DE3209687C2 - Fahrbare Knet- und Mischmaschine - Google Patents

Fahrbare Knet- und Mischmaschine

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine fahrbare Knet- und Mischmaschine mit in beiden Richtungen und mit verschiedenen Geschwindigkeiten rotierbarem Trog und einem in den Trog hineinragenden Knetwerkzeug, das ebenfalls mit verschiedenen Geschwindigkeiten betrieben werden kann und zur Trog achse exzentrisch angeordnet ist, sowie mit einem in den Trog bis zum Boden hineinragenden Leitkörper, der sich zwischen dem Knetwerkzeug und der Trogachse befindet, wobei oberhalb des Troges ein mit Durchführungen für die Drehachse des Knetwerkzeuges und für den Schaft des Leitkörpers eine in Trogachsrichtung bewegliche Abdeckhaube angeordnet ist, welche unter Wirkung ihres Eigengewichtes auf dem Trogrand aufsitzt. Der dem Knetwerkzeug und dem Leitkörper entfernt liegende Teil der Abdeckhaube ist als aufklappbarer Deckel ausgebildet.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine fahrbare Knet- und Mischmaschine mit in beiden Richtungen und mit verschiedenen Geschwindigkeiten rotierbarem Trog und einem in den Trog hineinragenden Knetwerkzeug, das ebenfalls mit verschiedenen Geschwindigkeiten betrieben werden kann und zur trogachse exzentrisch angeordnet ist, sowie mit einem in den Trog bis zum Boden hineinragenden Leitkörper, der sich zwischen dem Knetwerkzeug und der Trogachse befindet.
  • Eine derartige fahrbare Knet- und Mischmaschine geht beispielsweise aus dem deutschen Patent 12 98 466 hervor.
  • Zur Sicherung der Bedienungsperson gegen Unfallgefahr und unbeabsichtigtes Eingreifen in den Trograum ist oberhalb des Troges verbunden mit dem Gehäuse der Knet- und Mischmaschine, ein aufklappbares Gitter angeordnet, welches über Kontaktschalter dafür sorgt, daß das Knetwerkzeug bei Öffnen des Schutzgitters sofort stehen bleibt.
  • Aufgrund der Tatsache, daß das Schutzgitter relativ weite Maschen aufweist, und zwischen dem Schutzgitter und dem Trogrand ein Abstand von 30-40 cm vorhanden ist, wird bewirkt, daß bei hohen Rotationsgeschwindigkeiten des Knetwerkzeuges Teigteile aus dem Kessel geworfen werden, insbesondere dann, wenn der Kessel maximal gefüllt ist. Aus diesen Gründen ist es üblich, nicht die maximal mögliche Füllung auszunutzen, wodurch der Gesamtwirkungsgrad der Maschine abgesenkt wird.
  • Ein weiteres Problem besteht darin, daß in der Mischphase durch das Knetwerkzeug Mehlstaub aufgewirbelt wird, der durch das Schutzgitter in die Backstube gelangt und die Bedienungsperson belästigt und andere Maschinen und Steuerungen verstaubt.
  • Es besteht daher die Forderung, neben der Schutzwirkung eines Schutzgitters dafür Sorge zu tragen, daß möglichst kein Mehlstaub aus dem Trog in die Backstube gelangt.
  • Bei Knetmaschinen mit feststehendem Trog und zentrisch einsetzenden Knetwerkzeugen ist es ferner bereits bekannt, eine Abdeckung vorzusehen, welche einen Deckelrand aufweist, der über den oberen Bottichrand ragt und diesen umschließt.
  • Aus der DE-OS 30 13 590 ist eine Knetmaschine mit einem Deckel zu entnehmen, welcher mit den ausschwenkbaren Werkzeugen starr verbunden ist. Das Gitter erfüllt jedoch lediglich nur Sicherheitsfunktionen, welches sich zur Lösung der gestellten Aufgabe nach der Erfindung nicht eignet.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, bei der eingangs aufgeführten fahrbaren Knet- und Mischmaschine mit in beiden Richtungen und mit verschiedenen Geschwindigkeiten rotierbarem Trog eine Abdeckhaube vorzusehen, die staubsicher ausgebildet ist und gleichzeitig die geforderten Sicherheitsfunktionen erfüllt, nämlich zu verhindern, daß während des Betriebes der Werkzeuge eine Person in den Kessel greifen kann.
  • Um dieses Problem zu lösen, sind folgende Bedingungen zu beachten und zu berücksichtigen.
  • Der sich drehende Bottich soll von einer feststehenden Abdeckhaube geschlossen werden, wobei der Bottichrand Unebenheiten aufweisen kann, welche aus Fertigungsungenauigkeiten resultieren oder durch Beschädigungen aufgrund des robusten Betriebes in einer Bäckerei nachträglich hervorgerufen wurden. Hieraus ergibt sich die weitere Forderung, die Abdeckhaube so zu justieren, daß sie ein ausreichendes Spiel aufweist, die Unebenheiten des Kesselrandes ausgleicht und dennoch staubdicht abdichtet.
  • Dies erfolgt nach der Erfindung dadurch, daß oberhalb des Troges ein mit Durchführungen für die Drehachse des Knetwerkzeuges und für den Schaft des Leitkörpers eine in Trogachsrichtung bewegliche Abdeckhaube angeordnet ist, welche unter Wirkung ihres Eigengewichtes auf den Trogrand aufsitzt, wobei am Gehäuseschaft ein Zentrierstift parallel zur Trogachse angeordnet ist, der in eine in der Abdeckhaube vorhandene Bohrung axial beweglich eingreift.
  • Nach der Erfindung wird somit in Axialrichtung für die Abdeckhaube eine Führung zur Verfügung gestellt, derart, daß am Gehäuse ein Zentrierstift vorgesehen ist, der parallel zur Trogachse angeordnet ist und in eine Bohrung der Abdeckhaube eingreift. Um die Axialausrichtung zu erhalten, wird als zweiter Fixpunkt der Schaft des Leitkörpers verwendet, für den in der Abdeckhaube, ebenso wie für die Drehachse des Knetwerkzeuges, je eine Bohrung vorgesehen ist. Der Schaft des Leitkörpers ist als zweiter Fixpunkt für die Justierung deswegen besonders geeignet, weil er zur Abdeckhaube, ebenso wie der Justierstift, keine Relativbewegung ausführt. Die Abdeckhaube liegt mit ihrem Eigengewicht auf dem Trogrand auf, und führt bei Rotation des Bottichs eine schleifende Bewegung aus. Damit dichtet die Abdeckhaube auch dann, wenn der Bottichrand Unebenheiten aufweist, so daß auch gerade im Betriebszustand, in dem der Staub erzeugt wird, eine staubsichere Dichtung insbesondere im Bereich des Knetwerkzeuges erreicht wird.
  • In Weiterbildung der Erfindung besteht der auf der Trogbördelung aufsitzende Rand der Abdeckhaube aus einem gleitfähigen Material, insbesondere Kunststoff.
  • Besonders vorteilhaft ist es, daß der dem Knetwerkzeug und dem Leitkörper entfernt liegende Teil der Abdeckhaube als aufklappbarer Deckel ausgebildet ist. Hierzu ist der Klappdeckel mit der Abdeckhaube vorteilhaft über ein Scharnier verbunden und zur Halterung des geöffneten Deckels ist an der Gehäusefrontseite ein Permanentmagnet befestigt.
  • In dem an den Deckel grenzenden Teil der Abdeckhaube ist ein Magnettastschalter angeordnet, der beim Anheben und Schließen des Deckels betätigbar ist. Dieser Deckel weist vorteilhaft eine solche Größe auf, daß der Trog vollständig verschließbar ist. Ferner weist der Deckel seinerseits einen aufklappbaren Deckelteil auf.
  • Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert.
  • Hierbei zeigt
  • Fig. 1 einen Querschnitt durch eine fahrbare Knet- und Mischmaschine und
  • Fig. 2 eine Draufsicht A-B und in schematischer Darstellung.
  • Innerhalb des Troges 11 befindet sich das Knetwerkzeug mit seiner Spirale 13 und der Drehachse 2, die über ein entsprechendes Getriebe mit einem Antrieb gekoppelt ist. Parallel zur Drehachse 2 des Knetwerkzeugs 13 ist der Schaft 3 des Leitkörpers 12 mit dem Gehäuse 10 starr verbunden. Der Trog 11 wird über ein Getriebe und einer Transmission von einem eigenen Motor angetrieben. Die gesamte Knet- und Mischmaschine ist fahrbar ausgebildet.
  • Oberhalb des Troges 11 ist eine Abdeckhaube 4 angeordnet, welche mit Durchführungen für die Drehachse 2 des Knetwerkzeugs 13 und für den Schaft 3 des Leitkörpers 12 versehen ist. Die Abdeckhaube 4 sitzt durch ihr Eigengewicht belastet auf dem Trogrand 14 auf. Hierzu ist der Rand 18 der Abdeckhaube 4 aus einem gleitfähigen Material hergestellt, wofür ein gleitfähiger Kunststoff verwendet wird.
  • Am Gehäuse 10 ist ein Zentrierstift 1 parallel zur Trogachse 15 angeordnet, der in eine in der Abdeckhaube 4 vorhandene Bohrung 16 eingreift. Die Bohrung 16 und die Durchführungen für die Drehachse 2 des Knetwerkzeugs 13 und für den Schaft 3 des Leitkörpers 12 sind mit einem genügenden Spiel versehen, so daß die Abdeckhaube 4 mit ihrem Eigengewicht auf den Trogrand 14 aufliegen kann und der Rand 18 der Abdeckhaube 4 auf dem Trogrand 14 im Betriebszustand eine schleifende Bewegung ausführt. Hierdurch wird gewährleistet, daß die Abdeckhaube 4 die sich insbesondere bei der Drehbewegung des Troges 11 bemerkbar machenden Unebenheiten ausgleicht, so daß auch im Betriebszustand eine staubsichere Dichtung insbesondere im Bereich des Knetwerkzeug 13 vorhanden ist.
  • Der vordere Teil der Abdeckhaube 4 ist als Klappdeckel 5 ausgebildet, wobei ein Scharnier 6 eine Klappbewegung in Richtung zur Gehäusefrontseite 19 gestattet. Um den Deckel 5 offenzuhalten, befindet sich an der Gehäusefrontseite 19 ein Permanentmagnet 9. In dem an den Deckel 5 grenzenden Teil der Abdeckhaube 4 ist ein Magnettastschalter 8 angeordnet, der beim Anheben und Schließen des Deckels 5 betätigbar ist. Der Magnettastschalter 8 ist über eine elektrische Leitung 20 mit der nicht näher dargestellten Schaltung der Knet- und Mischmaschine verbunden, so daß beim Öffnen des Deckels 5 der Magnettastschalter 8 betätigt wird und den Antrieb 21 für die Knetspirale 13 abschaltet. Beim Schließen des Deckels 5 sorgt die Kontaktgabe mit dem Magnettastschalter 8 dafür, daß der Antrieb der Knetspirale 13 und des Troges 11 eingeschaltet wird. Hierbei kann die zuvor eingestellte Geschwindigkeitsstufe zweckmäßigerweise über die erste langsame Geschwindigkeitsstufe schnell wieder erreicht werden.
  • In einer nicht näher dargestellten Ausführungsform ist es auch möglich, den Deckel 5 in einer solchen Größe auszubilden, daß der Trog 11 im Betriebszustand vollständig geschlossen wird. Weitere Variationsmöglichkeiten bestehen beispielsweise darin, daß sich dem Deckel 5 ein weiterer aufklappbarer Deckelteil anschließt, um den in der Fig. 1 offenen Teil des Troges 11 während des Betriebes abzudecken. Dieser Teil kann auch während des Betriebes offen bleiben, da sichergestellt ist, daß die Bedienungsperson nicht den Wirkungsbereich der Knetspirale 13 erreicht.
  • Daher ist es möglich, noch während des Betriebes weitere Schüttungen durchzuführen oder den Knetvorgang zu beobachten. Durch diese Variationsmöglichkeiten kann sichergestellt werden, daß ein vollkommener Abschluß des Troges 11 und damit eine vollständige Staubsicherung erreicht wird.
  • Die Erfindung gestattet nun eine maximale Ausnutzung und damit Beschickung des Troges 11, da auch bei einer hohen Drehzahl des Knetwerkzeugs 13 keine Teigstücke aus dem Trog 11 über den Rand 17 herausgeworfen werden können. Die bei dem Mischprozeß auftretende Staubentwicklung kann den Trog 11 nicht verlassen, so daß damit keine Belästigungen der Bedienungspersonen in der Backstube mehr auftreten.
  • Die Schleifringdichtung, welche einen verschleißfesten Kunststoff 7 verwendet, garantiert eine ausreichende Dichtung, und aufgrund der Gleitfähigkeit tritt kein oder nur ein äußerst geringer Verschleiß auf.
  • Die nach dem Schleifringprinzip arbeitende Abdeckhaube kann aber auch bei bereits auf dem Markt befindlichen Maschinen des gleichen Typs eingebaut werden, so daß die Möglichkeit einer Nachrüstung gegeben ist.

Claims (7)

1. Fahrbare Knet- und Mischmaschine mit in beiden Richtungen und mit verschiedenen Geschwindigkeiten rotierbarem Trog und einem in den Trog hineinragenden Knetwerkzeug, das ebenfalls mit verschiedenen Geschwindigkeiten betrieben werden kann und zur Trogachse exzentrisch angeordnet ist, sowie mit einem in den Trog bis zum Boden hineinragenden Leitkörper, der sich zwischen dem Knetwerkzeug und der Trogachse befindet, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Troges (11) ein mit Durchführungen für die Drehachse (2) des Knetwerkzeuges (13) und für den Schaft (3) des Leitkörpers (12) eine in Trogachsrichtung bewegliche Abdeckhaube (4) angeordnet ist, welche unter Wirkung ihres Eigengewichtes auf den Trogrand (14) aufsitzt, wobei am Gehäuseschaft (10) ein Zentrierstift (1) parallel zur Trogachse (15) angeordnet ist, der in eine in der Abdeckhaube (4) vorhandene Bohrung (16) axial beweglich eingreift.
2. Fahrbare Knet- und Mischmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der auf der Trogbördelung (17) aufsitzende Rand (18) der Abdeckhaube (4) aus einem gleitfähigen Material, insbesondere Kunststoff besteht.
3. Fahrbare Knet- und Mischmaschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Knetwerkzeug (13 ) und dem Leitkörper (12) entfernt liegende Teil der Abdeckhaube (4) als aufklappbarer Deckel (5) ausgebildet ist.
4. Fahrbare Knet- und Mischmaschine nach Anspruch 1 oder einem der voranstehenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Klappdeckel (5) mit der Abdeckhaube (4) über ein Scharnier (6) verbunden ist und daß zur Halterung des geöffneten Deckels an der Gehäusefrontseite (19) ein Permanentmagnet (9) befestigt ist.
5. Fahrbare Knet- und Mischmaschine nach Anspruch 1 oder einem der voranstehenden, dadurch gekennzeichnet, daß in dem an den Deckel (5) grenzenden Teil der Abdeckhaube (4) ein Magnettastschalter (8) angeordnet ist, der beim Anheben und Schließen des Deckels (5) betätigbar ist.
6. Fahrbare Knet- und Mischmaschine nach Anspruch 1 oder einem der voranstehenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (5) eine solche Größe aufweist, daß der Trog (11) vollständig verschließbar ist.
7. Fahrbare Knet- und Mischmaschine nach Anspruch 1 oder einem der voranstehenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (5) seinerseits einen aufklappbaren Deckelteil aufweist.
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