DE30640C - Verfahren zur Trennung der Azofarbstoffe, welche aus diazotirten /9-Naphtylaminmonosulfosäuren durch Kombination mit a-Naphtolmonosulfosäuren hergestellt sind - Google Patents
Verfahren zur Trennung der Azofarbstoffe, welche aus diazotirten /9-Naphtylaminmonosulfosäuren durch Kombination mit a-Naphtolmonosulfosäuren hergestellt sindInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B43/00—Preparation of azo dyes from other azo compounds
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
DAHL & CO. in BARMEN.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Mai 1884 ab.
In unserem Patent No. 29084: »Verfahren zur Darstellung und Trennung von ß-Naphtylaminmonosulfosäuren
sowie zur Gewinnung von Azofarbstoffen aus einer derselben« haben wir eine Methode zur Trennung der bei der
Sulfurirung des β - Naphtylamins entstehenden ß-Naphtylaminmonosulfosäuren und zur Gewinnung
von Azofarbstoffen aus den einheitlichen Säuren beschrieben.
Wir haben gefunden, dafs sich die aus den einheitlichen β - Naphtylaminmonosulfosäuren
und den α - Naphtolmonosulfosäuren, welche der Naphtionsäure und der Sulfonaphtalidamsäure
entsprechen, entstehenden Azofarbstoffe auch aus den Farbstoffgemengen" gewinnen
lassen, welche durch Einwirkung der Diazoverbindungen der bei der Sulfurirung des |3-Naphtylamins
erhaltenen, in Wasser schwer löslichen Säurengemenge auf die beiden oben genannten
a-Naphtolmonosulfosäuren entstehen.
Die Trennung beruht auf der ungleich^ Löslichkeit der Azofarbstoffe aus den Sä'ure\\
und II (s. Patent No. 29084) einer- und d
Säure III andererseits.
Säure III andererseits.
Läfst man die durch Einwirkung des diazotirten Gemenges der schwer löslichen ß-Naphtylaminmonosulfosäuren
auf die a-Naphtolmonosulfosäuren aus Naphtionsäure oder aus Sulfonaphtalidamsäure
erhaltene Farbstofflösung unter öfterem Umrühren ca. 12 Stunden lang stehen,
so scheiden sich die Farbstoffe aus den Säuren I und II gröfstentheils ab event, kann man zur
Beschleunigung des Ausfallens' ein' wenig Salz zusetzen. Hierauf wird abfiltrirt, zum Filtrat
viel Salz gesetzt und dadurch der in Lösung gebliebene Farbstoff der Säure III ausgefällt.
Beispiel. Eine kalte Lösung von ca. 40 kg des Farbstoffgemenges in 1 400 1 Wasser wird
entweder ca. 12 Stunden lang unter öfterem Umrühren stehen gelassen oder mit einer gesättigten
wässerigen Lösung von 10 kg Kochsalz versetzt, gehörig umgerührt und schon
nach 2 bis 3 Stunden durch eine Filterpresse gedrückt.
Der Farbstoff aus dem Gemenge der Säuren I und II bleibt in der Filterpr^^ und wird in
üblicher Weise weiter verarfjeftet/.
Zum Filtrat gieß't./njan, ein'ziufy,vollständigen
Ausfällung genügendes tjuantüin Kochsalz und
gewinnt dadurqh fden Azofarbstoff aus unserer
Säure III, der"' in ,bekannter Weise gereinigt
wira. \ /Cv'■■-■■
\ Ist Uie Trennung nach diesem Verfahren
ykircli keine ganz vollständige, so gelingt es
djich hierdurch, Farbstoffe zu erhalten, welche
sden nach Patent No. 29084 aus den getrennten
■^äuren entstehenden sehr nahe kommen.
Zur Verarbeitung nach dieser Trennungsmethode eignen sich besonders Farbstoffgemenge,
welche nur ganz geringe Mengen der Farbstoffe aus der Brönner'schen ß-Naphtylaminmonosulfosäure
(Säure II unseres Patentes No. 29084) enthalten. Man erhält dann die Farbstoffe der von uns daselbst mit »ß-Naphtylaminmonosulfosäure
I« bezeichneten Säure
nahezu rein. Im Filtrat befinden sich neben dem Farbstoff der ß-Naphtylaminmonosulfosäure
III mit der α-Naphtolmonosulfosäure aus
Naphtionsäure oder Sulfonaphtalidamsäure noch braunroth färbende Substanzen, welche auf
Zusatz einer genügenden Menge Salz mit den genannten Farbstoffen ausfallen und diese verunreinigen.
Um die Abscheidung dieser Verunreinigungen zu vermeiden, setzt man zu der vom Farbstoff
der β - Naphtylaminmonosulfosäure I abfiltrirten Farbstofflösung nur so lange Salz, bis in einer
herausgenommenen Probe auf weiteren Zusatz erst nach einiger Zeit ein Niederschlag entsteht,
welcher schmutzig braunroth färbt.
Der abgeschiedene reine Farbstoff wird abfütrirt
und in üblicher Weise weiter verarbeitet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Trennung der Azofarbstoffe der β - Naphtylaminmonosulfosäuren I und II von denjenigen der β-Naphtylaminmonosulfosäure III (Patent No. 29084), welche in den Farbstoffgemengen enthalten sind, die durch Einwirkung der Diazoverbindungen der durch Sulfurirung des ß-Naphtylamins entstehenden Gemenge der schwer löslichen ß-Naphtylaminmonosulfosäuren auf die a-Naphtolmonosulfosäuren der Naphtionsäure und der Sulfonaphtalidamsäure erhalten werden, durch Abfiltriren der sich aus den Farbstoffansätzen direct oder auf Zusatz von wenig Salz ausscheidenden Theile (Farbstoffe der ß-Naphtylaminmonosulfosäuren I und II) und nachheriges Aussalzen der im Filtrat befindlichen Farbstoffe der ß - Naphtylaminmonosulfosäure III.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE30640C true DE30640C (de) |
Family
ID=306752
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT30640D Expired - Lifetime DE30640C (de) | Verfahren zur Trennung der Azofarbstoffe, welche aus diazotirten /9-Naphtylaminmonosulfosäuren durch Kombination mit a-Naphtolmonosulfosäuren hergestellt sind |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE30640C (de) |
-
0
- DE DENDAT30640D patent/DE30640C/de not_active Expired - Lifetime
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