DE305451C - - Google Patents

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DE305451C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G51/00Conveying articles through pipes or tubes by fluid flow or pressure; Conveying articles over a flat surface, e.g. the base of a trough, by jets located in the surface
    • B65G51/02Directly conveying the articles, e.g. slips, sheets, stockings, containers or workpieces, by flowing gases

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
305451 — KLASSE 81 e. GRUPPE
in CHARLOTTENBURG.
Empfänger für Zettelrohrpostanlagen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Juli 1916 ab.
; b. H.
Die Erfindung betrifft einen Empfänger für Zettelrohrpostanlagen mit Saugluftbetrieb.
Es sind bereits Empfangseinrichtungen für
Zettelrohrpostanlagen bekannt geworden, bei welchen der in dem Fahrrohr befindliche Zettel in eine am Fahrrohr angeschlossene Kammer gesaugt wird. Das Herausbewegen des Zettels
, aus der Kammer erfolgt dann mittels eines Hebels, der bei seiner Umlegung die Saugluft
ίο von der Kammer abschließt und gleichzeitig eine untere Klappe der Kammer öffnet, so daß der darin enthaltene Zettel ungehindert herausfallen kann. Diese Einrichtung hat aber den Nachteil, daß während des Ausschleusens des Zettels aus der Kammer die Saugluft vom Fahrrohr abgeschlossen wird, mithin die Beförderung noch anderer im Fahrrohr vorhandener Zettel unterbrochen wird. Es werden auch Empfänger für Zettelrohrpostanlagen mit Saugluftbetrieb verwendet, bei denen ein aus dem Fahrrohr ankommender Zettel in einen »am Fahrrohr angeschlossenen Behälter gelangt,, der dauernd mit der^ Saugluft in Verbindung steht. Der Behälter besitzt eine untere Öffnung, die von zwei Dichtüngswalzen abgeschlossen, wird, die in dauernde Umdrehung versetzt werden. Der in den Behälter gesaugte Zettel gelangt dann mittels eines Zufüljrungsrohres an die Dichtüngswalzen und wird durch diese herausgedreht, ohne daß eine Unterbrechung in der Beförderung der übrigen noch im Fahrrohr befindlichen Zettel stattfindet. Da die Dichtüngswalzen sich bei dieser Anordnung ständig drehen müssen, so ist hierfür wieder eine besondere Antriebskraft erforderlich, welche die Einrichtung verteuert. .,.-. :. -
Ferner ist noch eine Empfangseinrichtung bekannt geworden, welche die ankommenden Zettel mittels einer durch die Betriebsluft gedrehten Schleusentrommel aus dem Empfänger herausschleust. Bei dieser Anordnung kann sich aber ein Zettel an der, Trommel festklemmen, wodurch eine Störung des Betriebes eintreten kann und auch eine Beschädigung der ankommenden Zettel -verursacht würde.
Die Erfindung bezweckt nun, einen Empfänger zu schaffen, der alle die angeführten Übelstände beseitigt. Er schließt die Saugluft dauernd an das Fahrrohr an, ist einfach im Bau und arbeitet sicher.
Zur Erreichung des angestrebten > Zweckes ist an das Fahrrohr eine Schleusenkammer angeschlossen, die sowohl gegen das Fahrrohr und gegen die Außenluft durch Klappen abschließbar ist, als ■ auch mit dem Sauglüftfohr absperrbar verbunden werden kann, wobei die Abschlußklappen gemäß der Erfindung durch Absperrorgane beeinflußt werden, die von außen ,beliebig einstellbar sind,; so daß die die Schleusenkammer gegen das Fahrrohr und gegen die Außenluft abschließenden Klappen infolge der Zuführung und Absperrung der Frischluft zur Schleusenkammer diese zum freien Durchtritt von Zetteln wechselseitig freigeben. :
Eines der beiden Absperrorgane des Empfängers ist als Frischluftschieber ausgebildet, der an der Schleusenkammer angeordnet ist. Für'gewöhnlich ist dieser Schieber geschlossen.
Der zweite Schieber befindet sich in einem Verbindungsrohr, das die an das Fahrrohr angeschlossene Saugleitung mit der Schleusenkammer verbindet. Durch die Einstellung dieses Ventils wird in der Schleusenkammer dauernd ein schwacher Unterdruck aufrechterhalten, der gerade genügt, um die untere Abschlußklappe in ihrer geschlossenen Stellung festzuhalten. Durch öffnen des Frischluft-Schiebers in der Schleusenkammer hört diese Saugwirkung auf die Klappe auf. Die untere Klappe fällt ab und gibt zugleich den Rohr-
. " querschnitt frei. Der Frischluftschieber der Schleusenkammer kann von Hand oder auf andere Art gesteuert werden, doch ist die Art der Steuerung für die Erfindung ohne Bedeutung.
Die -Fig. 1 und 2 der Zeichnung zeigen ein Ausführungsbeispiel im Schnitt unter Fortlassung aller unwesentlichen Einzelheiten.
Das Fahrrohr der Zettelrohrpostanlage ist mit f, die daran angeschlossene Schleusenkammer mit s und deren beide Abschlußklappen; sind mit. k und k1. bezeichnet. Im Ruhezustand hängen beide Klappen frei von ihrem Sitz herab und geben die Rohröffnung völlig frei. Im gewöhnlichen Betriebszustand wird' da in der Anlage Unterdruck herrscht, die untere Klappe ä1 durch die Außenluft geschlossen gehalten. Die an das, Fahrrohr f geführte Saugluftleitung α ist mit einem Strang a1 an die Kammer s angeschlossen. In diese kann durch den Schieber I Frischluft eingelassen werden. Ein im Saugluftstrang a1 vorgesehener Schieber ν ist für gewöhnlich so eingestellt, daß die Saugwirkung in der Schleusenkammer bei geschlossenem Frischluftschieber-j! gerade genügt, um die untere Klappe A1 anzuziehen und zu schließen.
Der Vorgang beim Ausschleusen eines Zettels aus dem Empfänger ist folgender:
Infolge der Wirkung der Saugluft fällt der ankommende Zettel aus dem Fahrrohr f durch die offene Klappe k auf die untere geschlossene Klappe k1 der Schleusenkammer s (Fig. i). Wird nun der Frischluftschieber I der Schleusenkammer s geöffnet, so hört infolge der in die Kammer eindringenden Außenluft die Wirkung der Saugluft auf die untere Klappe k1 auf, so daß sie die Öffnung freigibt und der Zettel frei herausfallen kann. Gleichzeitig wird durch den Luftzutritt die Klappe k geschlossen und bleibt geschlossen, bis die Frischluft wieder abgesperrt ist (Fig. 2). Nach Absperrung der Frischluft erfolgt wieder das Ansaugen der unteren Klappe k1 und der Abschluß der Ausfallöffnung, während die obere Klappe k durch Auf-~ heben der Saugwirkung wiederum abfällt und den oberen Rohrquerschnitt für den Eintritt der Zettel freigibt (Fig. 1). Das Fahrrohr / ist dauernd an die Saugluftleitung α angeschlossen ; es findet daher keine Unterbrechung in der Beförderung der noch im Fahrrohr f befindlichen Zettel statt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch; '
    Empfänger für Zettelrohrpostahlagen mit Saugluftbetrieb, bei dem die Schleusenkammer gegen das Fahrrohr und die Außenluft durch Klappen abschließbar ist und sowohl mit der Außenluft als auch mit dem Saugluftrohr absperrbar verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Absperrorgane (I, υ) von außen beliebig einstellbar sind, so daß die die Schleusenkammer (s) gegen das Fahrrohr (f) und gegen die Außenluft abschließenden Klappen (k, ■ k1) infolge der Zuführung und Absperrung der Frischluft zur Schleusenkammer (s) diese zum freien Durchtritt von Zetteln wechselseitig freigeben. '■'..'
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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