DE315017C - - Google Patents

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DE315017C
DE315017C DENDAT315017D DE315017DA DE315017C DE 315017 C DE315017 C DE 315017C DE NDAT315017 D DENDAT315017 D DE NDAT315017D DE 315017D A DE315017D A DE 315017DA DE 315017 C DE315017 C DE 315017C
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formaldehyde
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solution
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L15/00Chemical aspects of, or use of materials for, bandages, dressings or absorbent pads
    • A61L15/16Bandages, dressings or absorbent pads for physiological fluids such as urine or blood, e.g. sanitary towels, tampons
    • A61L15/42Use of materials characterised by their function or physical properties
    • A61L15/46Deodorants or malodour counteractants, e.g. to inhibit the formation of ammonia or bacteria
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A61L2300/00Biologically active materials used in bandages, wound dressings, absorbent pads or medical devices
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    • A61L2300/40Biologically active materials used in bandages, wound dressings, absorbent pads or medical devices characterised by a specific therapeutic activity or mode of action
    • A61L2300/404Biocides, antimicrobial agents, antiseptic agents

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Description

Es wurde die technisch wertvolle Beobachtung gemacht, daß man durch Mischen der Lösungen von solchen Kondensationsprodukten aus Formaldehyd und Phenolen, die bei Körpertemperatur geschmeidige, zähflüssige Massen bilden, mit Lösungen von Zelluloseestern unter Verwendung geeigneter Lösungsmittel, eventuell unter gleichzeitigem Zusatz anderer antiseptisch wirkender Substanzen, zu neuen wert vollen Desinfektionsmitteln gelangen kann, die sich besonders zur Herstellung haltbarer undurchlässiger, steriler bzw. antibakterizider Überzüge auf menschlichen Körperteilen eignen. Das neue Mittel eignet sich deshalb z. B. vor-
!5 züglich zum Ersatz von Gummihandschuhen bei chirurgischen Operationen oder sonstigen Arbeiten, bei welchen entweder ein Schutz der Hände gegen infizierende oder ätzende Einflüsse gewährleistet werden soll, oder bei welchen eine anhaltende Sterilität der betreffenden Körperteile bezweckt wird. Die Anwendung des neuen Desinfektionsmittels erfolgt am einfachsten dadurch, daß man das erhaltene Lösungsgemisch in geeigneter Weise, z. B. mittels Watte auf Hände, Arme usw. aufträgt und das Lösungsmittel verdunsten läßt, wobei nach kurzer Zeit ein hinreichend fester, geschmeidiger, durchsichtiger, nicht klebender und steriler Überzug erhalten wird, der von verdünnten Säuren und Alkalien, ferner von ölen, Benzin, Sublimat, Blut und Eiter nicht angegriffen wird und der bei den verschiedensten Arbeiten selbst nach Verlauf mehrerer Stunden noch gut erhalten bleibt. Nachdem der Überzug seinen Zweck erfüllt hat, kann er auf einfache Weise, z.B. durch Waschen mit Alkohol und Seife restlos entfernt werden. Infolge der desinfizierenden Wirkung des in dem neuen Mittel enthaltenen Formaldehyd-Phenolkondensätionsproduktes, die vielleicht durch langsame Abspaltung von Phenol und Formaldehyd zustande kommt, sind die so hergestellten Überzüge vorzüglich steril bzw. bakterizid. Gegebenenfalls kann auch durch die Anwendung eines kleinen Überschusses an Phenol bei der Herstellung der Formaldehyd-Phenolkondensationsprodukte dem Präparat schon von vornherein ein bestimmter Phenolüberschuß einverleibt werden, der, ohne Reizwirkung auf die Gewebe und Gefäße bei der Operation auszuüben, die Sterilität der Überzüge erhöht. Für bestimmte Zwecke können den erhaltenen Mischungen noch andere antiseptisch wirkende Substanzen, wie z. B. aridere geeignete Phenole oder Naphtole, Phenolcarbonsäuren, ferner Jodoform, Vioform, Airol, Xeroform usw., zugefügt werden, wodurch deren desinfizierende Kraft noch weiter gesteigert wird. Ferner können ihnen auch andere geeignete Zusätze, wie färbende oder geschmeidig machende Substanzen einverleibt werden.
Es ist bereits bekannt, daß gewisse KonT densationsprodukte von Formaldehyd und
Phenolen desinfizierende Eigenschaften besitzen ^ν§1.|ίΤ5^;"Ραΐ6ή'ί'49^7ο). Eine Lösung von Phenol - Formaldehydkpndensationsprodukten-In« geeigneten Losfrtfgsmitteln, ζ. Β. in Alkohol, liefert aber beim Auftragen auf menschliche Körperteile, z. B. die Hände und Arme, und Verdunsten des Lösungsmittels Überzüge, die -gegen die mechanischen Einflüsse, denen sie bei chirurgischen und ähnliehen Arbeiten ausgesetzt sind, nicht genügend widerstandsfähig sind. Andererseits sind diese Überzüge bei Körpertemperatur nicht genügend geschmeidig, um bei beliebigem Arbeiten gleichmäßig haltbar zu bleiben. Demgegenüber genügen die nach dem neuen Verfahren dargestellten Präparate allen Anforderungen, die an einen derartigen Überzug gestellt werden können.
Die Herstellung des neuen Desinfektionsmittels wird durch folgendes Beispiel erläutert: 200. g Phenol, 120 g Formaldehyd von 28,9 Gewichtsprozent und 0,5 g Schwefelsäure von 66° Be werden während 48 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur stehengelassen und hierauf noch während einer halben Stunde gekocht. Nach dem Erkalten wird das ölig abgeschiedene Kondensationsprodukt von dem überstehenden wässerigen Anteil getrennt und erst mit verdünnter Sodalösung, hierauf mehrmais mit je etwa 500 ecm warmem Wasser unter kräftigem Durchschütteln gewaschen. Nach völligem Abtrennen des letzten Waschwassers wird das erhaltene Produkt so lange bei 70 bis 800C getrocknet, bis eine kleine Probe auf eine Gasplatte gestrichen beim Erkalten zu einer spröden harzähnlichen Masse erstarrt. Man erhält auf diese Weise etwa 180 g eines für vorliegende Zwecke besonders geeigneten Formaldehyd-Phenolkondensationsproduktes. ·
100 g eines z. B. nach vorstehendem Verfahren frisch dargestellten Formaldehyd-Phenolkondensationsproduktes werden in 400 ecm warmem Alkohol von 96 Prozent gelöst (I). Andererseits bereitet man sich eine Lösung von 50 g Zelluloseacetat in 600 ecm Aceton (II). Lösung I wird nun langsam unter beständigem Rühren in Lösung II eingetragen, wobei durch tadelloses Rühren dafür zu sorgen ist, daß sich kein Zelluloseacetat aus der Mischung abscheidet, da eine solche Abscheidung ohne weiteren Zusatz von Lösungsmitteln nur schwer in Lösung zu bringen ist. Die erhaltene, völlig gleichmäßige, hellgelbliche, fast klare Lösung ist für die weitere Verwendung direkt gebrauchsfertig. Die Anwendung erfolgt in der oben angegebenen Art. ·.
An Stelle von Zelluloseacetat können mit ähnlichem Erfolg andere Zelluloseester von ähnlichen Eigenschaften verwendet werden. Die angegebenen Lösungsmittel, Alkohol und Aceton, können durch die verschiedensten anderen geeigneten Lösungsmittel ersetzt werden. Auch die angegebenen Mischungsverhältnisse können innerhalb weiter Grenzen abgeändert werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch.:
    Verfahren zur Darstellung eines besonders zur Erzeugung eines haltbaren undurchlässigen sterilen Überzuges auf menschlichen Körperteilen verwendbaren Desinfektionsmittels, darin bestehend, daß man solche Kondensationsprodukte von Formaldehyd mit Phenolen, die bei Körpertemperatur geschmeidige, zähflüssige Massen bilden, in geeigneten Lösungsmitteln löst und die erhaltenen Lösungen mit Lösungen von Zelluloseestern in geeigneten Lösungsmitteln, gegebenenfalls unter gleichzeitigem Zusatz anderer antiseptisch wirkender, färbender oder geschmeidig machender Stoffe mischt.
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DE (1) DE315017C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1077382B (de) * 1956-02-06 1960-03-10 Protective Treat S Inc Spruehbares, filmbildendes Mittel zur Herstellung eines Wundverbandes

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1077382B (de) * 1956-02-06 1960-03-10 Protective Treat S Inc Spruehbares, filmbildendes Mittel zur Herstellung eines Wundverbandes

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