DE217079C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 217079 -KLASSE 12 f. GRUPPE
OSCAR BENDER in POTSDAM.
Verfahren zur Darstellung von Stickoxyden.
Systematische Versuche, Stickoxyde durch Oxydation von atmosphärischem Stickstoff bei
den durch Verbrennung von kohlenstoff- oder wasserstoffhaltigen Brennstoffen in Luft oder
Luftsauerstoff gemischen erzeugten hohen Temperaturen
in technisch nutzbringender Ausbeute zu gewinnen, haben ergeben, daß die Ausbeute
an Stickoxyden außer von der Temperatur und der raschen Abkühlung der Reaktionsgase in
ίο wesentlicher Weise abhängig ist von einer möglichst
vollkommenen Mischung der Brennstoffe mit den der Verbrennung zugeführten Gasgemischen
im Augenblick der Flammenbildung. Die theoretische Begründung dafür liegt darin,
daß das Zustandekommen der Reaktion N + O eine meßbare Zeit erfordert, welche kaum kürzer
ist als diejenige, welche den Gasen vom Beginn der Flammenreaktion bis zur Spitze der
Flamme zur Verfügung steht. Wenn von dieser Zeit ein Teil für die Diffusion der Gase ineinander beansprucht, wird, so ist der Rest ungenügend,
um das theoretisch mögliche Gleichgewicht zwischen Stickoxyd und den übrigen Bestandteilen der brennenden Gase herbeizuführen.
Die Ausbeute an Stickoxyd wird sich demgemäß um so mehr der Theorie nähern, je vollkommener die Zeit des Durchströmens der
Gase durch die Flamme für die Bildung des der gegebenen Temperatur entsprechenden
Gleichgewichtes ausgenutzt wird.
Bei denjenigen bisher bekannt gewordenen Verfahren zur Darstellung von Stickoxyden,
bei denen man der durch Verbrennen von Brennstoffen gebildeten Flamme die anderen
Komponenten (Luft oder sauerstoffreichere Stickstoffsauerstoffgemische) teils durch Einpressen
von der Seite, teils durch Entgegenblasen zuführte, ist diesem Moment nicht genügend
Rechnung getragen worden, infolge-, dessen auch die Ausbeute eine verhältnismäßig
bescheidene blieb.
Man hat zwar auch schon vorgeschlagen, vergasten Brennstoff zunächst mit Luft oder
einem anderen Sauerstoffstickstoffgemenge zu mischen und dieses fertige Gemisch einem Brenner
zuzuführen. Dies kann jedoch nur unter bedeutendem Druck geschehen, und selbst dann
ist die Gefahr eines Zurückschiagens der Flamme und damit einer Explosion so groß, daß auf
diese Weise kein technisch befriedigendes Verfahren geschaffen wird. -
Gemäß vorliegender Erfindung wird die als wesentlich erkannte vollkommene Mischung der
Brennstoffe mit Luft oder Luftsauerstoffgemischen während der Verbrennung dadurch in
gefahrloser und vor allem in besonders wir- ■·. kungsvoller Weise erzielt, daß man im Gegensatz
ζμ dem .bisher Bekannten die Flamme in zahlreiche kleine Stichflammen zerteilt, wobei
man die Mischung entweder durch bunsenbrennerartige Vorrichtungen in den Brennern
bewirkt oder aber später im Anfang der Flamme, indem man jeder einzelnen Stichflamme die erforderliche
Menge Stickstoff und Sauerstoff in dem Maße zuführt, daß die vollkommene Vermischung
bereits im. Anfang der Flamme beendet ist. Dies kann beispielsweise mit Hilfe
eines Brenners geschehen, der aus einem den ganzen Querschnitt eines schachtartigen Ofens
ausfüllenden Hohlrost besteht, aus welchem der Brennstoff, durch zahlreiche kleine Öffnungen
austritt, deren Querschnitt im einzelnen so
gering ist, daß beim Ausströmen des reinen Heizgases in das durch den rostartigen Brenner
hindurch in den Verbrennungsraum eingeblasene Luftsauerstoffgemisch augenblicklich eine vollkommene
Durchmischung des Heizgases mit dem Stickstoff und dem zweckmäßig in genügendem Überschuß vorhandenen Sauerstoff
erfolgt. Noch zweckmäßiger erwies sich die in der Zeichnung in Fig. ι im Vertikalschnitt und
ίο in Fig.-2 im Horizontalschnitt dargestellte Ausbildung
dieses Brenners, bei welcher die Öffnungen des Hohlrostes α zunächst in dünne Röhrchen
b münden, an deren Ende dann erst die Verbrennung erfolgt. Hierdurch wird einmal
eine zu starke Erhitzung des Rostes und damit dessen rascher Verschleiß hintangehalten, dann
aber wird gleichzeitig eine noch gleichmäßigere Verteilung des durch den Rost und zwischen
den Röhrchen hindurchströmenden sauerstoffhaltigen Gasgemisches und eine vorteilhafte Vorwärmung
dieser Gase erreicht.
Die Ausgestaltung des Brenners ist- selbstverständlich
nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen beschränkt; so kann man beispielsweise
die zahlreichen den Brennstoff zuführenden Röhrchen nicht auf einem im Ofen befindlichen Hohlrost anordnen, sondern diese
auch direkt in den Ofen einmünden lassen und das Luftsauerstoffgemisch durch gleichmäßig
zwischen den Röhren vorgesehene Öffnungen zuführen.
Wie bereits erwähnt, kann die Durchmischung des Brennstoffs mit dem Luftsauerstoffgemisch
auch ganz oder doch zum größten Teil bereits in den Brennern erfolgen, indem man diese
bunsenbrennerartig ausgestaltet, so daß sie das sauerstoffreiche Luftgemisch ansaugen und im
Brennerrohr mit dem Brennstoff vermischen, wobei die Vermischung noch durch eingebaute
Widerstände o. dgl., welche eine wirbelnde Bewegung erzeugen, befördert werden kann.
Anstatt den Brenner mit unvermischtem Brennstoff zu speisen und den erforderlichen
Stickstoff der Flamme durch den Rost hindurch in Form eines entsprechenden Luftsauerstoffgemisches
zuzuführen, kann man auch den Stickstoff in Mischung mit dem Brennstoff in den Brenner leiten und durch den Rost Sauerstoff
zuführen.
Durch das Zerteilen einzelner großer Flammen in zahlreiche kleine Stichflammen, denen
die zur Erzielung günstiger Gleichgewichtsverhältnisse erforderlichen Mengen Stickstoff und
Sauerstoff bereits im Anfang der Flamme vollkommen beigemischt werden können, sind in
der Praxis ganz überraschend günstige Ergebnisse gezeitigt worden. Die Ausbeute an Stickoxyden
steigt gegenüber derjenigen bei Verwendung der bekannten, mit massiven Flammen
arbeitenden Brenner auf das Zehn- und Mehrfache, und zwar unter sonst gleichen Verhältnissen,
insbesondere gleicher Temperatur und gleichmäßig rascher Abkühlung der Gase nach der Flammenreaktion in beiden Fällen.
Claims (4)
1. Verfahren zur Darstellung von Stickoxyden durch Verbrennen von atmosphärischem
Stickstoff in einem mit kohlenstoff- oder wasserstoffhaltigen Brennstoffen befeuerten
Ofen unter rascher Abkühlung der Reaktionsgase, dadurch gekennzeichnet, daß man den Brennstoff in Form zahlreicher
kleiner, in ihrer Brennlänge im wesentlichen getrennt gehaltener Stichflammen zur Verbrennung
bringt.
2. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet
durch die Benutzung eines mit zahlreichen Öffnungen zum Ausströmen des Brennstoffes versehenen Hohlrostes, durch
den das Stickstoffsauerstoff gemisch hindurchtritt.
3. Das Verfahren gemäß Anspruch 2 unter Benutzung eines Hohlrostes, auf dessen zahlreiche
Öffnungen zur Erzielung einer gleichmäßigen Verteilung des zutretenden Stickstoffsauerstoffgemisches
Röhrchen aufgesetzt sind.
4. Das Verfahren gemäß Anspruch 2 unter Benutzung eines Hohlrostes, dessen zahlreiche
Öffnungen in bunsenbrennerartig eingerichtete Röhren münden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE217079C true DE217079C (de) |
Family
ID=478416
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT217079D Active DE217079C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE217079C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE969083C (de) * | 1950-12-31 | 1958-04-30 | Zieren Chemiebau Gmbh Dr A | Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeure durch Verbrennung von technischen Gasen, die viel Schwefelwasserstoff und daneben nennenswerte Mengen von Stickstoffwasserstoffverbindungen enthalten |
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- DE DENDAT217079D patent/DE217079C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE969083C (de) * | 1950-12-31 | 1958-04-30 | Zieren Chemiebau Gmbh Dr A | Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeure durch Verbrennung von technischen Gasen, die viel Schwefelwasserstoff und daneben nennenswerte Mengen von Stickstoffwasserstoffverbindungen enthalten |
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