DE30333C - Verfahren zur Absendung zweier gleichlautender Telegramme nach verschiedenen Stationen unter Anwendung eines Apparates, welcher gleichzeitig einen Arbeitsstrom schliefst und einen Ruhestrom unterbricht - Google Patents

Verfahren zur Absendung zweier gleichlautender Telegramme nach verschiedenen Stationen unter Anwendung eines Apparates, welcher gleichzeitig einen Arbeitsstrom schliefst und einen Ruhestrom unterbricht

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DE30333C
DE30333C DENDAT30333D DE30333DA DE30333C DE 30333 C DE30333 C DE 30333C DE NDAT30333 D DENDAT30333 D DE NDAT30333D DE 30333D A DE30333D A DE 30333DA DE 30333 C DE30333 C DE 30333C
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DENDAT30333D
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G. F. A. NOACK in Dresden, Pirnaischestrafse 18
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L5/00Arrangements affording multiple use of the transmission path
    • H04L5/02Channels characterised by the type of signal
    • H04L5/04Channels characterised by the type of signal the signals being represented by different amplitudes or polarities, e.g. quadriplex

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  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Ruhestrom unterbricht.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Juni 1884 ab.
F ist ein Elektromagnet, welcher einen über ihm liegenden Ankerhebel g anziehen kann, der bei h seine Achse hat. Am linken Ende ist eine Stellschraube i aus isolirendem Material (Beinknochen); dieselbe stöfst auf einen kleinen Arm ot, der waagrechte Stellung hat und bei η nach oben beweglich an k angebracht ist. Der nach unten gerichtete Zahn desselben stöfst auf eine Platte /. Sofern der Elektromagnet/ durch den Strom nicht zum Anziehen seines Ankers angeregt wird, berührt der Arm m mit seiner Contactspitze die Platte h. Zieht genannter Elektromagnet den Anker an, so wird durch die Hebelveränderung auch die Stellschraube i etwas gehoben, der Arm m durch die angebrachte Feder r ebenfalls in die Höhe gedrückt und seine Contactspitze von der Platte / entfernt. 0 ist die Localbatterie der Station II, deren eine Stromleitung zur Platte I geführt, von dort durch die Contactspitze des Armes m in diesen übertritt und von η aus zum Morse-Apparat derselben Station geführt wird. Von dort geht sie zur Localbatterie bezw. Erde zurück. Auf Station I ist eine gewöhnliche Taste A mit der Station III verbunden, dagegen wird durch eine Umschaltung die Stromleitung im Ruhezustande der Taste durch den hinteren Contact c nicht wieder zur Localbatterie bezw. Erde zurückgeführt, sondern mit der Linie nach Station II verbunden.
Wird die Taste niedergedrückt und demgemäfs der Contact b geschlossen, so geht der Strom nach Station III zum dortigen Morse-Apparat; wird Contact b wieder geöffnet und durch die natürliche Federspannung der hintere Contact c geschlossen, so wird dann der Strom den offenen Weg nach Station II nehmen, woselbst er um den Elektromagneten/ geführt und danach zur Erde abgelassen wird. Sobald er den Elektromagneten / umläuft, zieht dieser seinen Anker an, wodurch .der kleine Contactarm m von der Platte / sich abhebt und dadurch die eingangs beschriebene Leitung des Localstromes auf Station II so lange unterbrochen bleibt, als der Elektromagnet anziehend wirkt, k ist ein Gestell, ρ eine Feder.
Die Absendung zweier gleichlautender Depeschen geschieht nun folgendermafsen:
Station I will solche aufgeben, ruft Stationen II und III an und setzt Station II in Kenntnifs, dafs ein Telegramm (Duplicat) folge. Station II verbindet nun die Leitung von Station I mit dem Elektromagneten / und bringt je eine Leitung der Localbatterie einerseits mit der Platte /, andererseits mit dem Morse-Apparat, und die Rückleitung von diesem mit η in Verbindung und setzt das Laufwerk des Apparates in Bewegung. Da die Taste der Station I noch im Ruhezustande ist, der Strom also durch den hinteren Contact c nach Station II geht und den Elektromagneten / magnetisch macht und dieser den Anker g anzieht, wird der Strom'der Localbatterie unterbrochen
sein. Station I beginnt nun zu telegraphiren. Sobald Contact b . geschlossen, geht der Strom

Claims (1)

  1. nach Station III, dort, je nach der Länge des Contactschlusses, den M or se -Apparat zur Markirung eines Punktes oder Striches veranlassend. Für die Dauer dieses Contactschlusses ist Contact c unterbrochen, der Strom ist also von Station II abgeschnitten und kann auf den Elektromagneten f nicht mehr einwirken; dieser läfst seinen Anker ab und wird durch Zurückfallen des Contactes m auf / der Localstrom geschlossen, der nun den Elektromagneten des Morse-Apparates umkreist, wodurch der Anker desselben angezogen und auf dem Papierstreifen, je nach der Länge dieser Stromdauer, ebenfalls Punkte oder Striche markirt werden.
    Wird bei Station I Contact b geöffnet und c geschlossen, so geht der Strom wieder nach Station II und unterbricht dort wieder den dortigen Localstrom. Wird Contact b abermals geschlossen, so geht der Strom nach Station III·, gleichzeitig wird durch den Abschnitt des Stromes nach Station II der dortige Localstrom auf den Morse-Apparat so lange einwirken, als Contact b geschlossen bleibt. Der Vorgang ist also der, dafs, so lange Contact b geschlossen ist und der' Strom nach Station III geht, auch der Localstrom auf Station II geschlossen ist und auf den dortigen Morse-Apparat einwirkt. Die Apparate der Stationen II und III werden demnach übereinstimmende Zeichen auf dem Papier hervorbringen, mithin auch gleiche Telegramme aufweisen.
    Patenτ-Anspruch:
    Zur gleichzeitigen Uebermittelung zweier gleichlautender Telegramme nach verschiedenen Stationen in Morse-Schrift die Anwendung eines Tasters A mit Contacten b und c, von welchen der erstere beim Niederdrücken einen Arbeitsstrom schliefst, der andere einen Ruhestrom unterbricht, verbunden mit der Einschaltung eines Relais in die Ruhestromleitung , dessen Ankerhebel g bei Stromunterbrechung einen zweiten Hebel m niederdrückt und so einen Localstrom kreis schliefst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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