DE314697C - - Google Patents

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DE314697C
DE314697C DENDAT314697D DE314697DA DE314697C DE 314697 C DE314697 C DE 314697C DE NDAT314697 D DENDAT314697 D DE NDAT314697D DE 314697D A DE314697D A DE 314697DA DE 314697 C DE314697 C DE 314697C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G49/00Compounds of iron
    • C01G49/02Oxides; Hydroxides
    • C01G49/08Ferroso-ferric oxide [Fe3O4]

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Iron (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

Eisenoxyduloxyd für aluminothermische Zwecke stand bisher' nicht in unbegrenzten Mengen und nicht besonders billig zur Verfügung. Von den Methoden, welche vom Eisen-5 oxyd zu Eisenoxyduloxyd führen, erlaubt zwar das Schmelzen im elektrischen Ofen nach Patent 157122 oder 193367 mittels des elektrischen Ofens aus technischem Eisenoxyd zu Oxyduloxyd zu gelangen, beansprucht jedoch eine große und teure Einrichtung. . Andere Methoden, die ■■■ . vom Eisen zu Eisenoxyduloxyd führen, z. B. die der Patente 211300, 243543, 212795, 235307, 254560, 255072, 281511 sind für den .hier gedachten Zweck zu teuer. Es erschien auch in der Tat empfehlenswert, das für aluminothermische Gemische erforderliche reine Eisenoxyduloxyd durch einen Glühprozeß aus sogenanntem Walzenzunder, dem erforderlichenfalls ■ ein mechanisches Reinigungsverfahren angeschlossen wird, herzustellen (Patent 266109). Wir haben ermittelt, daß die für metallurgische und chemische Zwecke bereits mehrfach empfohlene Wärmeerzeugung durch Oberflächenverbrennung sich vorzüglich für die Darstellung von Eisenöxyduloxyd durch Schmelzen von Eisenoxyden, z. B. von kieselsäurearmen Schwefelkiesabbränden, eignet, von denen an sich bekannt ist, daß sie beim Schmelzen in Eisenoxyduloxyd übergehen. Wir benutzen dabei die zu schmelzenden Eisenoxyde selbst als sogenanntes Diaphragma und verwenden beispielsweise einen Ofen ähnlich demjenigen des britischen Patentes 25628/1912.
Man arbeitet zweckmäßig in einem schachtartigen Ofen, führt den Gasstrom von unten nach oben und gibt in dem Maße, in dem das Diaphragma wegscbmilzt, von oben neue Beschickung nach. Man kann jedoch auch den Strom des brennenden Gases und die Beschikkung in derselben Richtung wandern lassen. Die Methode erlaubt schon in ganz kleinem Maßstabe zu arbeiten, wie aus. folgendem Bei spiel ersichtlich ist.
Ein Tiegel aus feuerfestem Material (20 cm hoch, obere lichte Weite 10 cm, untere 5 cm), dessen Boden mehrfach mit engen Kanälen durchbohrt ist, wird mit Stücken von Kiesabbfänden gefüllt. Durch, die Bohrungen im Tiegelboden kann man vermittels einer aufgekitteten eisernen Fassung eine ,durch Strömungsmanometer einstellbare Gasluftmischung, die vorher eine Mischrohrleitung von etwa Y2m Länge passiert, in den Tiegel einpressen. Gas und Luft werden mit geeigneten Kompressoren angesaugt und weitergedrückt. Der Versuch wird so eingeleitet, daß man zunächst eine luftarme Gasmischung am oberen Tiegelrand entzündet und die Flamme durch allmähliche Luftzufuhr in die Beschickung zurück-' zieht, wo nach kurzer Zeit die bekannte Oberflächenverbrennung und alsbald auch Schmelzung der Füllmasse eintritt. Je nach der Zusammensetzung der der Schmolzzone zugeführten Gase, dem Gehalte der Beschickung, an Eisenoxydul oder metallischem Eisen, das sich in schmelzendem Eisenoxyd und .,Eisenoxydul-
oxyd unter Vermehrung des Oxydulgehaltes ■ auflöst und je nach der Geschwindigkeit des Vorrückens '-def^esc^ckiing im Ofen gelängt man zu einem/Eisenpjcyd.ulcjxyd rnit weniger:
oder mehr Üföei^ehbB aii'nFe4O über die Bc--Ziehung Fe3O4. Wesentlich ist, daß man, was .' nicht vorausgesehen werden konnte, imstande ist, den als Sulfat oder Sulfid in der Beschickung oft noch vorhandenen Schwefel völlig oder so
ίο gut-wie völlig zu entfernen, wahrscheinlich eine Folge der außerordentlich hohen Temperatur der Oberflächen verbrennung. . .
Wenn die aus dem ■ Ofen abtropfenden bzw. in ihm heruntersinkenden gesinterten und geschmolzen en Massen noch Eisenoxyd umschließen, wie dies, namentlich beim Arbeiten im kleinen öfters vorkommt, so kann man sie ein zweites Mal demselben Schmelzprozeß unterwerfen, ebenso etwa sauerstoffarme Produkte durch Veränderung der Zusammensetzung der verbrennenden Gase in sauerstoffreichere überführen usf.
Man kann selbstverständlich auch Zusätze, wie z. B. Manganoxyde usw., zur Beschickung geben und so Eisenoxyduloxyd erhalten, das für bestimmte aluminothermische Zwecke bereits im Schmelzfluß vorbereitet ist.
Das Produkt wird auf beliebigem Wege, z. B. durch Einblasen von Wasserdampf in die Schmelze, zerstäubt oder auf anderem bekannten Wege zerkleinert und so zu seiner eigentlichen Verwendung endgültig vorbereitet.
Wünscht man Oxyduloxyd einer ganz bestimmten Zusammensetzung zu erhalten, so vermengt man Paitien verschiedener Ofeneisen, die nicht genau dieselbe Analyse ergeben, bis" zur gewünschten Zusammensetzung miteinander, gegebenenfalls unter Beifügen von Eisenoxyden anderer Herkunft.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Erzeugung von besonders für aluminothermische Zwecke geeignetem Eisenoxyduloxyd, dadurch gekennzeichnet, daß man Eisenoxyde vorzugsweise Schwefelkiesabbrände, bei der sogenannten Oberflächenverbrennung als Diaphragma benutzt, zum Zwecke, dieses selbst durch Sintern und Schmelzen in Eisenoxyduloxyd -zu verwandeln. . . 50 ■
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