DE3133366C2 - Vorrichtung zum Öffnen und Reinigen von Baumwollabfällen - Google Patents

Vorrichtung zum Öffnen und Reinigen von Baumwollabfällen

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DE3133366C2 DE19813133366 DE3133366A DE3133366C2 DE 3133366 C2 DE3133366 C2 DE 3133366C2 DE 19813133366 DE19813133366 DE 19813133366 DE 3133366 A DE3133366 A DE 3133366A DE 3133366 C2 DE3133366 C2 DE 3133366C2
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Abstract

Bei einer Vorrichtung zum Öffnen und Reinigen von Baumwollabfällen, insbesondere Strips, Kardenflug und Batteurabfälle mit einer Fasermaterialeinzugseinrichtung zum Zuführen des Fasermaterials zu einer Öffnerwalze und mit einem Rost, der in Drehrichtung der Öffnerwalze hinter der Einzugseinrichtung liegt sowie einem nachgeordneten Fasermaterialsammelbehälter, ist zur Verbesserung des Grades der Öffnung und Reinigung vorgesehen, daß der Rost exzenrisch in bezug auf die Schlagwalze angeordnet ist und daß eine öffen- und verschiebbare Abdeckung vorgesehen ist, die in Drehrichtung der Schlagwalze hinter dem Rost liegt.

Description

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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum öffnen und Reinigen von Baumwollabfällen, insbesondere Strips, Kardenflüg, Batteurabfälle, Unterkardenabfall, Kämmlinge, Filterabfall o. dgl., mit einer Fasermaterialzuführeinrichtung zum Zuführen des Fasermaterials zu einer öffnerwalze und mit einem Rost, der in Drehrichtung der öffnerwalze hinter der Einzugseinrichtung liegt '■.,..
Bei einer aus der DE-AS 27 55 380 bekannten Vorrichtung ist als Fasermaterialzufuhreinrichtung ein Muldeneinzug,; bestehend aus Speisewalze und Speisetisch, vorgesehen. Das zugeführte Fasermaterial wird dadurch geklemmt und von den Zähnen· einer Sägezahnwalze erfaßt, d.h. das Fasermaterial wird durch einen sogenannten gehaltenen Schlag gereinigt. Auch durphzwei weitere, langsam umlaufende Arbeiterwalzen und Ausscheidemesser erfolgen zwei weitere gehaltene Schläge. Dem Muldeneinzug ist ein in bezug auf die Sägezahnwalze konzentrisch angeordneter Rost nachgeordnet Durch die Reinigungselemente Muldeneinzug, Arbeiterwalzen und die Ausscheidemesser wird das Fasermaterial stark beansprucht Außerdem wird Has Fasermaterial bereits nach einem halben Schlägerumlauf durch eine Auswerferwalze abgenommen, so -daß die Ausreinigung wegen der nur einmaligen Rostüberführung begrenzt ist
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs bezeichneten Gattung zu schaffen, die eine verbesserte Ausreinigung des Fasermaterials bei schonender Behandlung gestattet
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1. Es wird Schutz nur für die Gesamtheit der Merkmale des ersten Patentanspruchs beansprucht
Durch die Zuführung aufgelockerten Fasermaterials, also die Vermeidung eines gehaltenen Schlages, wird ein »loser« Schlag und damit eine ganz wesentliche Schonung des Fasermaterials erreicht, d. h. die Beanspruchung des Fasermaterials wird erheblich reduziert Durch den eng dimensionierten Schlägerraum, d. h. den geringen Abstand zwischen dem Spitzenkreis der Schlagwalze und der Gegenfläche, und dem exzentrisch angeordneten Rost driftet das Fasermaterial bei jedem Umlauf pulsierend in und aus dem Spitzenkreis der Schlagwalze. Dadurch erfolgt eine öffnung der Hocken, wobei Abfälle durch den Rost ausgeschieden werden. Die Faserflocken können den Spit?=;nkreis der Schlagwalze stets nur kurzfristig verlassen, werden während des gesamten Reinigungsintervalls kontrolliert geführt, d. h. lose geschlagen und zur Ausscheidung über den Rost geführt Die gesamte Ausscheidung erfolgt schonend und nur auf der Grundlage der Riehkraft d. h. zusätzliche Arbeitsorgane, Gegenhalter, Leitbleche, Kardierwalzen o. dgL sind nicht anwesend, die eine hohe Materialbeanspruchung nach sich ziehen würden. Im Ergebnis wird eine Ausreinigung des Fasermaterials bei schonender Behandlung erreicht Dadurch, daß die Schlagwalze von einem Gehäuse eng umschlossen ist, das eine verschließbare Abdeckung besitzt, wird ein mehrfacher Faserumlauf und damit eine erhöhte Reinigungswirkung erzielt
Erfindungsgemäß soll eine dosierte Menge Abfallmaterial in einem eng dimensionierten Schlägerraum mit Hilfe einer Schlagwalze so lange über eine verhältnismäßig großdimensionierte Rostfläche geführt werden, bis eine vorbestimmte Vorreinigung erreicht ist Das Fasermaterial wird dabei schonend aufgeschlossen und gereinigt. Der Rost ist exzentrisch zur Schlagwalze angeordnet. Der Raum zwischen Schlagwalze und Gehäuse ist sehr eng dimensioniert und so ausgebildet daß er das Fasermaterial bei jedem Umlauf pulsierend in und aus dem Spitzenkreis der Schlagwalze driften läßt, aber die Faserflocken diesen nur jeweils sehr kurzzeitig veriassen können. Auf diese Weise wird dem Fasermaterial während des gesamten Reinigungsinter-
vails (zwei bis fünf Sekunden) eine hohe Eigengeschwindigkeit vermittelt, so daß die sich in wechselnder Formierung bildenden Faserflocken über den Rost geführt und durch Fliehkraft laufend entstaubt und gereinigt werden. Da als einzige Arbeitsorgane der Rost und die Schlagwalze vorgesehen sind, ist die hohe Reinigungswirkung der erfindungsgemäßen Vorrichtung insbesondere auf die vorteilhafte Ausbildung des Schlägerraumes und des Rostes in Verbindung mit der intermittierenden Arbeitsweise zurückzuführen. Der besondere Vorteil besteht darin, daß das Abfallmaterial derartig vorgereinigt wird, daß es anschließend mit nur einer Schlägerpassage (z. B. ein gehaltener Schlag) in einem solchen Grad ausgereinigt werden kann, daß es wieder in die Putzereilinie eingespeist werden kann, ohne die frische Baumwolle zu verunreinigen.
Aus der DE-OS 16 85 571 ist eine Reinigungsmaschine für Baumwollfasern bekannt, die im Anschluß an einen konzentrisch angeordneten Messerrost ein Leitblech aufweist, das sich vom Schläger entfernt Durch die derart gebildete Erweiterung wird es erleichtert, das Fasermaterial von der Schlägerwalze abzulösen und bereits nach einem halben Schlägerumlauf in Richtung auf einen Absaugkanal zu lenken. Ein mehrfacher Umlauf der Baumwollfasern mit einer pulsierenden Bewegung ist daher bei dieser Maschine nicht möglich. Als Fasermaterialzuführung ist ein Speisewalzenpaar in einem geringen Abstand zur Schlagwalze angeordnet, so daß kein loser Schlag verwirklicht werden kann. Aus der DE-PS 6 702 ist es zwar bei einer Maschine zum Reinigen von Wollabfällen bekannt, daß eine Welle mit langen Schlagarmen von einem Gehäuse umschlossen ist, das eine verschließbare Abdeckung besitzt. Allerdings ist keine Fasermaterialzufuhreinrichtung vorhanden, so daß ein loser Schlag nicht möglich ist Außerdem ist das Reinigungssieb konzentrisch zu der Welle angeordnet so daß eine pulsierende Bewegung des Fasermaterials nicht verwirklicht werden kann.
Die Patentansprüche 2 bis 12 geben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung wieder.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand vor. zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Seitenansicht,
F i g. 2 ein Roststab in Seitenansicht und
F i g. 3 eine Leiste mit Rundstiften in Seitenansicht
Fig. 1 zeigt einen Reserveschacht 1 (Beschickungsschacht), dem das Abfallmaterial von einzelnen Maschinen einer Putzereianlage zugeführt wird. Am unteren Ende des Reserveschachtes 1 sind zwei gegenläufig rotierende Abzugswalzen 2 angeordnet, die das
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45 Abfallmaterial einer nachgeordneten Schlagwalze 3 (Öffnerwalze) zuführen. Die Schlagwalze 3 läuft mit einer Umfangsgeschwindigkeit von ca. 13 bis 15 m/sec um." Am Umfang der Schlagwalze 3 sind mehrere Leisten 3a angeordnet, die mit Rundstiften 3b bestückt sind (siehe F i g. 3). Die Schlagtrommel 3 ist von einem Gehäuse eng umschlossen, das teilweise aus einem Rost 4 und einer Abdeckung 5, z.B. einer um eine waagerechte Achse drehbaren Klappe, besteht Der Rost 4 ist exzentrisch in bezug auf die Schlagwalze 3 angeordnet, wobei sich der Abstand zwischen der Schlagwalze 3 und den Stäben des Rostes 4 in Drehrichtung der Schlagwalze 3 vergrößert Die Fläche des Rostes 4 nimmt ca. 40% der Umfangsfläche ein (z. B. 140°; vgL Fig. 1). Der Rost 4 besteht aus mehreren Roststäben 4a (siehe F i g. 2), die zentral versteÄbar sind. Unterhalb des Rostes 4 ist ein druckneutraler Abfallraum 9 vorgesehen. Die Abdeckung 5 liegt in Drehrichtung der Schlagwalze 3 gesehen hinter dem Rost 4; sie kann geöffnet und geschissen werden. Die Höhe der Materialsäuie im Reserveschacir 1 wird durch ein Meßglied, z. B. durch eine Fotozelle 7, erfaßt Die Abzugswalzen 2 und die Klappe 5 werden über ein (nicht dargestelltes) Zeitwerk gesteuert. Diese-Steuerung erfolgt elektromechanisch. Der Raum 8 wird dadurch nach einer vorgegebenen Zeit automatisch entleert
Das Abfallmaterial wird durch die Abzugswalzen 2 der Schlagwalze 3 zugeführt, die das Material mehrfach durch den Raum 8 über den Rost 4 führt Die Klappe 5 ist dabei geschlossen. Durch die Zwischenräume zwischen den Stäben des Rostes 4 treten durch Fliehkraft Fremdkörper wie Trash und Staub in den Abfallraum 9 ein. Nach mehrfachem Umlauf, z. B. 20 bis 30 Umläufen, wird das vorgereinigte Material bei geöffneter Klappe 5 in den nachgeordneten Speiseschacht 6 (Füllschacht) abgeliefert Vom Speiseschacht 6 gelangt das Material in eine nachgeschalute (nicht dargestellte) Reinigungsmaschine. Der gesamte Vorreinigungsvorgang im Raum 8 erfolgt zwar in intermittierende! Arbeitsweise. Jedoch wird das Material in bezug auf den Reserveschacht 1 kontinuierlich eingefüllt und intermittierend abgenommen und in bezug auf den Speiseschacht 6 intermittierend eingefüllt und kontinuierlich abgenommen. Die Höhe der Materialsäule im Reserveschacht 1 und im Speiseschacht 6 werden durch je eine Fotozelle 7 bzw. 10 gesteuert. Auf diese Weise können sowohl die durch die Abzugswalzen 2 eingezogene Abfallmenge als auch die Reinigungszeit durch das Zeitwerk in gewünschtem Umfang eingestellt werden, so daß die Vorrichtung der unterschiedlichen Art des vorgelegten Abfallmaterials angepaßt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (12)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum. Öffnen und Reinigen von Baumwollabfällen, insbesondere Strips, Kardenflüg, Batteurabfälle; Unterkardenabfall, Kämmlinge; FiI-terabfall o. dgL, mit einer Fasenaaterialzufuhreinrichtung zum Zuführen des Fasermaterials zu einer Öffnerwalze und mit einem Rost, der in Drehrichtung der öffnerwalze hinter der Einzugseinrichtung liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasermaterialzufuhreinrichtung {Abzugswalzen 2) zur Verwirklichung eines losen Schlages des Fasermaterials in einem Abstand zur als Schlagwalze (3) ausgebildete öffnerwalze angeordnet ist, daß die Schlagwalze (3) von einem Gehäuse zu einem ts mehrfachen Fasermaterialumlauf eng umschlossen ist, das eine verschließbare Abdeckung (5) besitzt und daß sich der Abstand zwischen der Schlagwalze
(3) und den Stäben des Rostes (4) in Drehrichtung der Schlagwalze (3) vergrößert.
2. Vorrjchtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, etää die Schlagwalze (3) mit Nasen, Stiften, Sägezähnen o. dgL bestückt ist
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagwalze (3) mit fünf bis sieben Leisten (3a,)bedeck* ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dab die Leisten (3a) mit Rundstiften (3b) bestückt sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagwalze (3) einen Durchmesser von 350 bis 400 mm aufweist
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dae. die Schlagwalze (3) eine Umfangsgeschwindigkeit von ca. 13 bis 15 m/sec aufweist
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche des Rostes
(4) etwa die Hälfte der Umfangsfläche einnimmt
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche des Rostes (4) ca. 40% der Umfangsfläche einnimmt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Rost (4) Roststäbe (4a) aufweist
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum (9) unterhalb des Rostes (4) druckneutral ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasermate- so rialeinzugseinrichtung (Abzugswalzen 2) und die offen- und Schließeinrichtung der Abdeckung (5) durch ein Zeitwerk gesteuert werden.
12. Verrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Fasermaterialeinzugseinrichtung bzw. der Abdekhing(5) elektromechanisch erfolgt
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