DE3138078C2 - Differenzverstärker - Google Patents
DifferenzverstärkerInfo
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Abstract
Stromspiegelungsschaltungen werden einem Differenzverstärker zugefügt, und die Differenz-Ausgänge des Verstärkers werden von einem oder beiden der Strompfade in der Stromspiegelungsschaltung abgenommen, so daß die Beziehung zwischen Ein- und Ausgangssignalen unabhängig von den Basis-Emitterspannungen der Differential-Transistoren wird.
Description
R-,
/V3 "Γ Λ4
Wenn das Eingangssignal e,- sich in der positiven Richtung
(oder in der ansteigenden Richtung) ändert, so c wird der Emitterstrom (der \ra wesentlichen gleich dem
Kollektorstrom ist) des Transistors Q3 vermindert, während
der Emitterstrom (der im wesentlichen gleich dem Kollektorstrom ist) des Transistors Q4 erhöht wird.
Deshalb ist, wie sich klar aus der Kennlinie des folgenden Ausdrucks ergibt:
10
(1)
die Beziehung zwischen den Schwankungsbreiten ΔΚΒ£3 )5
und ΔΚΒ£4 der Basis-Emitterspannungen der Transistoren:
|ΔΚΒ£3|>|ΚΒ£4|
Demzufolge ist im Ausdruck (2):
Demzufolge ist im Ausdruck (2):
(4)
20
(5)
Deshalb wird, wenn die Eingangsspannung e,- erhöht
wird, im Ausdruck (2) das Maß des Anstiegs der Spannung v„ zwischen beiden Emittern ( = R$iei +R4ic2)
vermindert, und demzufolge wird auch die Ausgangsspannung P0 bei Ausdruck (3) vermindert. Wenn die
Eingangsspannung e( sich in der negativen Richtung ändert,
so tritt die gleiche Erscheinung auf. Deshalb ist die Ausgangswellenform P0 mit Bezug zur sinusförmigen
Eingangswellenform e, derart, daß, wie Fig. 2 zeigt, die positiven und negativen Spitzen zusammengebrochen
sind, also abgeflacht sind, was somit eine Verzerrung hervorruft.
Der vorliegenden Erfindung liegt die technische Aufgäbe
zugrunde, einen Differenzverstärker, bei dem die Ausgangsverzerrung aufgrund der Nichtlinearität der
Eingangs- und Ausgangskennlinien vollständig ausgeschaltet wird besonders einfach aufzubauen.
Diese Aufgabe wird bei Differenzverstärkern nach dem jeweiligen Oberbegriff des Anspruchs 1 oder 2 durch
die kennzeichnenden Teile des Anspruchs 1 oder des Anspruchs 2 gelöst.
Dies wird erfindungsgemäß durch eine erste Ausbildungsform eines Differenzverstärkc:s erreicht, der ge- -»5
kennzeichnet ist durch erste sowie zweite Transistoren mit einer ersten elektrischen Leitfähigkeit, deren Basen
als Differenz-Eingangsanschlüsse benutzt sind, durch
dritte sowie vierte Trani-storen mit einer zweiten elektrischen
Leitfähigkeit, die der ersten elektrischen Leitfiihigkeit
eitgegengerichtet ist. welche Transistoren mit den Ausgängen der ersten sowie zweiten Transistoren
differentiell als die Basiseingänge der dritten sowie vierten Transistoren verbunden sind, durch eine erste Einrichtung
zur Zufuhr von Strömen in einem vorbestimmten Verhältnis zu dem ersten sowie dritten Transistor und
durch eine zweite Einrichtung zur Zufuhr von Strömen in einem vorbestimmten Verhältnis zu dem zweiten sowie
vierten Transistor, so daß der Ausgang in Übereinstimmung zu den Änderungen des in dem dritten t>ö
und oder vierten Transistor fließenden Stromes abgegeben wird.
Nach einer zweiten erfindungsgemäßen Ausbildungsform ist der Differenzverstärker gekennzeichnet durch
erste sowie zweite Transistoren mit der gleichen elektrisehen Leitfähigkeit, de-cn Basen als Differenz-Eingangsanschlüsse
benutzt sind, durch dritte sowie vierte Transistoren mit der gleichen elektrischen Leitfähigkeit
wie diejenige der ersten sowie zweiten Transistoren, w&-
bei die dritten sowie vierten Transistoren differentieU mit den Ausgängen des ersten sowie zweiten Transistors
als die Basiseingänge des dritten sowie vierten Transistors verbunden sind, durch Einrichtungen zur Zufuhr von
Strömen in einem vorbestimmten Verhältnis pi den
ersten sowie vierten Transistoren und durch Einrichtungen zur Zufuhr von Strömen in einem vorbestimmten
Verhältnis zu den zweiten sowie dritten Transistoren, so daß der Ausgang in Übereinstimmung zu den Änderungen
des in dem dritten und/oder vierten Transistor fließenden Stromes abgegeben wird.
Der Erfindungsgegenstand wird anhand der Zeichnungen erläutert; in diesen zeigen:
Fig. 3 ein Schaltschema für ein erstes Beispiel nach der
ersten Ausbildungsform eines Differenzverstärkers gemäß der Erfindung;
Fig. 4 ein Schaltschema für ein zweites Beispiel nach der ersten Ausbildungsform eines Differenzverstärkers
gemäß der Erfindung;
Fig. 5 ein Schaltschema für ein erstes Beispiel einer
zweiten Ausbildungsform eines Differenzverstärkers gemäß der Erfindung;
Fig. 6 ein Schaltschema für ein zweites Beispiel eines Differciizverstärkers gemäß einer zweiten Ausbildungsform
der Erfindung:
Fig. 7 ein Schaltschema für ein drittes Beispiel eines Diffeerenzverstärkers gemäß einer zweiten Ausbildungsform
der Erfindung.
Gemäß Fig. 3, in der gleiche Teile wie in Fig. 1 mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, sind dritte bzw.
vierte pnp-Transistoren Q1, Q4 differentiell verbunden,
wobei ihre Emitter durch Emitterwiderstände R3. R4 zusammengeschaltet
sind. Die Basen der Transistoren Q}· Qa. werden von den Emitterausgängen von ersten
bzw. zweiten npn-Transistoren Qx, Q2 gespeist, die jeweils
als Emitterfolger ausgebildet sind. Die Basen der Transistoren Q1. Q1 sind Differenz-Eingangsanschlüsse.
Bei diesem Beispiel wird ein Eingangssignal et an die
Basis des Transistors Q1 und Erdpotential an die Basis
des Transistors Q1 gelegt.
Um den Transistoren Qx. Q3 Ströme in einem konstanten
Verhältnis zuzuführen, ist eine Stromspiegelungsschaltung 1 mit einem Transistor Q5, einer Diode D1
und Widerständen R5, R6 vorgesehen. Gleicherweise
ist, um den Transistoren Q1, Q4 Ströme in konstantem
Verhältnis zuzuführen, eine Stromspiegelungsschaltung 2 mit einem Transistor Q6, einer Diode D2 und Widerständen
R1. R8 vorhanden. Die Dioden ZJ1. D2 können
selbstverständlich durch diodengeschaltete Transistoren ersetzt werden.
Wenn lediglich die Wechselstrom-Komponenten in der Beziehung zwischen der Eingangsspannung e, und
den Emitterströmen ie3 sowie ie4 der Transistoren Q3
und Qx betrachtet werden, dann kann diese Beziehung
folgendermaßen dargestellt werden:
''i = - '(,el + l'fceJ + Ki R} + ',4 K4 - t'fc.4 + IV 2 (6>
Es soll nun der Fall betrachtet werden, wobei die Eingangsspannung
v, sich in der positiven Richtung unter der Bedingung ändert, daß die Stromverhälinisse in
den Stromspiegelungsschaltungen 1 und 2 gleich Eins gesetzt werden, indem der Widerstand R5 gleich R6 und
der Widerstand K7 ghich Rc gesetzt wird. In diesem Fall
nimmt der Kollektorstrom des Transistors Q3 ab. während
der Kollektorstrom des Transistors Q4 ansteigt. Deshalb ändern sich die Schwankungsbereiche (ΔΓΒ£)
der Basis-Emitterspannungen dieser Transistoren fol-
gendermaßen: die Schwankungsbereiche der Basis-Emitterspannungen der Transistoren Qx, Q3 nehmen
ab, wobei Δ VBfA = Δ ('„,-, ist. wahrend die Schwankungsbereiche der Basis-Emitterspannungen der Transistoren
Q1, Qi ansteigen, wobei Δ \'Bt:1 - ΔI β£4 ist. Demzufolge
löschen im Ausdruck (6) r^,, und vhei einander, und das
gleiche gilt für vbel und vhri. Damit kann der Ausdruck
(6) in den folgenden Ausdruck (7) umgeschrieben werden:
j +
Somit ist die Eingangsspannung c, proportional der
Emitter-Emitterspannung i·,,, d.h.. die Eingangsspannung
r, hat ein Verhältnis von I: I mit der Spannung v„
zwischen den Emittern der Transistoren ζ), und (J4. Der
positive Phasenausgang ist:
Deshalb sind die Ein- und Ausgänge in einer Beziehung,
die keine !,,,-Komponenten enthält, im wesentlichen
linear proportional. Auf diese Weise kann ein verzerrungsfreier Ausgang erhalten werden.
Gleicherweise werden, wenn der Eingang sich in der negativen Richtung ändert, die Wechselstrom-Komponenten
itl. der Transistoren voneinander gelöscht, und
deshalb kann ein verzerrungsfreier Ausgang erhalten werden. Es ist an sich unnötig, daraufhinzuweisen, daß
der negative Phasenausgang r,„ aus den gleichen Gründen,
wie oben zum positiven Ausgang abgegeben, verzerrungsfrei
ist.
Bei dem oben beschriebenen Beispiel ist das Stromspiegelungsverhältnis
in jeder der Stromspicgelungsschaltungcn 1 und 2 gleich Eins gesetzt. Es soll nun der
Fall betrachtet werden, wobei die StromspiegelungsvcihäiiRisse
der Sirofriäpiegelüngsschaltüngcri S und 2
auf einen konstanten Wert α eingestellt sind. Da die Beziehung zwischen VBE und /<■ eines Transistors durch
den Ausdruck (1) dargestellt werden, kann der Unterschied zwischen den Basis-Emitterspannungen (l'Bt) der
Transistoren Qx und ζ), folgendermaßen ausgedrückt
werden:
Für die Zwecke dieser Erörterung kann die Sperrschichttemperatur als gleich angesehen werden. Es kann
auch angenommen werden, daß /C17sls>l und
/C3//S3s>
1 ist. Wird /f3 /cl = n (das Stromspiegelungsverhältnis)
gesetzt, so kann der Ausdruck (9) zu folgendem Ausdruck (10) umgeschrieben werden:
KT
= — Ina
worin/sl = /S3 ist.
Gleicherweise gilt für den Unterschied zwischen den Basis-Emitterspannungen der Transistoren O2 und Qx
eine zu der durch den Ausdruck (10) angegebenen Beziehung gleichartige. Damit zeigen diese Unterschiede
den gleichen konstanten Wert. Demgemäß werden U'»,3 —«-'»ei) und (r*r2 ~ r»e*) 'm Ausdruck (6) konstant.
Somit ist zu erkennen, daß so lange, als die Stromspiegeiungsverhäitnisse
auf irgendeinen konstanten Wert a eingestellt werden, der Ausgang verzerrungsfrei ist. weil er
unabhängig von den Wechselstrom-Komponenten vbe
der Transistoren ist.
Bei dem in Fig. 4 gezeigten zweiten Beispiel der ersten
Ausbildungsform eines Differenzverstärkers gemäß der Erfindung, wobei gleiche Teile in Fig. 3 und 4 mit den
gleichen Bezugszeichen versehen sind, kommt ein gemeinsamer
Emitterwiderstand RF zur Anwendung, und
es werden zwei Stromquellen /„, und /0, zur Speisung der
Transistoren Q3 bzw. ζ)4 eingesetzt. Die anderen Elemente
der Schaltung sind zum Beispiel von Fig. 3 gleichartig, insofern soll eine eingehende Beschreibung
unterbleiben.
ίο Bei dem in Fig. 5 gezeigten Beispiel für eine zweite
Ausbildungsform eines Differenzverstärkers gemäß der Erfindung sind pnp-Transistoren Qxy Qu differenticll
verbunden, wobei ihre Emitter durch Emittervviderstände
R11, R14 zusammengeschlossen sind. Den Basen
der Transistoren Qi3. QXi wcden die Emitterausgänge
von pnp-Transistoren ζ?,, und Qxl, die als Emitterfolger
ausgebildet sind, zugeführt, die Basen der Transistoren Q11, Q11 dienen ais Differeiu-EingaiigsaiiM-liiüvsc. Bei
diesem Beispiel wird ein Eingangssignal c, an die Basis des Transistors Q11 gelegt. Erdpotential liegt an der
Basis des Transistors Q12.
Um den Transistoren Qxx und QXi Ströme in einem
vorbestimmten Verhältnis zuzuführen, sind eine Stromspiegelungsschaltung
vom Stromentnahmetyp, die aus einem Transistor Qls sowie einer Diode D11 besteht,
und eine Stromspiegelungsschaltung vom Stromabsorptionstyj,.
die aus einem Transistor Q16. einer Diode D1,
und Widerständen R15 sowie R16 besteht, vorgesehen.
Der Kollektorstrom des Transistors Q14 wird an die
Diode D1, in der Absorptions-Stromspiegelungssehaltung
gelegt, und dann wird ein durch das Stromspiegelungsverhältnis bestimmter Strom an den Ausgangstransistor
(Pi6 gelegt. Da der Absorptionsstrom des
Transistors Q16 in die Diode D11 fließt, wird ein Strom.
der dem Absorptionsstrom gleich ist, an den Emitterfolgcr-Transistor
Q11 vorn Ausgangstransistor £>i; in
der Stromspiegelungsschaltung vom Stromentnahmetyp gelegt.
Um den Transistoren Q12 und ρ13 Ströme in einem
vorbestimmten Verhältnis zuzuführen, sind eine Stromspiegelungsschaltung
vom Stromentnahmetyp, die aus ■ einem Transistor Qxl sowie einer Diode D13 besteht,
und eine Stromspiegelungsschaltung vom Stromabsorptionstyp, die aus einem Transistor Qxa. einer Diode D14
und Widerständen R17 sowie R18 besteht, vorgesehen.
Der Kollektorstrom des Transistors Q13 wird an die
Diode D14 in der Absorptions-Stromspiegelungsschaltung
gelegt, und ein durch das Stromspiegelungsverhältnis bestimmter Strom fließt im Ausgangstransistor Qts.
Der Absorptionsstrom des Transistors Qxa fließt in der
Diode D13. und demzufolge fließt ein Strom, der gleich
dem Absorptionsstrom ist. vom Ausgangstransistor Q11
inderStromspiegelungsschaltungvomStromabsorptionstyp
in den Emitterfolger-Transistor Q12.
Es ist zu erkennen, daß die Differenzverstärkerschaltung
von Fig. 5 in einer ganz gleichartigen Weise wie die von Fig. 3 arbeitet. Jedoch werden bei der Schaltung
von Fig. 5 dritte und vierte Transistoren Q13 und (?,4.
die von der gleichen Leitfähigkeit sind wie die ersten und zweiten Transistoren Q,, sowie Q12- verwendet, während
die dritten und vierten Transistoren in der Schaltung von Fig. 3 eine Leitfähigkeit haben, die zu derjeni-•
gen der ersten und zweiten Transistoren entgegengesetzt ist. Während ferner bei der Schaltung von Fig. 3
die Ströme in einem vorbestimmten Verhältnis den Transistoren Q1 sowie Q3 und Q2 sowie O4 zugeführt
werden, werden bei der Ausbildungsform von Fig. 5 Ströme in einem vorbestimmten Verhältnis an die
Transistoren Qx sowie Qx und an die Transistoren Q1
sowie Q} gelegt.
Wenn die Beziehung zwischen der Eingangsspannung e,
und den Emitterströmen ieJ sowie /c4 allein mit Bezug
auf die Wechselstrom-Komponenten betrachtet wird, so wird der folgende Ausdruck (11) erhalten:
1Vi.+1Vi J-
' 1Vl-I — 1Vl 2
(H)
η ,η Γ«
•Ml + »Μ 4
•Ml + »Μ 4
IO
und dieser Ausdruck ist - mit Ausnahme für die Vorzeichen von Γ,,,,, und vhell - dem Ausdruck (6) gleichartig.
Es soll nun der Fall betrachtet werden, wobei die Einizant^spannung sich in der positiven Richtung unter
der Bedingung, daß die Widerstände R15 sowie R16 und
die Widerstände R1-, sowie A18 in den Stromspiegelungsschaltungen
gleich sind, ändert, so daß die Stromspiej>elunj»sverhältnisse
gleich Eins zu setzen sind. In diesem Fall nimmt der Kollektorstrom des Transistors Q11
ab. während der Kollektorstrom des Transistors Qu ansteigt.
Deshalb vergrößern sich die Schwankungsbreiten Δrstll und ΔIg1-I4 der Basis-Emitterspannungen der
Transistoren Q11 sowie Q14, während die Schwankungsbrciten
ΔΓβ£Ι, sowie ΔΚΒΪ13 der Basis-Emitterspannungen
der Transistoren Q11 sowie Q13 abnehmen. Demzufolge
löschen die Komponenten ι·,,,,, und rt,14 im
Ausdruck (11) einander, und das gilt auch für die Komponenten
tht,,2 sowie 1'(,,Ij. Als Ergebnis kann der Ausdruck
(11) in den folgenden Ausdruck (12) umgeschrieben werden:
30
(12)
Damit ist die Eingangsspannung 1; im wesentlichen
der Emiiter-Emitterspannung v„ linear proportional.
Der positive Phasenausgang r02 ist: J5
(13)
Der Ein- und Ausgang sind somit in einer keine Wechselstrom-Komponenten rbr einschließenden Be-Ziehung
linear proportional. Der Ausgang zeigt deshalb im wesentlichen keine Verzerrung auf.
Auch in dem Fall, da die Eingangsspannung sich in der negativen Richtung ändert, werden die Wechselstrom-Komponenten
der Transistoren ähnlich ausgelöscht, und es wird ein verzerrungsfreier Ausgang in
der gleichen Weise wie bei einer positiv verlaufenden Eingangsspannung abgegeben.
Bei dem oben beschriebenen Beispiel sind die Stromspiegelungsverhältnisse
der Stromspiegelungsschaltungen gleich Eins gesetzt, die Schaltung wird jedoch auch
in richtiger Weise arbeiten, wenn die Stromspiegelungsverhältnisoe
auf irgendeinen konstanten Wer« χ eingestellt
werden. Da die Beziehung zwischen den Werten VBE
und /c eines Transistors durch den Ausdruck (1) wiedergegeben
werden kann, wird die Differenz zwischen den Basis-Emitterspannungen der Transistoren Q, und ζ?4
durch den folgenden Ausdruck (14) dargestellt:
60
Zum Zweck dieser Erläuterung wird wieder angenommen, daß die Sperrschichttemperaturen gleich und daß
Ich ihn :s>
1 und Λτι-Αι*3* ' sm^- Wenn IC\ilh\* = !z
(das Stromspiegelungsverhältnis) ist, dann kann der Ausdruck (14) folgendermaßen umgeschrieben werden:
In diesem Fall ist /SI1 =/x,4. Gleicherweise steht die
durch den Ausdruck (15) angegebene Beziehung Tür den
Unterschied zwischen den Basis-Emitterspannungen (I β£)
der Transistoren Qi3 und Qi2. Diese Differenzspannungen
haben somit den gleichen konstanten Zeitwert. Dementsprechend werden im Ausdruck (11) die Glieder
(1ViI-1Vu) und (1ViJ-1Vu) konstant, und es wird
klar, daß der Ausgang von Wechselstrom-Komponenten von i't, unabhängig ist sowie so lange verzerrungsfrei
sein wird, wie die Stromspiegelungsverhältnisse auf irgendeinen konstanten Wert α eingestellt sind.
Das Schaltbild von Fig. 6 zeigt ein anderes Beispiel
für die zweite Ausbildungsform eines erfindungsgemäßen Differenzverstärkers, wobei in Fig. 6 zu Fig. 5
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Bei der Schaltung von Fig. 5 sind die Kollektorströme
der Differential-Transistoren und die Emitterfolger-Transistoren mit Hilfe der Stromspiegelungsschaltung
kombiniert, so daß die Ströme in den vorbestimmten Verhältnissen fließen.
Bei der Schaltung von Fig. 6 ist die Basis des Transistors Q19 mit der Basis des Differential-Transistors Qu
verbunden, und der Ausgangsstrom des Transistors Qxg
wird an den Emitterfolger-Transistor Q11 gelegt. Durch
geeignetes Einstellen des Verhältnisses der Emitterwiderstände RX3 sowie RX9 wird das Verhältnis der
Emitterströme der Transistoren ζ?,4 und QX9 konstantgemacht,
wobei auch das Verhältnis der Emitterströme der Transistoren (J14 und (3,, konstantgemacht wird.
In ähnlicher Weise ist ein Transistor Q20 vorgesehen,
und zwar derart, daß seine Basis mit der Basis des Transistors Q13 verbunden ist. Das Verhältnis der
Emitterströme der Transistoren Q13 und Qx, wird durch
passendes Einstellen des Verhältnisses der Widerstände R13 und R20 konstantgemacht.
Gleicherweise wie im ersten Beispiel von Fig. 5 wird bei dem zweiten, in Fig. 6 gezeigten Beispiel der Unterschied
zwischen den Komponenten vbr der Transistoren Q1x sowie Qxi und der Transistoren Q12 sowie
Q13 Null oder konstant, und ein verzerrungsfreies
Ausgangssignal wird abgegeben.
Bei dem dritten Beispiel Tür die zweite Ausführungsform eines Differenzverstärkers gemäß der Erfindung,
das in Fig. 7 gezeigt ist, kommen für gleiche Teile wie bei Fig. 6 die gleichen Bezugszeichen zur Anwendung.
In diesem dritten Beispiel sind Stromquellen /1?1 und
/102 Tür die Differential-Transistoren QX3 sowie Qxi
bz'v. Q19 sowie Q20 vorhanden, während die anderen
Schaltungselemente in gleichartiger Weise wie im zweiten Beispiel von Fig. 6 angeordnet sind. Bei der Schaltung
des dritten Beispiels (Fig. 7) ist der Ausgang ebenfalls verzerrungsfrei.
Während bei der ersten und zweiten Ausbildungsform der Erfindung Unterschiede in der Leitfähigkeit der verwendeten
Transistoren und in der spezifischen Art der angewendeten Stromspiegelungsschaltungen vorhanden
sind, ist zu erkennen. z.B. aus der Gleichartigkeit der Ausdrücke (11) —(15) mit derjenigen der Ausdrücke
(6)—(10). daß die Schaltungen alle in einer im wesentlichen gleichartigen Weise arbeiten und auf einem gemeinsamen
Stamm oder Prinzip beruhen. Jede Schaltung verwendet einen zweiten Transistorsatz, um die Basis-Emitterspannungsglieder
aus der die Beziehungen der Wechselstrom-Eingangs- und Ausgangssignale bestimmenden
Gleichung zu löschen.
Bei den oben beschriebenen Beispielen wird der Ausgang durch die Anwendung von parallel zu den Transistoren
der Stromspiegelungsschaltungen entwickelten Spannungen geliefert. Der Ausgang kann jedoch auch
folgendermaßen geliefert werden: wenn die Verhältnisse der in den Transistoren Qz sowie ζ)4 und in den Transistoren
öi sowie Q3 fließenden Ströme konstantgemacht
werden und wenn Widerstände in die Pfade der in diese Transistoren fließenden Ströme eingesetzt werden,
dann kann der Ausgang durch Verwendung der parallel zu diesen Widerständen entwickelten Spannungen
erzeugt werden.
Ferner werden in den beschriebenen Beispielen die Stromspiegelungsschaltungen als die den Strom zuführenden
Einrichtungen eingesetzt. Es bedarf an sich je-
10
doch keiner Erwähnung, daß die Stromspiegelungsschaltungen
auch durch Schaltungen ersetzt werden können, die in ihrer Funktion den Stromspiegelungsschaltungen
gleichwertig sind. Ferner können die oben beschriebenen Transistoren durch solche ersetzt werden,
deren elektrische Leitfähigkeiten zu denjenigen der oben beschriebenen Transistoren entgegengesetzt sind.
Wie sich aus der Beschreibung klar ergibt, kann sie
den nicht-linearen Eingangs-Ausgangs-Kennwerten von Transistoren zugeschriebene Verzerrung im wesentlichen
ohne die Anwendung einer Rückkopplungstechnik ausgeschaltet werden. Damit ist der Differenzverstärker,
der gemäß der Erfindung ausgebildet ist. zu allen Zeiten stabil.
Claims (4)
1. Differenzverstärker mit einem ersten und zweiten Transistor gleichen Leitfähigkeitstyps. an dessen
Basen das Differenzeingangssignal angelegt wird und deren Emitter jeweils mit der Basis eines dritten
bzw. vierten Transistors verbunden sind, deren Emitter über einen ersten bzw. zweiten Widerstand
zusammengeführt sind und in deren Kollektor-/Emitter-Strecken je eine Einrichtung eingeschaltet isi, die
an sie Ströme in einem vorbestimmten konstanten Verhältnis anlegt, dadurch gekennzeichnet, daß
alle vier Transistoren (Q11, Q12, Q13. ö,4) von gleichem
Leitfähigkeitstyp sind, daß je eine Stromspiegelschaltung vom Stromentnahmetyp (Qis, Dn bzw.
Q17, D13) und je eine Stromspiegelschaltung vom
StromabsonHionstyp (O16, DX2, R15, R16 bzw. g,8,
DiA, Ri6 <?rw- Öls· °i4>
r\t Ku) vorgesehen sind,
von denen die eine (Du. Q15 bzw. U13, ßl7) jeweils iä
mit dem Emitter des ersten bzw. zweiten Transistors (Qu, Qi2) und die andere mit dem Kollektor des
dritten bzw. vierten Transistors (Qi3, öu) verbunden
ist, so daß Ströme in einem vorbestimmten Verhältnis durch den ersten und «"ritten (O11. O13) bzw.
zweiten und vierten Transistor (O12. Qi*) fließen.
2. Differenzverstärker mit einem ersten und zweiten Transistor gleichen Leitfähigkeitsiyps, an dessen
Basen das Differenzeingangssignal angelegt wird und deren Emitter jeweils mit der Basis eines dritten
bzw. vierten Transistors verbunden sind, deren Emitter über einer, ersten bzw. zweiten Widerstand
zusammengeführt sind und in df ΐη K.o!lektor-/Emitter-Strecken
je eine Einrichtung eingeschaltet ist, die an sie Ströme in einem vorbestimmten konstanten
Verhältnis anlegt, dadurch gekennzeichnet, daß alle vier Transistoren (Q11. O12, QX3, Qu) von gleichem
Leitfähigkeitstyp sind und daß die Einrichtung je einen Transistor (Q ig bzw. Q20) aufweist, dessen
Kollektor mit dem Emitter des ersten (On) bzw.
zweiten Transistors (Qt2). dessen Basis mit dein
Emitter des zweiten (ζ?Ι2) DZW· ersten Transistors
(Qu) verbunden ist. und wobei die Emitter der beiden Transistoren (O19, Q20) über einen dritten (R19)
und vierten Widerstand (R20) miteinander verbunden sind, wobei das Verhältnis der Widerstandswerte
des ersten (Ri3) zum dritten Widerstand (R19) und
das Verhältnis des zweiten (R14) zum vierten Widerstand
(R20) derart bemessen wird, daß das Verhältnis
der Emitterströrae des ersten und dritten Transistors
(Cn· Qm) und das Verhältnis der Emitterströme des
zweiten und vierten Transistors (Q11, Qi3) konstant
ist.
3. Differenzverstärker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der erste, zweite, dritte und
vierte Widerstand (Ri3. R14. Ri9. R10) an einen gemeinsamen
Verbindungspunkt zusammengeführt sind.
4. Differenzverstärker nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungspunkt des ersten
und zweiten Widerstandes (R13, R14) und der
Verbindungspunkt des dritten und vierten Widerstandes (R19. R20) über je eine getrennte Stromquelle
zusammengeführt sind.
b5 Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Differenzverstärker
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. nach dem Oberbegriff des Anspruchs 2.
Die Druckschrift »Patent Abstract of Japan«, 18. Oktober 1980, Bd. 4, Nr. 148, zeigt einen Differenzverstärker,
bei dem zur Verbesserung der Hochfrequenzeigenschaften dem eigentlichen PNP-Transistor jeweils als
Emitterfolger ein NPN-Transistor vorgeschaltet ist. Die Kollektoren der Differenztransistoren sind mit einer
Stromspiegelschaltung verbunden.
Aus der DE-OS 29 51 161 ist bereits ein Verstärker bekannt, bei dem das Eingangssignal an die Basis eines
ersten, als Emitterfolger geschalteten Transistors gehegt wird, dessen am Emitter erzeugtes Ausgangssignal
an die Basis eines zweiten Transistors des umgekehrten Leitfähigkeitstypes angelegt wird. Beiden Transistoren
werden von einer Stromspiegelschaltung gleiche Ströme zugeführt.
Aus der DE-AS 2414651 ist eine Schaltungsanordnung für die Ausgangsstufe eines einfachen Transisiorverstärkers
bekannt, dessen Ausgangstransistor in Emiiterfolgeschaltung
angeordnet und durch einen ebenfalls in Emitterfolgeschaltung angeordneten Steuertransistor
angesteuert ist. wobei die beiden Transistoren zueinander komplementär sind. Im Emitterkreis des Steuertransistors
ist eine Stromquelle angeordnet.
Ein weiterer, der Anmelderin bekannter Stand der Technik ist in den Fig. 1 und 2 dargestellt. Die hier
gezeigte Schaltung wird als sogenannte »negative Stromrückkopplungsschaltung«
bezeichnet. Diese Schaltung weist einen Emitterwiderstand auf. Dieser Emitterwiderstand
dient dazu, die aufgrund der Nichtlinearität des Zusammenhanges zwischen der Basis-Emitterspannung
und dem Kollektorstrom bedingten Verzerrungen zu vermindern. Jedoch werden durch diese Gegenkopplung die
Verzerrungen nicht vollständig ausgeschaltet, sondern nur vermindert, wobei gleichzeitig die Verstärkung der
Schaltung herabgesetzt wird. Dariijc" hinaus wird die
Schaltung instabil, wenn der Rückkopplungswert erhöht wird.
Zur Erläuterung dieses Standes der Technik wird auf die Fig. 1 und 2 Bezug genommen. Es zeigen:
Fig. 1 ein Schaltbild eines herkömmlichen Differenzverstärkers und
Fig. 2 ein Diagramm der Eingangs- und Ausgangswellenform
in der Schaltung von Fig. 1.
In der Schaltung von Fig. 1 sind die Emitter eines Paares von Differenz-pnp-Transistoren Q3 und Qx
durch Stromrückkopplungs-Emitterwiderstände R3 und R4 miteinander verbunden, und vorspannende Ströme
werden an die Transistoren durch eine Stromquelle I0
angelegt. Ein Bezugspotential. z.B. Erde, liegt an der Basis des Transistors Qt. während ein Eingangssignal P1
an der BasisdesTransistors Q3 liegt. Differenz-Inversionsausgänge
sind parallel zu den Kollektorwiderständen R1, R2 der beiden Transistoren vorgesehen.
Es soll nun die Beziehung der Wechselstrom-Komponenten, die bei Nichtbeachtung der Gleichstrom-Vorspannungen
und -ströme im Differenzverstärker erhalten werden, allein betrachtet werden. Wenn die Wechselstrom-Komponenten
der Basis-Emitterspannungen der Transistoren Q3 und Qx durch vbt3 bzw. ihtX dargestellt
werden, dann ist die Beziehung zwischen der Eingangsspannung C1 und den Emitterströmen /_,, sowie i,4:
l'i = vbts + ^s ',j + Ri Li - 1Vi
<2)
Die Beziehung der Spannung vrr zwischen den bei
den Emittern und dem positiven Phasenausgang r02 ist:
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