DE31417C - Regulir- und Entgasungsvorrichtung an Feuerungen - Google Patents

Regulir- und Entgasungsvorrichtung an Feuerungen

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DE31417C
DE31417C DENDAT31417D DE31417DA DE31417C DE 31417 C DE31417 C DE 31417C DE NDAT31417 D DENDAT31417 D DE NDAT31417D DE 31417D A DE31417D A DE 31417DA DE 31417 C DE31417 C DE 31417C
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Germany
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grate
cylinder
degassing
filling
furnaces
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DENDAT31417D
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C. F. MÜLLER, geb. : ERPELDINGER, in Berlin NW., Birkenstrafse 8m. \
Publication of DE31417C publication Critical patent/DE31417C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23HGRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
    • F23H7/00Inclined or stepped grates

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom al. September 1884 ab.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 den Querschnitt, Fig. 2 den Längenschnitt, Fig. 3 den Horizontalschnitt und Fig. 4 die Vorderansicht einer Dampf kesselfeuerung mit vorheriger Entgasung des Brennmaterials dar.
Die Neuerungen an der sonst bekannten Einrichtung sollen alle bis jetzt zu Tage getretenen Mangel abstellen, und zwar insbesondere:
1. dafs das Feuer sich während des gleich-, mäfsigen Betriebes durch Vergröfserung oder Verkleinerung der wirksamen Rostfläche so genau reguliren bezw. einstellen läfst, als man gröfsere oder kleinere Wärmemengen in grofsen Varianten bedarf, welche mit dem Kaminschieber nicht mehr zu reguliren sind;
2. die Rostconstruction ist so gewählt, dafs das Brennmaterial stetig fortdauernd herunterrutschen kann, im Gegensatz zu dem unregelmäfsigen Nachrutschen bei den einfach geneigten Rosten;
3. fallen die kostspieligen Reparaturen der längen Entgasungskammer fort, indem der Entgasungscylinder oder Cylindertheil nur mit einem Chamottestein geschützt ist;
4. werden die sich . momentan bildenden Kohlenwasserstoffgase abgezogen, mit Luftströmen innig gemischt, dann auf die Verbrennungstemperatur gebracht und auf einer längeren Strecke darin erhalten, so dafs nachträglich bei genügend hoher Temperatur die vollständige Verbrennung stattfinden kann.
A ist ein Zweiflammrohrdampfkessel, unter dessen vorderem Theil sich der Feuerungsraum B und der Rost C befindet, auf weichen das Feuerungsmaterial zur Verbrennung und selbstthätigen Nachrutschung gelangen soll, ' Die Oberfläche des Rostes bildet die Fläche eines Rotationskörpers, welcher aus der Rotation einer Kettenlinie α um die Achse b entsteht; c ist ein Füll- und Entgasungscylinder bezw. Cylinderausschnitt, dessen untere Cylindermantelkante d gleich weit, ca. 12 cm, von der Rostfläche entfernt ist.
Die Cylinderachse fällt mit der Rotationsachse zusammen.
Der Cylindermantel ist aus Schmiedeisen hergestellt und wird bei gröfseren Feuerungsanlagen mit einer Chamotteplatte e vor dem Verbrennen bewahrt.
In der Rotationsachse b steht eine senkrechte Spindel s, welche sich in dem Halslager m und Spurlager η drehen kann.
An dem oberen Ende dieser Spindel ist die senkrecht stehende Radialwand w befestigt, während das untere Ende den senkrecht stehenden BlechthürflUgel D trägt. Zum Drehen der Spindel s wird die an dem Flügel D befestigte Kette k oder die an der Wand w befindliche Oese 0 benutzt.
Der Füllcylinder c hat nach vorn, d. h. nach dem Stochrautn zu, einen Füllkanal F, welcher durch die Thür E abgeschlossen wird.
G ist eine zweite Thür nach dem Stochraurn zu, welche zum Abschlacken des Rostes dient. Dieselbe ist doppelwandig zum Vorwärmen der Luft eingerichtet.
In der Thüröffhung K der Thür G münden seitlich eine Anzahl runder Löcher r, welche durch den Kanal / mit dem oberen Theil des FüIIcylinders in Verbindung stehen.
Die Wirkungsweise der ganzen Einrichtung ist nun folgende:
Auf dem Rost C wird Feuer angemacht und durch die Thüröffnung E und den Füllkanal F werden Kohlen in Nufsgröfse in den Entgasungscylinder c eingefüllt. Theils durch die hohe Temperatur des Entgasungscylinders c, theils durch die strahlende Hitze der brennenden Kohle auf dem Rost C werden die momentan sich bildenden Kohlenwasserstorfe flüchtig, ziehen theils in die glühenden Kohlenschichten direct ab, theils aus dem Entgasungscylinder durch den Kanal I in die Oeffnungen r, um sich hier innig mit neuer, nur durch g eintretende vorgewärmte Luft zu vermischen.
Diesen Weg machen die Kohlenwasserstoffgase und mischen sich auch innig mit der Luft, indem letztere durch rechtwinkliges Vorbeiblasen an den runden Oeffnungen r saugend und zerstäubend wirkt, aufserdem die Kohlenwasserstoffgase eher dem Zuge in freien Kanälen folgen, als dem, welcher durch den Widerstand in den Kohlenschichten abgeschwächt ist.
Die so innig gemischten Gasarten ziehen nun über den ganzen Rost weg und kommen an der intensivsten Feuerstelle zur vollständigen Verbrennung.
Soll nun bei diesem Betriebe z. B. nur die Hälfte Dampf entwickelt werden, so zieht man mit Hülfe der Kette k den ThUrfiügel D um ca. 30 ° hervor. Die Wand w halbirt sofort den Einlaufschlitz an der Kante d und der Thürflügel D die Luftzuführung unterm Rost auf die Hälfte, so dafs der vordere halbe Rost intact bleibt, während die hintere Hälfte todtgestellt ist. Auf diese Weise läfst sich jeder Wärmebedarf einstellen bezw. reguliren, was namentlich bei sehr unregelmäfsigem Betriebe von der gröfsten Wichtigkeit ist.
In der dargestellten Ausführung ist der Rost nur theilweise verwendet.
Bei Säulenöfen für Zimmerheizungen oder Darren wird der Füllcylinder ganz verwendet und ebenso der ganze Rotationskörper der Kettenlinie als Rostfläche.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Die Rostregulirung mittelst des Thürflügels D, der Wand w und der Spindel s.
2. Die Anwendung eines Füll- oder Entgasungscylinders oder Cylindertheils c zum Einlassen und Entgasen des Brennmaterials über einem Rost, welcher ' die Rotationsfläche einer Kettenlinie zur Fläche hat.
3. In dem Füll- und Entgasungscylinder c die Absaugung der Kohlenwasserstoffgase nach der Thüröffnung if und deren Mischung an dieser Stelle mit frischer Luft.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT31417D Regulir- und Entgasungsvorrichtung an Feuerungen Expired - Lifetime DE31417C (de)

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