DE304122C - - Google Patents

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DE304122C
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stamps
punching
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Publication of DE304122C publication Critical patent/DE304122C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D28/00Shaping by press-cutting; Perforating
    • B21D28/24Perforating, i.e. punching holes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Punching Or Piercing (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der. Kaltfabrikation von Muttern ist es . in laufender Fabrikation nicht möglich, Muttern von der gleichen Höhe wie der Bolzendurchmesser einwandsfrei, zu lochen. Die .Lochwandungen werden beim Lochen rissig, so daß das darin eingeschnittene Gewinde ausgebrochene Stellen aufweist. Um diesen Übelstand zu vermeiden, hat man bisher zwei Wege eingeschlagen, entweder wurden die Muttern niedriger angefertigt als der Bolzendurchmesser beträgt (z. B. sind die aus den bedeutendsten deutschen Mutternfabriken stammenden zu einem Bolzendurchmesser von io mm gehörigen Sechskantmuttern nur etwa 9 mm hoch), oder es wurden die Löcher auf die erforderliche Weite nach dem Lochen ausgebohrt. Ferner zeigte es sich, daß die Lochstempel schon nach verhältnismäßig kurzer Arbeitszeit brachen. Hierbei spielt der Umstand mit, daß.die vorderen Schneidkanten des Stempels beim Durchdringen des zu lochenden Materials in fortwährender und starker Reibung" mit . den Wandungen des Loches stehen. Es schweißen sich ganz besonders bei Verarbeitung von Flußeisen schon nach kurzer Zeit Materialpartikelchen fest um den vorderen Rand des Stempels, welche, sich immer vermehrend, den Stempel beim Rückzug aus dem Material bald zum Brechen bringen.
Um die vorderen Schneidkanten des Stempels zu schonen, ist mairbei einem bekannten Verfahren dazu übergegangen,, den Stempel stufenartig derart zu gestalten, daß der zuerst in das Material eindringende Teil dünner ist als der nachfolgende und somit noch eine zweite Schneidkante vorhanden ist. Durch diese Bauart wird der ganze Stempel verhältnismäßig zu lang und kann somit nicht den genügenden Widerstand gegen ■ Zerbrechen leisten. Aber es ist noch ein Übelstand mit einem derartigen Stempel verbunden, es ist kein Platz für das durch die zweite Schneidkante herauszustoßende Material vorhanden, Aveil der Raum durch den vorangehenden unteren Teil des Stempels ausgefüllt wird.
Wenn bei anderen bekannten Verfahren zwei Stempel Verwendung, fanden, so sollte der erste keineswegs die Wirkung'haben, den Lochbutzen teilweise herauszudrücken, sonj eiern er sollte das Material nach außerihin verj. drängen. Das unter diesem Stempel noch verbleibende Material wird hierbei aber derartig" komprimiert, daß -der zweite Stempel wohl den gleichen Widerstand vorfindet, als wenn er das ursprüngliche Material in voller Stärke durchdringen müßte.
j Muttern von vorschriftsmäßiger Höhe wer- ! den nun nach dem nachstehend beschriebenen Verfahren dadurch erzielt, daß nacheinander zwei gesonderte Stempel verwendet werden, von denen der erste, ungefähr dem Matrizendurchmesser entsprechende Stempel nur zum Teil in das Material eindringt und somit auch den Butzen nur zum Teil herausdrückt, wä/hrend der zweite Stempel, \yelcher im Durchmesser etwas schwächer ist; den Butzen vollständig herausstößt. .
Statt zweier Stempel können natürlich auch mehrere Verwendung finden, welche absatzweise lochen. Hierbei nehmen die zu-■ nächst ganz kurzen Stempel an Länge zu.
Bei dem Lochen selbst findet die Hauptarbeit, d. h. das Lostrennen des Lochbutzens von dem ihn umgebenden Material, durch kurzgedrungen c Stempel statt. Für die weitere Arbeit, bei der ein nicht so widerstandsfähiges Werkzeug' erforderlich ist, kommen Lochstempel zur Verwendung, deren Durchmesser geringer gewählt sind, wobei die Länge diejenige des vorhergehenden Stempels überragt. Diese
ίο Werkzeuge dienen dann lediglich dazu, .den Lochbutzen weiter zu lockern, bzw. ihn ganz aus dem Arbeitsstück zu entfernen.
Die Zeichnung zeigt als Beispiel die Ver-. wendung dreier Stempel.
Der die Vorlochung bewirkende Stempel ι ist kurz gedrungen gehalten und mit einem leichten Konus 2 versehen. Das Kurzgedrungene gibt dem Vorlochstempel eine außerordentliche Widerstandsfähigkeit beim Eindringen in das Material 3, während der Konus 2 am· vorderen Teil des Stempels jede Reibung beim Rückgang ausschaltet. Hierbei ist ein Anschweißen von Metallpartikelchen, auch schon mit Rücksicht auf den relativ sehr kurzen Afbeitsweg des Stempels 1, ausgeschlossen. .
Nach dem Vorlochen wird das Arbeitsstück 3 mit einem weiteren Stempel 4 bearbeitet. Derselbe ist etwas schwächer gehalten als der vordere Teil des Vorlochstempels und nicht mehr konisch, sondern zylindrisch und hat den Zweck, den noch ziemlich festsitzenden Lochbutzen 5 noch um etwa 1^ der Materialhöhe \veiter durchzustoßen. Ein dritter Stempel 6 * sorgt nunmehr dafür, den Lochbutzen 5 vollends aus dem Material 3 herauszustoßen. Die Zeichnung läßt schon erkennen, daß dieser Stempel 6 erheblich dünner als der vorhergehende Stempel ist bzw. sein kann.
Das Durchstoßen des Lochbutzens 5 bis in die Lochmatrize hinein kann, je nach Beschaffenheit des zu verarbeitenden Materials, natürlich auch schon durch den zweiten Lochstempel 4 erfolgen.
Bei besonders starkem oder hartem Material kann die ■ Lochung weiter abgestuft werden, indem mehrere, an Durchmesser abnehmende Stempel hintereinander geschaltet sind. Es kommt also, wie gesagt, nicht auf die Anzahl der Stempel an, vielmehr muß Wert darauf gelegt werden, daß der erste Stempel kurz gedrungen ist, während die den Arbeitsgang weiter ausführenden Werkzeuge ihrer geringen Arbeitsleistung entsprechend an Stärke abnehmen. Erwähnt sei noch, daß sich besonders saubere Lochwandungen herstellen lassen, wenn der Durchmesser des ersten Stempels gleich oder auch um ein, Geringes stärker als die Öffnung" in der Lochmatrize gehalten wird.
Wie bereits gesagt, findet die Lockerung des Butzens durch den ersten Stempel statt, die völlige Lostrennung durch den zweiten bzw. durch weitere Stempel. ·

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren-zum Lochen von Muttern oder ähnlichen Arbeitsstücken in kaltem Zustande, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen in Stärke ungefähr der Matrizenöffnung entsprechenden Stempel der Lochbutzen nur zum Teil herausgedrückt und darauf ■ durch einen zweiten, im Durchmesser kleineren, besonderen Stempel vollständig herausgestoßen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsleistung auf mehr als zwei Stempel verteilt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT304122D Active DE304122C (de)

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DE304122C true DE304122C (de)

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT304122D Active DE304122C (de)

Country Status (1)

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DE (1) DE304122C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2542023A (en) * 1944-08-03 1951-02-20 Nat Machinery Co Method of making nuts
US2547801A (en) * 1945-04-21 1951-04-03 Waterbury Farrel Foundry & Mac Method of and means for making double chamfered nuts or the like
US3232156A (en) * 1963-12-26 1966-02-01 Harrington & King Perforating Multiple step perforating of sheet metal

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2542023A (en) * 1944-08-03 1951-02-20 Nat Machinery Co Method of making nuts
US2547801A (en) * 1945-04-21 1951-04-03 Waterbury Farrel Foundry & Mac Method of and means for making double chamfered nuts or the like
US3232156A (en) * 1963-12-26 1966-02-01 Harrington & King Perforating Multiple step perforating of sheet metal

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