DE306465C - - Google Patents

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DE306465C
DE306465C DENDAT306465D DE306465DA DE306465C DE 306465 C DE306465 C DE 306465C DE NDAT306465 D DENDAT306465 D DE NDAT306465D DE 306465D A DE306465D A DE 306465DA DE 306465 C DE306465 C DE 306465C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G3/00Aiming or laying means
    • F41G3/14Indirect aiming means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Length-Measuring Instruments Using Mechanical Means (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 29. JUNI 1922
REICH S PATE NTAMT
PATENTSCHRIFT
-JVl 306465-KLASSE 72 f GRUPPE 15
Franz Kuhlmann in Rüstringen-Wilhelmshaven.
Vorrichtung zum Ermitteln von Entfernungs- und Richtungsverbesserungen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. November 1917 ab.
Die Erfindung betrifft ein Gerät, durch das die Lage von Geschoßaufschlägen gegenüber dem Ziel festgestellt und gleichzeitig· dem Geschütz eine neue Entfernung und Richtung angegeben wird, die den Geschoßaufschlag an das Ziel bringen.
Der Geschoßaufschlag" des ersten Schusses wird meistens eine andere Entfernung und Richtung haben als die, die der Entfernungsmesser für das Geschütz angegeben hat. Es besteht nun die Aufgabe, den Unterschied der Entfernung des Aufschlags und des Zieles von dem Geschütz, sowie den Unterschied beider Richtungen festzustellen und diesen
Unterschied als Verbesserung· für den nächsten Schuß zu verwerten. Zu diesem Zweck wird ein Beobachtungsstand aufgestellt, der zunächst die Entfernung und Richtung des Aufschlags zum Beobachtungsstand ermittelt. In dem vorliegenden Gerät werden nun diese Ermittlungen so eingestellt, daß die Richtungs- und Entfernungsverbesserungen für das Geschütz unmittelbar abgelesen werden
ίο können.
Die Zeichnung (Abb. i) erläutert den Vorgang. Es bedeutet B das Geschütz, C den Beobachtungsstand, Z das Ziel und A den Aufschlag. Die Strecke B, Z ist gleich der Entfernung Geschütz, Ziel und gleichzeitig die Richtung. Die Strecke C, A ist die im Beobachtungsstand gemessene Entfernung zum Aufschlag und dessen Richtung. Die Strecke B, A ist die Richtung und Entfernung des Aufschlags vom Geschütz.
Aus der Abbildung ergibt sich, daß der Aufschlag um das Stück α zu kurz und um den AVinkel α zu weit nach rechts liegt. Wird nun die Strecke α zur gemessenen Entfernung B, Z addiert und die gemessene Rich-. tung B, Z um α nach links nach B, Z1 verlegt, so muß der nächste Aufschlag in Z liegen, da er infolge von Tageseinflüssen wiederum um a zurück und « nach rechts verlegt wird.
Das Gerät besteht nach Abb. 2 aus einer Platte a, auf der sich "zwei Drehpunkte b und c befinden. Der Punkt b stellt den Geschützstand und Punkt c einen Beobachungsstand dar. Beide Punkte sind maßstäblich nach ihrer wirklichen Entfernung im Gelände auf ' der Platte befestigt. Zu dem Drehpunkt b gehört der Gradbogen d unrl zu dem Drehpunkt c der Gradbogen e. Die Gradbogen sind mit einer Teilung versehen, die der Einteilung am Geschützgradbogen entspricht. Punkt b ist der Drehpunkt für ein Lineal f, das mit einer Entfernungsteilung versehen ist und einen Schieber g trägt. Der Schieber g trägt ebenfalls eine Entfernungsteilung, von 0 ausgehend, nach beiden Seiten steigend, und einen Ablesefaden h zum Ablesen und Einstellen der Entfernung auf dem Lineal /. Die Teilung auf dem Lineal / ist so verschoben, daß bei h die Entfernung des Nullpunktes der Schieber-.
teilung vom Drehpunkt b abgelesen werden kann. Das vordere Ende des Lineals f liegt auf dem Schieber i. Der Schieber i gleitet auf dem Gradbogen d; er wird mit einer Ablesemarke k an der Teilung des Gradbogens d eingestellt. Er trägt eine Gradteilung von Null ausgehend nach beiden Seiten, und das vordere Ende des Lineals / ist mit einer Ablesemarke I versehen, die an der Schieberteilung eingestellt werden kann.
Um den Punkt c dreht sich ein Lineal m, das ebenfalls mit einer Entfernungsteilung verschen ist und mit seinem vorderen Ende auf dem Gradbogen e schleift.
Gebrauch. ,
Während der Zielverfolgung mit einem beliebigen Entfernungsmesser wird der Gradbogenschieber i so auf dem Gradbogen d verschoben, daß bei der Ablesemarke k jeweils die gleiche Richtung abzulesen ist, die vom Entfernungsmesser angegeben wird. Gleichzeitig wird der Schieber g so auf dem Lineal f verschoben, daß an seiner Marke h die gleiche Entfernung abzulesen ist, die der Entfernungsmesser jeweils angibt. ,
Sobald der Aufschlag erscheint, bleiben sämtliche Teile des Geräts in Ruhe.
Im Beobachtungsstand c wird nun mit einem beliebigen Entfernungsmesser die Richtung und Entfernung des Aufschlags von c gemessen. Dann wird das Lineal m mit Hilfe des Gradbogens e in die gemessene Richtung gebracht, die gesuchte Entfernungsverbesserung für das Geschütz ergibt sich an der Teilung des Schiebers g bei dem Schnittpunkt n. Darauf wird das Lineal / so lange bewegt, bis der Mittelriß auf dem Schieber g das Lineal m dort schneidet, wo die im Beobachtungsstand c gemessene Entfernung angegeben ist. .
Die gesuchte Richtungsverbesserung ergibt sich dadurch auf der Teilung des Schiebers i bei der Marke I.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Ermitteln von Ent-
    fernungs- und Richtungsverbesserungen für Geschütze, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einem beliebigen Entfernungsmesser ermittelte Entfernung und Richtung ion eines Zieles vom Geschütz (£>) mittels je eines Schiebers (g, i) auf einem Lineal (/) und einem Gradbogen (d) und außerdem die in einem dem Beobachtungsstande entsprechenden Punkt (c) mit einem beliebigen Entfernungsmesser ermittelte Richtung und Entfernung des Geschoßaufschlags mit einem Lineal (m) eingestellt werden, wobei sich auf dem Schieber (g) des zum Geschützstand' gehörigen Lineals (/1 ιΐυ die zu ermittelnde Entfernungsverbesserung und auf dem Schieber (i) des entsprechenden Gradbogens (d) die Richtungsverbesserung ergibt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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