DE319130C - Exzenterpresse, bei welcher die lebendige Kraft eines Schwungrades zur Erzeugung des Arbeitsdruckes benutzt wird - Google Patents

Exzenterpresse, bei welcher die lebendige Kraft eines Schwungrades zur Erzeugung des Arbeitsdruckes benutzt wird

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DE319130C
DE319130C DE1918319130D DE319130DD DE319130C DE 319130 C DE319130 C DE 319130C DE 1918319130 D DE1918319130 D DE 1918319130D DE 319130D D DE319130D D DE 319130DD DE 319130 C DE319130 C DE 319130C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B1/00Presses, using a press ram, characterised by the features of the drive therefor, pressure being transmitted directly, or through simple thrust or tension members only, to the press ram or platen
    • B30B1/26Presses, using a press ram, characterised by the features of the drive therefor, pressure being transmitted directly, or through simple thrust or tension members only, to the press ram or platen by cams, eccentrics, or cranks

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Description

  • Exzenterpresse, bei welcher die lebendige Kraft eines Schwungrades zur Erzeugung des Arbeitsdruckes benutzt wird Die Erfindung betrifft eine Exzenterpresse, bei welcher die lebendige Kraft eines Schwungrades zur Erzeugung des Arbeitsdruckes benutzt wird. Die Erfindung besteht in der Anordnung von zwei Reibscheiben zu beiden Seiten des Schwungrades, durch welche das letztere im einen oder anderen Sinne angetrieben werden kann.
  • Der Reibscheibenantrieb ist bei Spindelpressen bereits bekannt. Durch die Anordnung des Reibscheibenantriebes bei Exzenterpressen werden die Vorteile beider Pressenarten unter Vermeidung ihrer Nachteile miteinander vereinigt. Es wird eine Exzenterpresse geschaffen, die sich sowohl für Schnitt-oder Stanz- als auch für Präge- und Gesenkschrniedearbeiten eignet.
  • Bei den bekannten Exzenterpressen wird es als großer Übelstand empfunden, daß das Schwungrad zum Stillstand kommt, wenn der Arbeitswiderstand größer . als die lebendige Kraft des Schwungrades ist. Der Antriebsriemen fällt in diesem Falle in der Regel ab, und es ist mit Schwierigkeiten und Zeitverlust verbunden, die Presse wieder arbeitsbereit zu machen. Dieser Fall tritt besonders häufig dann ein, wenn mit der Exzenterpresse Präge- oder Schmiedearbeiten ausgeführt werden , sollen, weshalb zu diesen Arbeiten in der Regel Friktionsspindelpressen benutzt werden. Durch. die Anordnung des Reibscheibenantriebes wird erreicht, daß in den Fällen, wo das Schwungrad infolge zu großen Arbeitswiderstandes zum Stillstand kommt, durch einfaches Verschieben der Reibscheiben das Schwungrad sofort im anderen Drehsinne angetrieben werden kann, der Pressenschieber also vor Beendigung seines Hubes wieder nach oben geht. Die Erfindung ermöglicht also die Ausführung jeder Art von Präge- und Schmiedearbeiten auf Exzenterpressen. Die Verschiebung der Reibscheiben erfolgt in den Fällen, wo mit dem Stillstand des Schwungrades von vornherein zu rechnen ist, am besten schön vor Beginn des Arbeitsdruckes, und zwar zweckmäßig selbsttätig, um Zeitverluste zu vermeiden.
  • Die mit Reibscheibenantrieb ausgerüstete Exzenterpresse arbeitet. etwa doppelt so schnell .wie eine Friktionsspindelpresse. Der für sie erforderliche, Raum kann eine wesentlich geringere Höhe besitzen, als für Friktionsspindelpressen erforderlich ist. Ein gemauertes Fundament ist selbst bei den schwersten Pressen nicht unbedingt erforderlich, weil das Bestreben des Verdrehens um die senkrechte Achse nicht besteht. Aus dem gleichen Grunde findet auch das sogenannte Mahlen, d. h. ein Verdrehen der Werkzeuge gegeneinander, bei etwas abgenutzter Führung nicht statt, wodurch die Werkzeuge mehr geschont werden. Endlich besteht die Möglichkeit, mit einem und demselben Pressenschieber sowohl gleichzeitig als auch nacheinander Schnitt- und Prägearbeiten auszuführen, ferner Pressen mit zwei oder mehr Schiebern auszustatten, die von einem und demselben Schwungrad bewegt werden, im übrigen aber vollständig unabhängig voneinander sind.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs- Beispiel der neuen Exzenterpresse in Fig. z in Seitenansicht, und in Fig. z in Vorderansicht dargestellt.
  • Auf der Exzenterwelle a ist, durch eine Kupplung b lösbar damit verbunden, . ein Stirnrad c angeordnet, das in ein auf der Schwungradwelle d befestigtes Ritzel e eingreift. Auf jeder Seite des auf der Welle d sitzenden Schwungrades f ist eine Reibscheibe g1, g2 angeordnet, die auf einer gemeinsamen Welle h befestigt. sind, welche ihren Antrieb durch _ Fest- und Losscheibe erhält. Die Welle h kann mittels des Gewichtshebels i verschoben werden, um entweder das Reibrad g1 oder g2 zur Anlage an das Schwungrad zu bringen, d. h. letzteres im einen oder anderen Sinne anzutreiben.
  • Die Arbeitsweise der neuen Presse ist folgende: Bei senkrecht stehendem' Gewichtshebel i werden zunächst durch Überleiten des Antriebsriemens auf die Festscheibe die Reibscheiben g1, g2 in Umdrehung versetzt. Wenn diese ihre volle, Geschwindigkeit , erreicht haben, wird der Gewichtshebel i nach der rechten Seite gelegt. Hierbei kommt die Reibscheibe g1 ,mit dem Schwungrad in Berührung, und dieses nimmt mit steigender Geschwindigkeit an der Umdrehung teil. Ist im Schwungrad eine genügende Kraft aufgespeichert, so wird durch Niederdrücken des mit der Kupplung b verbundenen. Fußtrittes k das bisher leer laufende Zahnrad c mit der Exzenterwelle a gekuppelt, so daß die lebendige Kraft des Schwungrades - durch die Exzenterwelle auf den Pressenschlitten und dadurch auf das Werkstück übertragen wird. Kommt bei zu großem Arbeitswiderstand das Schwungrad zum Stillstand, so wird der Gewichtshebel i nach links umgelegt und die Reibscheibe g2 zur Anlage an das Schwungrad gebracht: Letzteres wird dann sofort im umgekehrten Sinne wie vorher angetrieben, so daß der Pressenschieber angehoben wird, ohne seine tiefste Stellung erreicht zu haben. Das Umlegen des Gewichtshebels erfolgt in den Fällen, wo mit dem Stillstand des Schwungrades von vornherein zu rechnen ist (also bei Präge- 'und Schmiedearbeiten), am besten schon vor Beginn des Arbeitsdruckes, und zwar zweckmäßig selbsttätig durch am Pressenschlitten angeordnete einstellbare Anschläge.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Exzenterpresse, bei welcher die leben-, dige Kraft eines Schwungrades zur Erzeugung des Arbeitsdruckes benutzt. wird, gekennzeichnet durch die Anordnung von zwei Reibscheiben (g1, g2) zu beiden Seiten des Schwungrades (f), durch welche das letztere im einen oder anderen Sinne angetrieben werden kann.
DE1918319130D 1918-01-11 1918-01-11 Exzenterpresse, bei welcher die lebendige Kraft eines Schwungrades zur Erzeugung des Arbeitsdruckes benutzt wird Expired DE319130C (de)

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