DE320536C - Vorrichtung zur ununterbrochenen Destillation und Rektifikation von Spiritus und anderen fluechtigen sowie von vergorenen Fluessigkeiten - Google Patents

Vorrichtung zur ununterbrochenen Destillation und Rektifikation von Spiritus und anderen fluechtigen sowie von vergorenen Fluessigkeiten

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DE320536C
DE320536C DE1912320536D DE320536DD DE320536C DE 320536 C DE320536 C DE 320536C DE 1912320536 D DE1912320536 D DE 1912320536D DE 320536D D DE320536D D DE 320536DD DE 320536 C DE320536 C DE 320536C
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MAURICE PINGRIS
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EMILE GAZAGNE
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/001Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions
    • B01D3/003Rectification of spirit

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur ununterbrochenen Destillation und Rektifikation von Spiritus und anderen flüchtigen sowie von vergorenen Flüssigkeiten. Bei Vorrichtungen zur ununterbrochenen Rektifikation von Alkohol u. dgl. bzw. zur ununterbrochenen Destillation und Rektifikation von vergorenen Flüssigkeiten ist es bekannt, in Verbindung mit der Rektifikationssäule Behälter anzuordnen, welche als »Akkumulatoren« d. h. zur Aufnahme und zum Durchfluß der aus dem Rektifikator kommenden 1#achlaufprodukte, dienen.
  • Bei der den Gegenstand der Erfindung bildenden Vorrichtung wird ebenfalls ein solcher zur Aufnahme und zum Durcbfluß der Endprodukte dienender Behälter, »Stabilisator« genannt, unterhalb der Rektifikationssäule so angeordnet, daß er die Rückläufe aus der Rektifikationssäule erhält. Das Wesen der Erfindung besteht nun darin, daß dieser Behälter mit einem- Kühlsystem zum Kühlen des Rücklaufs versehen ist und daß ferner auf dem Behälter eine Säule angeordnet ist, welche mehrere Platten aufweist, die den Rücklauf aufnehmen, der aus .der Rektifikationssäule nach der Kühlung im Behälter in die Säule fließt. Hierdurch wird eine große Menge hochprozentigen Alkohols im abgekühlten Zustande erzielt und die direkte Kondensaton des größten Teiles der Nachlaufprodukte, Fuselöle usw., bewirkt. Gleichzeitig wird auch dadurch die Höhe des ganzen Apparates bedeutend vermindert.
  • In der Zeichnung veranschaulichen die Fig. i und 2 die gesamte zur kontinuierlichen Destillation und Rektifikation dienende Anlage und die Fig. 3 den Stabilisator in größerem Maßstabe schematisch. Die zu bearbeitende Flüssigkeit gelangt zunächst in einen Behälter mit gleichbleibenden Niveau N und von hier durch einen das Speiseventil beeinflussenden Regler T genau abgemessen nach dem oberen Teil der Reinigungssäule B für Vorprodrukte, durchfließt hier eine Abteilung nach der anderen und tritt am unteren Ende aus, um nach der Säule A zu gelangen.
  • Der Reiniger B wird entweder mit Dampf, welcher der Destillationssäule A unten entnommen wird, oder mit Frischdampf unter Zuhilfenahme eines Dampfreglers beheizt.
  • Die mit dem Vorprodukt gesättigten Dämpfe gelangen aus dem oberen Teil der Reinigungsvorrichtung B nach einer besonderen zur Konzentration der Vorprodukte dienenden Säule C, welche von der Reinigung; säule B vollständig getrennt ist und mit ihr nur durch ein Rohr in Verbindung steht, in welchem sich ein Regelungshahn X befindet, um den aus der Reinigungssäule ausströmenden Dampf regeln zu können. Infolge dieser Anordnung kann man nach Belieben den in der Reinigungssäule B herrschenden Druck ändern, ohne daß dadurch der Vorgang in der Konzentiationssäule C beeinflußt wird. Durch mehr oder weniger starkes Öffnen des Hahnes kann man die Ausströmmenge des in die Konzentrationssäule C stiömenden Dampfes regeln, wobei. man es vollständig in der Hand hat, in der Reinigungssäule B eine Temperatur und einen Druck aufrechtzuerhalten, die genügen um die Reinigung der Vorprodukte in .vollständiger Weise zu bewirken. Da die Konzentrations-. Säule C ständig mit einer regelmäßigen Menge von Dämpfen von konstanter Zusammensetzung gespeist wird, to werden die Unreinigkeiten auf den Platten vollständig abgeschieden. Hierdurch wird weiter ermöglicht, eine Extraktion von ätherischen Bestandteilen vorzunehmen, welche sich ungefähr in der Mitte der Säule C konzentrieren. Diese Bestandteile werden ununterbrochen aus de: Reinigungssäule infolge der hohen Temperatur ausgetrieben, können sich dort nicht ansammeln und deswegen auch die Rektifikationssäule nicht verunreinigen. Die aus der Konzentra-Conssäule C in den Kondensator-Analy ator D gelangenden Vorprodukte durchfließen nach der Konzentration eine Kühlschlange L, von wo sie zum Probierglas fließen, welches zwecks regelrechten Abstichs mit einem Hahn versehen ist. Ungefähr in. der Mitte der Konzentrations,äule nimmt man eine Extraktion des Äthers vor, welcher einer kleinen, auf dem Tische der Probiergläser vorgesehenen Kü:_lschlange r zugeführt wird.
  • Zur Klärung der Endprodukte gelangt die von den Vorprodukten befreite Flüssigkeit aus dem unteren Teil der Reinigungssäule B in den oberen Teil der Säule A. Die in dieser Säule vollständig vom Alkohol befreite Flüssigkeit gelangt in eine Wärmeaustauschvorrichtung M, um von hier aus in den Ablauf zu fließen.
  • Die mit den Endprodukten beladenen Alkoholdämpfe strömen aus der Säule A nach dem unteren Teil eines »Stabilisators« EF, welcher den eigentlichen Gegenstand der Erfindung bildet.
  • Dieser Stabilisator für die Endprodukte besteht aus einem Reiniger E, welcher auf einem Behälter F angeordnet ist. Letzterer ist, um eine bestimmte Kühlung der Flüssigkeit zu bewirken, entweder mit einer von Wasser durchflossenen Kühlschlange oder mit einem röhrenförmigen Kühlkörper versehen. Der obere Teil des Reinigers E ist von der Rektifikationssäule H vollständig getrennt. Der untere Teil der Rektifikationssäule H (s. Fig.3) ist unter Zuhilfenahme eines Rohres i mit dem unteren Teil des Kühlbehälters F bei 2 verbunden. Der obere Teil des Behälters F ist bei 3 unter Vermittlung des Rohres io mit dem oberen Teil des Reinigers E bei und endlich der Reiniger E durch e:n Rohr g mit der Lutterkolonne verbunden. Der aus dem unteren Teil der Rektifikationssäule H heraustretende Rücklauf gelangt durch das Rohr i, 2 in den Behälter F, wo er bis zu einer bestimmten Temperatur abgekühlt wird, darauf aus diesem Behälter durch 3, 1o, q. nach dem oberen Teil des Reinigers E. Aus dem abgekühlten Rücklauf wird in dem Reiniger E der größte Teil der Öle durch Kondensation abgeschieden; diese Öle können .durch gähne 8, 7 entfernt werden. Da die oberhalb des Reinigers E vorgesehene Rektifikationssäule H alkoholiEche Dämpfe erhält, die frei von Öl sind, arbeitet sie fast auf ihrer ganzen Höhe rektifizierend, wobei die Alkoholqualität im hohen Grade verbessert wird. Diese Anordnung bringt also den doppelten Vorteil mit sich, daß man im unteren Teil des Apparates, ohne dessen Höhe zu vergrößern, eine Reserve an hochprozentigem Alkohol besitzt, die genügend groß ist, um einen augenblicklichen Mangel auszugleichen, und daß andererseits diese auf eine bestimmte Temperatur abgekühlte Alkoholmenge das Hindurchgehen der Öle verhindert.
  • Gegenüber den bis jetzt bekannten Einrichtungen weist also die vorliegende Vorrichtung den Unterschied auf, daß der mit einer Kühlvorrichtung versehene Behälter F sich unterhalb einer ReinigungskamnierE befindet, welche aus dem Behälter die abgekühlte Flü##sigkeit aufnimmt. Der Behälter F wird hierbei durch den Rücklauf aus der Rektifikationssäule H gespeist, wodurch eine größere Alkoholreserve erzielt wird. Die Verbindung der Teile E und F bildet daher gewissermaßen einen Stabilisator für die Nachprodukte infolge des großen aufgespeicherten Alkoholvolumens, welches, in die Platten der Säule E eindringend, . sich dem Durchgang der Öle widersetzt.
  • Hierbei kann der Reiniger E auch in anderer Weise angeordnet sein. Er könnte saht dem Kühlbehälter F von der Rektifikationssäule B getrennt werden, ohne daß an der Art und Weise der Röhrenverbindung etwas geändert wird. Die aus dem Reiniger der Endprodukte entweichenden Alkoholdämpfe gelangen durch ein Verbindungsrohr . in die Rektifikatiorissäule H, von wo sie dann in den unteren Teil des selbsttätig wirkenden Kondensator-Analysators I strömen.
  • Die weitere Klärung vollzieht sich dadurch, daß die in sehr hohem Grade mit Atherteilchen beladenen Alkoholdämpfe, die sich im Verlaufe der Rektifikation bilden könnten, den Kondensator-Analysator I am oberen Teil verlassen und unten in einen ebensolchen Kondensator-Analysator J eintreten. Hier wird fast der gesamte Alkohol kondensiert und fließt auf die Platten der Klärvorrichtung K, in deren unterer» Teil eine Heizschlange vorgese'ren ist. Die hierbei erfolgende Verdampfung reißt den erwähnten Äther rnit, welcher durch den Analysator J und durch den Kühler L unter Zuhilfenahme einer Rohrsehlxtige nach dem entsprechenden Pröbierglas fließt.
  • Der vorstehend beschriebene Stabilisatorkann auch in Anlagen zur unmittelbaren Destillation und Rel@,tifikation' vorn- Wein verwandt werden, wie dies die .Fig. 2 zeigt. Bei dieser Vorrichtung wird das Reinigungsgefäß B für das Phlegma nach Fig. r zum Reiniger B für den' Wein, wie Fig. 2 erkennen läßt, wobei der Reiniger in diesem Falle unmittelbar auf die Destillationssäule A für den Wein aufgesetzt und nicht, wie im ersten Falle, von der Säule A getrennt ist.
  • Der «'ein, dessen Zufluß durch den Speiseregler T geregelt wird, tritt in den oberen Teil des Reinigers B der Vorprodukte ein, gelangt bis in den unteren Teil desselben und fließt von da durch einen >;Überlauf in die eigentliche Destillationssäule. Die Destillationsdämpfe gelangen in den Reiniger B der Vorprodukte, wobei ein Teil dieser Dämpfe zur Beheizung des Reinigers dient und die im Wein enthaltenen Vorprodukte mitnimmt. Ein an dem Ausflußrohr des Reinigers B vorgesehener Hahn X regelt den Abfluß de. die Vorprodukte enthaltenden Dämpfe nach der zur Konzentration derselben dienenden Säule C. Der Verlauf der Reinigung -ist derselbe wie bei der oben beschriebenen ununterbrochenen Rektifikation des Phlegmas.
  • Die aus der Destillationssäule A austretenden Dämpfe werden in den Reiniger E für die Endprodukte geleitet. Die Rückläufe aus der Rektifikationssäule und aus dem Reiniger E kehren in die Säule A zurück, um dort von neuem bearbeitet zu werden.
  • Alle andern Teile der Vorrichtung arbeiten in derselben Weise, wie dies bei der Vorrichtung zur ununterbrochenen Rektifikation des Phlegmas. beschrieben wurde.

Claims (1)

  1. PATENT-AN sPRUcH Vorrichtung zur ununterbrochenen Destillation und Rektifikation von Spiritus und anderen, flüchtigen sowie von vergorenen Flüssigkeiten, gekennzeichnet durch einen unmittelbar unter der Rektifikationssäule angeordneten, den Rücklauf aus der Rektifikationssäule aufnehmenden Behälter (Stabilisator), der ein Kühlsystem zur Kühlung des Rücklaufes besitzt, und auf dem eine Reinigungssäule (E) mit mehreren Plätten angeordnet ist, welcher der Rücklauf der Rektifikationssäule nach der Kühlung zugeführt wird.
DE1912320536D 1912-08-13 1912-08-13 Vorrichtung zur ununterbrochenen Destillation und Rektifikation von Spiritus und anderen fluechtigen sowie von vergorenen Fluessigkeiten Expired DE320536C (de)

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ID=6155770

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1912320536D Expired DE320536C (de) 1912-08-13 1912-08-13 Vorrichtung zur ununterbrochenen Destillation und Rektifikation von Spiritus und anderen fluechtigen sowie von vergorenen Fluessigkeiten

Country Status (1)

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DE (1) DE320536C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1063560B (de) * 1955-01-07 1959-08-20 Patentauswertung Vogelbusch Ge Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von hochgereinigtem Alkohol

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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