DE321972C - Antriebs- und Lenkvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents

Antriebs- und Lenkvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge

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DE321972C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D11/00Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like
    • B62D11/02Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like by differentially driving ground-engaging elements on opposite vehicle sides
    • B62D11/06Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like by differentially driving ground-engaging elements on opposite vehicle sides by means of a single main power source
    • B62D11/10Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like by differentially driving ground-engaging elements on opposite vehicle sides by means of a single main power source using gearings with differential power outputs on opposite sides, e.g. twin-differential or epicyclic gears

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lenkvorrichtung für Kraftfahrzeuge, welche gestattet, das Differentialgetriebe fortzulassen, welches wirksam zu der Sicherheit bei den Wendungen und bei dem Wechsel der Fahrtrichtung beiträgt, indem es den Antriebsrädern gestattet, sich mit verschiedener Geschwindigkeit zu drehen.
Die Vorrichtung ist insbesondere bei Ket-
Lo ten- oder Raupenfahrzeugen anwendbar. Mehrere Verfahren sind bisher angewendet worden, um die Richtung solcher Fahrzeuge zu bestimmen; man kann sie in drei Klassen einteilen:
.5 i. Die beiden Ketten werden unabhängig angetrieben; um eine Wendung des Fahrzeuges hervorzurufen, rückt man auf derjenigen Seite, nach welcher man wenden will, die Kette aus und bremst dieselbe.
so 2. Die beiden Ketten werden unter Vermittelung eines Differentialgetriebes angetrieben, und man bremst die Kette auf derjenigen Seite, nach welcher man wenden will. 3. Die beiden Ketten werden unter Vermittelung eines Differentialgetriebes angetrieben, dessen Bewegung durch zwei Bremsen geregelt werden kann, die den Zweck haben, die Geschwindigkeit einer der Ketten zu verlangsamen, ohne sie indessen zu vernichten, und in demselben Maße die Geschwindigkeit der anderen Kette zu erhöhen, wodurch die Wendung zustande kommt.
Die beiden zuerst genannten Verfahren haben den Nachteil, daß das Fahrzeug sich auf einer der Ketten dreht, so daß der Böden aufgewühlt und die feststehende Kette beschädigt wird.
Das dritte Verfahren bietet einen Vorteil gegenüber den beiden vorhergehenden, weil niemals eine Kette stillgesetzt wird und weil infolgedessen die Wendung weniger gewaltsam sich vollzieht. Dagegen hat dieses Verfahren den schweren Nachteil, daß die Zwangläufigkeit der Steuerung nicht gesichert ist und daß, wenn die eine der Ketten einen genügend geringeren Widerstand findet als die andere, was bei den Verschiedenheiten der Bodenoberfläche des öfteren eintritt, das Fahrzeug sich von selbst zu drehen beginnt, so daß der Führer gezwungen ist, es in die Fahrtrichtung zurückzubringen.
Die Vorrichtung, welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, besitzt die Vorteile der bisher bekannten Einrichtungen, ohne deren Nachteile aufzuweisen.
Die Vorrichtung ist vollkommen zwangläufig oder selbstsperrend, d.h., daß bei beliebigem Zustande des Bodens das Fahrzeug stets diejenige Richtung verfolgt, welche der Führer beabsichtigt.
Die Ketten können niemals stillgesetzt werden, so daß ein Aufwühlen des Bodens und eine Beschädigung des Fahrzeuges vermieden wird, ..,
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise veranschaulicht. Fig. ι ist ein Längsschnitt und1 Fig. 2 ein Querschnitt.
Das Antriebszahnrad des Motors ist bei 1 dargestellt; es treibt das Zahnrad 2 an. Letzteres ist auf der Hülse 3 befestigt, welche auf einer Scheibe die Lagenböcke 4 und 4' trägt. Eine zweite Scheibe 5 ist an der Hülse 3 angeordnet und trägt in gleicher Weise zwei Gruppen von Lagerböcken 6 und 6'.
Diese Böcke dienen als Lager für die vier Wellen 7, 7' und 8, 8'. In der Mitte dieser Wellen sind die Schnecken 9, 9' und- 10, 10' aufgekeilt, die mit den Schraubenrädern 11 und 12 in Eingriff stehen. An den äußersten Enden dieser Wellen sind die Räder 14 und 14' aufgekeilt, die mit den Rädern 15 und 16 in Eingriff stehen; letztere tragen je eine Bremsscheibe.
Die Schraubenräder 11 und 12 sind auf die voneinander unabhängigen Wellen 17 bzw. 18 aufgekeilt; das eine treibt die linke Kette und das andere die rechte Kette an.
Die Schnecken 9, 9' und 10, 10' sind derart ausgeführt, daß sie selbstsperrend sind.
Die Wirkungsweise ist folgende;
Die Bewegung des Motors ruft einen Umlauf des Rades 2 und infolgedessen der Hülse 3 und der Scheibe S hervor. Diese beiden Teile nehmen die Schnecken 9, 9' und 10, 10' sowie die Räder 11 und 12 mit, weil die Schnecken selbstsperrend sind. Die Gesamtanordnung dreht sich also unter der Wirkung des Rades 1, und die beiden Wellen 17 und 18 haben dieselbe Geschwindigkeit.
Wenn man das Rad 16 stillsetzt, indem man auf die Bremstrommel einwirkt, so veranlaßt es eine Drehung der beiden Räder 14 ; und 14', welche ihrerseits eine Drehung der Schnecken 10 und 10' und hierdurch des Rades 12 hervorrufen. Die Steigung der Räder und Schnecken ist derart bemessen, daß beim Stillsetzen des Rades 16 die Geschwindigkeit des Rades 12 in erheblichem Maße vermindert wird. Da das Rad 11 hierbei sich mit gewöhnlicher Geschwindigkeit weiterbewegt, so ergibt sich, daß die Welle 17 rascher umläuft als die Welle 18. Es erfolgt daher eine Wendung des Fahrzeuges nach der Seite der Welle 18 hin. Um eine Wendung nach der Seite der Welle 17 hin zu erzielen, genügt es, das Rad 15 durch Bremsung stillzusetzen.
Es ist hinzuzufügen, daß, solange man auf keine der Bremsen hinwirkt, die beiden WeI-len 17 und 18 immer genau mit derselben Geschwindigkeit umlaufen, weil die Schneckengetriebe selbstsperrend sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Antriebs- und Lenkvorrichtung für Kraftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß unter Fortfall des Differentialgetriebes jedes Treiborgan (Rad oder Laufkette) unter Vermittelung eines selbstsperrenden Schneckengetriebes angetrieben wind, dessen Schneckenwelle ein Zahnrad trägt, das mit einem zum Schneckenrade gleichachsigen, mit einer Bremsvorrichtung versehenen Zahnkranz in Eingriff steht, um durch Bremsen des einen oder des anderen Zahnkranzes die beiden Treiborgane behufs Lenkung mit verschiedener Geschwindigkeit anzutreiben.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1919321972D 1918-12-24 1919-04-29 Antriebs- und Lenkvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge Expired DE321972C (de)

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DE321972C true DE321972C (de) 1920-06-15

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ID=37991579

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DE1919321972D Expired DE321972C (de) 1918-12-24 1919-04-29 Antriebs- und Lenkvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge

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DE (1) DE321972C (de)
FR (1) FR494075A (de)
GB (1) GB137028A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE925155C (de) * 1950-03-29 1955-03-14 Leon Dufour Steuereinrichtung fuer Acker- und Strassenschlepper
DE1112410B (de) * 1958-05-02 1961-08-03 Krauss Maffei Ag Lenkgetriebe fuer Gleiskettenfahrzeuge

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE925155C (de) * 1950-03-29 1955-03-14 Leon Dufour Steuereinrichtung fuer Acker- und Strassenschlepper
DE1112410B (de) * 1958-05-02 1961-08-03 Krauss Maffei Ag Lenkgetriebe fuer Gleiskettenfahrzeuge

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GB137028A (en) 1919-12-31
FR494075A (fr) 1919-08-29

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