdurch
wird der Drehmagnet 247 erregt und dieser dreht die Kontaktarme ga, gh, ge des
■ Gruppenwählers um einen Schritt. Durch 1 den ersten Drehschritt werden auch die Schalter
255 und 256 geschlossen. Der Schalter 256 verbindet einen Unterbrecher 257 mit dem Drehmagneten, so daß nun Stromstöße
fließen vom Minuspol über 257, 256, 229, 226, Drehmagnet 247 nach Erde. Hierdurch werden
die Kontaktarme über die mit den Verbindungsleitungen va3, vbs, vcs verbundenen
feststehenden Kontakte hinwegbewegt, bis eine freie nach einem zweiten Gruppenwähler
GW" führende Verbindungsleitung gefunden ist. Dann fließt ein Strom vom Minuspol über
das Prüfrelais 248, Prüfkontaktarm ge, ve3 (Fig. 7), 300 zur Erde.
j Das Prüfrelais" 248 und das Auslöserelais 300 des zweiten Gruppemvählers ziehen ihre
Anker an. Ersteres öffnet am Kontakt 229 den Stromkreis des Drehmagneten 247 und
schaltet am Kontakt 227 den Umsteuerstromkreis 290 auf ein Relais 249 um. Der Ein-Stellstromkreis
295 wird auch vom Hebemagneten 246 auf den Kontaktarm ga umgeschaltet,
und zwar über die Kontakte 225 und 270.
Durch den Kontakt 228 schließt das Prüfrelais 248 einen Teil seiner Wicklung kurz
und erniedrigt dadurch das Potential auf der Prüfleitung ve3 so- weit, daß kein anderer
erster Gruppenwähler sich auf den zweiten Gruppenwähler GW" einstellen kann.
Der anrufende Teilnehmer verursacht nun durch seinen Nummernschalter vier Unterbrechungen,
um das vierte Hundert des dritten Tausend zu wählen. Der Anker des Leitungskontrollrelais
fällt dann viermal ab und es werden dabei vier Stromstöße vom Minuspol über 220, 231, 234, 295, 225, 270,
ga, va3, 307, Hebemagnet 305 zur Erde gesandt.
Der Hebemagnet hebt dann die Kontaktarm ga, gb, gc des zweiten Gruppen-Wählers
GlV" bis zur vierten Kontaktreihe empor. Beim ersten Hubschritt schließt er den Kontakt 303 und bereitet dadurch den
Stromkreis des Auslösemagneten 304 vor, der jetzt beim Kontakt 302 geöffnet ist. no
Nach der Abgabe der vier Hundertwahlimpulse wird die Teilnehmerschleife wieder
etwas länger geschlossen und das Umsteuerrelais er durch das längere Erregtsein vom
Leitungskontrollrelais 280 am Kontakt 233 so lange kurz geschlossen, daß es seinen Anker
abfallen läßt. Es erfolgt dann ein Umsteuerstromstoß vom Minuspol über 220, 230,
237, 236, 291, 290, 238, 227, Relais 249 zur Erde. Das Relais 249 wird erregt und schickt
einen Umsteuerimpuls vom Minuspol über 252, 296, 277, gh, vb3, 312, 313, 310, Dreh-
magnet 306 des zweiten Gruppenwählers GW"
zur Erde. Der Drehmagnet dreht die Kontaktarme ga, gb, gc sofort.um einen Schritt
und öffnet dabei den Kontakt 313 unter Schließung des Kontaktes 315. Es wird also
durch den über vb3 geschickten Stromstoß der Umsteuerstromkreis 296, 277, gb, vbs usw.
sofort am Kontakt 312 geöffnet und ein unabhängiger Stromkreis für den Drehmagnet
ίο geschlossen durch Kontakt 315.
Durch die Erregung des Umsteuerrelais
249 wurde außer dem Umsteuerstromkreis auch der Stromkreis eines Verzögerungsrelais
250 geschlossen (Minuspol, 253, 250, Erde). Dieses schließt einen Kontakt 254, und wenn
nun das Relais 249 bei der rasch erfolgenden öffnung des Umsteuerstromkreises 290 wieder
aberregt wird, wird die Läutestrommaschine 268 über 258, 254, 251, 296, 277
so lange an die Leitung vbz angelegt, bis das Verzögerungsrelais seinen Anker abfallen läßt
und die.Läutestronimaschine am Kontakt 254 abtrennt. Der Läutestrom kommt aber trotz
der Anlegung desselben an die Leitung vbs
nicht zustande, weil der UmsteuerStromkreis
über 296 am Kontakt 313 bei dem Anziehen des Ankers des Relais 249 durch den hierbei
erfolgenden Stromstoß durch den Drehmagneten 306 unterbrochen wird.
Die Schaltung ist so eingerichtet, daß die über den Umsteuerstromkreis 296 an die Leitung
vb3 angelegte Läutestrommaschine erst bei Einstellung des letzten Wählers (Leitungswählers) auf die anrufende Teilnehmerleitung
bei Freisein derselben einen geschlossenen
Stromkreis über die anzurufende Leitung vorfindet. In diesem Falle schickt die Läutestrommaschine
Läutestrom zu dem angerufenen Teilnehmer, bis dieser bei Abnahme seines Hörers vom Haken den Läutestrom so
weit verstärkt, daß ein Relais 263 am ersten Gruppenwähler anspricht und die Abschaltung
des' Läutestromes, sowie die Durchschaltung
der Sprechleitungen mittels eines Relais 273 am Gruppenwähler bewirkt.
■ Bei bekannten Schaltungen für die. automatische Anschaltung des Läutestromes wird
die Anschaltung des Läutestromes von dem Prüfrelais des Leitungswählers abhängig ge-
macht. Durch sein Verhalten beim Prüfen der gewünschten Leitung bewirkt das Prüfrelais
bei Freisein der gewünschten Leitung die Anschaltung der Läutestrommaschine. Wollte man bei einer solchen Schaltung die
Läutestromquelle an einen Gruppenwähler anschließen, so müßten Stromkreise vorgesehen
sein, die bei der Prüfung der gewünschten Leitung vom letzten Wähler (z. B. Leitungswähler)
aus auf Vorrichtungen im Gruppenwähler zurückwirken und dabei die Anschaltung
der Läutestromquelle bewirken. ■
Bei der vorliegenden Erfindung werden Herartig verwickelte, vom letzten Wähler auf den
Gruppenwähler zurückwirkende Schaltungen erübrigt. Die Anschaltung des Läutestromes
findet bei jedem Umsteuerstromstoß statt. Dagegen wird das Angeschaltetbleiben der
Läutestromquelle davon abhängig gemacht, ob ι der nach dem gewünschten Teilnehmer führende
Läutestromkreis gleich nach der Anschaltung der Läutestromquelle geschlossen
vorgefunden wird. Ist dieser Stromkreis durch das Prüfrelais des letzten Wählers geschlossen
worden, so werden durch das Zustandekommen des Läutestromes am Gruppenwähler
Umschaltungen vorgenommen, welche das Angeschaltetbleiben des Läutestromes an die zu rufende Leitung zur Folge
haben.
Es war oben erklärt worden, daß die Abschaltung der Läutestrommaschine 268 durch
das Abfallen des \rerzögerungsrelaisankers
254 bald nach der Schließung des Stromkreises des Drehmagneten 306 am zweiten Gruppenwähler GW" erfolgt, weil die Läute-Strommaschine
durch die Öffnung des Kontaktes 313 keinen geschlossenen Stromkreis
vorfand. Die Umschaltungen, welche bei geschlossenem Läutestromkreis ein Angeschaltetj
bleiben der Läutestromquelle am ersten Gruppenwähler bewirken, werden später erläutert.
Der Drehmagnet 306, der Stromstöße -erhält vom Minuspol über 314, 315, 310, 306,
Erde, bewegt die Kontaktarme ga, gb, gc des zweiten Gruppenwählers über die feststehenj
den Kontakte der nach den fünfzehn Verbin- ; dungsschaltern VS führenden Verbindungsleitungen
α300, &300, c300 hinweg, bis die Kon-
! taktarme auf eine freie Verbindungsleitung treffen. Ist eine Verbindungsleitung α300, &300, loo
C3oo fj-g^ so wjrcj ^er ZUgehörig€ Verbindungsschalter
(Fig. 3 und 4) in der Ruhelage und sein Kofitakt 130 geschlossen sein.
Die \rerbindungsleitung α300, b300, c300, mit
welcher der zweite Gruppenwähler GW" verbindet, wird natürlich nach einem anderen
Verbindungsschalter als der auf die anrufende Leitung eingestellte führen. Da die Verbindungsschalter
aber alle dieselbe Schaltung aufweisen, können die Vorgänge, die sich nun in einem Verbindungsschalter abspielen werden,
mit Hilfe der Fig. 2, 3 und 4 verfolgt werden.
- Die Verbindungsschalter der gewählten Hundertgruppe, welche schon für andere Verbindungen
in Anspruch genommen sind, werden durch das Offensein ihrer Schalter 130
als besetzt gekennzeichnet. Die Schalter 130 der freien Verbindungsschalter werden aber
geschlossen sein. Sobald nun die Kontaktarme des prüfenden zweiten Gruppenwählers
eine" freie Verbindungsleitung finden, fließt ein
Strom durch das Prüf relais pr" (Fig. 7) vom Minuspol über 301, pr", gc, cso°, Umschaltrelais
SR (Fig. 4) des freien Yerbindungsschalters in der gewünschten Hundertgruppe,
Schalter 130 zur Erde. Die Relais pr und SR werden beide erregt. Das erstere schaltet am
Kontakt 310 den Drehmagneten 306 aus und erzeugt durch Schließung des Kontaktes 309
und durch die hierbei erfolgende Kurzschließung eines Teiles seiner Wicklung ein Besetztpotential
auf der Prüfleitung c300, so daß diese Verbindungsleitung gleich bei der Belegung
besetzt erscheint. Durch die Kontakte 308, 311 schaltet das' Prüf relais pr- die
Sprechleitungen vct?, vb3 durch zum Verbindungsschalter.
Das Umschaltrelais SR (Fig. 4) wandelt dtxrch die Umlegung seiner Ankerkontakte
den Verbindungsschalter aus einem Anrufsucher in einen Leitungswähler um.
Durch öffnung des Kontaktes in und
Schließung- des Kontaktes 112 schaltet es die
Anlaßleitung SW auf die nach dem nächsten Verbindungsschalter führende Anlaßleitung
SW1 um, so daß bei einem nun erfolgenden Anruf in der gewählten Hundertgruppe der
nächste \rerbindungsschalter in Wirkung
treten wird. ' ' ■
Durch Schließung des Kontaktes 113 verbindet
das Umschaltrelais die Umsteuerleitung &800 mit Umsteuervorrichtungen 190,
193, welche später die Einstelleitung α800 von
dem Zehnermagneten ZM des Verbindungsschalters auf den Einermagneten EM um-
steuern.
Durch Schließung des Kontaktes 114 wird
die Einstelleitung α300 mit dem Zehnermagneten ZM verbunden (über 139, 160, 195', ZM,
159, Erde),
Durch Öffnung des Kontaktes 115 werden
die Stromkreise der Magnete ZM und EM, welche sonst gemeinsam mit der vom Unterbrecher
168 (Fig. 3) kommenden Strom- - stoßleitung 193 verbunden sind, voneinander
getrennt, so daß jeder dieser Magnete für sich Stromstöße erhalten kann.
Am Kontakt 116 wird die nach dem Hilfsschalter
bzw. nach dem ersten Gruppenwähler führende Auslöseleitung unterbrochen, damit bei der Erdung dieser Leitung, welche
beim Auflösen der Verbindung in später erläuterter Weise erfolgt, keine vorübergehende ,
Schließung des Stromkreises des Drehmagneten über Minuspol, 218, 210, 206, 202, 217,
al, 195, 194, 129, 128 Erde erfolgt.
Bei 117 wird die Batteriezuführung zu den ]
Relais pr, sr abgeschaltet, damit diese Relais bei der Einstellung des Verbindungsschalters
und beim Auftreffen der Kontaktarme ^ b, sb auf geerdete Permutationsleitungen nicht erregt
werden können.
Bei 118 wird die Stromzuführung rom
Unterbecher 168 (Fig. 3) zu der Leitung 164 abgeschaltet, damit bei der Umlegung des
Schalters OS1, welche bei der ersten Bewegung des Verbindungsschalters erfolgt, keine
Stromstöße über 118, 164, 135, ah, 200, 203
nach dem Anlaßrelais 205 des Hilfsschalters HS gelangen; am Kontakt 197 wird der
Stromweg von der Einstelleitung α300 über 139, 131, 164, 135, 200 nach dem Anlaßrelais
205 (Fig. 5) unterbrochen. An den Kontakten 119, 121, 123 werden die nach dem Hilfsschalter
führenden Leitungen va1, z>b\ ve1
von dem Verbindungsschalter abgetrennt.
An den Kontakten I2O, \ίτ werden die
Sprechleitungen des Verbindungsschalters auf die vom letzten Gruppenwähler kommende
Verbindungsleitung umgeschaltet.
Durch die Öffnung des Kontaktes 124 wird
der gewöhnliche Stromkreis des Relais tr geöffnet und dieses wird durch die gleichzeitige
Öffnung des Kontaktes 125 und Schließung des Kontaktes 126 in ein Prüf relais zum
Ausprüfen der anzurufenden Leitung auf Besetztsein umgewandelt.
Durch die Schließung des Kontaktes 127 stellt das Umschaltrelais SR für sich einen
von dem Schalter 130 unabhängigen Haltestromkreis her. -
Schließlich wird durch das Umschaltrelais SR die Kontaktfeder 129 bewegt. Es wird
aber bei der Erregung des Umschaltrelais keine Verbindung zwischen den Kontakten
129, 128, hergestellt' Erst bei der Aberregung
des Relais SR kommt eine Verbindung zwischen diesen beiden Kontakten vorübergehend
zustande, wodurch .ein Auslöserelais ti in später zu erläuternder Weise, erregt wird.
Die Kontakte 116, 129, 128 sind so justiert,
daß der Kontakt 116 erst nach öffnung des
Kontaktes zwischen 129, 128 wieder geschlossen
wird, um.die Abgabe eines Stromstoßes von Erde über 128, .129, 195, 116, al,
217, 202 nach dem Drehmagneten 206 des Hilfsschalters zu verhindern.
Wenn der anrufende Teilnehmer nun bei angezogenem Umschaltrelais Si? seine Zehnerwählstromstöße
schickt, dann läßt das Leitungskontrollrelais 280 (Fig. 6) seinen Anker no
sechsmal abfallen entsprechend der Zehnerstelle der gewünschten Nr. 3465. Es fließen
dann sechs Einstellstromstöße vom Minuspol über 220, 231, 234, 295, 225, 270, ga, vas,
308, g% aso°, 114, 139, 195', Zehnermagnet
ZM, 159 nach Erde. Hierdurch wird der Bürstensatz
ba1, bb1, bc1 des Verbindungsschalters
auf den sechsten Kontaktsatz kz eingestellt, der mit dem sechsten Bürstensatz ba,
bb, bc, also mit dem Bürstensatz ba, bb, bc verbunden ist, welcher über die Kontaktsätze
ks der sechsten Zehnerreihe gleitet.
Hiermit, ist die gewünschte Zehnergruppe gewählt. - ' .
Um nun noch die gewünschte Teilnehmerleitung in der Zehnergruppe zu wählen, werden
alle Bürstensätze ba, bb, bc des Verbindungsschalters· um fünf Schritt verschoben.
Dann befindet sich der sechste Bürstensatz ba,'bb, bc auf dem fünften Kontaktsatz ks
seiner Kontaktreihe und somit auf dem mit der Teilnehmerleitung Xr. 3465 verbundenen
Kontaktsatz. Die gewünschte Teilnehmerleitung ist dann gewählt.
Die übrigen Bürstensätze ba, bb, bc befinden sich auch alle auf dem fünften Kontaktsatz
ks ihrer Kontakte. Diese Bürstensätze haben aber keine Verbindung mit einem
Bürstensatz ba1, bb1, bc1 und sie stellen deswegen
keine Verbindung her mit den Teilnehmerleitungen, auf deren Kontaktsätzen ks
sie ruhen.
Es sollen nun die Schaltvorgänge, durch welche die Bürstensätze ba, bb, bc eingestellt
werden, im einzelnen erklärt werden.
Nachdem die Zehnerstromstöße durch sechs Unterbrechungen der anrufenden Teilnehmerschleife
abgegeben wurden, wurde die Teilnehmerschleife wieder eine etwas längere Zeit geschlossen gehalten und durch den dabei erfolgenden
längeren Kurzschluß des Umsteuer-
relais er wurde dieses Relais aberregt. Hierbei
fließt dann ein Umsteuerstromstoß vom Minuspol über 220, 230, 237, 236, 291, 238,·
290, 227 durch das Relais 249 zur Erde. Das Relais 249 schließt beim Anziehen seines Ankers
einen Strom vom Minuspol über 252, 296, 277, gb, vbs, 311, gxb, bso°, 113 (Fig. 4),
152, Umsteuerrelais 190 nach Erde. Das Um-■
Steuerrelais 190 zieht seinen Anker an und unterbricht bei 152 sofort den Umsteuer-Stromkreis,
so daß der beim Abfallen des Ankers von 249 über 254, 257 an den Umsteuerstromkreis
angeschaltete Läutestrom 268 nicht fließen kann und beim Abfallen des Verzögerungsrelaisankers
254 wieder abgeschaltet wird.
Das Umsteuerrelais 190 schließt für sich
" selbst einen Haltestromkreis (vom Minuspol über 151, 153, 190 nach Erde). Der Schalter
151 wird geschlossen bei der Bewegung des Zehnerwählers ZW aus seiner Ruhelage.
Am Kontakt 139 trennt das Umsteuerrelais die Einstelleitung α300 von dehn Zehnermagneten
ZM ab und verbindet sich durch Kontakt 138 und über 196,162 mit dem Einermagneten.
Wenn der anrufende Teilnehmer nun die
fünf Einerwahlstromstöße entsendet, fällt wieder der Anker des Leitungskontrollrelais
■ 280 fünfmal ab und bei jedem Abfall fließt ein Stromstoß vom Minuspol über 220, 231,
234, 295, 225, 270, ga, vas, 308, g1a, aso°, 114,
138', 196, 162 Einermagnet EM, 163 nach
Erde, wodurch in der oben geschilderten Weise die Bürstensätze ba, bb, bc verschoben
werden und die gewünschte Teilnehmerleitung gewählt wird.·
Nach der Abgabe der letzten Stromstoß- ; reihe zieht das Leitungskontrollrelais 280 seinen
Anker dauernd an, das Umsteuerrelais er wird wieder durch Kurzschließen aberregt.
und dadurch das Relais 249 einen Augenblick erregt. Es fließt dann ein Prüfstromstoß vom
Minuspol über 252, 296, 277, gb, vbs, 311, g*b,
/,sno^ J1-J1 Schalter 150, der geschlossen wird
bei der Bewegung des Einerwählers EM aus der Ruhelage, 149, Relais 193 zur Erde. Das
Relais 193 wird erregt und trennt sich am Kontakt 149 sofort von der .Umsteuerleitung
bso" ab. Es schließt aber auch einen Prüfstromkreis
vom Pluspol über 198, 146, 147, Relais tr, 126, ve, bc1, bc, Prüf leitung c3105,
die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, Trennrelais · er der gewünschten Leitung
Nr. 3465 zum Minuspol. Ist die gewünschte Leitung frei, dann wird das Relais tr,
welches nun als Prüfrelais arbeitet, sofort ansprechen und an den Kontakten 141, 142, die Leitungen α3'
^300
nach der Leitung des gewünschten Teilnehmers durchschalten. Der Läutestrom, weleher
nach dem Aufhören des über Kontakt 252 gesandten Umsteuerstromstoßes mittels des Verzögerungsrelaiskontaktes 254 an die
Leitung &300 angeschaltet wird, kommt nun
zustande, ehe das Verzögerungsrelais seinen Anker abfallen läßt und fließt von Erde über
268, Relais 258, 254, 251, 296, 277, gb, vbs,
311, g%b, bsoa, 121, 142, vb, bb1, bb, b3ia5,
Wecker der Teilnehmerstation Nr. 3465, 3465», α3465, ba, ba1, va, 141, 120, a300, g%,
308, vas, ga, 270, 225, 295, 298, Erde.
Durch das sofortige Zustandekommen des Läutestroms wird auch das Angeschaltetbleiben
desselben an die angerufene Leitung bewirkt, und zwar durch das Relais 258, weldies
durch den Läutestrom/erregt'wird und
am Kontakt 259 einen von dem Kontakt 254 des Verzögerungsrelais unabhängigen Läute- ■
stromweg über 259, 260, rechte Wicklung vom Relais 299, 296, 277 nach dem oben geschilderten
Läutestromkreis schließt. Nun wird das Relais 299 erregt und der Stromkreis durch das Relais. 258 bei 260 unterbrochen,
wobei das Relais 258 seinen Ankerkontakt 259 öffnet und dann abgeschaltet
bleibt.
Der Läutestrom wird nun durch das Relais 299 angeschaltet gehalten. Es schließt die
Kontakte 261, 262 vor Öffnung des Kontaktes 260.. Hat der dauernd laufende Unterbrecher
267 gerade den Kontakt 265 geschlossen, so fließt der Läutestrom nun von 268
über 265, 264, 261, rechte Wicklung von
299, 296, 2jj nach dem Läutestromkreis.
" Hat der Unterbrecher dagegen den Kontakt 266 in dem Augenblick der Abschaltung das
Relais 258 geschlossen, so fließt der Läute-" strom nicht über die Leitung des angerufenen
Teilnehmers, sondern über 266, 262 und die linke Wicklung von 299. Es ist ersichtlich,
daß auf jeden Fall die eine oder die andere der Wicklungen von 299 erregt wird. Ist der Kontakt 265 geschlossen, dann fließt
der Läutestrom durch das Relais 264 und durch die rechte Wicklung von 299 zur gewünschten
Teilnehmerleitung; ist dagegen der !5 Kontakt 266 geschlossen, so fließt der ganze
Läutestrom durch die linke Wicklung von 299 und es entsteht eine Läutestrompause in
der gerufenen Teilnehmerleitung.
Sobald der gerufene Teilnehmer seinen Hörer vom Haken nimmt, wird der durch das
Relais 264 fließende Läutestrom verstärkt, und dieses Relais schließt dann seinen Ankerkontakt
263. Es fließt dann ein Strom vom Minuspol über 263, Durchschaltrelais 273 nach Erde, Das Relais 273 unterbricht dann
bei 277 den Läutestrom, so daß die rechte Wicklung von 299 stromlos wird, ehe die
linke Wicklung· wieder Strom erhält. Das Relais 299 wird infolgedessen aberregt und
die Läutestrommaschine 268 wird bei 261, 262 abgeschaltet.
Durch die Kontakte 271, 276 schaltet das
Relais 273 den anrufenden Teilnehmer nach dem angerufenen Teilnehmer durch und
trennt an den Kontakten 270 und 277 den Einstell- bzw. Umsteuerstromkreis ab.
Am Kontakt 272 schließt das Relais 273 für sich einen Haltestromkreis (Minuspol,
255, 272, 273, Erde). Durch den Kontakt 269 schließt das Relais vorübergehend einen ;
Teil der Wicklung des Relais er kurz. Die | hierdurch bewirkte Verstärkung des Stromes
in dem Stromkreis ve2, ve1, 123, 143, ve, bc1,
bc,. c11, s12, Minuspol veranlaßt den Zähler 212,
seinen Anker anzuziehen und das Gespräch zu zählen.
Damit der Kontakt 269 bei der Erregung des Relais 273 nur vorübergehend geschlossen
wird, und den Besetztzustand der Leitung ve2 nicht beeinträchtigt, wird er ebenso ausgebildet
wie der Kontakt 119, 120 des Anrufordners AR (Fig. 2). Es kann auch die bei
der Zählung vorkommende vorübergehende Beeinträchtigung des Besetztzustandes verhindert
werden, dadurch, daß der Kontakt 269 ähnlich ausgebildet wird wie der Kontakt
119, 120 und ferner so eingerichtet.wird, daß |
die Kontaktschließung erst bei Aberregung j des Relais 273 beim Auflösen der Verbindung '
erfolgt.
Bei der Durchschaltung des anrufenden Teilnehmers an den Kontakten 271, 276 wird
ein Stromkreis für die Relais 278, 279 geschlossen von Erde über. 278, 271, ga, va5,
308, g1a, α300 zum Verbindungsschalter, der
die Verbindung mit dem angerufenen Teil- ; nehmer hergestellt hat, 120, 141, 'va, ba1, ba
des sechsten Bürstensatzes, a·3405, 34650^
SSiOS, 3465s, ?;3405, bb, bb1, vb, 142, 122, bsao,
gxb, 311, vbs, gh, 276, 279 zum Minuspol.
Die Relais 278, 279 werden erregt; 279 j schließt den Ankerkontakt 240, und 278 öffnet
j den Kontakt 239.
Der anrufende. Teilnehmer ist nun mit dem angerufenen verbunden über folgenden Strom-
weg: S12, i2a, a12, ba, ba1 des Verbindungsschalters, der sich auf die anrufende Teilnehmerleitung
eingestellt hat, ba1, va, 141, 119, 215, Wa, va2, co1, 271, ga, vas, 308, gxa,
a"00, Verbindungsschalter VS in der angerufenen
Hundertgruppe, Kontakt 120 des Umschaltrelais SR dieser Hundertgruppe, 141,
va, ba1, ba, des sechsten Bürstensatzes des Verbindungsschalters der angerufenen Hundertgruppe,
aSM5, 3465« .S3*00, 346s6, b3iw, bb,
bb1, vb, 142, 122, bso°, g1b, 311, vbs, gb, 276,
co-, vb2, wb, 214, vb1, I2i des Verbindungsschalters, der sich auf die anrufende Teilnehmerleitung
eingestellt hat, 142, vb, bb1, bb dieses Verbindungsschalters, b1', 126, S12.
Hängt der anrufende Teilnehmer bei Aufhebung der Verbindung zuerst seinen Hörer
an den Hörerhaken, so wird durch die dabei eintretende Öffnung der Teilnehmerschleife
das Leitungsüberwachungsrelais 280 aberregt und das Auslöserelais rr dauernd kurzgeschlossen,
so daß es seinen Anker abfallen läßt und den Auslösestromkreis am Kontakt
235 schließt (Erde, 235, 245, 223, Minuspol). Der Auslösemagnet 245 wird erregt und bewirkt
dann die Rückstellung des ersten Gruppenwählers in die Ruhelage. Der Auslösemagnet
öffnet auch seinen Ankerkontakt 222 und macht dadurch die Relais er und prh
(Fig. 5) stromlos. Das Relais prh läßt seinen Anker abfallen, und öffnet dabei am Kontakt
212 seinen Haltstromkreis, so daß es ohne Erregung des Anlaßrelais 205 nicht mehr erregt
werden kann. Am Kontakt 210 wird der Stromkreis des Drehmagnefen 206 des Hilfsschalters
geschlossen (Minuspol, 218, 210, 206, 209, Erde) und der Drehmagnet dreht
nun die Kontaktarme wa, wb, wc weiter, bis sie ihre Ruhestellung erreicht haben. Sobald
diese erreicht ist, wird der Wellenschalter geöffnet und der Stromkreis des Drehmagneten
206 unterbrochen.
Durch die Aberregung des Relais ptir und die hierbei erfolgende Schließung des Kontaktes
217 wird auch ein Auslösestrom für den Verbindungsschalter, der sich auf die anrufende
Leitung eingestellt hat, geschlossen
von Erde über 209, 202, 217, al·-, 116, 195,
Relais rl, zum Minuspol. Das Auslöserelais rl des Verbindungsschalters wird hierdurch erregt
und schließt für sich einen Haltestromkreis (Minuspol, rl, 137, 107, Erde) und öffnet
am Kontakt 136 den Haltestromkreis des Relais tr.
Bei seiner Aberregung schließt das Relais tr durch seinen Kontakt 131 den Stromkreis des
ίο Magneten EM (Minuspol, 168, 108,155, "8,
156, 157, 131, 115, 162, EM1 163, Erde) und
dieser Stromkreis bleibt so lange geschlossen, bis die Antriebsvorrichtung D des Einerschalters
die Ruhelage erreicht und den Strom-Stoßerzeuger 168 bei 108 von dem Antriebsmagneten EM abschaltet.
Der Stromkreis des Antriebsmagneten ZM des Zehnerschalters wird am Kontakt 195'
des Rückstellrelais rl von dem Stromkreis des Magneten EM des Einerschalters getrennt,
Aveil diese Schalter sich bei der Rückstellung voneinander vollständig unabhängig bewegen
müssen.
Der unabhängige Rückstellstromkreis des Magneten ZM wird durch das Rückstellrelais
rl am Kontakt 196' geschlossen (Minuspol,' Stromstoßerzeuger 197', 196', 167', ZM1
159, Erde). Sobald der Zehnerschalter seine Ruhelage erreicht, öffnet sich der Kontakt 167'
und die Stillsetzung des Schalters erfolgt dann durch die Unterbrechung des Stromkreises
des Magneten ZM.
Damit die Stromkreise der Magnete EM, ZM während der Rückstellung des Verbindungsschalters
nicht durch Erregungen der Einstellrelais pr, sr unterbrochen werden können
(welches beim Auftreffen der Bürsten pb, sb auf geerdete Permutationsleitungen stattfinden
würde), wird die Stromzuführung zu dem Einstellrelais durch den Kontakt 134 des
Rückstellrelais rl offengehalten, bis das Rückstellrelais
wieder aberregt wird. Die Aberregung erfolgt aber erst dann, wenn der Verbindungsschalter
seine Ruhelage erreicht und durch öffnung der Kontakte 107 und1 167 den
Haltestromkreis des Rückstellrelais rl unterbricht.
Damit bei der Aberregung des Relais prh und bei der Schließung des Kontaktes 200
keine Stromstöße von 168 über 108, 155, n8,
156, 164, ah, 200 nach dem Anlaßrelais 205
gelangen, wird bei der Erregung des Rückstellrelais ή (Erde 209, 202, 217, 116, 195,
rl, Minuspol) der Kontakt 200 offengehalten, bis kurz nach der Schließung von 217, also
bis kurz nach der Erregung von rl und der hierbei erfolgenden Öffnung von 135. Es wird
hierdurch vermieden, daß bei der Rückstellung des Verbindungsschalters die Strom-So
stoße von 168 über 108, 155, 118, 156, 164,
nach der Anlaßleitung ah gelangen und eine Verstellung des Hilfsschalters HS veranlassen.
Die Auslösung des zweiten Gruppenwählers GJV" geschieht, sobald bei Rückstellung des
ersten Gruppenwählers der Kontaktarm gc die Yerbindungsleitung ve3 verläßt. Das Relais
300 des zweiten Gruppenwählers wird dann stromlos und schließt den Stromkreis des
Auslösemagneten 304 (Minuspol, 302, Auslösemagnet 304, 303, Erde), und der zweite
Gruppenwähler wird ausgelöst. Gleichzeitig mit der Schließung des Auslösestromkreises
wird der Prüfstromkreis von pi2 bei 301
geöffnet, so daß das Prüf relais prz während . des bei der Rückstellung des zweiten Gruppen^
wählers erfolgenden Vorübergleitens des Kontaktarmes g1c an den Kontakten von anderen
Verbindungsleitungen cso° nicht erregt werd'en kann. ■
Sobald der Kontaktarm g1c des zweiten
Gruppenwählers die nach der angerufenen Hundertgruppe führende Leitung c800 verläßt,
wird das Umschaltrelais SR des in dieser Hundertgruppe benutzten Verbindungssdialters
stromlos und es wird dann beim Abfallen des Ankers des Relais SR der Kontakt 128,
129 vorübergehend geschlossen, und dabei das Rückstellrelais rl des Verbindungsschalters
erregt (Erde, 128, 129, 194, rl, Minuspol).
■
Durch die Aberregung von SR wird auch das Prüfrelais tr stromlos gemacht wegen der
Unterbrechung des Kontaktes 126, welchesden Stromkreis von Erde über 140, tr, 126,
ve, be1, be, c34e5, 3465C öffnet.
■ Der für die Verbindung mit dem gewünschten Teilnehmer benutzte Verbindungsschalter
wird nun in derselben bereits beschriebenen Weise ausgelöst, wie der andere Verbindung«-
schalter, der sich auf die anzurufende Leitung eingestellt hatte. In dieser Stelle soll nur
daran erinnert" werden, daß der Magnet -EM durch Stromstöße vom Minuspol über 168,
108, 118, 157, 193, 131, 160, 115, 161, 162,
EM, 163 nach Erde erregt wird, während der Magnet ZM seine Rückstellstromstöße vom
Minuspol über 197', 196', 167', ZM, 159 nach
Erde erhält.
Hängt der angerufene Teilnehmer zuerst seinen Hörer an, so wird die Auslösung durch
die Aberregung der Relais 278, 279 eingeleitet. Das Relais 279 ist langsam wirkend
und läßt seinen Anker später abfallen, als das Relais 278. Bei der Aberregung der Relais
278, 279 wird infolgedessen während eines Augenblicks der Auslösestromkreis von Erde
über 240, 239, 245, 223 geschlossen. Der Auslösemagnet 245 wird erregt und löst den
ersten Gruppenwähler GW aus. Dabei leitet er die bereits geschilderte Auslösung der
Wähler ein nach dem anrufenden Teilnehmer
hin und auch nach dem angerufenen Teilnehmer hin.
Anstatt ein langsam arbeitendes Relais 279
und ein schnell wirkendes Relais 278 für die
Auslösung durch den angerufenen Teilnehmer zu benutzen, kann auch ein einziges Relais
mit einem Kontakt wie der Kontakt 119, 120 des Anruf Ordners benutzt werden. Dieser
Kontakt würde so eingerichtet sein, daß er nicht bei Erregung des Auslöserelais (z. B.
278), sondern nur bei der Aberregung dieses Relais vorübergehend geschlossen wird.
Ein Merkmal der in dem vorliegenden . System verwendeten Zählerschaltung soll noch
erwähnt werden:
• Es ist gezeigt worden, daß die Fortschaltung des Zählers des anrufenden Teilnehmers
durch eine Verstärkung des in der Leitung c12 fließenden Stromes bewirkt wird, und zwar
findet diese Stromverstärkung bei der teilweisen Kurzschließung der Relaiswicklung er
durch Schließung des Kontaktes 269 statt.
Wenn nun ein Verbindungsschalter zum Herstellen'einer Verbindung mit einer anzurufenden
Leitung benutzt wird, dann wird bei der Erregung des Relais tr und der dabei erfolgenden
teilweisen Kurzschließung desselben auch der Strom in der Leitung csiM des
angerufenen Teilnehmers verstärkt. Diese Verstärkung wird aber durch Widerstände
Ot10", ze/101 so abgeglichen, daß eine Zählung
dabei nicht stattfindet..
Es soll auch noch eine Einzelheit in bezug auf die Läutestrom- und Umsteuerschaltung
hervorgehoben werden:
Es wird erinnerlich sein, daß- das Umsteuerrelais
249 am Ende jeder Wahlstromstoßreihe vorübergehend erregt wird und vorübergehend
den Minuspol über 252 und 277 mit der Umsteuerleitung verbindet. Gleich darauf wird, wie früher erläutert, beim Abfall
des Ankers von 249 die Läutestrommaschine 268 über 254, 251, 296, 277 an die
Umsteuerleitung gelegt. Es fließt aber kein Strom durch diese, weil der Kontakt 313
durch das sofortige Arbeiten des Drehmagneten 306 geöffnet wird.
Nun könnte es aber vorkommen, daß der Gruppenwähler GW" schon die erste oder
zweite Verbindungsleitung α300, 5300, c300 frei
vorfindet und daß dann das Prüfrelais pr2 sehr rasch die Umsteuerleitung vbs durch
Schließung des Kontaktes 311 nach dem Verbindungsschalter
weiterschaltet. Die Weiterschaltung der Umsteuerleitung würde dann unter Umständen geschehen, ehe das Verzögerungsrelais
250 den Kontakt 254 wieder öffnet und die Läutestrommaschine abschaltet. Dies würde das Angeschaltetbleiben der
Läutestrommaschine zur Folge haben, weil dann ein Läutestrom zustande kommen würde
von Erde-über 268, 258, 254, 251, 296, 277,
gh, #,311, g1bJ Z)300J 113 (dieser Kontakt
wird ja durch Erregung von SR geschlossen), 152, 190 nach Erde.
Um dies zu vermeiden, wird zweckmäßig an der mit einem Kreuz bezeichneten Stelle
199' am Verbindungsschalter ein Schalter angebracht, der sich erst dann schließt, wenn
der anrufende Teilnehmer beginnt, seine Zehnerwahlstromstöße einzusenden, und den
Zehnerwähler ZPF zu bewegen. Bis dahin
wird das Verzögerungsrelais 250 auf jeden Fall Zeit gefunden haben, seinen Ankerkontakt
254 zu öffnen. ■
Es ist in dem bisher beschriebenen Beispiel angenommen worden, daß ein mit einem
Hilfsschalter verbundener Verbindungsschalter sich auf die Leitung des anrufenden Teilnehmers
eingestellt hatte. Ist zur Zeit des ! Anrufes der nächste in der Gruppe befindliche
j freie Verbindungsschalter ein solcher, der direkt mit einem ersten Gruppenwähler verbunden
ist, dann bleiben sämtliche Schaltvorgänge bei der Herstellung der Verbindung dieselben mit dem einzigen Unterschied, daß
der Hilfsschalter fortfällt. Die Leitungen va1, vb1, ve1 führen dann nicht erst über Kontakte
214, 215, 216 und Kontaktarme wa, wb,
wc, sondern direkt nach einer Leitung va2, vb2, ve2 und dem damit verbundenen ersten
Gruppenwähler. Der Hilfsschalter HS mit seinen Kontaktarmen wa, wb, wc und seinen
Magneten prh, 206, 205 sowie die von. dem Punkt 157 über Kontakt 135 ausgehende Anlaßleitung
sind nicht erforderlich.
Die Auslöseleitung al wird . anstatt über einen Kontakt 217 direkt an einen Ankerkontakt
des Auslösemagneten 245 des ersten Gruppenwählers geführt, und bei Erregung
des Auslösemagneten wird durch Erdung der Auslöseleitung al die Auslösung des Verbindungsschalters
eingeleitet.
Claims (24)
- Patent-Ansprüche :i. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit selbsttätigen Verbindungseinrichtungen, die sich sowohl auf anrufende Leitungen einstellen, als auch zur Verbindung mit gewünschten Leitungen verwendet werden können, gekennzeichnet durch Einrichtungen (Anlaßstromkreise), welche bei der Benutzung der Verbindungseinrichtungen (Fu-) als Anrufsucher, diese und gleichzeitig weitere mit ersten Gruppenwählern - verbindende Verbindungseinrichtungen (HS) anlassen und auch die erstgenannten Verbindungseinrichtungen (VS) gegen die letzten Gruppenwähler (Fig. 7) sperren.
- 2. Schaltungsanordnung nach An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsemrichtungen (V) zweierlei Prüfeinrichtungen besitzen, von welchen die eine bei Einstellung der Verbindungseinrichtung durch Nummernstromstöße die gewünschte Leitung mittels an der Seite der festen Kontakte angeschlossenen Prüfpotentials (Batterie über er) prüft, und die andere bei der Einstellung derίο Verbindungseinrichtung auf eine anrufende Leitung die Leitung durch besondere Einrichtungen (pb, pr-sb, sr) findet, deren Prüfpotential ebenfalls an der Seite der festen Kontakte der Verbindüngseinrichtung angeschlossen ist (durch 100, 101).
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Anruf eines an die Verbindungs-ao einrichtungen (VS) angeschlossenen Teilnehmers die Stromzuführung zu dem Anrufrelais (Ir) sämtlicher anderen Teilnehmer der Gruppe abgeschaltet wird, bis zu dem Augenblick, in welchem eine Verbindungseinrichtung (VS) sich auf die anrufende Leitung eingestellt hat.
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung der beweglichen Kontakte der Verbindungseinrichtung (VS) auf die Kontaktreihe der anrufenden bzw. gewünschten Leitung und auf den Kontakt innerhalb der Reihe bei seiner Benutzung als Anrufsucher gleichzeitig, aber bei seiner Benutzung als Leitungswähler aufeinanderfolgend, geschieht.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, wobei die Verbindungseinrichtungen durch einen Anrufordner (AR) immer nur nacheinander angelassen werden, der bei seiner Erregung einen kurzen Stromstoß über eine Anlaßleitung schickt, dadurch gekennzeichnet, daß der durch den Anrufordner in die Anlaßleitung gesandte Anlaß Stromstoß derart den Bewegungsmagnet (ZM, BM) des nächsten freien Verbinders beinflußt, daß die Bewegung der ■ Verbindungseinrichtung (VS) aus der Ruhelage erst beim Aufhören des den Bewegungsmagneten erregenden Anlaßstromstoßes geschieht.
- 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 5, dadurch gekennzeichnet, daß beim Anruf eines Teilnehmers einer Teilnehmergruppe ein der Gruppe gemeinsamer Elektromagnet erregt wird", welcher dann durch einen Kontakt (119, 120) einen Stromkreis vorübergehend schließt, der über einen Umschalter (OS1) führt, welcher von einer Verbindungseinrichtung gesteuert wird, dessen Bewegungsmagnet in dem genannten Stromkreis enthalten ist und daß bei der Erregung des Bewegungsmagneten eine Feder (165) gespannt wird, welche nach der Unterbrechung des vorübergehend geschlossenen Stromkreises den Umschalter (OS1) umlegt und dadurch einen neuen, den Kontakt (119, 120) enthaltenden Stromkreis schließt, der auch den Bewegungsmagnet der nächsten freien Verbindungseinrichtung der Gruppe enthält. -
- 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, wobei durch einen Anrufordner die Anrufe der Teilnehmer in der Reihenfolge ihrer Entstehung an die Verbindungseinrichtungen weitergeleitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Teilnehmer ein Anrufrelais (Ir) besitzt, welches bei seiner Erregung den Stromkreis eines einer Gruppe gemeinsamen Elektromagneten (AR)" schließt, und dadurch diesen Elektromagneten veranlaßt, seinen · Anker anzuziehen, und dabei die durch diesen Anker beherrschte Stromzuführung zu dem Leitungsrelais (Ir)- der übrigen Teilnehmer der Gruppe zu unterbrechen, während die Erregung des Leitungsrelais, welches die Erregung des gemeinsamen Elektromagneten veranlaßte, durch einen besonderen Haltestromkreis dieses Relais aufrechterhalten wird, bis sich eine Verbindungseinrichtung (VS) auf die Leitung des Teilnehmers, dessen Leitungsrelais erregt ist, eingestellt hat, worauf dieses Leitungsrelais und der gemeinsame Elektromagnet aberregt werden.
- 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungseinrichtungen (VS) je zwei Umschalter (OS1 und 103, in, 112) besitzen, welche so geschaltet sind, daß bei der Umlegung des einen oder anderen dieser Schalter eine nach der Verbindungseinrichtung führende Anlaßleitung (w) nach der nächsten Verbindungseinrichtung weiter geschaltet wird..
- 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der eine die Anlaßleitung weiterschaltende Umschalter (103, in, 112) eines Verbindungsschalters durch einen Elektromagneten (SR) gesteuert wird, welcher seine Wirkung ausübt in dem Augenblick, wo der Verbindungsschalter von einem eine freie Leitung suchenden Schalter (HS bzw. GW) belegt wird.
- 10. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß einige Verbindungseinrichtungen (VS) 12a mit je einem Elektromagneten (SR) versehen sind, welcher in einem Stromkreiserregt wird, der von einem eine freie Lei- [ tung suchenden Schalter (HS bzw. GW) geschlossen wird, und der bei der Ausübung seiner Wirkung die Stromläufe der Verbindungseinrichtung (VS) so umschaltet, daß diese aus einem Schalter, , welcher ohne Beeinflussung von einem Teilnehmer her sich auf eine anrufende Teilnehmerleitung einstellt, in einen sol- "ίο chen Schalter umgewandelt wird, der sich - unter dem Einfluß der von einem Teilnehmer abgegebenen Stromstöße auf eine gewünschte Teilnehmerleitung einstellt.
- 11. "Schaltungsanordnung nach. Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die an die A'erbindungseinrichtungen angeschlossenen Teilnehmergruppen in bekannter Weise in Untergruppen geteilt sind, und daß Permutationsleitungen (pt, tu) an sämtliche Verbinflungseinrichtungen einer Gruppe herangeführt sind, mittels welcher das Heraussuchen der Unter- . gruppe eines anrufenden Teilnehmers und das Heraussuchen der anrufenden Teilnehmerleitung in der Untergruppe gleichzeitig vollbracht werden. ·.
- 12. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι bis ir, dadurch gekennzeichnet, ;daß die Verbindungseinrichtungen (VS) Kontaktreihen (ks) aufweisen, deren jede an eine Teilnehmeruntergruppe (s10 bis s™, s-° bis s20 usw.) angeschlossen ist und von einem Bürstensatz (ba, bb, bc) bestrichen wird, und. daß ferner ein Bürstensatzsucher (ba1, bb1, bc1, sb) vornan- : den ist, der gleichzeitig mit den Bürstensätzen (ba, bb, bc) eingestellt wird.
- 13. Schaltungsanordnung nach An- : spruch i, 11 und 12, dadurch gekennzeich- ,net, daß die Stromkreise der Bewegungsmagnete (ZM und EM) der Bürstensätze (ba,bb,bc) und (ba^bb1,bc^sb) zeitweilig an einen gemeinsamen Unterbrecherstromkreis (168, 155, 118, 157, 160) und zeitweilig an unabhängige Unterbrecherstromjkreise (168 und 197') angeschlossen sind(bei der Rückstellung).
- 14. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι, 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromkreise der Bewegungsmagneten (ZM, EM) der Bürstensätze (ba, bb, bc und ba1, bb1, bc1, sb) zeitweilig an einen gemeinsamen Unterbrecherstromkreis (168) angeschlossen, aber bei Benutzung der Verbindungseinrichtung (VS) zur Einstellung auf eine anzurufende Teilnehmerleitung voneinander getrennt werden (am Kontakt 115).
- 15. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß Einstellrelais (pr,sr), wekhe bei der Einstellung des zugehörigen Verbindungsschalters auf eine anrufende Leitung die Bewegungsmagnete im geeigneten Augenblick ausschalten, bei der Benutzung des Verbiiidungsschalters zur Herstellung einer Verbindung mit einem anzurufenden Teilnehmer durch einen über eine Yerbindungsleitung (c300) fließenden Strom unwirksam gemacht werden.
- 16. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungseinrichtungen (VS) in Gruppen geteilt sind, und daß die bewegliehen Schaltglieder der Verbindungseinrichtungen teils mit Wahlschaltern (HS) verbunden sind, welche stets in derselben Leitungsgruppe suchen, und teils mit solchen Wahlschaltern (GW) verbunden sind, die in verschiedenen Leitungsgruppen eine freie Leitung suchen.
- 17. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 16, wobei die Verbindungseinrichtungen durch einen Anrufordner nacheinander angelassen werden, dadurch gekennzeichnet, daß. die mit Wahlschaltern (HS) verbundenen Verbindungseinrichtungen (VS) gleichzeitig mit diesen einen Anlaßstromstoß vom Anrufordner her erhalten über eine Leitung (155, 156) welche gleich nach dem Fließen des Anlaßstromstoßes mit einem Unterbrecher (168) verbunden wird, und daß die Magnete (205, prh) der Hilfsschalter so geschaltet sind, daß sie die Anlaßleitung (ha) bis zur Auslösung der Wähler offenhalten.
- 18. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlaßstromkreis (155, 156, 164, ah) jedes Hilfsschalters bei Benutzung der zugehörigen Verbindungseinrichtung zur Herstellung einer Verbindung mit einer anzurufenden Leitung geöffnet wird (bei 118). ■
- 19. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an die festen Kontakte der Verbindungseinrichtungen Zähler angeschlossen sind, welche so geschaltet sind, daß sie von den Prüfströmen, die bei der Einstellung einer Verbindungseinrichtung auf die ihnen zugeordneten Teilnehmerleitungen fließen, nicht fortgeschaltet werden.
- 20. Schaltungsanordnung nach Anspruch -i, dadurch gekennzeichnet, daß der Läutestrom von der Läutestromquelle zunächst über die Kontaktarme eines Gruppenwählers und dann über die Kontaktarme des Verbindungsschalters (VS) geschickt wird, der bald als Anrufsucher und bald als Leitungswähler benutzt wird.
- 21. Schaltungsanordnung nach An- ' spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß , der Läutestrom durch die Kontakte (120, 121) einer elektromagnetisch gesteuer- '■ ten Schaltvorichtung (SR, Fig. 4) des in zwei Verbindungseinrichtungen arbeitenden Schalters (Fig. 3, 4) fließt, deren Kon- ! takte die eine oder andere Stellung einnehmen, je nachdem der Schalter für eine Verbindung in der einen oder anderen Richtung verwendet wird.
- 22. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Beantwortung eines Anrufs durch einen Angerufenen ein Zählstrom zustande kommt, der von einem Zählerkontrollrelais (273) über einen Sucherschalter (HS) und über die Kontakte des Schalters (Fig. 3, 4) fließt, der einmal fürao Verbindungen in der einen Richtung ein anderes Mal für Verbindungen in einer anderen Richtung verwendet wird.
- 23. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Läutestromweg nur über die Kontakte von Nummernstromstoßempfängern verläuft, während der Zählstrom auch über die Kontakte des Schalters fließt, der für Verbindungen nach zwei Richtungen benutzt wird.
- 24. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Läutestrom bei freier angerufener Leitung über die Kontakte (141, 142) eines Relais (tr) geschickt wird, welches bei der Einstellung des zugehörigen Verbindungsschalters auf eine anrufende Leitung nur als Durchschaltrelais arbeitet, aber bei Einstellung des Schalters auf eine angerufene Leitung als Prüfrelais dient.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB91328291T | 1913-12-08 | ||
| US390320D US1479442A (en) | 1920-06-21 | 1920-06-21 | Metering telephone system |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE322248C true DE322248C (de) | 1920-06-26 |
Family
ID=32827104
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1913322248D Expired DE322248C (de) | 1913-12-08 | 1913-11-16 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE322248C (de) |
| GB (1) | GB191328291A (de) |
-
1913
- 1913-11-16 DE DE1913322248D patent/DE322248C/de not_active Expired
- 1913-12-08 GB GB191328291D patent/GB191328291A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB191328291A (en) | 1915-07-15 |
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