DE3037726A1 - Verkleidung zum schutz funktechnischer anlagen, insbesondere von antennen - Google Patents
Verkleidung zum schutz funktechnischer anlagen, insbesondere von antennenInfo
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Description
3
' Beschreibung
' Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine aus wenigstens einem Fassadenelement bestehende Verkleidung zum Schutz funktechnischer
Anlagen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige, in der Regel aus einer Vielzahl von Fassadenelementen aufgebaute Verkleidungen sind grundsätzlieh
aus der DE-PS 12 73 023 bekannt. Wegen weiterer Einzelheiten wird auf die älteren deutschen Patentanmeldungen
P 29 51 590.0 und P 30 24 505.7 verwiesen. Der wesentliche Vorteil solcher, aus Hartschaumstoff
bestehender Verkleidungen liegt darin, daß die Verklei-· dung eine sehr geringe Hochfrequenz-Einfügungsdämpfung
in der Regel unter 1 dB besitzt, dennoch aber eine solche mechanische Festigkeit aufweist, daß eine selbsttragende
Bauweise der Verkleidung möglich ist, die Hochfrequenzverluste durch Armierungen beispielsweise aus
Stahl vermeidet. Dabei kann ein Aufbau größerer Verkleidungen aus vorgefertigten Fassadenelementen hoher
Homogenität erfolgen. Auf diese Weise können neben außenwandartigen Verkleidungen auch turmartige Verkleidungen
in Form von schlanke Antennenmasten umgebenden Zylindern oder von freitragenden Kuppeln gleichermaßen
geschaffen werden.
Insbesondere im Falle turmartiger Verkleidungen etwa in Form von Kuppeln besteht jedoch häufig die Notwendigkeit,
die Verkleidung als abstutzende Wand für Antennenhai te rungen, Kranhalterungen und sonstige Hilfsgeräte
zu verwenden, da neben oder oberhalb der Antenne infolge der freitragenden Bauweise der Verkleidung andere
Tragwerke für eine Abstützung nicht zur Verfügung stehen. Soweit es sich um Stellen im Funkschatten der
Antennen handelt, kann eine solche Abstützung an StUtzgerüsten aus Stahl oder dgl. problemlos erfolgen, jedoch
würde dies im Bereich der Strahlung zu erheblichen
Hochfrequenzverlusten und Störungen führen. Wo dies notwendig war, hat man daher derartige Stützgerüst© aus
Metall beweglich installiert, um sie etwa zur Abstützung
einer Kranhaiterung bei Reparaturarbeiten in den gewünschten
Arbeitsbereich fahren zu können, während des Betriebs der Antenne jedoch im Strahlungsschatten abstellen
zu können. Dies ist jedoch nicht immer möglich, da etwa Rundum-Antennen keine solche Stelle für ein
störungsfreies Abstellen lassen, und darüber hinaus sind derartige verfahrbare Stützgerüste bei der notwendigen
Standsicherheit und Festigkeit teuer, störanfällig und relativ umständlich und zeitraubend in der Bedienung.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Verkleidung der im Oberbegriff des Anspruchs 1
umrissenen Gattung zu schaffen, an der auch im Strahlungsbereich der Antenne schwere Bauelemente oder Konstruktionen
wie insbesondere auch Hebezeuge abgestützt werden könen, ohne daß dies zu einem störenden Anstieg
der Hochfrequenzverluste führt.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Dadurch, daß Stützteile aus dämpfungsarmem Material eingeschäumt sind, ergibt sich an der Stelle der Stützarmierungen
nur eine geringfügige Änderung der dielektrischen Eigenschaften, die, zumal infolge der lokalen
Begrenzung, die durch die Verkleidung ein- oder austretende Strahlung nicht merklich stört. An derartigen
Stützteilen können Lasten dauernd oder zeitweise befestigt werden. Als Material für die Stützteile eignet
sich insbesondere glasfaserverstärkter Kunststoff oder Hartgummi. Im Falle einer dauernden Befestigung
von Lasten wie etwa Kranschienen im Strahlungsbereich der Antenne können diese Lasten ebenfalls
in einem gegenüber elektromagnetischen Wellen dämpfungs-
armen Material ausgeführt werden, so daß sie ebenfalls
die ein- und austretende Strahlung nicht merklich stören.
Wenn die Stützteile nicht über die Oberflächen der Fassadenelemente hinausragen, also beidseitig von der
ungestörten Verkleidungsoberfläche überdeckt sind bzw. mit ihr bündig abschließen, ergibt sich keinerlei Zusatzaufwand
bei der Fertigung, da dann Fassadenelemente mit Stutzteilen in derselben Form gespritzt werden können
wie Fassadenelemente gleicher Form ohne Stützteile, wobei lediglich im ersteren Fall die Stützteile nach
Art von Kernen im Formraum angeordnet und dann umschäumt werden. Ebenso ist auch möglich, Fassadenele- ·
mente bestimmter Bauform durchgehend mit derartigen Stützteilen zu versehen, die dann am Bauwerk selektiv
etwa durch Anbringung einer Bohrung mit Armaturen für eine Befestigung der Last oder dgl. versehen werden
können.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
einer AusfUhrungsform anhand der Zeichnung.
Es zeigt
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine kuppeiförmige Verkleidung zusammen mit einem extrahierten, vergrößerten
Detailausschnitt, und
Fig. 2 die Einzelheit aus Kreis II in Fig. 1 in vergrößerter Darstellung.
Wie die Zeichnung veranschaulicht, ist die insgesamt mit 1 bezeichnete Verkleidung auf einem bodenseitigen
Tragwerk 2 beispielsweise in Form einer Stahlunterkonstruktion abgestützt.Die Verkleidung 1 besteht im Beispielsfalle aus drei Reihen 3a, 3b und 3c von nebeneinander
gesetzten und an den Stoßfugen miteinander verbundenen Fassadenelementen 4a, 4b und 4c, die in jeder der in Ebe-
] nen übereinander liegenden Reihen 3-a, 3b und 3c unterschiedliche,
der jeweiligen Höhenlage der kugelförmigen Kuppel angepaßte Form besitzen.
Die im Oberteil der Kuppel, in der oberen Reihe 3c vom
Schnitt getroffenen Fassadenelemente 4c weisen eingeschäumte Stützteile 5 aus gegen elektromagnetische Wellen
.dämpfungsarmem Material auf, das jedoch relativ
hohe mechanische Festigkeit besitzt. Die Stützteile "5 können beispielsweise als GFK-Profile
oder Hartgummiteile ausgebildet sein, die zwar gegenüber dem Hartschaumstoff, insbesondere PUR-Hartschaumstoff
der Verkleidung 1 geringere Durchlässigkeit für elektromagnetische Wellen aufweisen, jedoch im Vergleich.
zu Stahlteilen oder dgl. die Strahlung dennoch kaum und auch dann nur lokal stören-.
Die Fassadenelemente 4a, 4b und 4c werden werkseitig in Spritzgußformen vorgefertigt und an der Baustelle
montiert. Wenn, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, die Stützteile 5 innerhalb der ungestörten Umrißlinien
des jeweiligen Fassadenelementes liegen, können sie einfach in die Form eingebracht mit umspritzt werden,
so daß sich praktisch gar keine Komplizierung des Herstellungvorganges ergibt und gegenüber üblichen
Fassadenelementen 4a, 4b und 4c ohne Stützteile 5 keinerlei Störungen bei Stapelung, Montage usw. auftreten.
Im Beispielsfalle ist an der Außenseite der Stützteile
eine Armatur 6 zur Befestigung einer Laufschiene für eine Außenleiter befestigt, während an der Innenseite
der Kuppel an den Stützteilen 5 Armaturen 7 befestigt sind, an denen eine Laufschiene 8 für die Laufkatze 9
eines Kranes angehängt ist. Die Laufschiene 8 kann aus glasfaserverstärktem Kunststoff bestehen und so ebenfalls
die Strahlung nur sehr geringfügig stören. Die Laufkatze 9 kann beim Betrieb der nicht näher dargestellten,
im Inneren der Kuppel arbeitenden Antenne zu
einer Stelle verfahren werden, an der minimale oder gar keine Störung der elektromagnetischen Wellen auftritt.
Im Beispielsfalle kann die Laufkatze 9 unter eine im Scheitel der Kuppel angeordnete" LUftungshaube 10 gefahren
werden, die im Funkschatten liegt bzw. ohnehin eine akzentuierte Störungsstelle ergibt.
Alternativ kann die Laufkatze 9 oder auch eine sonstige'
Last an den Stützteilen 5 beim Betrieb der Antenne ab-
]Q genommen werden, wenn sich sonst eine unzuträgliche
Störung der Funkwellen ergäbe. Ebenso können etwa alle oder eine größere Anzahl von Fassadenelementen 4a, 4b,
4c in allen Reihen 3a, 3b und'3c oder selektiv nur in für ein Anhängen von Last infragekommenden Reihen
. serienmäßig mit Stutzteilen 5 versehen werden, die dann auch für Nachrüstungen oder dgl. jederzeit zur
Verfügung stehen und mit einer Bohrung,für Armaturen
6 oder 7 ebenfalls aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder einem ähnlichen, dämpfungsarmem Material
versehen werden können.
Das gezeigte Stützten 5 weist ein Nabenteil 13 und Flanschteile 11 auf, welche zur Verbesserung des Formschlusses
Öffnungen 12 aufweisen, die von dem Hartschaum durchdrungen werden. Das Nabenteil 13 ist verdickt
und besitzt eine Gewindebohrung 14 zur Einschraubung von Gewindeansätzen 15 und 16 der Armaturen 6 bzw.
7. Diese wiederum besitzen Schraubbohrungen 17 bzw. 18 zur Fixierung der Laufschiene 8 bzw. der Außenleiter
oder dgl.. Beilagscheiben 19 bzw. 20' angepaßter Stärke
sorgen für winkelgerechte Einschraubung der Armaturen 6 und 7.
Es hat sich überraschend gezeigt, daß die Tragfähigkeit derartiger Stützteile 5 beispielsweise in Form
von GFK-Profilen außerordentlich hoch ist, obwohl sie
nur im Hartschaumstoff, der ein Raumgewicht von mehr als 200 kp/m besitzt, abgestützt sind. Die in Fig. 1
ORlGINSAL INSPECTED
veranschaulichte Laufschiene 8 aus glasfaserverstärktem
Kunststoff besitzt beispielsweise eine Tragfähigkeit von 2,5 t.
Leerseite
Claims (5)
1. Aus wenigstens einem Fassadenelement bestehende Verkleidung zum Schutz funktechnischer Anlagen, insbesondere
von Antennen, gegen WitterungseinflUsse, wobei die eine Hülle bildenden Fassadenelemente gegen
ein Tragwerk abgestützt sind und aus Hartschaumstoff,, insbesondere auf Polyurethan-Basis, bestehen, dadurch
gekennzeichnet, daß in wenigstens einem der Fassadenelemente (4c) Stützteile (5) aus einem gegen elektromagnetische
Ve 11 en dämpfungsarmem Material eingeschäumt
sind.
2. Verkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützteile (5) aus glasglaserverstärktem
Kunststoff oder Hartgummi bestehen.
3. Verkleidung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützteile (5) nicht über die ungestörte
Umrißlinie des Fassadenelementes (4c) hinausragen.
4. Verkleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die an den Stützteilen (5) abgestützte
Nutzlast (Laufschiene 8) aus einem gegen elektromagnetische Wellen dämpfungsarmem Material wie glasfaserverstärktem
Kunststoff besteht.
5. Verkleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den Stutzteilen (5) befestigte
Armaturen (6, 7) zur Lagerung der Nutzlast (Laufschiene 8) aus einem gegen elektromagnetische Wellen dämpfungsarmem
Material, insbesondere glasfaserverstärtem Kunststoff, bestehen.
Priority Applications (5)
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