DE30684C - Verstellbarer Treppenros - Google Patents

Verstellbarer Treppenros

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DE30684C
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DE
Germany
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grate
cheeks
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plates
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT30684D
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English (en)
Original Assignee
Freiherr B. von steinaecker in Lauban
Publication of DE30684C publication Critical patent/DE30684C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23HGRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
    • F23H7/00Inclined or stepped grates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Baking, Grill, Roasting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. August 1883 ab.
Die auf beiliegender Zeichnung dargestellten Neuerungen an Treppenrosten beziehen sich auf:
ι. die Verstellbarkeit des Neigungswinkels, sowohl für die Rostwangen, als auch für die Rostplatten;
2. eine Vorrichtung zur Hervorbringung einer schüttelnden Bewegung der Rostplatten;
3. die Zuführung heifser Stoffe (Luft, Wasserdampf oder Kohlensäure) unter, in und über das Brennmaterial;
4. die Vorrichtung und das Verfahren zur zeitweisen und wechselweisen Einführung der in einem Rohrsystem .dem Brennmaterial zugeführten Stoffe;
5. eine Luft-Regulirungsvorrichtung als Ersatz für die Ofenthür.
Die Wangen α des Treppenrostes sind bei e drehbar angehängt und oben bei c und unten bei d bogenförmig construirt, entsprechend dem vom Drehpunkt vorgeschriebenen Zirkel.
Gegen seitliche Verschiebung sind die Wangen α durch Sperrstangen g gesichert, Fig. 1 und 1.
Die Wangen α haben angegossene Leisten a\ welche den Rostplatten b als Auflager dienen.
Das Verändern der Wangenneigung geschieht mittelst einer Spindel p, welche an der Wange a bei ρ1 axial drehbar befestigt ist. Mittelst eines Handrades p2 kann die Spindel durch Schraubengänge in den ebenfalls mit Schraubengängen versehenen Armen eines kleinen Lagers / vor- und rückwärts gezogen werden, wodurch die Rostwange mitgenommen wird.
Die Bodenplatte d ruht auf den Füfsen f, Fig. ι b, ist nicht vermauert und läfst sich in horizontaler Lage nach vor- und rückwärts bewegen. Dementsprechend werden ebenfalls die Füfse f nach vor- und rückwärts bewegt.
Da die Bodenplatte d, welche zwischen ihren Leisten die gleiche Schweifung wie die Deckplatte c hat, den Stützpunkt für die Wangen a bildet, so wird die Höhe zwischen ihr und der Sohle des unter ihr befindlichen Aschenraumes bei jeder Veränderung des Fallwinkels vermehrt oder vermindert; um nun nicht für jeden veränderten Schüttungswinkel neue Füfse f mit entsprechender Höhe anzuschaffen, wird die Differenz durch Errichtung kleiner Sockel aus Mauer- oder Dachsteinen ausgeglichen.
Um bei gröfserer oder geringerer Neigung der Wangen α die Rostplatten b möglichst horizontal zu erhalten, giebt man ihnen an den beiden Stirnseiten keilartige Ansätze oder Rippen b\ mit denen sie bei gröfserer Abweichung von der Horizontalen auf die Leisten al der Wangen α gelegt werden, wodurch die Abweichung zum Theil wieder ausgeglichen wird (s. Fig. 1 a), wo die Rippen nur auf der einen Seite der Platten dargestellt sind. Sie können aber auf beiden Seiten der Rostplatten, sowohl auf der oberen, als auf der unteren Seite angebracht werden.
Um. für jeden beliebigen Winkel ein Verstellen der Rostplatten, und zwar auch während des Betriebes zu ermöglichen, ist folgende in Fig. 5 ■ und 6 dargestellte Anordnung getroffen. Anstatt der Leisten a1 sind kleine Zapfenlager α2 an die Wangen angegossen, in denen die Rostplatten b mit ihren in einer
Aussparung angebrachten Zapfen b2 ihr drehbares Auflager finden.
Unterhalb der Rostplatten, entweder in der Mitte oder seitwärts, sind Hebel h1 angenietet, welche alle durch eine gemeinsame Verbindungsstange /j2 drehbar verbunden sind. Die Verbindungsstange h2 ist unterhalb gezahnt und kann mittelst Zahnrades und Kurbel auf- und abgeschoben werden, wodurch die Rostplatten jede beliebige Neigung erhalten können, Fig. 5, 6, 7 und 8.
Anstatt mittelst Hebels h1 kann die Verbindungsstange /ι2 auch mittelst Oese und Zapfens b3, wie in Fig. 7 und 8 dargestellt, mit den Rostplatten verbunden werden.
Ebenso kann an Stelle des Zahnradgetriebes \ auch ein Hebel h zum Verstellen der Rostplatten treten. In diesem Falle geschieht das Feststellen der Platten durch Feststellen des Hebels h mittelst eines einfachen Vorsteckbolzens oder mittelst einer besonderen Vorrichtung. Letztere zeigt Fig. 7. Um die Sperrstange g ist eine aufgeschlitzte Klaue gl gelegt, deren Flantschen g·2 mittelst Schraube g3 zusammengeschraubt werden, wodurch Klaue g1 unbeweglich mit Stange g verbunden wird. Da g1 andererseits mit ihrem Schlitz g·4 auf einen an der Verbindungsstange K2 festsitzenden Stift s aufgesteckt ist, so wird sich, wenn g1 festsitzt, auch /?2 nicht rühren können. Bei Lockern der Schraube g3 kann sich die Klaue um Stange g drehen, wenn mittelst Hebels h die Verbindungsstange h2 verschoben wird, wobei Stift s in dem Schlitz g-4 gleitet.
Der neue, eigenartige Zweck, welchen diese combinirte Verstellbarkeit in der Neigung der Rostwangen und der Rostplatten erreicht, liegt in dem Umstände, dafs dadurch der ganze Treppenrost so eingestellt werden kann, dafs Kohlen von verschiedenem Korn, von der Stückkohle herab bis zum Staub, gleich vortheilhaft verbrannt werden kann.
Die Rostplatten können auch, anstatt mit einem, mit zwei Lagerzapfen i>4 und b5 versehen werden, denen an den Rostwangen auch zwei Lager <z4 und as entsprechen müssen, Fig. 5 und 8 a.
Der Erfolg der Bewegung ist hier ein wesentlich anderer. Bei einem Zapfen dreht sich die Rostplatte um ihre eigene Achse, bei zwei Zapfen, welche in bestimmter Entfernung von einander angeordnet sind, ist die Bewegung eine wellenförmige, wodurch, wenn diese Bewegung nach rückwärts schnell ausgeführt wird, d. h. mit einem gewissen Druck, das gesammte Brennmaterial oder doch das auf den Rostplatten auflagernde in Bewegung kommt bezw. von oberst zu unterst geworfen wird, woraus ein lebhafteres Brennen, eine gesteigerte Gasproduction, Vermeidung der Schlackenbildung und gleichmäfsiges Niedersinken des Brennmaterials resultirt.
Zur Erzielung einer gleichmäfsigen Verbrennung und eines erhöhten Hitzegrades ist mit dem Treppenrost eine besondere Heifsluft-Zuführungsvorrichtung verbunden.
' Zu diesem Zwecke ist das Auflager e der Rostwangen α als hohle Welle construirt, welche mit einem Rohrheizsystem oder mit einem Unterwindgebläse in Verbindung steht.
Mit der Welle e communiciren drehbare Hauptrohre t und von diesen führen unterhalb einer jeden Rostplatte kleine Nebenrohre tl die einströmende Luft dicht vor das Brennmaterial. Durch die Lage der Röhren in der Nähe der Glut unter den Rostplatten wird die darin entlang streichende Luft vor ihrem Anprall an die Glut stark erhitzt, Fig. 1 und 2.
Eine zweckmäfsige Modification dieser Luftzuführung ist in Fig. 3 und 4 dargestellt.
Hier haben die beiden Rostwangen a in ihrem Innern einen ovalen Kanal k, welcher oberhalb durch einen Schlitz in Welle e mit dieser communicirt. Unterhalb jeder Rostplatte sind die ovalen Kanäle durch Rohre i2 verbunden, von denen aus kleinere Rohre f3 die Luft wieder bis an das Brennmaterial leiten.
Eine andere Anordnung der Luftzuführung zeigen Fig. 7 und 7 a. Hier ist auf der Wange a ein Vertheilungsrohr i4 mit einer dachartigen Ueberdeckung f6 angeordnet, i4 ist von Zeit zu Zeit durch kleine Kanäle kl mit den Kanälen k verbunden, welche jenen die Luft zuführen. Das Rohr ί* hat einen doppelten Zweck:. einmal wird dem Brennstoff auch oberhalb der Glut Luft zugeführt, und zwar derart, dafs dieselbe, von oben kommend, auf den Theil des Brennstoffes aufprallt, welcher eben im Begriff ist, in das Stadium des Glühens überzugehen, was durch die dachartige Construction der Decke f5 erzielt wird; dann aber hat das Vertheilungsrohr tl den Zweck, Kohlensäure, welche reducirt werden soll, nicht unter die Glutschicht (also nicht durch ν die ganze Glutschicht hindurch, sonst würde diese erlöschen), sondern von oben auf die Glutschicht zu leiten.
Um den gleichen Zweck zu erreichen, ist noch für den eintretenden Fall die folgende Construction getroffen:
Die Rostplatten b erhalten einen eben solchen Kanal k, wie in der Rostwange α der Fig. 3 bezw. 7 dargestellt ist, welcher im Lager mit jenem communicirt. Der in der Rostplatte befindliche Kanal erhält, ebenso wie dies bei der Rostwange in der Fig. 7 a durch kl dargestellt ist, von Zeit zu Zeit kleine Kanäle, an deren Enden schwache Röhren, wie sie in der Fig. 3 durch i3 dargestellt sind, angebracht werden. Diese Röhren ragen, als Fortsetzung
der Rostplatte, bis in diejenige Zone der Brennschicht bezw. Glühschicht hinein, deren Erlöschen nicht auch das Erlöschen der ganzen Glut zur Folge hat. Der Luft- oder Gaszutritt in die Kanäle k der Wangen α kann durch Ventile oder Klappen derartig regulirbar sein, dafs diese (Luft) bezw. dieses (Gas) abwechselnd in die einzelnen, immer durch je zwei Rostwangen gebildete Abtheilungen oder auch nur in einzelne Abtheilungen der Rostplatten geleitet werden und daher nur zeitweise und wechselweise zur Wirkung gelangen kann, selbstverständlich müssen für solche Verfahren zwei von einander unabhängige Kanäle k von dem Zuführungsrohr e abgehen, von denen der eine seine Rohrverbindungen nach rechts (für die eine. Seite), der andere nach links (für die andere Seite) behufs Einführung in die Rostplatten oder in die zwischen den Wangen α eingebauten Zuführungsrohre i2 und i3 der Fig. 4 erhält.
Die Verbindung sowohl der Kanäle k mit dem Zuführungsrohr e, als auch die Verbindung der Kanäle der Rostplatten und event, die Verbindung der Röhren f 2 mit den Kanälen der Rostwangen kann mittelst Kugelventils oder Muffe mit Stopfbüchse erfolgen, um sowohl eine möglichst dichte Rohrverbindung zu erzielen, als auch um durch die vorstehend beschriebene Construction die Beweglichkeit des ganzen Apparates nicht zu beeinträchtigen.
Die Regulirung der Luftzuführung erfolgt hierbei (bei Anwendung von Dampf vom Speisekessel selbst aus) mittelst 'Absperrhahnes.
Zur Regulirung der durch, den natürlichen Zug herbeigeführten Lufteinströmung und bei Anwendung des Rohrsystems (behufs Zuführung von Luft bezw. Gas) zum Zwecke des Abschlusses der Luftcirculation nach aufsen dient die in Fig. 9 und 10 dargestellte Vorrichtung. Die Rostwangen sind hierbei mit Lappen aB versehen, in denen sich die Klappen i scharnierartig bewegen.
Letztere sind durch kleine Hebel i1 mit einer gemeinsamen Verbindungsstange P verbunden, infolge dessen mittelst eines Hebels h die Klappen i jalousieartig geöffnet oder geschlossen werden können.
Die Klappen i legen sich dicht an die Unterkante der Wangen a, so dafs, um die Wirkung der zwischen den Wangen (also hinter' den Jalousien) angeordneten Zuführungs- und Erwärmungsrohre zu erhöhen, ein vollkommener Luftabschlufs nach aufsen dadurch erreicht wird. Diese Vorrichtung erübrigt die Anbringung einer Ofenthür und einer mit dieser verbundenen anderen Regulireinrichtung.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Die pendelartige Aufhängung der Rostwangen α auf die als Luft-, Dampf- oder Gas-Zuführungskanal dienende Hohlwelle e und die Verstellung der Wangen mittelst der Spindel p, des Lagers / und des Handrades p.
  2. 2. In Combination mit den beweglichen Wangen α die Anordnung einer Anzahl Rostplatten b mit seitlichen Abschrägungen und seitlich keilförmig angeordneten Rippen b\ so dafs beim Verstellen des Rostes durch Umlegen der Rostplatten dennoch eine horizontale Lage der letzteren erreicht wird.
  3. 3. Die Anordnung der mit Zapfen b2, Fig. 6, 7 und 8, bezw. mit den Doppel- oder Schwingungszapfen b4 und b5, Fig. 8a, versehenen Rostplatten b, welche sich in Lagern λ2 der Wangen α oder bei der Anordnung von Doppelzapfen in zwei diesen entsprechenden Lagern al und Λ5, Fig. 5, durch (Zugstangen) Hebel h1 und Verbindungsstangen h2 mittelst Zahngetriebes %, Fig. 5 und 6, oder durch Scharniere b3 und Zugstange Λ2 mittelst Hebels /z, und Stellvorrichtung gl bis g-4, Fig. 7 und 8, beliebig verstellen und feststellen lassen.
  4. 4. In Verbindung mit vorstehenden Einrichtungen die Zuführung heifser Luft, Gases oder Wasserdampfes unter, in oder über die Glutschicht bezw. das Brennmaterial mittelst des beschriebenen und in den Fig. 1 und 2 durch ei und tl oder in den Fig. 3 und 4 durch e k t2 und t3 oder des in Fig. 7 und 7a durch k k11* und i5 gekennzeichneten Rohrsystems einschliefslich des Kanalsystems k und A:1 sowohl in den Rostwangen als auch in den Rostplatten, in Verbindung mit einem Kugelventil oder mit Muffen und Stopfbuchsen zwecks Herstellung einer beweglichen Verbindung der einzelnen Rohr- bezw. Kanalsysteme, um die Beweglichkeit des ganzen Apparates durch die Anbringung des Rohrsystems nicht zu beeinträchtigen, sowie die aus der Anbringung von zwei mit regulirbarem Luftzutritt versehenen Kanälen in der Wange α resultirende zeitweise und wechselweise Zuführung von Luft und Gas (Kohlensäure).
    Hierzu ΐ Blatt Zeichnungen.
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