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Korbflechtmaschine. Vorliegende Erfindung betrifft eine Korbflechtmaschine
zur mechanischen Herstellung von Körben aller Art nebst Deckeln und Boden.
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Einige Ausführungsformen einer -derartigen Maschine sind in der Zeichnung
als Beispiel dargestellt.
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Fig, i zeigt die Maschine in Seitenansicht. Fig. 2 ist eine Rückansicht.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach A-A der Fig. i bei entfernter Arbeitsplatte. Fig. 4
ist eine Draufsicht auf die die Antriebsteile tragende Säule. Fig. 5 zeigt den Arbeitstisch
mit den daran liegenden Antriebsteilen und dem Rahmen für das Arbeitsstück in der
Anfangsstellung. Fig. 6 und 7 zeigen zwei weitere Stellungen des Rahmens. Fig. 8
ist ein Schnitt durch ,den Tisch nach B-B der Fig. 5, Fig. g ein Schnitt nach C-C
der Fig. 6 in vergrößertem Maßstab, Fig. io ein Schnitt nach D-D der Fig..g. Fig.
ii zeigt eine andere Stellung der aus Fig. 3 ersichtlichen Antriebsteile. Fig. 12
ist eine Vorderansicht dieser Teile. Fig. 13 ist ein Schnitt nach E-E der Fig. ii.
Fig. 14 ist ein Schnitt durch das Kopfstück in vergrößertem Maßstab, Fig. 15 ein
Schnitt nach F-F der Fig. 14. Fig. 16 zeigt die Bewegungseinrichtung für das Zuführungsrohr
und die Stakenhalter in Draufsicht, und Fig. 17 in Ansicht in vergrößertem Maßstab.
Fig. 18 zeigt das Arbeitsgestell von der Längsseite, und Fig. ig von der Querseite.
Fig. 2o ist der Rahmen in Draufsicht, Fi,g. 21 ein Schnitt nach G-G der Fig. 2o,
und Fig. 22 nach H-H der Fig. 2o. Fig. 23 zeigt ein Eckstück der Flechtung. Fig.24
zeigt verschiedene Stellungen des Flechtrohres nebst .Stakenhalter. Fig. 25 zeigt'
eine Einrichtung zur Herstellung runder Körbe. Fig. 26 ist ein Schnitt nach j-J
der Fig. 25. Fig. 27 zeigt ein Antriebsrad für runde, einseitig abgeflachte Körbe.
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Die Maschine besteht aus einer Säule i, die durch die Stellvorrichtung
2 (Fig.. 2) für die Größe der herzustellenden Ware in ihrer Höhe verändert werden
kann. Im unteren. Teil der Säule i ist die Antriebswelle 3 gelagert, auf der die
Riemenscheibe 4 und ein Zahnrad 5 sitzt. Auf einer in der Säule i gelagerten Welle
6 ist ein Rahmenstück 7 gelenkig befestigt. Auf dem Rahmen kann eine Platte 8 zur
Aufnahme des Gestelles zur Herstellung des Warenstückes in geeigneter Weise befestigt
werden. Durch eine Stellvorrichtung g ist der Rahmen wagerecht oder .geneigt einzustellen.
Die Platte 8 ist mit verstellbaren Füßen io versehen.
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In dem Rahmen 7 ist eine Welle ix gelagert, auf welcher innerhalb
des Rahmens lose ein Schneckenrad 12, das mit einem Zahnrad 13 und einem Kronengesperre
14 verbunden ist; und ein Zahnrad 15, das mit einem Kronengesperre 16 verbunden
ist, aufgeschoben s:nd. Eine über den Rahmen hinausgehende Verlängerung der Welle
1i trägt noch zwei fest mit ihr verbundene Zahnräder .17 und 18. Das Zahnrad 18
greift in ein Zahnrad :ig ein, das auf einem Zapfen 2o sitzt, - der an dem einen
Rahmenschenkel befestigt ist. Auf
diesem -Zapfen sitzt noch .ein
zweites Zahn- . rad 21, das mit dem Zahnrad 5 der Antriebswelle 3 in Eingriff steht.
Die beiden Kronen-. gesperre 14 und- 16 sind ,gegeneinander .ge-. richtet. Zwischen
diesen sitzt auf der Welle 1z eine mit doppeltem Kronengesperre versehene; durch
Nut und Feder in der Drehrichtung mit dieser verbundene, in der Längsrichtung verschiebbare
Muffe 22, die durch den. in eine Ringnut der Muffe eingreifenden Arm 23 eines .
im Rahmen 7 gelagerten Doppelhebels mit den Sperrteilen 14 oder 16 in Eingriff gebracht
werden kann. An dem anderen Arm 24 dieses . Doppelhebels ist ein Arm 25 angelenkt,
'an welchem der Arm 26 eines weiteren im Rahmen 7 i befestigten-Doppelhebels angreift.,.
Der Arm 25 trägt einen aufwärts gerichteten, durch die Platte 8 hindurchnagenden
Anschlag 27 (Fig.12). An den Arm 24 greift eine am Rahmen 7 befestigte Feder 28
an, die bestrebt ist, den Arm gegen den Rahmen zu ziehen. .
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Am Rahmen 7 ist eine Welle 29 gelagert, die an einem Ende einen neben
dem Rand der Platte 8 aufwärts stehenden Anschlag 30 trägt (Fig: 12).
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Bei 31 ist ein Winkelhebel gelagert (Fig. 13), dessen Arm 32 zwischen
dem Rahmen 7 und der Welle 29 hochragt. In Höhe dieses Armes 32 sitzt auf der Welle
ein Anschlag 33; durch eine Feder wird der Arm in seiner Lage gehalten. Der
wagerechte Arm 34 des Winkelhebels ist am freien Ende' mit einem Sperr-" stück 35
verbunden, das sich gegen den Arm 24 des in die . Muffe 22 eingreifenden Doppelhebels
legt und diesen entgegen der Wirkung der Feder 28 hält, so daß hierdurch die Muffe
j mit ihrem Gesperre und mit dem Gesperre 14 in Eingriff gehalten wird. Bei 36 .
ist ein zweiarmiger Hebel gelagert (Fig. 12), dessen Ende 37 mit einem -am Ende
der Welle 29 sitzenden Anschlag 38 in Berührung ist: Der andere Arm ruht mit seinem.
abgeschrägten Ende 39 auf dem Ende des Armes 4o eines Doppelhebels (Fig. 1i), dessen'
anderer Arm- 26 mit dem Arm 25 in Verbindung steht.
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Auf der Welle 6 sitzt ein Zahnrad 41, das durch Kette 42 mit dem Zahnrad
13 in Verbindung steht. An dem einen Ende trägt die Welle 6. ein Kegelrad 43, das
mit einem Kegelrad 44 zusammenwirkt, welches auf einer senkrechten, in Lagern geführten
Welle 45 -sitzt (Fig. 2). Die Welle 45 ist verstellbar eingerichtet, um entsprechend
der Verschiebung der Säule 1 eingestellt werden zu können.
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Am oberen Ende der Säule ist eine. Welle 46 gelagert, die an dem .einen
Ende ein Kegelrad 47 trägt; das mit einem am oberen Ende der Welle 45 sitzenden
Kegelrad 48 in Eingriff steht. Am; anderen Ende trägt die Welle 46 eine- Nockenscheibe
49. Auf der Welle 46 sind weiter . die Scheiben 5o und 5o1, die je eine Kurvennut
besitzen, sowie die Scheibe 51, d-,-*.e mit zwei Kurvennuten versehen ist, angeordnet
(Fig. 16).
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An der Säule i ist ein Lagerbock 52 befestigt, in welchen vier Stangen
53, 54, 55 und 56 geführt sind. An den Enden der Stangen 54 und 55 sitzen Führungsstücke,
die in den Nuten der Scheibe 51 laufen. Die anderen Enden der Stangen sind durch
Gelenke 57 mit einem ringförmigen Teil 58 verbunden (Fig. 15). In dem Teil 58 sitzt-
ein oben verbreitertes Rohrstück 59, das als Zahnrad 6o ausgebildet ist (Fig. 14).
Das Rohrstück besitzt eine Nut, in welche das Zu ; Führungsrohr 61 für das Flechtmaterial
62 eingelegt wird. . Durch die Scheiben 63, 631; welche durch die Stange
64 miteinander verbunden sind und durch die Mutter 65 ver= schraubt werden können,
kann das Rohr 61 in beliebiger Höhe festgeklemmt werden. Auf das unten aus dem Teil
58 herausragende Rohrstück 59 ist ein Ring 66 aufgeschraubt, der eine Vertiefung
besitzt, in die ein im Teil 58 sitzender, unter Federdruck stehender Bolzen 67 eingreift,
so daß die Teile 58 und 59 miteinander verbunden sind. Das obere Ende des Rohres
61 ist zweckmäßig trichterförmig erweitert.
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Am unteren Ende ist seitlich eine Rolle 68 gelagert, damit das eintretende
Flechtmaterial 62 nicht durch den Rohrrand beschädigt wird.
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Die Stange 53 ist mit einem Führungsstück versehen, das in der Nut
der Scheibe 50 läuft, und Stange 56 mit einem in der Scheibe 5o1 laufenden Führungsstück.
An da, freie Ende der . Stange 53 ist ein Arm 69 angelenkt, an dem die Stakenhalter
70, 7o1 befestigt sind. An dem Arm 69 ist noch ein Arm 71 befestigt, der an, dem
Ende der Stange 56 geführt- ist. Auf dem Lagerbock 52 sitzen zwei miteinander in
Eingriff befindliche Zahnräder 72, 73. Bei . Rückbewegung der Stangen 54, 55 kommt
das am Rohrstück 59 sitzende Zahnrad 6o mit dem Zahnrad 72 in Eingriff. Das Zahnrad
73 sitzt .am Ende einer senkrechten; ebenfalls verstellbaren Welle 74, die am unteren
Ende ein Kegelrad 75 trägt,, das im Rahmen 7 gelagert ist und mit einem auf einem
Zapfen gelagerten Kegelrad 76 in Eingriff steht (Fig. 3). Auf demselben Zapfen sitzt
noch ein Zahnrad 77, das durch Kette 78 mit dem Zahnrad 15 in Eingriff steht. An
der Säule z ist ein Arm 79 befestigt, in welchem eine als Klopfer wirkende Stange
8o gelagert ist. Das hintere Ende dieser. Stange ist mit einer an der Säule senkrecht
geführten Stange 81 in Verbindung, deren oberes Ende unter die Nockenscheibe 48
reicht. Auf der Stange 81 sitzt eine Feder 82, die unten auf den Arm 79 stößt und
oben von einer auf der Stange 81 befestigten Muffe gehalten wird.
Die
auf dem Rahmen 7 .befestigte Platte 8 trägt einen Stift 83, der zweckmäßig mit einer
Rolle versehen- ist (Fig. 5). Die gegen die Säule gerichtete Seife der Platte ist
mit Führungsschienen 84, 841 versehen.
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Bei 85 (Fig.8) ist unter der Platte ein Winkelhebel gelagert, an dessen
Arm 86 ein durch die Platte reichender Stift 87 angreift, der mit einer auf der
Platte befestigten Feder . 88 verbunden ist. An den anderen Arm 89 des Winkelhebels
greift eine Stange jo an, die mit dein Arm gi eines Doppelhebels in Verbindung steht.
Der andere Arm 92 dieses Doppelhebels stößt gegen einen Stift 93 eines auf der Platte
beweglich gelagerten Zapfens 94.
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Unter der Platte ist eine Welle 95 gelagert, die an einem Ende ein
fest mit ihr, verbundenes Zahnrad 96 trägt, das mit dem Zahnrad 17 in Eingriff steht.
Das andere Ende trägt ein loses mit einem Kronengesperre verbundenes Zahnrad 97.
Das Zahnrad 97 greift in ein auf einer Welle 98 sitzendes Zahnrad 99 (Fig. 6). Auf
der Welle 98 sitzt noch eine Schnurscheibe ioo.
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Unter der Platte 7 ist noch ein Doppelhebel gelagert (Fig: 6), der
mit einem Arm ioi durch ein Zwischenglied io2 mit dem Arm 24 verbunden- ist. An
dem anderen Arm 103 ist eine Stange 104 angelenkt, durch die ein auf der Welle g5
sitzendes `verschiebbares, aber mit ihr drehbares Kronengesperre 105 verschoben
werden kann. Die Platte 8 besitzt noch eine schräg verlaufende Führungsnut io6,
in -welcher ein mit einem Stift 107 versehenes Führungsstück io8 gleitet.
An diesem Stück ist eine . Schnur befestigt, die über Führungsrollen nach .der Scheibe
ioo geht, an der sie befestigt ist.
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Die Vorrichtung zur Herstellung des Warenstückes besteht aus einem
,Rahmen iog, der die Form des herzustellenden Korbes besitzt. Der Rahmen ist an
allen vier Seiten verzahnt.
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Auf diesem Rahmen ist in den Stützen iio ein kastenartiges Gestell
iii befestigt (Fig. i); das an den oberen Ecken Rollen 112 trägt, über die Seile
113 geführt sind, deren Enden an einer im Rahmen iog hängenden Platte 114 befestigt
sind. Die anderen Endender Seile 113 sind auf im unteren Teil des Gestelles gelagerte
Wellen 115, 1151 aufgewickelt. An dem Rahmen iog sitzen kurz vor jeder Ecke wagerecht
vorstehende Anschläge 116. Außerdem sind an diesen Stellen innen Blattfedern 117
befestigt, an deren freien Enden in den Rahmen reichende Stifte 118 sitzen.
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Die Wellen 115 und 1151 tragen .Zahnräder, die durch eine Kette miteinander
verbunden sind. An dem einen Ende der Welle 115 sitzt ein Schaltrad iig, das durch
eine am Gestell iii befestigte Sperrklinke i2o, die durch eine Feder im gehalten
wird, am Drehen .verhindrt wird. Das Schaltrad iig liegt in der Bahn' eines an der
Platte B befestigten Anschlages 122. 123 sind die Staken, des her-, zustellenden
Korbes.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende Es soll .angenommen
werden, daß ein rechteckiger Korb mit etwas schräg stehenden Seitenwänden herzustellen
sei. Auf die Platte 8 wird dann der Rahmen iog gelegt, und zwar so, daß der Rollenstift
83 in der einen Ecke des Rahmens liegt, wie Fig. 5 zeigt. . Auf der Plätte 114 wird
der fertiggestellte Korbboden befestigt und werden die Staken 123 in die
für die Form des Korbes erforderliche Läge gebracht. Die Platte 8 wird nun 'durch
die Stellvorrichtung 9 so eingestellt, däß die Staken 123 in der Arbeitsstellung,
d. h. in Höhe des Zuführungsrohres 61 für das Flechtmaterial 62, lotrecht stehen..
Die Platte 114 befindet sich in ihrer höchsten Stellung. Das Rohr 61 steht mit seiner
unteren Öffnung in Höhe des Korbbodens. Die Muffe 2a nimmt ihre rechte Stellung
ein, so daß das Kronen-!@ gesperre 14 eingerückt ist (Fig. 3). Durch die auf den
Arm, 24 wirkende Sperrvorrichtung .35 wird die Muffe in dieser Lage gehalten. Wird
nunmehr die Maschine durch die Riemenscheibe 4 angetrieben, so wird die Schnecke
12, die in die Verzahnung des Rahmens iog #eing -eift, gedreht. Dadurch wird der
Rahmen zwischen Rolle 83 und Führungsschienen 84, . 841 nach rechts bewegt. Durch
die Kettenübertragung 13, 42, 41, 6, 43, 44 erfolgt gleich-' zeitig eine Drehung
der senkrechten Welle 45 und durch diese vermittels der Kegelräder 48, 47 der Welle
46 mit den Kurvenscheiben 50, 501, 51. Durch die in den Kurvenscheiben der
Scheibe 5o geführten, im Bock 52 gelagerten Stangen wird der vorn. an diesen Stangen
sitzende Teil 58 hin und her bewegt und macht gleichzeitig eine Schwingbewegung
um seine Achse nach rechts und links. Das Rohr .61, welches das Flechtmaterial 62
zuführt, wird so, wenn es zunächst an .der Innenseite eines Stakens steht, zwischen
zwei Staken nach außen bewegt und; da sich der Rahmen iog gleichzeitig weiterbewegt,
bei der Rückbewegung zwischen den nächsten Staken wieder nach innen kommen, wodurch
die bekannte . schlangenlinienförmige' Flechtung bei wirkt wird. In Fig. 24 sind
verschiedene Stellungen des Rohres 6= .dargestellt. Stellung a' zeigt das Rohr nach
Beendigung des Weges zwischen den Staken 5 und 6 hindurch . nach innen in Höhe des
Stakens 5. In Stellung b ist das Rohr auf dem Wege nach .außen zwischen den Staken
4 und 5 Jdargestellt. In Stellung c steht das Rohr nach Beendigung dieses Weges
vor Staken 4 und in Stellung d
auf dem Weg .nach. innen zwischen
Staken 3 und 4. ; Aus diesen .Stellungen ist auch ersichtlich, #:aß die am unteren
Ende des Rohres befind- . liche Rolle 68, über die das Flechtmaterial abläuft, sich
der Flechtrichtung entsprechend einstellt. Damit die Staken während des Flechtens
ihre Lage nicht verändern können und durch das Rohr 61 nicht weggedrückt werden,
ist der Arm 69 vorgesehen, der die Stakenhalter 7o, 7o1 trägt. Durch die
in den Kurven der Scheiben 50, 501 geführten Stangen 53 und 56 erhält der
Arm 69 eine Vor- und Rückbewegung sowie eine Schwenkbewegung, so daß entsprechend
der Stellung des Zuführungsrohres 61 immer der eine oder der andere Halter 70, 70'
von . der anderen Seite - gegendrückt. Steht also das Rohr 61 innen, so hält der
außenstehende Halter 701 den betreffenden Staken,. geht das Rohr mit dem
Material nach außen, schwenkt der Arm, so . daß beim nächsten Staken der Halter
70 von innen gegendrückt.
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Die Stellung und Bewegung . der Staken-Halter ist ebenfalls aus Fig.
24 ersichtlich. In Stellung ä legt sich der Stäkenhalter 7o' außen gegen den Staken
5. Da sich das Gestell mit den Staken in der Pfeilrichtung. ständig bewegt, so muß
der Stakenhalter außer der Vor- und Rückbewegung noch eine seitliche Drehbewegung
machen. , Neben der Stellung a sind die Stakenhalter 70, 7o1 entsprechend dieser
Flechtstellung nochmals dargestellt. Diese bewegen sich in Richtung des !, Pfeiles
entsprechend der fortschreitenden j Flechtbewegung; die linke Stellung ist die der
Flechtstellung b entsprechende. Neben Stellung c sind die Stakenhalter 70, 7o1 nochmals
dargestellt, wobei der Stakenhalter 70 in Wir- . kung ist und sich der Pfeilrichtung
entsprechend in die linke mit der Flechtstellung d übereinstimmende Stellung bewegt.
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Die Vor- und Rückbewegung der an der Stange 69 sitzenden Stakenhalter
7o, 7o1 wird durch die in der Kurve der Scheibe 5o geführte Stange 53 herbeigeführt.
Die Schwenkbewegung bewirkt die Kurve der Scheibe 50= vermittels der Stange 56,
die mit der mit der Stange 69 verbundenen Stange 71 in Verbindung steht.
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Die Flechtbewegung erfolgt während derdurch die Schnecke 12 bewirkten
geradlinigen Vorwärtsbewegung des Rahmens iog ständig. Kurz bevor das Ende einer
Rahmenseite an die Schnecke 12 kommt, stößt ein Anschlag 116 gegen den Anschlag
30. Durch den auf der Welle 2g sitzenden Nocken 33 wird de. Arm 32 des Winkelhebels
entgegen der Wirkung der Feder bewegt, . wodurch sich der Arm 34 abwärts bewegt
und das Sperrstück 35 abwärts zieht, wodurch der Arm 24 frei wird. Dadurch kann
:man die an diesem Arm sitzende Feder 28 auf der Welle verschieben und kommt deren
Sperre mit dem Gesperre 16 des Rades -i5 in . Eingriff. . Um die Aus,-, und
Umschaltung . des Gesperres sicher zu bewirken; ist noch eine Hebelanordnung vorgesehen.
_ Bei Bewegung der Welle 2.9 wird durch den Anschlag 38 auf den Arm 37 eines Doppelhebels
gedrückt, dessen abgeschrägte Fläche des anderen Armes 39 auf den Arm -4o
wirkt, diesen zurückdrückt, den Arm 24 heranzieht und so die Wirkung der Feder,
durch welche die Umschaltung des Kronengesperres erfolgt, unter-s tützt.
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Durch- die Umschaltung des Gesperres wird die Drehung der Schnecke
12 und dadurch die Vorwärtsbewegung des Rahmens zog unterbrochen. Der Führungsstift
83 ist über die federnde Klinke 118. hinweg in die Rahmenecke gekommen und wird
in dieser durch die Klinke gehalten. Durch die Umschaltung kommt nun das Rad 15
in Drehung und bewegt gleichzeitig durch die Kettenübertragung 15
das Rad
77. Durch die bei der Umschaltung erfolgende Bewegung des Armes 24 wird der Teil
io2 mitbewegt und durch diesen' der Doppelhebel ioi, io3. Die an den Arm 103 angreifende
Stange 104 verschiebt das Kronengesperre, i05 und bringt dieses mit dem Gesperre
des Zahnrades 97 in Eingriff, so daß sich das Zahnrad nun mit der Welle
95 drehen muß. Da das Zahnrad 97 mit dem Zahnrad 9g in Eingriff steht,
kommt so auch die Rolle in Umdrehung, an der das Ende der mit dem Führungsstück
io8 verbundenen Schnur befestigt ist. -Die Schnur wird dädurch aufgerollt, wodurch
dieses Stück io8 mit dem Stift 107 in der Führungsbahn vorgeschoben wird. Da der
Stift io7 am inneren Rand des Rahmens iog liegt, zieht er hierbei den Rahmen, der
durch den Stift 83 einen festen Drehpunkt erhalten hat, um go° herum. Bei Beendigung
der Schwenkbewegung stößt die anschließende Rahmenseite gegen den Anschlag 27. Dadurch
wird der mit diesem verbundene Arm 24 zu-. rückgedrückt, wodurch der Doppelhebel
23, 24 ebenfalls bewegt wird und die Muffe 22 wieder mit dem Gesperre 14 in Eingriff
. kommt. Durch die auf den Winhelhebel 32, 34 wirkende Feder wird das an diesen
angeschlossene Sperrstück 35 wieder gegen den Arm 24 gelegt und hält diesen in seiner
Lage.
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Während die Muffe links gekuppelt ist, tritt für die Eckflechtung
der Antrieb in Wirkung. Durch die Kette 78 wird das Rad 77 und die Kegelräder 76,
75 gedreht, hierdurch die Welle 74 und das Zahnrad 73 bewegt, das auf das Zahnrad
72 wirkt. Bei der Rückbewegung des Rohrstückes 58 kommt das Zahnrad 6o jedesmal
mit dem Zahnrad 72 in Eingriff, was .aber, solange die Linkskupplung
nicht
erfolgt ist, ohne jeden Einfluß bleibt. Ist nun die Muffe 22 mit dem Gesperre 16
in Eingriff gebracht; so ist gleichzeitig die Bewegungsübertragung von dem Kettenrad
dee. Gesperres 14 nach der Welle 46 unterbrochen, so daß der .Rohrteil 58 in seiner
Lage verbleibt. Um für jede Flechtlage bei den einzelnen Staken eine entgegengesetzte
Flechtung zu erzielen, muß die Zahl der Staken eine Ungleiche sein, so daß der Flechtzylinder
einmal innerhalb, einmal außerhalb des Stakens steht.
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Ist die Flechtung bis Eckstaken E durchgeführt und steht der Flechtzylinder
innen, so ist das Zahnrad 6o vom Zahnrad 72 entfernt (Fig. i). Durch die Umkupplung
des Getriebes bleibt der. Zylinder bei der jetzt folgenden Drehung des Rahmens log
in seiner Lage und setzt sich dann die Flechtung des anderen Seitenteiles fort (a,
Fig. 23). Steht der Flechtzylinder außen, so ist das Zahnrad 6o mit dem Zahnrad
72 in Eingriff (Fig. 17). Da der Zylinder in seiner Lage bleibt und das Zahnrad
72 durch die erfolgte Umkupplung in Drehung versetzt ist, muß das Zahnrad 6o dieser.
Bewegung folgen. Das durch den Stift 67 mit dem Zylinder 58 verbundene Rohrstück
wird gedreht und mit diesem das Zuführungsrohr 61, das hierbei eine Kreisbewegung
um den Eckstaken macht und das Flechtmaterial herumlegt (b, Fig. 23).
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Nach Vollendung der Umdrehung schnappt der Stift 67 wieder in die
Vertiefung des Ringes 66, die Drehbewegung des Rahmens log ist beendet, die Kupplung
wieder umgeschaltet, so daß nun wieder die übliche Flechtbewegung fortgesetzt wird.
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Entsprechend der fortschreitenden Höhe des Flechtens wird das Warenstück
nach jeder Drehung etwas gesenkt. Dies geschieht durch das Schaltrad iig, das nach
jeder vollen Umdrehung des Gestelles durch einen an der Platte 8 sitzenden Anschlag
122 weitergeschaltet wird, dadurch die auf den Wellen 115, 1151 aufgewickelten Seile
113, an welchen die Platte 114 hängt, abwickelt und so letztere allmählich senkt.
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Der Stift 87 dient zur Führung- des Rahmens log längs der Schiene
8q.1 (Fig. 8). ' Um die Schwenkung des Rahmens zu ermöglichen, ist der bewegliche
Zapfen 94 vorgesehen. Wenn sich der Rahmen soweit vorbewegt hat, daß der Stift 83
kurz vor der Ecke des Rahmens legt, trifft der Zäpfen 94 gegen den querliegenden
Rahmenteil und wird von diesem ein kurzes Stück mitgenommen. Der an dem Zapfen sitzende
Stift 93 bewegt hierbei den Doppelhebel 92, gi. Hierdurch wird die Stange
go und der Winkelhebel 89, 86 bewegt, durch dessen Arm 86 der Stift 87 und
mit ihm die Feder 88 abwärts gezogen wird, so daß der Stift kein . Hindernis mehr
für die nunmehr einsetzende Drehung des Rahmens bietet. Hört der Druck auf den Zapfen
94 auf, so kommen die Teile durch die Wirkung der Feder 88 in ihre ursprüngliche
Lage zurück.
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Um die einzelnen Lagen des Geflechtes . fest aneinander zu bringen,
ist der Klopfer 8o vorgesehen. Durch die Nockenscheibe wird die Stange 81 entgegen
der Wirkung der Feder 82 nach unten gedrückt und dadurch das vordere freie zwischen
die Staken reichende Ende des Klopfers 8o gehoben. Schnappt die Stange 81 von der
Nockenscheibe ab, so schnellt sie durch die Wirkung der Feder 82 wieder hoch, wodurch
der Klopfer 8o auf die zuletzt hergestellte Flechtung schlägt und sie an die vorhergehende
Lage drückt.
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Sollen runde Körbe geflochten werden, so wird die Platte 8 entfernt
und an deren Stelle auf den Rahmen 7 ein Teil 124 aufgesetzt, der ein wagerecht
stehendes Zahnrad 125 trägt, das mit der Schnecke 12 in Eingriff steht. Der Boden
126 des herzustellenden Korbes ruht auf einer Gewindespindel 127, die mit dem Zahnrad
125 durch Nut und Feder verbunden ist:. Das Ende der Spindel 127 sitzt in dem mit
Muttergewinde'versehenen Teil 124. Durch die Schnecke 12 wird das Zahnrad 125 und
mit diesem das Werkstück gedreht, so daß das Flechten des Korbes in der -vorher
beschriebenen Weise erfolgt; hierbei schraubt sich die Spindel i27 in den Lagerteil
124, so daß sich der Boden 126 entsprechend der .fortschreitenden Herstellung des
Korbes senkt.
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Sollen ovale oder einseitig abgeflachte runde Körbe hergestellt werden,
so muß das Zahnrad 125 entsprechend gestaltet sein. Der Lagerteil 124 muß dann verstellbar
und federnd eingerichtet sein, damit die Verzahnung des Rades 125 ständig mit der
Schnecke 12 in Eingriff steht. Entsprechend der Schräglage der Staken muß . auch
hier der Rahmen 7 schräg eingestellt werden.
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Es ist auch möglich, Boden und Deckel auf dieser Maschine herzustellen.
Die sternförmig angeordneten Staken müssen dann um
eine wagerechte, mit der
Antriebsschnecke in Verbindung stehende Achse gedreht .und in senkrechte Lage zum
Zuführungsrohr gebracht werden.