DE312948C - - Google Patents

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DE312948C
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lupins
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lupine
extraction
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L11/00Pulses, i.e. fruits of leguminous plants, for production of food; Products from legumes; Preparation or treatment thereof
    • A23L11/30Removing undesirable substances, e.g. bitter substances
    • A23L11/34Removing undesirable substances, e.g. bitter substances using chemical treatment, adsorption or absorption
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
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Description

AUSGEGEBEN AM 20. JUNI 1919
KLASSE 53 k GRUPPE
Zur Entbitterung von Lupinen sind schon lange Verfahren vorgeschlagen worden, die angeblich mehr oder weniger zum Ziele führten. So hat man Lupinen entbittert, indem man dieselben zuerst in Wasser, das verschiedene Salze, z. B.Chlorcalcium enthält, aufquellen ließ, sodann dämpfte, dann mit Wasser auslaugte und zuletzt trocknete. Ferner ist bekannt, zum Entbittern von Lupinen Alkalien bzw. Alkohol oder
ίο alkoholisches Ammoniak zu verwenden. Das erstgenannte Verfahren hat jedoch nach Kellner (Landwirtschaftliche Jahrbücher? 9. Bd.-, 1880 S. 977 u. folgende) nicht nur den Mangel, daß es sehr viel Zeit beansprucht, sondern auch einen großen Verlust an Nährstoffen bedingt. Kellner berechnet denselben auf 15 bis 20 v. H. der Trockensubstanz. Über die Entbitterung mit Alkalien bzw. Alkohol ist bekannt, daß es damit wohl gelingt, den Giftstoff der Lupinen, das Lupinotoxin zu entfernen, nicht aber die Entbitterung so weit zu bringen, daß das Produkt auch zur menschlichen Ernährung dienen konnte (vgl. Pott, Handbuch der tierischen Ernährung und der landwirtschaftlichen Futtermittel, 2. Bd.
1907, S. 527 fr.). Die Ursache dafür liegt,darin, daß das Samengewebe der Lupinen eine sehr große Quellbarkeit besitzt und infolgedessen die Bitterstoffe sehr energisch zurückhält, da im Zustand der Qüellung ein Auswaschen des Gewebes nicht möglich ist. Eine genügende Extraktion mit wasserhaltigem Alkohol durch Perkolieren ist nur unter Verwendung^sehr großer Mengen von Alkohol und unter Aufwand von sehr viel Zeit möglich. Ein Auspressen der gequollenen Lupinenmasse ist nicht ausführbar, und ein Absaugen, die einzige Möglichkeit einer einigermaßen1, völligen Rückgewinnung des Alkohols, ist immer mit bedeutenden Alkoholverlusteh verknüpft. Ein Abtreiben des Alkoholsmit Dampf oder heißer Luft ist bei der stark gequollenen Beschaffenheit des Extraktionsgutes ausgeschlossen. 's-.
Um eine vollständige Entbitterung der Lupinen zu ermöglichen, ist es daher nötig, die Quellbarkeit »des Lupinensamengewebes mögliehst herabzusetzen.
Es wurde nun gefunden, daß man eine glatte Extraktion durch Perkolation mit wasserhaltigem Alkohol und eine fast vollständige leichte Rückgewinnung des angewendeten Alkohols durch Abtreiben mit Dampf erreicht, wenn man " vor der Extraktion mit Spiritus die entfetteten, grob gepulverten Samen in gelinder Wärme mit Lösungen von Alkalien oder Salzen behandelt, bis das Höchstmaß von Quellung eingetreten 55, ist, dann genau neutralisiert und scharf trocknet. Durch diese Behandlung verliert die Lupinenmasse zum größten Teil ihr Vermögen, in wäßrigem Spiritus aufzuquellen. Es wird infolgedessen eine leichte Durchtränkung der gemahlenen Lupinen mit immer neuen Mengen Alkohol und ein rascher Abfluß des mit extrahierten Substanzen beladenen Alkohols ermöglicht und so in kurzer Zeit eine völlige Entbitterung der Lupinen herbeigeführt. Die Aufhebung der Quellbarkeit des Lupinensamens und der damit verbundenen Folgeerscheinungen ist für das glatte und rasche Gelingen der Entbitterung von wesentlicher Bedeutung. Darin liegt die Neuheit und der Fortschritt des vorliegenden Verfahrens. Denn erst durch die Aufhebun ' oder bedeutende Verminderung der Quellun
wird ein vollständiges Durchdringen der Lupinen mit den'Extraktionsmitteln ermöglicht und dadurch erreicht, ~dä@ gBijStoffe, welche die Bitterkeit der JLupinen,, verursachen, in kurzer. Zeit
in Lösung gebracht;, "und erftfernt werden können.
Durch das neue Verfahren wird die Entbitterung der Lupinen erst fabrikatorisch^ möglich, ausführbar! und rentabel,'rwährend die ange-' führten bekannten Verfahren entweder keine
ίο vollständige Entbitterung gewährleisten oder soviel Zeit dazu beanspruchen und soviel Verlust an Nährstoffen ergeben, daß von einer einigermaßen rentablen Verwertung der^Lupinen nicht mehr die Rede sein kann.
Die gute Extraktionsmöglichkeit, welche durch das vorherige Aufschließen und Trocknen der Lupinensamen bedingt ist, gestattet es auch, die Extraktion mit völlig säurefreiem Alkohol vornehmen zu können, während ähnliche bekannte Verfahren zur Entfernung der Bitterstoffe säurehaltigen Alkohol benötigen. Abgesehen davon,
' daß es schwierig ist, die Säure aus dem Lupinenmehl völlig zu entfernen, ist dieser' Gesichtspunkt für die technische Ausführung der Exfraktion insofern von Bedeutung, als hier für die Extraktionsapparate jedes beliebige Metall, verwendet werden kann, ohne befürchten zu müssen, daß das Lupinenmehl durch Metallsalze verunreinigt und unter Umständen ungenießbar oder gesundheitsschädlich wird.
Während die meisten bisher bekannten Entbitterungsverfahren für Lupinen nur eine Entbitterung zur Herstellung von Futtermitteln • bezwecken, gelingt es nach dem vorliegenden Verfahren, die Lupinen so vollständig zu entbittern,^daß sie auch zum' menschlichen Genu\ß geeignet sind. Die entbitterten Lupinen können
.. ' im Gemisch mit Getreidemehl zunvBrqtbacken, ferner zur Herstellung der verschiedensten Suppenpräparate Verwendung finden. Ihres hohen Eiweißgehaltes wegen sind die entbitterten Lupinen nicht als Streckungsmittel anzusehen, sondern sie sind ein für die Ernährung wichtiger Zusatz, der insbesondere zur Zeit eines allgemeinen Eiweißmangels das Bedürfnis nach genügenden Mengen von Eiweißstoffen in der Nahrung zu decken in der Lage ist.
: Wie schon bemerkt, haben die bisher bekannten. Verfahren einerseits den Mangel, daß die Lupinen zwar so' weit entbittert werden, daß sie als Futtermittel zu gebrauchen sind, nicht aber zur Nahrung für den Menschen dienen können, anderseits sind sie mit einem so großen Verlust an Nährstoffen der Lupinen verbunden, daß dadurch die Rentabilität und Zweckmäßigkeit der Verfahren sehr in Frage gestellt ist. Demgegenüber werden bei dem vorliegenden Verfahren die Lupinen vollständig 'entbittert und jeder Verlust an Nährstoffen dabei ver- , mieden. Hierin liegt bei dem vorliegenden Verfahren' eine so erhebliche Vervollkommnung der Entbitterung von Lupinen in qualitativer und quantitativer Hinsicht, daß das Verfahren mit Recht als wesentlicher gewerblicher Fortschritt bezeichnet werden muß. ' 65-
Beispiel. "
900 kg geschälte und entfettete, grob gepulverte Lupinen werden mit 2 400 kg warmem Wasser, das 20 kg Soda enthält, unter Erwärmen bis etwa 50 ° C. so lange gerührt, bis die Masse fast homogen geworden und ein Fortschreiten der Quellung nicht mehr zu beobachten ist. Dann wird mit Salzsäure vom spezifischen Gewicht 1,19 genau neutralisiert, wozu etwa 7 kg nötig sind. Beim Neutralisieren tritt ein deutsicher Farbenumschlag ein.
Diese so aufgeschlossene Masse wird dann in einem geeigneten Apparat (Vakuumtrocken schrank, Trommeltrockner,Bandtrockner 0. dgl.) sehr stark ausgetrocknet, so daß sie sich hart und kantig anfühlt. In einem perkolatorähnlichen Extraktionsapparat wird die trockne Masse sodann mit säurefreiem 5oprozentigen Spiritus in bekannter Weise extrahiert, bis sämtliche Bitterstoffe entfernt sind. Die nach Ablaufen und Abtrocknen noch in der Masse zurückbleibenden Spiritusreste werden durch Einleiten von heißen Wasserdämpfen abgetrieben und in einem Kühler aufgefangen und verdichtet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ■ . ,
    Verfahren zur Entbitterung von Lupinensamen, dadurch gekennzeichnet, daß man die auf bekannte Weise entfetteten, grob gepulverten Lupinen durch Behandeln mit Alkalien oder Salze enthaltendem. Wasser aufschließt, sodann die aufgequollene Masse scharf trocknet und mit säurefreiem verdünnten Alkohol auslaugt. ' . ·
DENDAT312948D Expired DE312948C (de)

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