DE31995C - Friktions - Heizvorrichtung - Google Patents
Friktions - HeizvorrichtungInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24V—COLLECTION, PRODUCTION OR USE OF HEAT NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F24V40/00—Production or use of heat resulting from internal friction of moving fluids or from friction between fluids and moving bodies
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
Heizungsanlagen. --Xj- ''if f
Nachstehend erläuterte Heizvorrichtung erfordert keine- besondere Behandlung und Bedienung
und regulirt sich von selbst, kann aber auch nach Belieben von jedem Passagier
regulirt werden.
Die specielle Einrichtung der auf beiliegenden Blättern I bis III in Fig. 1 bis 16 dargestellten
Vorrichtung ist folgende:
Der Heizkörper besteht aus einer Walze A, _ welche durch geeignete Mechanismen von der
Radachse aus in Umdrehung versetzt wird, bei welchem Vorgang durch die Einwirkung von
Frictionsbacken, also durch Reibung auf dem directesten und rationellsten Wege, intensive
Wärme entwickelt wird, die in ihrer Entstehung sofort in den zu heizenden Raum ausstrahlt.
Der Antrieb der Trommel (Walze) geschieht durch Riemen oder ähnlich wirkende Mechanismen,
und wird der Andruck der Frictionsbacken durch stellbare Federn oder in anderer zweckentsprechender Weise bewirkt.
Die Frictionsbacken können entweder aus einem Stück H (s. Fig. 1, 2, 6 und 7) oder
mehreren (s. Fig. 4, 5, 9 und 12) bestehen; in letzterem Falle wird jede einzelne Backe B
durch eine besondere Feder F angedrückt.
Um die Heizwirkung automatisch regulireri zu können und allzu grofse Erwärmungen mit
positiver Sicherheit zu verhindern, ist der rotirende Heizkörper (hermetisch verschlossene
Walze) mit Wasser, Luft oder irgend einem anderen Stoff gefüllt, welcher durch seine Ausdehnung
den Regulirungsmechanismus in Activität setzt. Zu diesem Zwecke ist die gefüllte
Walze mit der elastischen Platte ρ versehen, welche den Druck der expandirenden Flüssigkeit
aufnimmt und denselben mittelst Stange q auf einen Hebelmechanismus r überträgt, welcher
den Druck der Prefsfeder vermindert bezw. die Frictionsbacke vom Umfang der Trommel abhebt, bei welchem Procefs die
Regulirung so lange wirkt, bis die Temperatur bezw. Spannung im Innern der Trommel geringer
geworden ist, der oder die Frictionsbacken wieder angeprefst werden und die Wärmeerzeugung
von neuem beginnt.
Will ein Passagier die Wärme ganz abstellen oder vermindern, so wird mittelst der
als Schraubspindel wirkenden Stellstange a, welche mit dem Stellhebel B, Fig. 4, verbunden
ist, ebenfalls die Wirkung der Feder auf die Frictionsbacke aufgehoben oder geschwächt.
Das Andrücken der Frictionsbacke kann unter Zuhülfenahme von verschiedenen Mechanismen
bewirkt werden, ebenso kann die Expansionsplatte ρ ihre Wirkung auf verschiedene Mechanismen
äufsern, wie z. B. auf Blatt II, Fig. 11 und 12, dargestellt ist.
Es ist bei dieser Anordnung wegen des Vor- und Rückwärtslaufes des Wagens Frictionskupplung
in Anwendung gebracht, welche mit Hülfe der Hebel m, Stange η und Rückgabel
0 durch Wirkung der Expansionsplatte beeinflufst wird, jedoch auch durch die Passagiere
abgestellt werden kann, wozu die Stellstange α mit dem Daumen c dient, welche die
Wirkung der Andrückfeder F mindert. Das Aneinanderrücken der Frictionskupplung wird
übrigens in erster Linie durch das Nachinnengehen der Expansionsplatte herbeigeführt, so-,
bald in der Trommel eine Abnahme der Temperatur und Spannung eintritt.
Die Heizvorrichtung läfst sich nicht nur allein
für Eisenbahnwagen verwenden, sondern überall da, wo z. βΛ-Wasserkraft oder überhaupt mechanische
Kraft, vorhanden ist, die sich ohne Verlust in' 'directe Wärme verwandeln läfst. Jedenfalls
ist aber speciell für Eisenbahnen die Vorrichtung von ganz entschiedenem Werth und
grofsem Vortheil, da sie sehr einfach ist, weil viel Personal gespart, bequem regulirt werden
kann und sich selbst sicher regulirt, wie auch jede unrationelle Wärmestrahlung vollständig
vermieden wird.
Zur Verwendung der Frictionsheizvorrichtung in Arbeitsräumen und an anderen Orten, wo
die mechanische Kraft zu deren Betrieb hinzuführen ist, läfst sich ihre Anordnung solcher
Art bewerkstelligen, wie Blatt III in Fig. 15
und 16 zeigt. Es läfst sich der Heizcylinder A ebensowohl, auf dem Fufsboden angebracht,
von einem Geländer G umgeben, als in beliebiger Höhe an Wänden, nach Art von Transmissionstheilen, durch mit Schrauben oder
auf sonst andere Weise befestigte Consollager L getragen, anordnen, um durch einen
Riemen R oder i?' von der Scheibe S oder S1
an der Welle W in Betrieb gesetzt zu werden; Im übrigen läfst sich die Einrichtung unter
Berücksichtigung des Punktes der Betriebsmöglichkeit ihrer sonstigen Einfachheit wegen
in jeder erforderlichen Weise anbringen.
Die Regulirung des Heizens geschieht bei der Anordnung der Vorrichtung am Fufsboden
durch den Handgriff Mund dieFrictionskupplung in der bei den Fig. 11 bis 14 bereits erwähnten
Weise und bei der Placirung an der Wand durch Verlängerung der Gabel 0 in den Hebel N,
der bis zu handlicher Höhe herabreicht und an der Führung P zwischen den gegebenen Grenzen
beliebig festgestellt werden kann.
Claims (2)
1. Die Regulirvorrichtung, bestehend in der
Anordnung des hohlen, rotirenden Heizkörpers A, dessen Inhalt sich bei Temperaturzunahme
ausdehnt und auf einen Kolben oder eine elastische Platte ρ wirkt,
welche letztere mittelst Hebelmechanismus den Druck der Frictionsbacken vermindert
oder die Rotation der Trommel und so die Wärmeerzeugung aufhebt.
2. Die Einrichtung, die Heizwirkung der Vorrichtung direct reguliren zu können, indem
mittelst Stange α der Druck der Frictionsscheiben an einander gemindert oder aufgehoben
oder die Rotation der Trommel A sistirt wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE31995C true DE31995C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=308042
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT31995D Expired DE31995C (de) | Friktions - Heizvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE31995C (de) |
-
0
- DE DENDAT31995D patent/DE31995C/de not_active Expired
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