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Photographischer Belichtungsmesser. Bisher mußte man bei photographischen
Belichtungsmessern mit lichtempfindlichem Papier, um das Papier und die Belichtungsöffnung
gegeneinander zu verschieben, entweder die das Papier bzw. die Belichtungsöffnung
tragende Platte, die in einem Sprungdeckelgehäuse satt eingepaßt war, bei geöffnetem
Sprungdeckel durch Angriff mehrerer Finger an ihrem Rande selbst drehen, was Vorbelichtungen
ermöglichte, wenn nicht noch besondere Mittel zu ihrer Verhinderung angeordnet waren,
oder die zu drehende Platte war als Schale oder Mittelring des Gehäuses ausgebildet,
in welchem Falle die Finger auch zur Drehung an ihr angreifen mußten, was abgesehen
von der gleichen Vorbelichtungsmöglichkeit ebenfalls ein festes Zugreifen mehrerer
Finger - erforderte, weil die Gehäuseschalen dem zu drehenden Gehäusemittelring,
an dem sie nur durch Reibung gehalten wurden, satt angepaßt sein müssen.
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In beiden Fällen war demnach die Handhabung des Belichtungsmessers
umständlich und zeitraubend, wodurch die Genauigkeit rascher Messungen ungünstig
beeinflußt wurde.
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Bei der vorliegenden Erfindung ist nun die zu drehende Platte dem
Angriff der Finger entzogen und liegt lichtdicht im Gehäuse. Dafür ist aber ein
das Gehäuse nach außen durchdringender, besonderer Schaltkörper angeordnet, welcher
durch Fingerdruck außen verstellbar ist und seine Bewegung auf die im Gehäuse drehbar
gelagerte, das Papier oder die Belichtungsöffnung tragende Platte überträgt. Da
hierdurch die Platte nicht .mehr mit Gehäuseteilen unter Reibung zusammenzuhängen
braucht, kann sie leicht drehbar gehalten werden. Ferner kann der Mittelring, an
dem die Hand angreift, unbeweglich bleiben. Es ist für die Schaltung nicht erforderlich,
einen am Belichtungsmesser vorhandenen Sprungdeckel für die Schaltung zu öffnen.
Diese kann vielmehr durch den Druck eines Fingers auf den Schaltkörper bei unbeweglich
in der Hand bleibendem Gehäuse ohne Zuhilfenahme der anderen Hand leicht und rasch
und ohne Vorbelichtungsgefahr selbst in der Tasche vorgenommen werden.
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Es wird noch bemerkt, daß die besondere Ausbildung der Schaltvorrichtung
bei Kalenderuhren an sich bekannt ist. # Die Übertragung dieser bekannten Vorrichtung
auf Belichtungsmesser ergibt aber die soeben erwähnte neue Wirkung.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt unter Weglassung der für das Verständnis der Erfindung unwesentlichen
Teile. Es zeigt: Fig. z einen Belichtungsmesser aufgeklappt, Fig. a den Schieber
der Schaltvorrichtung von unten gesehen und Fig. 3 einen Schnitt durch diese in
größerem Maßstäbe.
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Eine Platte r mit den beiden Vergleichsfarben a und 3 und mit der
Belichtungsöffnung 4 liegt drehbar in einem Ringe 5 (Fig. 3) und ist bei geschlossenem
Sprungdeckel 6 in an sich bekannter Weise im Gehäuse
ringsum
lichtdicht eingeschlossen. Ihr Rand 7 ist mit Zähnen 8 versehen. Über den Rand stehen
runde Enden zweier Schrauben 9 und io vor, welche in eine Innennut i i eingreifen,
um ein Sichheben der Platte zu verhindern. Zwei Aussparungen 12 und 13 des Ringes
5 ermöglichen ein Herausnehmen der Platte, wenn die Schraubenenden 9 und io unter
den Aussparungen stehen. An dem mit dem Gehäuse fest verbundenen Mittelring 14 ist
als Beispiel eines Schaltkörpers ein Schieber 15 angeordnet, welcher ein den Gehäusering
14 in einem Loche durchdringendes Querstück 16 hat, das bis an den Zahnkranz 8 führt.
An diesem ist, gegen Drehung gesichert, eine Schaltfeder 17 befestigt. Diese greift
in den Zahnkranz 8 ein, indem sie durch eine Aussparung des Ringes 5 tritt. An dem
Ring 5 ist eine kleine Zunge 2o angebracht. Hinter der Platte i liegt das lichtempfindliche
Papier 21 (Fig. 3), so daß ein Teil davon durch die Belichtungsöffnung 4 hinausschaut.
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Man kann nun einen frischen, noch unbelichteten Teil des Papiers 21
hinter die Belichtungsöffnung bringen, indem man den Schieber 15 durch den Druck
eines Fingers, z. B. des Daumens, der den Belichtungsmesser am Gehäusering 14 ruhig
haltenden Hand aus seiner oberen Stellung in seine untere schiebt. Diese Bewegung
bewirkt durch das Stück 16 und die Feder 17 eine Drehung der Platte i. An Stelle
der Feder 17 könnte auch eine Schaltklinke angebracht sein. Die Platte i
kann also bei stillstehendem Papier, stillstehendem Gehäuse und geschlossenem Deckel
um ein so großes Stück gedreht werden, daß unter der Belichtungsöffnung ein unbelichteter
Papierteil erscheint. Beim Hinaufschieben des Schiebers 15 steigt die Spitze der
Klinke 17 auf die Zunge 2o, also ganz aus dem Zahnkranz 8 heraus, was vorteilhaft
ist für das Herausnehmen der Platte i beim Einlegen eines neuen Papierblattes.
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Der Bau der Schaltvorrichtung kann auch in der Weise geändert werden,
daß die Platte i stillsteht und der Schieber auf eine das Papierblatt unter Reibung
oder sonstwie festhaltende, im Gehäuse angeordnete Platte überträgt. Es können auch
Mittel angeordnet sein, z. B. eine Bremsfeder, um ein ungewolltes Zurückdrehen der
Platte i zu verhindern.