DE3136314C2 - - Google Patents
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- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B19/00—Keys; Accessories therefor
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Description
Die Erfindung betrifft einen Flachschlüssel für Schließzylinder, mit zum
Einordnen der Zuhaltungsstifte dienenden, von der einen Schlüsselschmal
kante ausgehenden Schließkerben und seitlich vorstehenden Profilrippen,
welche Vertiefungen besitzen zur Steuerung von in zu den Zuhaltungen
parallelen Ebenen verschieblichen Zusatz-Zuhaltungsstiften und welchen
Profilrippen Profilnuten im Schlüsselkanal zugeordnet sind.
Eine derartige Ausgestaltung ist bekannt aus der DE-OS 30 24 929, wobei
die vom Schlüsselrücken des Flachschlüssels ausgehenden Profilrippen als
Führungsrippen ausgebildet sind, deren Breitflächen auf gleicher Höhe
mit den Breitflächen der Schlüsselhandhabe liegen. Die Führungsrippen
werden dadurch erzeugt, daß der Schlüsselschaft beiderseits Ausnehmun
gen ausbildet unter Erzielung eines mittleren Steges, in welchen die
Schließkerben eingeschnitten werden. In den Führungsrippen sind hinter
einanderliegende, unterschiedlich tief bemessene Vertiefungen, die zur
Einordnung von Zusatz-Zuhaltungstiften dienen. Letztere besitzen auf
ihrem Umfang mehrere hintereinander angeordnete Ringnuten und werden
von Druckfedern in Richtung des Schlüsselrückens belastet. Jeder Zu
satz-Zuhaltungsstift besitzt eine Ringnut solcher Größe, daß nach Ein
ordnen sämtlicher Zusatz-Zuhaltungsstifte die entsprechenden Ringnuten
mit den Stegen zweier aussteuerbarer Leisten des Zylinderkerns fluchten.
Letztere sind in Längsrichtung des Schließzylinders angebracht und ragen
in V-förmigen Nuten des Schließzylindergehäuses. Durch Drehen des
Zylinderkerns erfolgt die radiale Aussteuerung der in Auswärtsrichtung
abgefederten Leisten, wobei sie das Schließzylindergehäuse verlassen und
mit ihren Stegen in die Ringnut eintauchen. Diese Ausgestaltung ist
vielteilig und daher herstellungstechnisch aufwendig. Sodann ist der
Zugang vom Schlüsselkanal für Picking-Werkzeuge zu den Zusatz-Zu
haltungsstiften groß. Darüber hinaus steht für die Einordnung der mitt
leren Zuhaltungsstifte nur ein dünner Steg zur Verfügung, so daß der
Verschleiß dort sehr hoch ist.
Der Schlüsselschaft eines in der US-PS 23 58 184 aufgezeigten Schlüssels
setzt sich aus einem zylindrischen und einem flachförmigen Abschnitt
zusammen. Von der Schmalkante des flachförmigen Abschnittes her ist
eine Längsnut eingearbeitet. Die Schmalkante selbst verläuft wellenförmig
und dient zur Einordnung der Zusatzstifte, welche undrehbar angeordnet
sind und in Richtung des Schlüsselkanals verlaufende Stege ausbilden,
die in die Nut im flachförmigen Abschnitt des Schlüsselschaftes eintreten.
Bezüglich des aus der DE-OS 28 08 557 hervorgehenden Schlüssels han
delt es sich um einen Flachschlüssel, der an seinen Breitseiten Vertie
fungen zum Einordnen der in zwei Reihen angeordneten Zuhaltungsstifte
eines Schließzylinders besitzt. Von dem Einführende des Schlüsselschaftes
gehen Auflaufnuten aus, die von schlüsselkanalseitigen Flachstegen der
undrehbar angeordneten Zuhaltungsstifte durchlaufen werden. Flachstege
an den schlüsselkanalseitigen Enden der Zuhaltungsstifte sind ferner
bekannt aus der DE-OS 21 13 008, welche Flachstege mit entsprechenden
Vertiefungen des Schlüsselschaftes zusammenwirken.
Aus der US-PS 34 92 842 geht ein Schlüssel mit im Querschnitt T-förmi
gem Schlüsselschaft hervor. An der Oberseite des T-Balkens des Schlüs
selschaftes sind Längsnuten eingearbeitet, die mit Rippen des Zylinder
kerns zusammenwirken. Die Rippen befinden sich dabei an einem in den
Zylinderkern eingesetzten Füllstück. Der T-Steg seinerseits nimmt die
Vertiefungen zum Einordnen der Zuhaltungsstifte auf.
Weiterhin ist es aus der DE-AS 29 24 990 bekannt, die undrehbar im
Zylinderkern angeordneten Kernstifte mit einer dachförmigen Zuspitzung
auszustatten, deren quer zum Schlüsselkanal gerichtete Dachfirstzone
geneigt zur Bewegungsrichtung der Kernstifte verläuft. Entsprechend ist
auch der Grund der Schließkerben des Schlüssels ausgerichtet. Schließ
lich ist es noch aus der CH-PS 4 05 099 bekannt, die undrehbar angeord
neten Kernstifte mit dem Schlüsselkanal zugekehrten Flachstegen auszu
statten, die mit auf den Schlüsselbreitseiten des Flachschlüssels angeord
neten Vertiefungen zusammenwirken. Allen vorgenannten Bauformen man
gelt es an einer hohen Abtastsicherheit.
Dem Gegenstand der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen
gattungsgemäßen Flachschlüssel für Schließzylinder bei einfacherer und
sicherer Bauform so auszugestalten, daß eine erhöhte Profilvariation er
reicht ist.
Gelöst ist diese Aufgabe dadurch, daß die Vertiefungen als durchlaufende
Nuten gestaltet und an spitzwinklig geneigt zur Schlüssellängsmittelebene
verlaufenden Ober- und/oder Unterseiten von seitlich vorstehenden Profil
rippen vorgesehen sind und daß die undrehbaren, mit Gehäusestiften zu
sammenwirkenden Zusatz-Zuhaltungsstifte bei passendem Flachschlüssel mit
ihren radial auswärts weisenden Enden auf der Kernfuge liegen und an
ihrem schlüsselseitigen Ende eine dachförmige Zuspitzung besitzen, die in
einer quer zum Schlüsselkanal gerichteten Dachfirstzone zusammenläuft,
welche im gleichen spitzen Winkel zur Schlüssellängsmittelebene liegt wie
die Ober- und/oder Unterseite der Profilrippen und über welche ein die
Profilnut durchfahrender Steg vorsteht.
Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein Flachschlüssel für Schließzylinder
von erhöhtem Sicherheitswert angegeben. Bei einfachem Aufbau wird eine
erhöhte Profilvariation erreicht, wobei die aus den Zusatz-Zuhaltungsstif
ten resultierende Profilvariationsvergrößerung die von den Hauptstiften
ausgehende Schließungszahl nicht mindert. Die seitlich vorstehenden
Profilrippen sind zu weiteren Funktionen herangezogen derart, daß die
an der Ober-und/oder Unterseite vorgesehenen Nuten und/oder Rippen
mit den entsprechend profilierten Nuten bzw. Vorsprüngen des Schlüs
selkanals zusammenwirken. Abweichungen in der Profilierung verhindern
das Einführen des Flachschlüssels. Da mindestens eine der Profilrippen
von den Zusatz-Zuhaltungsstiften abgetastet ist, kann nicht durch ledig
liches Abfeilen der seitlich vorstehenden Profilrippen ein übergeordneter
Schlüssel hergestellt werden. Ein solcher unrechtmäßig gefertigter Schlüs
sel ordnet zwar dann die normalen Zuhaltungstifte ein, jedoch nicht die
entsprechenden Zusatz-Zuhaltungsstifte. Neben einer erhöhten Sicherheit
gegen unbefugtes Öffnen ist auch der Einsatz in Hauptschlüsselanlagen
gegeben. Zum Zwecke einer Profilvariation braucht nicht die Höhe der
seitlich vorstehenden Profilrippen geändert zu werden. Dies kann durch
Gestaltung der Nuten und/oder Rippen geschehen. Durch den formschlüs
sigen Eingriff der schlüsselseitigen Enden der undrehbaren Zusatz-Zu
haltungsstifte in den Nuten und/oder Rippen ist weiterhin der Sicher
heitswert erhöht. Das leichte Einführen des Flachschlüssels ist durch die
dachförmige Zuspitzung der Zusatz-Zuhaltungsstifte erlaubt, deren quer
zum Schlüsselkanal gerichtete Dachfirstzone in ihrer Ausrichtung der
Neigung der zugekehrten Fläche der Profilrippe angepaßt ist. Abweichun
gen in der Neigung zur Dachfirstzone verhindern das ordnungsgemäße
Einordnen der entsprechenden Zusatz-Zuhaltungsstifte und damit das
Schließen des Schließzylinders unter weiterer Erhöhung des Sicherheits
wertes desselben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der
Fig. 1-3 erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Ansicht eines als Profil-Doppelzylinder ausgebildeten Schließ
zylinders bei eingestecktem Flachschlüssel,
Fig. 2 in vergrößerter Darstellung einen Querschnitt durch den Pro
fil-Doppelzylinder im Bereich der Zusatz-Zuhaltungsstifte und
Fig. 3 eine Seitenansicht des Flachschlüssels mit von diesem eingeord
neten Zuhaltungsstiften und Zusatz-Zuhaltungsstiften bei strich
punktiert dargestelltem Schließzylinder.
Der Profil-Doppelzylinder besitzt ein Zylindergehäuse 1, dessen Gehäuse
hälften 1′, 1′′ axial zueinander fluchtende Bohrungen 2 aufweisen, in
welchen Zylinderkerne 3, 4 drehbar lagern. Zwischen den einander zu
gewandten Stirnseiten der Zylinderkerne 3, 4 ist in einem Ausschnitt 5
des Zylindergehäuses 1 eine den Schließbart 8 tragende Schließbartnabe 7
angeordnet.
Jede Gehäusehälfte 1′, 1′′ besitzt in der Gehäusemittelebene angeordnete
Bohrungen 8, die mit in den Zylinderkernen 3, 4 vorgesehenen Kernboh
rungen 9 fluchten. Diese Bohrungen 8, 9 dienen zur Aufnahme der Zuhal
tungsstifte, deren Gehäusestifte 10 sich im wesentlichen in den Bohrungen
8 und deren Kernstifte 11 sich in den Bohrungen 9 führen. Nicht darge
stellte Druckfedern belasten in bekannter Weise die Gehäusestifte 10 in
Richtung der Zylinderkerne 3, 4. In Schließstellung ragen die Gehäuse
stifte 10 um ein gewisses Maß in die Kernbohrungen 9 hinein, so daß der
Zylinderkern 3, 4 nicht gedreht werden kann.
In den Zylinderkernen 3, 4 erstreckt sich in der Gehäusemittelebene ein
zur Mantelseite des Zylinderkerns hin offener Schlüsselkanal 12, dessen
Querschnittsprofil demjenigen eines Flachschlüssels 13 angepaßt ist.
Im einzelnen setzt sich der Flachschlüssel 13 aus einem Schlüsselschaft 14
und einer Schlüsselhandhabe 15 zusammen. Zwischen letzterer und dem
Schlüsselschaft 14 erstreckt sich ein Anschlagflügel 16, der in Einschub
endstellung die Stirnfläche des zugehörigen Zylinderkerns beaufschlagt.
Der Schlüsselrücken 17 des Schlüsselschaftes 14 liegt bei eingestecktem
Flachschlüssel auf Höhe der Kernfuge F des Zylinderkerns 3, 4. Die dem
Schlüsselrücken 17 gegenüberliegende Schmalseite des Schlüsselschaftes 14
enthält Schließkerben 18, denen die dachförmig zulaufende Schlüsselspitze
19 vorgeordnet ist, welche die schrägverlaufende Steuerschräge 19′ formt.
Der Schlüsselschaft 14 ist mit seitlich vorstehenden Profilrippen 20, 21
und 22 ausgestattet. Von der Oberseite der Profilrippen 20, 22 gehen
Nuten 23 bzw. 24 aus, in die formangepaßte, in Längsrichtung des Zy
linderkerns verlaufende Stege 25 bzw. 28 des Zylinderkerns 3, 4 eintre
ten. Die Unterseite der Profilrippen 21, 22 enthält ebenfalls Nuten 27
bzw. 28 zur Aufnahme angepaßter kernseitiger Rippen 29 bzw. 30.
In dem Bereich zwischen den aus Gehäusestiften 10 und Kernstiften 11
bestehenden Zuhaltungsstiften sind Zusatz-Zuhaltungsstifte Z angeordnet.
Jeweils zwei Zuhaltungsstifte Z erstrecken sich in einer Querebene des
Schließzylinders, wobei die einzelnen Zusatz-Zuhaltungsstifte parallel und
symmetrisch zur Gehäuselängsmittelebene angeordnet sind. Die Gehäuse
stifte 31 dieser Zusatz-Zuhaltungsstifte Z führen sich in Bohrungen 32
des Zylindergehäuses 1 und sind von in diesen untergebrachten Druckfe
dern 33 belastet. Ihre der Kerndrehfuge F angepaßte Stirnseite beauf
schlagt ebenfalls der Kerndrehfuge angepaßte Stirnseiten der radial
auswärts weisenden Enden der kernseitigen Stifte 34, die in mit den
Bohrungen 32 fluchtenden Kernbohrungen 35 längsverschieblich, jedoch
undrehbar gelagert sind. Zu diesem Zweck gehen von den Stiften 34 sich
diametral gegenüberliegende Flügel 38 aus, die in einen die Bohrungen
35 kreuzenden Querschlitz 37 des Zylinderkerns 3, 4 eingreifen.
An ihrem schlüsselseitigen Ende sind die Stifte 34 mit einer dachförmigen
Zuspitzung 38 ausgestattet, die in einer quer zum Schlüsselkanal 12
gerichteten, spitzwinklig geneigt zur Schlüssellängsmittelebene x-x liegen
den Dachfirstzone 39 zusammenläuft. Letztere ist dabei der Neigung der
Unterseite der seitlich vorstehenden Profilrippen 21, 22 angepaßt. Eine
Unterbrechung erhält die Dachfirstzone 39 durch einen in Schlüsselein
steckrichtung verlaufenden Steg 40, welcher bei eingestecktem Schlüssel
formpassend in die Nut 27, 28 der Profilrippe 21 bzw. 22 eintaucht.
Mittels des zum Schließzylinder zugehörigen Schlüssels 13 werden daher
die Zuhaltungsstifte und Zusatz-Zuhaltungsstifte Z so eingeordnet, daß
die Trennfuge zwischen den kernseitigen und gehäuseseitigen Stiften auf
Höhe der Kernfuge F des Zylinderkerns liegt, so daß sich dieser drehen
läßt.
Wird beispielsweise ein abweichend gestalteter Flachschlüssel verwendet,
der alle Profilrippen bis auf die Profilrippe 21 besitzt, so werden die auf
der einen Seite der Schlüssellängsmittelebene x-x befindlichen Zusatz-Zu
haltungsstifte Z nicht eingeordnet. Die dann die Kernfuge F kreuzenden
Gehäusestifte 31 verhindern somit eine Drehung des Zylinderkerns.
Anstelle der dargestellten Profilvariation sind andere Profilvariationen
möglich, beispielsweise durch eine größere Anzahl von seitlich vorstehen
den Profilrippen am Schlüsselschaft und durch versetzt angeordnete Nuten
und/oder Rippen.
Claims (1)
- Flachschlüssel für Schließzylinder, mit zum Einordnen der Zuhaltungsstifte dienenden, von der einen Schlüsselschmalkante ausgehenden Schließkerben und seitlich vorstehenden Profilrippen, welche Vertiefungen besitzen zur Steuerung von in zu den Zuhaltungen parallelen Ebenen verschieblichen Zusatz-Zuhaltungsstiften und welchen Profilrippen Profilnuten im Schlüs selkanal zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen als durchlaufende Nuten (23, 24 bzw. 27, 28) gestaltet und an spitz winklig geneigt zur Schlüssellängsmittelebene (x-x) verlaufenden Ober und/oder Unterseiten von seitlich vorstehenden Profilrippen (20, 21, 22) vorgesehen sind und daß die undrehbaren, mit Gehäusestiften (31) zu sammenwirkenden Zusatz-Zuhaltungsstifte (Z) bei passendem Flachschlüs sel mit ihren radial auswärts weisenden Enden auf der Kernfuge liegen und an ihrem schlüsselseitigen Ende eine dachförmige Zuspitzung (38) besitzen, die in einer quer zum Schlüsselkanal (12) gerichteten Dachfirst zone (39) zusammenläuft, welche im gleichen spitzen Winkel zur Schlüssel längsmittelebene (x-x) liegt wie die Ober- und/oder Unterseite der Profil rippen und über welche ein die Profilnut durchfahrender Steg (40) vor steht.
Priority Applications (1)
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| DE19813136314 DE3136314A1 (de) | 1981-09-12 | 1981-09-12 | Flachschluessel fuer schliesszylinder |
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Publications (2)
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| DE3136314A1 DE3136314A1 (de) | 1983-03-24 |
| DE3136314C2 true DE3136314C2 (de) | 1987-07-23 |
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ID=6141554
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