DE3149786C2 - - Google Patents
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Description
Bei der Herstellung von Bauwerken oder Bauteilen aus Beton
oder anderen zunächst fließfähigen oder plastisch leicht
verformbaren und nachher aushärtenden Werkstoffen werden
neben starren Schalungen manchmal auch pneumatische
Schalungen verwendet. Das gilt besonders für die Herstellung
von zylindrischen Hohlräumen wie Abwasserkanäle und
Schächte.
Pneumatische Schalungen werden im allgemeinen aus gummierten
Gewebebahnen oder aus Kunststoffolien hergestellt, indem
Zuschnitte entsprechend der Endform des Bauwerkes oder Bau
teils zu einem aufblasbaren Druckkörper miteinander verklebt
und/oder verschweißt werden. Solche pneumatischen Schalungen
lassen sich an Ort und Stelle verhältnismäßig leicht auf
stellen und durch Aufblasen in die richtige Form bringen.
Nach dem Abbinden oder Erhärten des um sie herum einge
füllten Werkstoffes läßt sich eine pneumatische Schalung
ebenso leicht wieder abbauen oder um eine gewisse Strecke
versetzen, indem der Überdruck im Druckkörper entsprechend
erniedrigt wird oder der Druckkörper völlig entleert wird.
Ein Nachteil dieser pneumatischen Schalung besteht darin,
daß ihr Einsatz praktisch auf zylindrische Hohlräume be
schränkt ist. Bauwerke oder Bauteile mit einem von der
Zylinderform abweichenden, z. B. prismatischen, Hohlraum
lassen sich damit nicht herstellen.
Mit der aus der DE-PS 5 26 980 bekannten Schalung, und zwar
insbesondere mit der Ausführungsform nach Abb. 2, lassen
sich auch prismatische Hohlkörper herstellen. Bei ihr sind
innerhalb eines aufblasbaren Schalungsmantels feste Form
körper mit L-förmigem Querschnitt vorhanden, deren Schenkel
paarweise einander wechselseitig um ein gewisses Maß über
decken. Damit diese Schalung später aus dem erstarrten Bau
werk wieder entfernt werden kann, müssen die Formkörper
gegeneinander verschieblich sein. Dazu müssen die Schenkel
der Formkörper um ein entsprechendes Maß kürzer als der
Eckenabstand der Schalung im Betriebszustand sein. Dadurch
können die Formkörper sich nicht gegenseitig abstützen. Sie
werden ausschließlich durch den oder die elastischen und
aufblasbaren Druckkörper gegen den ebenfalls in gewissem
Maße elastischen Außenmantel gedrückt und in dieser Stellung
gehalten. Damit hängt die Formgenauigkeit dieser Schalung in
sehr starkem Maße von der Elastizität des straffbaren
Schalungsmantels, von dem zur Verfügung stehenden Überdruck
der als Arbeitsmittel für die Druckkörper dienenden Druck
luft und von dem hydraulischen Gegendruck des um die
Schalung herum eingefüllten Betons ab. Die Einhaltung der
Sollform beim Umfüllen mit Beton läßt sich bei dieser
Schalung nicht überprüfen. Ob und wie weit die Sollform
eingehalten wurde oder nicht, stellt sich erst dann heraus,
wenn der Beton abgebunden hat und die Schalung entfernt
worden ist.
Der Erfindung liegt
die Aufgabe zugrunde, eine pneumatische Schalung zu
schaffen, deren Formgenauigkeit größer als die der bekannten
Schalung ist und bei der auch eine größere Sicherheit hin
sichtlich der Einhaltung der Sollform gewährleistet ist.
Alle Ausführungsformen der Schalung gemäß der Erfindung
weisen Eckenkörper und zum Teil ein Zwischenstück oder
mehrere Zwischenstücke auf, die ihrer Bauart und ihrer
Verwendungsart nach im Betriebszustand der Schalung
zumindest nach außen hin als starre Schalung wirken. Dadurch
ist sowohl eine hohe Formgenauigkeit der Schalung wie auch
eine hohe Sicherheit der Einhaltung der Sollform der
Schalung und damit des mit der Schalung herzustellenden Bau
werkes gewährleistet. Dadurch daß die Formkörper und
gegebenenfalls die Zwischenstücke entweder einzeln nach
innen bewegt werden können oder daß sie selbst in sich
zusammengefaltet werden können oder auch, daß zumindest die
Zwischenglieder zusammengefaltet werden können, können nach
dem Entlüften und unter Umständen nach einem besonderen
Herausnehmen der Druckkörper die Formkörper als Ganzes auf
eine so geringe Restquerschnittsfläche zusammengedrängt
werden, daß sie ohne Schwierigkeiten aus dem Bauwerk ent
fernt werden können. Das ist sogar dann möglich, wenn das
Bauwerk in der Entnahmerichtung der Schalung durch eine am
Bauwerk unmittelbar angeformte oder zumindest inzwischen
aufgebrachte Deckenplatte abgeschlossen ist, die eine
Deckenöffnung aufweist, die geringer als die Querschnitts
fläche des Bauwerkes selbst ist.
Durch Ausgestaltungen gemäß den Unteransprüchen
läßt sich auf unterschiedliche Weise die pneumatische
Schalung einfach und leicht in den betriebsfähigen Zustand
bringen, in dem sie als starre Schalung wirkt. Ebenso leicht
läßt sie sich anschließend wieder zusammenfalten oder
zusammenklappen, damit sie aus dem inzwischen erstarrten
Bauwerk herausgeholt werden kann.
Mit einer Ausgestaltung nach Anspruch 11 und/oder 12 läßt
sich mit dieser Schalung ebenso leicht und einfach in einem
Arbeitsgang eine das schachtförmige Bauwerk abschließende
Deckenplatte herstellen, in der lediglich eine kleine
Schachtöffnung zum Herausholen der Schalung offen bleibt,
die nachher auch als Einstiegsöffnung dient.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einiger in den Zeich
nungen dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer pneumatischen Schalung
gemäß der Erfindung;
Fig. 2 eine Draufsicht der Schalung nach Fig. 1;
Fig. 3 eine Seitenansicht einer abgewandelten Ausführungs
form der Schalung gemäß der Erfindung;
Fig. 4 und 5 eine Draufsicht bzw. Seitenansicht einer
Ausführungsform von Eckenkörpern der Schalung nach
Fig. 1 und 2;
Fig. 6 und 7 einen Vertikalschnitt bzw. eine Draufsicht einer
abgewandelten Ausführungsform der Eckenkörper nach
Fig. 4 und 5;
Fig. 8 eine Draufsicht einer weiteren Ausführungsform der
Eckenkörper der Schalung;
Fig. 9 eine ausschnittweise dargestellte Innenansicht der
Eckenkörper nach Fig. 8;
Fig. 10 und 11 eine Draufsicht des Ausschnittes nach Fig. 9 mit
unterschiedlicher Stellung der Teile;
Fig. 12 eine ausschnittweise dargestellte Draufsicht einer
abgewandelten Ausführungsform der Eckenkörper nach
Fig. 8;
Fig. 13 und 14 eine Draufsicht einer weiteren Ausführungsform der
Eckenkörper der Schalung mit unterschiedlicher
Stellung der Teile;
Fig. 15 eine Seitenansicht der Eckenkörper nach Fig. 14;
Fig. 16 und 17 eine Draufsicht einer weiteren Ausführungsform der
Eckenkörper der Schalung mit unterschiedlicher
Stellung der Teile;
Fig. 18 eine Seitenansicht der Eckenkörper nach Fig. 17;
Fig. 19 bis 21 Draufsichten einer weiteren Ausführungsform der
Eckenkörper der Schalung mit unterschiedlichen
Stellungen der Teile;
Fig. 22 eine ausschnittweise dargestellte Seitenansicht
einer weiteren Ausführungsform der Eckenkörper der
Schalung;
Fig. 23 eine Draufsicht des Ausschnittes nach Fig. 22;
Fig. 24 eine ausschnittweise dargestellte Seitenansicht
einer weiteren Ausführungsform der Eckenkörper der
Schalung;
Fig. 25 eine Draufsicht des Ausschnittes nach Fig. 24.
Die aus Fig. 1 und 2 ersichtliche pneumatische Schalung 30
weist wie alle anderen Ausführungsformen einen aufblasbaren
Druckkörper 31 und eine Anzahl Formkörper 32 auf.
Der Druckkörper 31 wird durch eine gasundurchlässige Haut
gebildet. Er kann einstückig ausgebildet sein, wenn er z. B.
aus einem gummielastischen Werkstoff wie Kautschuk und der
gleichen hergestellt wird. Er kann aber auch aus Zuschnitten
zusammengesetzt werden, die miteinander verklebt und/oder
verschweißt werden. Diese Zuschnitte können aus kautschuk
beschichteten oder kunststoffbeschichteten Gewebebahnen oder
auch aus Kunststoffolien gefertigt werden. Daneben kommt
auch die kombinierte Verwendung beider Materialien in
Betracht. Die Werkstoffwahl hängt unter anderem von der
geplanten Einsatzart und von der übrigen Ausbildung der
Schalung ab. Ein Druckkörper aus einer unbewehrten Kaut
schukhaut hat eine verhältnismäßig große Dehnfähigkeit in
allen Richtungen. Ein aus Kunststoffolien oder aus beschich
teten Gewebebahnen hergestellter Druckkörper hat nur eine
geringe bis sehr geringe Dehnfähigkeit. Er hat daher unter
Druck eine größere Formtreue.
Der Druckkörper 31 weist vorwiegend an seinem oberen Ende
einen Füll- und Entleerungsstutzen 33 auf, der mit einem
Absperrventil 34 versehen ist. An anderen, nicht als Druck
flächen dienenden Flächenbereichen, vor allem am oberen Teil
des Druckkörpers 31, sind eine Anzahl Halteelemente 35, z B.
in Form von Ringösen an Haltebändern, angeordnet.
Die Formkörper 32 sind hier wie auch bei den später
beschriebenen Ausführungsbeispielen als Eckenkörper mit
einer prismatischen Außenseite ausgebildet. Entsprechend
einer häufig vorkommenden Einsatzart für die Herstellung von
Schächten mit quadratischem Querschnitt sind jeweils vier
Eckenkörper 32 dargestellt, deren prismatische Außenseite
eine vertikal verlaufende Prismenkante 40 aufweist, deren
anschließende Seitenflächen im rechten Winkel zueinander
ausgerichtet sind. Je nach den Erfordernissen des herzu
stellenden Bauwerkes kommen auch andere Prismenformen oder
eine nicht prismatische Gestalt für die Formkörper in
Betracht. Gleiches gilt für die Anzahl der Form- oder Ecken
körper.
Die Eckenkörper 32 sind auf ihrer Oberseite ebenfalls mit je
einem Halteelement 36, z B. in Form einer Ringöse an einem
Halteband, versehen. Bei größeren Eckenkörpern können auch
mehrere solcher Halteelemente vorgesehen werden. Das gilt
ebenso in den Fällen, in denen Eckenkörper nicht nur
hinsichtlich ihrer Höhe sondern auch hinsichtlich ihrer Nei
gung zur Lotrechten einstellbar sein sollen. Weitere Einzel
heiten der Eckenkörper werden anhand der nachfolgenden
Figuren ab Fig. 4 erläutert.
Der in Fig. 1 dargestellte Druckkörper 31 weist einen kreis
zylindrischen Mittelteil und zwei bauchige Endteile auf. Der
Mittelteil hat etwa die gleiche Höhe wie die Eckenkörper 32.
Daher ragen die Endteile oben und unten über die Ecken
körper 32 hinaus. Falls das in bestimmten Einzelfällen
stören sollte, könnte der Druckkörper auch eine mehr
kugelige Gestalt erhalten, wie sie bei dem Druckkörper 37 in
Fig. 3 angedeutet ist. Dort sind außerdem zwei Gruppen
Eckenkörper 38 und 39 vorhanden, die von oben bzw. von unten
her an den Druckkörper 37 angelegt werden.
Die Eckenkörper 32, die in Fig. 4 und 5 in allgemeiner Form
nochmals alleine dargestellt sind, haben in Umfangsrichtung
je eine Schenkellänge, deren Summe kleiner als der über die
Prismenkanten 40 gemessene Gesamtumfang aller vier Ecken
körper 32 ist. Der Zwischenraum zwischen den Schenkelenden
zweier benachbarter Eckenkörper 32 wird durch je ein
Zwischenstück 41 überbrückt, das später näher erläutert
wird.
Die Eckenkörper 32 können als Vollkörper ausgebildet sein
und etwa einen Hartschaumkern aufweisen, der zumindest auf
den dem Werkstoff des Bauwerkes ausgesetzten Außenflächen
mit einer Hülle oder einer Beschichtung versehen ist, die
eine möglichst geringe Adhäsionswirkung oder besser noch
eine antiadhäsive Wirkung in Bezug auf den Werkstoff des
Bauwerkes hat. Die Eckenkörper 32 können aber auch als Hohl
körper ausgebildet sein und etwa aus Spannplatten- oder
Sperrholzzuschnitten oder aus Blechzuschnitten hergestellt
sein, die miteinander verklebt bzw. verschweißt oder ver
lötet sind. Auch diese Hohlkörper erhalten zweckmäßigerweise
eine wenig adhäsive bis antiadhäsive Außenhaut oder
Beschichtung.
Bei der Ausbildung der Eckenkörper als Hohlkörper wird aus
Gründen der einfacheren Fertigung eine vollprismatische Ge
stalt am ehesten in Betracht kommen, die auch auf der dem
Druckkörper zugewandten Innenseite eine ebene Fläche hat.
Bei der Ausbildung der Eckenkörper als Vollkörper, bei denen
der Kern durch Ausschäumen einer Form gefertigt wird, kann
die Innenseite auch zylindrisch, insbesondere kreiszylin
drisch ausgebildet werden, wie das in Fig. 4 am linken
unteren Eckenkörper durch die Strichpunktlinie 42 angedeutet
ist. Diese auf der Innenseite zylindrische Ausbildung ist
jedoch auch bei Hohlkörpern möglich. Bei der Herstellung der
Eckenkörper als Vollkörper mittels eines Schäum- oder Gieß
verfahrens, kann die dem Druckkörper zugewandte Innenseite
auch eine konvexe Wölbung erhalten, wie in Fig. 6 und 7 bei
dem Eckenkörper 39 an der Innenfläche 43 gezeigt ist. Solche
Eckenkörper eignen sich vor allem für den Einsatz zusammen
mit kugelig ausgebildeten Druckkörpern 37 (Fig. 3).
Aus Fig. 8 sind vier Eckenkörper 44 ... 47 zu ersehen, deren
Schenkellänge in Umfangsrichtung gleich dem halben Abstand
der zugehörigen Prismenkanten ist. Zwei benachbarte Ecken
körper berühren daher einander an ihren dem jeweils anderen
Eckenkörper zugewandten Schenkelende, wie das in
Fig. 9 ... 11 am Schenkelende 48 bzw. 49 der beiden Ecken
körper 44 und 45 dargestellt ist. Jeder der Ecken
körper 44 ... 47 hat eine am Eckenkörper 44 an seinem
Schenkelende 48 dargestellte parallel zu seiner Prismen
kante 50 ausgerichtete ebene Anlagefläche 51 und eine am
Eckenkörper 45 an seinem Schenkelende 49 dargestellte
Anlagefläche 52, die auf die erstgenannte Anlagefläche abge
stimmt ist. Am Eckenkörper 44 ist die Anlagefläche 57
tangential zu seinem anderen Schenkelende 53 (Fig. 8) ausge
richtet. Damit liegt in der Grundrißprojektion jeder Bereich
der Anlagefläche 51 außerhalb des Kreisbogens um das zweite
Schenkelende 53, so daß der Eckenkörper 44 um dieses
Schenkelende 53 einwärts geschwenkt werden kann, ohne daß
er an der gegenüberliegenden Anlagefläche 52 des benach
barten Eckenkörpers 49 anstößt.
Bei allen Eckenkörpern 44 ... 47 ist wie zwischen den Ecken
körpern 44 und 45 je eine lösbare Verriegelungsvor
richtung 54 vorhanden. Sie ist ähnlich einem Scharnier
ausgebildet. Sie weist als Riegelkörper einen zylindrischen
Riegelstift 55 auf. Er greift in miteinander fluchtende
Durchgangslöcher zweier Gruppen von Riegellaschen ein, die
an der Innenseite der Schenkelenden der Ecken
körper 44 ... 47 angeordnet sind, wie das bei den Riegel
laschen 56 am Schenkelende 58 des Eckenkörpers 44 und bei
den Riegellaschen 57 am Schenkelende 59 des Eckenkörpers 54
(Fig. 11) dargestellt ist. Am Schenkelende 49 des Ecken
körpers 45 sind die Riegellaschen 57 außerhalb der kreis
bogenförmigen Bewegungsbahn des Schenkelendes 48 des Ecken
körpers 44 angeordnet. Dementsprechend erstrecken sich die
Riegellaschen 45 am Eckenkörper 44 bis zu den Riegel
laschen 57 hinüber.
Aus Fig. 12 ist eine abgewandelte Ausführungsform der
Riegellaschen zu ersehen. An den Riegellaschen 58 und 59
sind die Durchbrüche 61 bzw. 62 für die Aufnahme des Riegel
stiftes 55 nach der gleichen Seite hin offen. Dadurch kann
der Riegelstift 55 nicht nur in Richtung seiner Längsachse
sondern auch quer dazu herausgezogen werden, um die
Verriegelungsvorrichtung freizugeben, wenn die Eckenkörper
einzeln aus dem fertigen Bauwerk herausgenommen werden
sollen.
Aus Fig. 13 bis 15 ist eine Schalung 60 in einer Ausfüh
rungsform zu ersehen, bei der die vier starren Ecken
körper 61 durch je zwei Zwischentafeln 62 und 63 miteinander
verbunden sind. Diese Zwischentafeln 62 und 63 sind in sich
steif ausgebildet. Sie sind untereinander gleich lang und
einerseits mit dem Schenkelende des benachbarten Ecken
körpers und andererseits miteinander gelenkig verbunden.
Zweckmäßigerweise ist an einem der Gelenke, und zwar bevor
zugt an dem mittleren Gelenk 64, ein nicht dargestellter
Anschlag vorhanden, der das Durchschlagen dieses Gelenkes
über die Strecklage der beiden Zwischentafeln hinaus verhin
dert. Durch diese Gelenkigkeit der als Zwischenstücke
dienenden Zwischentafeln 62 und 63 lassen sich diese für den
Abbau der Schalung nach innen klappen, wie es in Fig. 13
angedeutet ist. Im Einbauzustand werden die Zwischen
tafeln 62 und 63 ebenso wie die Eckenkörper 61 durch den
aufgeblasenen Druckkörper 65 in der richtigen Einbaustellung
gehalten (Fig. 14).
Bei der aus Fig. 16 bis 18 ersichtlichen Schalung 70 sind
die starren Eckenkörper 71 durch je ein Zwischenstück 72
miteinander verbunden, das durch eine Anzahl paralleler
Leisten 73 gebildet wird. Diese Leisten 73 sind zugleich
parallel zur Prismenkante 74 der Eckenkörper 71 ausge
richtet. Die Leisten 73 werden untereinander und mit den
Eckenkörpern 71 am einfachsten durch ein oder mehrere auf
der Außenseite angebrachte Bänder verbunden. Am zweck
mäßigsten ist die Verwendung eines durchgehenden Bandes 75,
das die gleiche Höhe wie die Eckenkörper 71 und die
Leisten 73 hat. Dadurch erhalten die Leisten 73 gemeinsam
eine geschlossene Außenfläche. Umgekehrt kann man sagen, daß
die Leisten 73 für das Band 75 eine Verstärkung und in
lotrechter Richtung eine Versteifung bilden. Eine zusätz
liche Versteifung in waagerechter Richtung kann dadurch
erreicht werden, daß auf der Innenseite der Leisten ein oder
mehrere Versteifungselemente angebracht werden, die
senkrecht zur Längserstreckung der Leisten 73 ausgerichtet
sind. In Fig. 17 sind solche Versteifungselemente 76
gestrichelt angedeutet. Sie werden gegebenenfalls bevorzugt
mit den Eckenkörpern 74 in der Weise lösbar verbunden, daß
sie leicht in der Ausbaurichtung der Schalung von den Ecken
körpern 71 gelöst werden können.
Anstelle des als Biegegelenk für die Leisten 73 dienenden
Bandes 75, können die Leisten 73 auch durch Scharniergelenke
untereinander und mit den Eckenkörpern verbunden werden. In
beiden Fällen werden die Leisten 73 durch den aufgeblasenen
Druckkörper 77 in ihrer Einbaustellung gehalten und gegen
Belastungen des Werkstoffes des Bauteiles nach innen abge
stützt.
Bei der aus Fig. 19 ... 21 ersichtlichen Schalung 90 werden
die Eckenkörper 91 durch je zwei Eckentafeln 92 und 93
gebildet, die entlang der Prismenkante 94 gelenkig mitein
ander verbunden sind. Die Länge der Eckentafeln 92 und 93
ist kürzer als der halbe Abstand der Prismenkante 94 zweier
benachbarter Eckenkörper 91. Der Zwischenraum zwischen zwei
benachbarten Eckenkörpern 91 wird durch ein Zwischenstück 95
überbrückt, welches durch zwei Zwischentafeln 96 und 97
gebildet wird, die einerseits untereinander und andererseits
mit den Enden der anschließenden Eckentafeln 93 bzw. 92
gelenkig verbunden sind, wie das bei der Schalung 60
(Fig. 13) der Fall ist.
Zur gegenseitigen Abstützung der Eckentafeln 92 und 93 und
zur Aussteifung der Eckenkörper 91 sind bei jedem Ecken
körper ein Paar untereinander gleichlange Streben 98 und 99
vorhanden, die einerseits mit einer der beiden Ecken
tafeln 92 bzw. 93 und andererseits miteinander gelenkig ver
bunden sind. Zweckmäßigerweise wird auch hier bei einem der
Gelenke, und zwar bevorzugt an dem gemeinsamen Gelenk 102
der beiden Streben 98 und 99, ein Anschlag vorgesehen, der
ein stärkeres Durchschlagen der Streben 98 und 99 über ihre
Strecklage hinaus verhindert. Ein geringfügiger Überstand
der Streben 98 und 99 über die Strecklage verschafft ihnen
eine gewisse Selbsthaltewirkung. Anstelle eines solchen
Gelenkanschlages oder auch zusätzlich zu diesem kann an
jedem Eckenkörper 91 eine Stütze angeordnet werden. Eine
solche Stütze kann entweder an einem oder an beiden Streben
so befestigt werden, daß sie in der Einbaustellung etwa an
der benachbarten Ecktafel anliegt. In Fig. 19 ... 21 ist je
eine Strebe 101 gestrichelt angedeutet, die an dem gemein
samen Gelenk 102 der beiden Streben 98 und 99 angelenkt ist.
Diese Strebe 102 ist so bemessen, daß sie sich in der für
den Einbau auseinandergeklappten Stellung der Eckentafeln 92
und 93 gerade an der Innenseite oder Prismenkante 91
abstützt (Fig. 20).
Sämtliche Eckenkörper 91 und ihre Zwischenstücke 95 werden
in der Einbaustellung wiederum durch den aufblasbaren Druck
körper 103 nach innen abgestützt und dadurch auch unterein
ander versteift.
Bei den Eckenkörpern, die auch auf ihrer Innenseite eine
prismatische Gestalt haben, wie das z. B. bei der Schalung 60
(Fig. 13 und 14) der Fall ist, oder die aus Eckentafeln
gebildet werden, wie das z. B. bei der Schalung 90
(Fig. 19 ... 21) der Fall ist, bleiben in axialer Richtung
zumindest Teilbereiche oder gar der volle Bereich der Stirn
seite der Schalung zwischen den Eckenkörpern und dem Druck
körper unbedeckt. Falls in diesem Bereich aufgrund der
Gestalt des Bauwerkes mit dem Eindringen von Werkstoff in
das Bauwerk gerechnet werden muß, oder falls in diesem
Bereich bestimmungsgemäß Werkstoff für das Bauwerk an der
Schalung angelagert werden soll, dann müssen diese axialen
Flächenbereiche abgedeckt werden. Zu diesem Zwecke ist bei
der aus Fig. 22 und 23 ersichtlichen Schalung 110 auf der
Oberseite eines jeden Eckenkörpers 111 eine Abdeckplatte 112
vorhanden. Der Außenrand der Abdeckplatte 112 fluchtet mit
dem Außenrand des Eckenkörpers 111 und mit den anschließen
den Zwischenstücken 113. Der von der Prismenkante 114 des
Eckenkörpers 111 abgekehrte Innenrand 115 der Abdeck
platte 112 ist an die Gestalt des Druckkörpers 116 angepaßt,
damit die Abdeckplatte 112 in der Einbaustellung der
Schalung möglichst dicht am Druckkörper anliegt. Die Abdeck
platte 112 ist entlang einem Außenrand mittels eines Biege
gelenkes 117 mit dem Eckenkörper 111 verbunden. Das Biege
gelenk 117 wird durch einen ausreichend langen und aus
reichend breiten Bandabschnitt aus einem zumindest auf der
Außenseite gummierten Gewebe gebildet, der einerseits mit
der Deckplatte 112 und andererseits mit dem Eckenkörper
verklebt ist. Durch diese gelenkige Verbindung kann die Ab
deckplatte 112 hochgeklappt werden, wenn der Druckkörper 116
zwischen die Eckenkörper 111 eingesetzt werden soll oder
daraus herausgehoben werden soll. Anstelle des Biege
gelenkes 117 kann selbstverständlich auch ein Scharnier
gelenk verwendet werden.
Die Abdeckplatten 112 sind vor allem für eine höhere axiale
Belastung der Schalung gedacht. Bei geringer zu erwartender
axialer Belastung können statt dessen auch Schürzen für die
Abdeckung der axialen Flächenbereiche der Eckenkörper und
ihrer Zwischenstücke verwendet werden, und zwar besonders
dann, wenn die Eckenkörper aufgrund ihrer Ausbildung eine
steife Oberseite aufweisen.
Bei der aus Fig. 24 und 25 ausschnittweise ersichtlichen
Schalung 120 sind auf der Oberseite der Eckenkörper 127 und
zumindest auf einem Teil des Flächenbereiches zwischen den
anschließenden Zwischenstücken 122 und dem Druckkörper 123
die Schürzen 124 angeordnet. Ihre Grundrißfläche umfaßt den
soeben erwähnten Flächenbereich, wobei daran entlang der
Außenkanten des Eckenkörpers 121 je ein Umschlagstreifen 125
anschließt, und wobei an dem dem Druckkörper 123 zugekehrten
Rand ein in Fig. 25 strichpunktiert angedeuteter Rand
streifen 126 vorhanden ist. Die Umschlagstreifen 125 werden
auf die Außenseite der Eckenkörper 121 umgeschlagen und
entweder am Eckenkörper 121 selbst oder an dem an ihm
anschließenden Zwischenstück 122 befestigt, z. B. verklebt
und/oder verschweißt. Der innere Randstreifen 126 ist
aufwärts oder abwärts umfaltbar, so daß er sich entweder
nach unten oder nach oben eingeschlagen am Druckkörper 123
anlegen kann. Diese Ausführungsform der axialen Abdeckung der
Eckenkörper und der anschließenden Zwischenräume ist vor
allem für Schalungen mit geringerer axialer Belastung
geeignet.
Claims (12)
- Pneumatische Schalung mit den Merkmalen:
- - es ist ein aufblasbarer Druckkörper (103) vorhanden, der mit einem Füll- und Entleerungsstutzen versehen ist und der durch eine gasundurchlässige Haut gebildet wird, die entweder einstückig ist oder aus Zuschnitten aus Bahnen oder Folien zusammengesetzt ist,
- - es sind Formkörper vorhanden, die auf der Außenseite des Druckkörpers (103) angeordnet sind und mit diesem lose oder fest verbindbar sind und von denen zumindest die als Schalungsflächen dienenden Außenflächen form fest sind,
- - die Formkörper sind als Eckenkörper (91) ausgebildet, die zumindest auf der Außenseite eine prismatische Gestalt haben, gekennzeichnet durch die Merkmale:
- - die Eckenkörper (91) werden durch je zwei Ecken tafeln (92; 93) gebildet, die entlang der Prismen kante (94) mittels Scharniergelenken oder Biegege lenken miteinander gelenkig verbunden sind,
- - für jedes Paar Eckentafeln (92; 93) ist zur Abstützung in der Einbaustellung wenigstens ein Paar unterein ander gleichlange Streben (98; 99) vorhanden,
- - die einerseits mit einer der beiden Ecken tafeln (92; 93) und andererseits miteinander gelenkig verbunden sind,
- - wenigstens an einer der Gelenkstellen zwischen einem der Streben und der anschließenden Eckentafel oder zwischen den beiden Streben (98; 99) ist ein in der Strecklage oder geringfügig jenseits der Strecklage der Streben (98; 99) wirkender Anschlag vorhanden.
- 2. Schalung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Merkmale:
- - der Anschlag ist an dem gemeinsamen Gelenk (102) der Streben (98; 99) angeordnet,
- - der Anschlag ist als ein die Schwenkbewegung begren zender Anschlag ausgebildet.
- 3. Schalung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Merkmale:
- - der Anschlag ist als Stütze (101) ausgebildet,
- - die an einer der Streben befestigt oder an dem gemeinsamen Gelenk (102) angeordnet ist, und
- - die sich in der Einbaustellung der Ecken tafeln (92; 93) an einer der Eckentafeln, vorzugs weise an der Innenseite der Prismenkante (94) des Eckenkörpers (91), abstützt.
- 4. Schalung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Merkmale:
- - als weiterer Anschlag ist eine Stütze (101) vorhanden,
- - die an einer der Streben befestigt oder an dem gemeinsamen Gelenk (102) angeordnet ist, und
- - die sich in der Einbaustellung der Ecken tafeln (92; 93) an einer der Eckentafeln, vorzugs weise an der Innenseite der Prismenkante (94) des Eckenkörpers (91), abstützt.
- 5. Schalung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1, gekennzeichnet durch die Merkmale:
- - jeder Eckenkörper (44 ... 47) hat in Umfangsrichtung je eine Schenkellänge, die zusammen mit der Schenkel länge des anschließenden Schenkels des benachbarten Eckenkörpers zumindest annähernd gleich dem Sollab stand der Prismenkanten (50) der beiden einander benachbarten Eckenkörper (44; 45) ist,
- - die Eckenkörper (44; 45) weisen an ihrem einen Schenkelende (48) eine Anlagefläche (51) auf, die zumindest annähernd entlang einem Kreisbogen um ihr anderes Schenkelende verläuft, oder die zumindest tangential zu ihrem anderen Schenkelende (53) ausge richtet ist,
- - die Eckenkörper (44; 45) weisen an ihrem anderen Schenkelende (49) eine Anlagefläche (52) auf, die auf die ihr zugewandte Anlagefläche (51) des benachbarten Eckenkörpers (44) abgestimmt ist.
- 6. Schalung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch die Merkmale:
- - zwischen den einander zugekehrten Schenkel enden (48; 49) zweier benachbarter Ecken körper (44; 45) ist eine lösbare Verriegelungsvor richtung (54) vorhanden, die einen zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Freigabestellung bewegbaren Riegelkörper (55) aufweist,
- - bei wenigstens einem Paar miteinander zusammen wirkender Schenkelenden (48; 49) sind das Schenkel ende (49) des zweiten Eckenkörpers (45) und die mit ihm verbundenen Teile (57) der Verriegelungsvorrich tung (54) außerhalb der Bewegungsbahn des Schenkel endes (48) des ersten Eckenkörpers (44) und der damit verbundenen Teile (56) der Verriegelungsvorrich tung (54) angeordnet oder aus dieser Bewegungsbahn herausbewegbar ausgebildet, die sich aus einer Schwenkbewegung des ersten Eckenkörpers (44) um sein zweites Schenkelende (53) ergibt.
- 7. Schalung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1, gekennzeichnet durch die Merkmale:
- - jeder Eckenkörper (71) hat in Umfangsrichtung je eine Schenkellänge, die zusammen mit der Schenkellänge des anschließenden Schenkels des benachbarten Ecken körpers (71) kürzer als der Sollabstand der Prismen kanten (74) der beiden benachbarten Eckenkörper (71) ist,
- - der Zwischenraum zwischen den einander zugekehrten Schenkelenden wird durch ein Zwischenstück (72) über brückt.
- 8. Schalung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch die Merkmale:
- - jedes Zwischenstück wird durch zwei oder mehr Zwischentafeln (62; 63) gebildet, die einerseits mit dem Schenkelende des benachbarten Eckenkörpers (61) und andererseits miteinander gelenkig verbunden sind.
- 9. Schalung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch das Merkmal:
- - jedes Zwischenstück (72) wird durch je eine Anzahl paralleler Leisten (73) gebildet, die untereinander und mit den anschließenden Schenkelenden der benach barten Eckenkörper (71) mittels Scharniergelenke oder mittels eines oder mehrerer auf der Außenseite ange ordneter Bänder verbunden sind.
- 10. Schalung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch die Merkmale:
- - für jedes Zwischenstück (72) ist wenigstens je ein Versteifungselement (76) vorhanden, das auf der Innen seite der Leisten (73) anbringbar ist,
- - bevorzugt sind die Versteifungselemente (76) mit den Eckenkörpern (91) lösbar verbindbar.
- 11. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch die Merkmale:
- - auf der Oberseite eines jeden Eckenkörpers (111) ist eine Abdeckplatte (112) vorhanden, die mit dem Ecken körper (111) mittels Scharniergelenk oder Biege gelenk (117) fest oder lösbar verbunden ist,
- - der von der Prismenkante (114) abgekehrte Rand (115) der Abdeckplatte (112) ist an die Gestalt des Druck körpers (116) angepaßt.
- 12. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch die Merkmale:
- - an der Oberseite der Eckenkörper (121) und gegebenen falls der Zwischenstücke (122) sind Schürzen (124) aus Zuschnitten aus Bahnen oder Folien befestigt, deren von den Prismenkanten abgekehrter Rand (126) an die Gestalt des Druckkörpers (123) angepaßt ist,
- - vorzugsweise ragt der Rand (126) geringfügig in den Grundriß des Druckkörpers (123) hinein und ist in diesem Bereich aufwärts ober abwärts umfaltbar ausge bildet.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19813149786 DE3149786A1 (de) | 1981-12-16 | 1981-12-16 | Pneumatische verschalung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813149786 DE3149786A1 (de) | 1981-12-16 | 1981-12-16 | Pneumatische verschalung |
Publications (2)
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| DE3149786A1 DE3149786A1 (de) | 1983-06-30 |
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ID=6148852
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19813149786 Granted DE3149786A1 (de) | 1981-12-16 | 1981-12-16 | Pneumatische verschalung |
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