DE3030702C2 - Elektromagnetisches Schütz mit einem beweglichen Kontaktbrückenträger - Google Patents
Elektromagnetisches Schütz mit einem beweglichen KontaktbrückenträgerInfo
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Description
solvierten Schaltvorgängen ein Abrieb an den Gleitflächen unvermeidbar ist.
Bei Isolierstoffen auf thermoplastischer Basis sind die Schwierigkeiten hinsichtlich des Nachschwundes wesentlich
geringer (der Nachschwund liegt hier bei 1 °/o oder noch weniger), außerdem sind auch die Gleiteigenschaften
der Thermoplaste weitaus günstiger als dieses bei Duroplasten der FaIHs1, hingegen ist ihre thermische
Beständigkeit vergleichsweise sehr ungünstig.
Es ist deshalb bereits vorgeschlagen worden, einen Kontaktbrückenträger der genannten Art aus Isoliermaterialien
zweierlei Qualität zusammenzufügen (DE-GM 70 44 212). In diesem speziellen Bedarfsfalle allerdings
galt es, an den Klontaktbrückenträger (in dieser Veröffentlichung »Gleitstück« genannt) sogenannte
Hilfsgleitstücke aufzuschnappen. Als auf den Kontaktbrückenträger aufschnappbares und zur Aufnahme der
Hilfsgleitstücke mit elastisch verbiegbaren Halterungen ausgestattetes Teil findet hier eine Art Zwischenstück
aus thermoplastischem Isolierstoff Verwendung, welches mit dem aus duroplastischem, d. h. also thermisch
beständigem Material bestehenden Kon!v:ktbrückenträger zusammengefügt wird. Eine Lösung für die Vermeidung
von Abrieb am Hauptgleitstück nach einer größeren Anzahl von Schalthandlungen wird in dieser
Veröffentlichung nicht angesprochen.
Letzteres findet Berücksichtigung in der DE-OS 24 02 432. Hierin wird die Zusammensetzung eines Kontaktbrückenträgers
aus zwei Teilen vorgeschlagen, deren eines, welches die Kammern zur Aufnahme der
Kontaktbrücken enthält, aus einem lichtbogenfesten Werkstoff (also beispielsweise aus einem Duroplast) bestehen
soll, wohingegen das andere Teil aus einem Kunststoff besteht, welcher zur Führung des gesamten
Kontaktbrückenträgers mit guten Gleiteigenschaften ausgestattet ist... also beispielsweise aus einem Thermoplast.
Als nachteilig bei einer derartigen Zusammensetzung eines Kontaktbrückenträgers erweist sich hierbei
der bereits angesprochene große Nachschwund beim lichtbogen festen Teil. Durch die erwähnten maßlichen
und eventuell sogar formlichen Veränderungen des aus lichtbogenfestem Material bestehenden Teiles
können leicht Montageschwierigkeiten auftreten, zumal dieses Teil mit tief hineinreichenden Ausnehmungen zur
Aufnahme von Zwischenwandungen versehen ist. Als weiterer Nachteil ist die Tatsacht zu nennen, daß der
insgesamt vergleichsweise großflächige Kontaktbrükkenträger lediglich an seiner einen Querseite mit schmalen
Gleit- und Führungsmitteln versehen ist, nämlich nur in demjenigen Bereich, der vom zweiten Teil, dessen
Werkstoff gute Gleiteigenschaft besitzt, gebildet wird.
Die vorliegende Erfindung stellt sich zur Aufgabe, die geschilderten Schwierigkeiten und die genannten Nachteile
bekannter Konstruktionen zu beheben oder wenigstens zu mindern, das heißt also einen preiswürdigen
und dennoch allen Anforderungen weitgehend gerecht werdenden Kontaktbrückenträger der eingangs genannten
Art für Schütze zu schaffen, welcher ohne Werkstoffbeeinträchtigung auch höhere Schaltleistungen
zu beherrschen und ebenso eine hohe Anzahl von Schaltungen ohne nennenswerten Abrieb an seinen
Gleitführungen zu bestehen vermag.
Erfindungsgemäß wird eine Lösung dieser Aufgabe durch einen Kontaktbrückenträger erzielt, dessen Gestalt
und Ausmaße vom zweiten, aus thermoplastischem Material bestehenden Isolierstoffteil bestimmt sind una
bei dem die ausgebildeten Fenster für die Kontaklbrükkenanordnung mit rahmenartigen, die ersten Isolierstoffteile
bildenden Auskleidungen aus duroplastischem Material ausgestattet sind. Ein derartiger Kofitaktbrükkenträger
ist hinsichtlich seiner äußeren Abmessungen weitgehend form- und auch maßstab)! und weist gleichzeitig
die genannten guten Gleiteigenschaften aufgrund seines Werkstoffes auf. In denjenigen Bereichen jedoch,
in denen er besonderen thermischen Belastungen ausgesetzt ist, werden diese Belastungen von den genannten
Auskleidungen aus duropiastischem Material so weit ίο aufgefangen, daß Verformungen des thermoplastischen
Isolierkörpers des eigentlichen Kontaktbrückenträgers infolge der Lichtbogeneinwirkung mit hinreichender Sicherheit
vermieden werden.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung des Erfindungsgeis dankens ist in dem Vorschlag zu sehen, in jedem der
Fenster im Kontaktbrückenträger, die also der Kontaktbrückenanordnung dienen, eine gesonderte Auskleidung
aus duroplastischem Isolierstoff einzufügen und hierin selbsthaftend oder einrastend zu halten, wodurch
auch eine Auswechselung in K»sonderen Bedarfsfällen
möglich wäre. Eine derartige? Ausbildung bietet den zusätzlichen Vorteil, je nach den zu erwartenden
Schaltleistungen sogar unterschiedliche Auskleidungen einfügen zu können und — wie eben bereits ausgeführt
— diese auch noch auswechseln zu können. Besondere Hinweise können hierbei noch durch farblich unterschiedliche
Auskleidungen gegeben werden. Auch der erforderliche Montageaufwand ist bei dieser genannten
Gestaltung gering zu halten.
Noch kostengünstiger allerdings stellt sich eine andere vorgeschlagene Ausgestaltungsmöglichkeit des Erfindungsgedankens
dar, wonach die aus duroplastischem Isolierstoff bestehenden Auskleidungen in den
genannten Fenstern stellenweise vom thermoplastisehen Isolierstoff des Kontaktbrückenträgers unverlierbar
umspritzt werden. Hierdurch ist zwar eine Auswechslung dieser Auskleidungen nicht mehr möglich,
dafür aber bietet diese Ausgestaltung e'en bereits erwähnten
Vorteil der noch preisgünstigeren Herstellung ebenso aber auch den Vorteil eines besonders festen
iv.d unverlierbaren Sitzes dieser Auskleidungen im Kontaktbrückenträger.
Einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens
zufolge wird vorgeschlagen, die aus duroplastischem Isolierstoff bestehenden Auskleidungen
in den genannten Fenster für die Kontaktbrückenanordnung über Verbindungsstege miteinander zu verbinden,
so daß sie ein einziges Montageteil bzw. ein einziges in das Werkzeug für den Kontaktbrückenträger
einzulegendes Einsatzteil bilden. Aus dem eben Gesagten ist also zu entnehmen, daß ein solcher Montagevorteil
sowohl für diejenige Ausführung zutreffen kann, narh welcher die Auskleidungen auswechselbar bleiben,
als auch für die andere Ausbildung, wonach die Auskleidüngen in das M.uerial des Kontaktbrüatenträgers mit
eingespritzt werden. Zwar ist ein solches, insgesamt also mehrere zusammengefaßte Auskleidungen enthaltendes
Teil für sich etwas aufwendiger, für den Montagüvorgang bzw. füi das Einlegen dieses Teiles in ein Werkzeug
für die Herstellung des Kontaktbrückenträgers stellt sich jedoch jeweils nur ein einziges Teil dar.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des Erfi.idungsgedankens
ist schließlich in dem Vorschlag zu sehen, von den aus duroplastischem Isolierstoff bestehenden
Auskleidungen daran angeformte Trennwandungen ausgehen zu lassen, die in montierter Lage etwa senkrecht
zur Erstreckungsebene des Kontaktbrückenträgers und darüber hinaus zwischen den einzelnen Kon-
taktbrücken und mit diesen zusammenwirkenden Festkontaktstücken stehen. Auf diese Weise wird nicht nur
eine zusätzliche elektrische Isolation zwischen den einzelnen sich bildenden Lichtbogenkammern erzielt, sondern
darüber hinaus auch noch eine zusätzliche Abschirmung des aus Thermoplast bestehenden Kontaktbrückenträgers.
Schließlich wird vorgeschlagen, bei nicht fest eingespritzten, also einschnappbaren Auskleidungen diese
Teilbarkeit des Kontaktbrückenträgers für eine zusätzliche Funktion zu nützen, nämlich diese rahmenartigen
Auskleidungen so auszubilden, daß sie in zwei zueinander um 180 Winkelgrade verdrehte Lagen in den Kontaktbrückenträger
einfügbar sind, um auf diese Weise der entsprechenden Kontaktstelle wahlweise entweder
eine öffner- oder eine Schließerfunktion auf einfache Weise geben zu können.
Anhand der zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispicics
und der nachfolgenden Beschreibung hierzu soll der Erfindungsgegenstand veranschaulicht
und näher erläutert werden. Es zeigt
Fig. 1 eine Sicht auf einen mit einem beweglichen
Magnetanker verbundenen Kontaktbrückenträger und
Fig.2 einen Schnitt durch diesen Kontaktbrückenträger,
dessen Verlauf in F i g. 1 angedeutet und mit den Ziffern H-II gekennzeichnet ist.
F i g. 1 veranschaulicht eine Sicht auf die wesentliche Erstreckungsebene eines Kontaktbrückenträgers 10 eines
im übrigen nicht dargestellten elektromagnetischen Schützes. Lediglich die Verbindung dieses Kontaktbrükkenträgers
10 mit einem nach unten hin abgebrochen dargestellten Magnetanker 11 eines Magnetsystems ist
angedeutet, und zwar erfolgt diese Verbindung über vom Kontaktbrückenträger 10 ausgehende Laschen 12
und 13 und mittels einem nicht näher gezeigten Halteglied, welches diese Laschen 12 und 13 sowie den Magneiankcr
1J durchdringt.
Der Kontaktbrückenträger 10 besteht aus thermoplastischem Material und weist fensterartige Ausbrüche 14
bis 17 zur Aufnahme von (nicht eingezeichneten) Kontaktbrücken auf. In diesen Ausbrüchen 14 bis 17 sind
nun rahmenartige Auskleidungen 18 bis 21 aus duroplastischem Material angeordnet. Wie aus der Darstellung
zu entnehmen ist handelt es sich bei den Auskleidungen 18 und 21 um kleinere, einen nur einfachen Rahmen
bildenden Teile, bei den Auskleidungen 19 und 20 hingegen um größere Glieder, welche etwa in der Rahmenmitte
zusätzliche Stege 22 und 23 aufweisen und auf diese Weise eine Art Doppelrahmen oder auch einen
zweikammerigen Rahmen bilden, im Gegensatz zu den genannten einkamwerigen Rahmen 18 und 21.
Erwähnt sei noch, daß in den in der Figur nach links und nach rechts weisenden Seitenflächen 24 und 25 des
Kontaktbrückenträgers 10 Führungsnuten eingeformt sind, von denen diejenige in der rechten Seitenfläche 25
durch einen stellenweisen Aufbruch des Kontaktbrükkenträgers
10 angedeutet und mit der Ziffer 26 versehen ist
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch den gesamten Kontaktbrückenträger
10, dessen Verlauf in der F i g. 1 angedeutet und mit H-II markiert ist Nicht angedeutet in
dieser Darstellung ist der Magnetanker 11. und zwar um
die Lasche 13 zu seiner Halterung aus seitlicher Sicht zu zeigen. Diese Lasche 13 (ebenso wie die mit ihr korrespondierende
Lasche IZ die in der Fig.! sichtbar ist) ist
am eigentlichen Kontaktbrückenträger 10 angeformt und bildet mit ihm ein einstückiges Teil. Erkennbar aus
dieser Schnittdarstellung ist weiterhin die rahmenartige Auskleidung 20 im fensterartigen Ausbruch 16 sowie
der Steg 23 in dieser Auskleidung 20.
Aus dieser F i g. 2 ist nun auch zu entnehmen, daß die rahmenartige Auskleidung 20 auf ihrer in der Darstcllung
nach oben weisenden Seite eine nockenartige Anformung 27 aufweist, welche in eine korrespondierende
Vertiefung des Kontaktbrückenträgers 10 einrastet, und daß sie an ihrer in der Darstellung nach unten weisenden
Seite eine kleine Ausnehmung enthält, in welche eine noekenartige Anformung 28 am Kontaktbrückentri"'cr
10 eingreift. Auf diese Weise ist eine sichere und aucn Erschütterungen standhaltende Halterung der rahmenartigcr.
A.-'-Wcidupj 20 im Kontaktbrückenträger
10 gewährleistet.
Bcmerkcnswer, ist nc'h, daß von den rahmenartigen
Auskleidungen 18 bis 21, ulso auch von der in der F i g. 2
dargestellten rahmenartigen Auskleidung 20. dünne Trennwandungen 29 und 30 ausgehen, welche dazu dienen,
die einzelnen sich bildenden Schaltkammern voneinander
abzuschirmen.
Dieses Ausführungsbeispiel veranschaulicht, daß der eigentliche Kontaktbrückenträger 10, welcher bekanntermaßen
mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt ist. nämlich nicht zuletzt im Bereich seiner Führungsnuten
26 und seiner Verbindungen mit dem Magnetanker
11 über die Laschen 12 und 13, vollständig aus thermoplastischem
Material hergestellt werden kann, ohne thermisch '"herlastet zu werden. In den Bereichen, in
welchen thermische Beanspruchungen auftreten, also in
ίο den fensterartigen Ausbrüchen 14 bis 17, wird der Kontaktbrückenträger
von den rahmen.Ttigen Auskleidungen 18 bis 21 abgeschirmt. Eine zusätzliche Abschirmung
gegen thermische Einflüsse wird durch die genannten Trennwandungen 29,30 erzielt.
J5 Wie bereits eingangs des Beschreibungsteiles ausgeführt,
sind auch andere konstruktive Ausgestaltungen denkbar und dem Erfindungsgedanken unterordenbar.
insbesondere zum Beispiel dahingehend, die einzelnen rahmenartigen Auskleidungen 18 bis 21 über Verbindungsstege
miteinander so zu koppeln, daß sie sich in der Montage als einstückiges Teil darstellen. Auch ist es
möglich, die einzelnen rahmenartigen Auskleidungen 18 bis 21 oder, wie eben gesagt, ein alle vier Auskleidungen
umfassendes einstückiges Teil im Spritzwerkzeug für den Kontaktbrückenträger 10 aufzunehmen und mit der
thermoplastischen Materialmasse eben des Kontaktbrückenträgers 10 im Bereich des Rahmenäußeren zu
umspritzen.
Auch ist es in vorteilhafter Weise möglich, die rahmenartigen
Auskleidungen 18 bis 21 farblich anders auszubilder,
als den Kontaktbrückenträger 10. Hierdurch können nicht nur Belastungsbereiche für die rahmenartigen
Auskleidungen (nämlich durch Wahl unterschiedlicher Farben für die Auskleidungen) signalisiert werden.
sondern darüber hinaus werden auch die thermisch besonders beständigen Räume innerhalb des elektromagnetischen
Schaltschützes bzw. im Bereich der Kontaktbrückenträger 10 besonders anschaulich kenntlich gemacht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Elektromagnetisches Schütz mit einem beweglichen, sich aus wenigstens einem lichtbogenfesten,
der Halterung von Kontaktbrücken dienenden ersten Isolierstoffteil aus duroplastischem Material
und aus einem gute Gleiteigenschaften aufweisenden, als Gleitstück ausgebildeten zweiten Isolierstoffteil
aus thermoplastischem Material zusammensetzenden Kontaktbrückenträger, in dessen wesentlicher
Erstreckungsebene Fenster zur federnden Anordnung der Kontaktbrücken ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß Gestalt und
Ausmaße des Kontaktbrückenträgers (10) vom zweiten, aus thermoplastischem Material bestehenden
Isolierstoffteil bestimmt sind und die darin ausgebildeten Fenster (14 ... 17) für die Kontaktbrükkenanordnung
mit rahmenartigen, die ersten Isolierstoffteile bildenden Auskleidungen (18 ... 21) aus
duroplastischignt Material ausgestattet sind.
2. Schütz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Kontaktbrückenträger (10) in jedes der
Fenster (14 ... 17) für die Kontaktbrückenanordnung eine gesonderte rahmenartige Auskleidung (18
... 21) aus duroplastischem Isolierstoff eingefügt, dort selbsthaftend oder einrastend gehalten und bei
Bedarf auswechselbar ist.
3. Schütz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus duroplastischem Isolierstoff bestehenden
Auskleidungen(18.. .21) in den Fenstern (14 ... 17) für die iContaktbrückenanordnung im Kontaktbrückenträger
(10) siillenw^se von dessen thermoplastischem
Isolierstoß unverlierbar umspritzt sind.
4. Schütz nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen, aus duroplastischem
Isolierstoff bestehenden rahmenartigen Auskleidungen (18 ... 23) in den Fenstern (14 ... 17) für
die Kontaktbrückenanordnung über Verbindungsstege miteinander verbunden sind und zusammen
ein einziges Montageteil bzw. ein einziges in das Werkzeug für den Kontaktbrückenträger einzulegendes
Einsatzteil bilden.
5. Schütz nach einem der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß von den aus duroplastischem
Isolierstoff bestehenden rahmenartigen Auskleidungen (18 ... 21) daran angeformte Trennwandungen
(29, 30) ausgehen, die in mit dem Kontaktbrückenträger (10) montierter Lage etwa senkrecht
zu dessen Erstreckungsebene zwischen den einzelnen Bereichen für die Kontaktbrücken und mit diesen
zusammenwirkenden Festkontaktstücken stehen.
6. Schütz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die rahmenartigen Auskleidungen
(18 ... 21) für die Fenster (14 ... 17) im Kontaktbrückenträger (10) andere Einfärbungen als
dieser Kontaktbrückenträger aufweisen.
7. Schütz nach einem der Ansprüche 1.2.4 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die rahmefHiftigen
Auskleidungen des Kontaklbrückenträgers in diesen in zwei zueinander um 180Winkclgradc verdrehte
Lagen einfügbar sind.
Die Erfindung bezieht sich auf ein elektromagnetisches Schütz mit einem beweglichen, sich aus wenigstens
einem lichtbogenfesten, der Halterung vcn Kontaktbrücken dienenden ersten Isolierstoffteil aus duroplastischem
Material und aus einem gute Gleiteigenschaften aufweisenden, als Gleitstück ausgebildeten
zweiten Isolierstoffteil aus thermoplastischem Material zusammensetzenden Kontakibrückenträger, in dessen
wesentlicher Erstreckungsebene Fenster zur federnden ίο Anordnung der Konlaktbrücken ausgebildet sind.
Notwendigerweise aus isolierendem Material bestehende bewegliche Kontaktbrückenträger in elektromagnetischen
Schützen sipH recht unterschiedlichen Belastungen
ausgesetzt, nämlich zunächst einmal mechanisehen Belastungen in ι ο ge der Erschütterungen beim
jeweiligen Schaltvorgang, wobei noch hinzukommt, daß die Kontaktbrückenträger innerhalb ihres Bewegungsspielraumes in aller Regel einer gewissen Führung bedürfen,
wodurch wenigstens stellenweise Reibungikräfte am Kontakibrückenträger angreifen; außerdem aber
sind die Kontaktbrückenträger auch thermischen Belastungen unterworfen, nämlich insbesondere im Bereich
der Kontaktbrücken und der damit zusammenwirkenden Festkontaktteile. Diese thermischen Beanspruchungen
wirken sich bereits beim Einschaltzustand des Schützes aus, wenn über die genannten Kontaktteile
höhere Ströme fließen, und sie werden - zwar nur kurzzeitig, jedoch ganz erheblich — verstärkt während
eines jeden Ausschaltvorganges, bei dem nämlich zwisehen den sich öffnenden Koniaktteilen ein Lichtbogen
auftritt. Diese Lichtbcgeneinwirkung ist um so mehr zu beachten, je höher die zu erwartenden Spannungen und
Ströme, die es zu schalten gilt, sind.
Entsprechend den geschilderten Belastungen ist nun die Wahl des Isolierstoffes für den Kontaktbrückenträger
zu treffen. Da eine Keramik-Ausführung für den Kontakibrückenträger infolge der auftretenden schlagartigen
Erschütterungen und der damit verbundenen Bruchgefahr praktisch nicht in Frage kommt, bietet sich
zunächst die Verwendung einsr KaU^reBmassc (beispielsweise
auf »Araldit«-Basis) an. welche gute thermische Eigenschaften aufweist, hinreichende Gleiteigenschaftcn
hat und — was bei der Konstruktion ebenfalls mit berücksichtigt werden muß — keinen oder höchstens
einen sehr geringen sogenannten Nachschwund zeigt. Als Nachschwund bezeichnet man diejenigen
maßlichen Veränderungen, denen ein Kunststoffteil nach einer Zeil der Ablagerung, insbesondere durch
Ausdünstungen, unterworfen ist. Derartige Kaltpreßmassen haben allerdings den sehr großen Nachteil, ungewöhnlich
teuer gegenüber anderen Isolierstoffen zu sein, so daß sich die Verwendung solcher Kaltpreßmassen
bei Schützen innerhalb eines bestimmten Leistungsund auch Preisniveaus praktisch verbietet.
Weitaus preisgünstiger gestalten sich Isolierstoffe mit duroplastischcn Eigenschaften. Diese vermögen den
auftretenden thermischen Belastungen durchaus in hinreichendem Maße standzuhalten, allerdings weisen diese
Materialien einen relativ großen Nachschwund, nümlieh
in der Größenordnung von 3% oder gar mehr, auf. Dieses führt leicht zu Maß- und Formveränderungen,
die nicht in jedem Falle vorausberechenbar sind, so daß
— will man eine größere Ausschußquote vermeiden diese Veränderungen bei der Bemessung angrenzender
b-> Teile berücksichtigt werden müssen. Außerdem kommt
hinzu, d;iU flic duroplaslisehcn Isolierstoffe keine günstigen
Gleileigcnschaftcn haben und somit nach einer lungeren
Dauer bzw. nach einer gewissen Anzahl von ab-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803030702 DE3030702C2 (de) | 1980-08-14 | 1980-08-14 | Elektromagnetisches Schütz mit einem beweglichen Kontaktbrückenträger |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19803030702 DE3030702C2 (de) | 1980-08-14 | 1980-08-14 | Elektromagnetisches Schütz mit einem beweglichen Kontaktbrückenträger |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3030702A1 DE3030702A1 (de) | 1982-03-11 |
| DE3030702C2 true DE3030702C2 (de) | 1984-08-09 |
Family
ID=6109573
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19803030702 Expired DE3030702C2 (de) | 1980-08-14 | 1980-08-14 | Elektromagnetisches Schütz mit einem beweglichen Kontaktbrückenträger |
Country Status (1)
| Country | Link |
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1980
- 1980-08-14 DE DE19803030702 patent/DE3030702C2/de not_active Expired
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Also Published As
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| DE3030702A1 (de) | 1982-03-11 |
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