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Kontaktfederbock für Relais mit Gehäuse-
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kappe Die Erfindung betrifft einen Kontaktfederbock nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1. Ein solcher Kontaktfederbock ist mit der auf den gleichen
Anmelder zurückgehenden DE-PS 28 17 o36 bekannt geworden. Wesen dieser bekannten
Ausführungsform ist, daß bei Bruch einer oder mehrerer der Kontaktfedern keine Störung,
insbesondere kein Kurzschluß, dadurch hervorgerufen werden kann, daß der abgebrochene
Teil der Kontaktfeder die anderen Kontaktfedern des Satzes berührt und kurzschließt.
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Hierzu war vorgesehen, daß jede Kontaktfeder des Kontaktfedersatzes
gegenüber der zugeordneten, anderen Kontaktfeder durch eine lediglich den Kontakt
gebenden Teil der Kontakt feder freilassende Zwischenwand abgekammert ist.
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Bei Bruch einer der Kontaktfedern verbleibt der abgebrochene Teil
somit in der dieser Kontakt feder zugeordneten Teilkammer. Es können somit keine
Kurzschlüsse oder andere Störquellen durch Berührung des abgebrochenen Teils mit
der oder den benachbarten Kontaktfedern auftreten.
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Bei der genannten Vorveröffentlichung war jedoch der Kontaktfederbock
in seiner Deckfläche so ausgebildet, daß er von oben die Kontakte abdeckte, wobei
der Kontaktfederbock in herkömmlicher Weise aus einem undurchsichtigen Kunststoffmaterial
besteht. Damit war es zwar möglich, den Kontaktzustand der einzelnen Kontaktfedersätze
von der Seite her zu betrachten, um eine Zustandskontrolle und eine Mitgangskontrolle
der einzelnen Kontaktfcdcrsätze zu gewährleisten. Es war jedoch nicht möglich, die
gleichen Kontrollen von oben her auszuführen, was vor allem bei Zwillingskontakten
erforderlich ist.
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die vor@@@gende Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, einen
Kontaktfederbock für Relais der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß unter
Beibehaltung der Vorteile der bekannten Lösung eine Zustands- und Mitgang-Kontrolle
der einzelnen Kontaktfedersätze von oben her möglich ist.
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Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß die Gehäusekappe mindestens in ihrem die Kontaktkammern abdeckenden Teil aus
einem durchsichtigen Kunststoffmaterial besteht und die Kontaktkammern nach oben
hin dicht abschließt.
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Wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung ist nun, daß die bei
dem älteren Patent 28 17 o36 vorhanden gewesene Deckfläche des Kontaktfederbocks
entfällt, so daß die einzelnen Kontaktkammern nach oben hin geöffnet sind, sofern
keine Gehäusekappe aufgesteckt ist. Erst mit Aufstecken der Gehäusekappe werden
die für die Abkammerung nach oben erforderlichen Deckflächen durch die Gehäusekappe
selbst bereitgestellt. Dadurch, daß die Gehäusekappe durchsichtig ist, ist es nun
möglich, den Kontaktzustand der einzelnen Kontaktfedersätze in ihren Kontaktkammern
genauestens von oben und von den Seiten zu beobachten.
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Die obere Abdeckung der einzelnen Kontaktkammern wird also nicht mehr
durch den Kontaktfederbock selbst bewerkstelligt, sondern durch die den Kontaktfederbock
abdeckende Gehäusekappe unter Beibehaltung der erhöhten Luft- und Kriechstrecken
zu den benachbarten Kontaktsystemen.
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In einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, daß
die Gehäusekappe mit ihrer Deckfläche unmittelbar dicht über der oberen Stirnseite
des Kontaktfederbocks angeordnet ist.
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Eine zweite Ausführungsform sieht vor, daß die Deckfläche der Gehäusekappe
im Abstand über der oberen Stirnseite des Kontaktfederbocks angeordnet ist.
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Um trotzdem die erforderliche Abkammerung der einzelnen Kontaktkammern
nach oben zu erreichen, ist dann vorgesehen, daß sich die Wände der Kontaktkammern
des Isolierbocks durch entsprechend zugeordnete und mit diesen Wänden fluchtende
und ineinander eingreifende Längs- und Querwände in die Gehäusekappe fortsetzen.
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In einer Ausführungsform nach der Erfindung ist dann beispielsweise
vorgesehen, daß an der Unterseite der Deckfläche der Gehäusekappe eine Längswand
und von dieser senkrecht ansetzende Querwände angeformt sind, und daß die Längswand
der Gehäusekappe mit der Längswand des Kontaktfederbocks und die Querwände der Gehäusekappe
mit den Querwänden des Kontaktfederbocks verzahnend ineinander greifen. Die beschriebene
Formgebung bezieht sich darauf, daß man vier voneinander getrennte Kontaktkammern
bei einem Relais der erfindungsgemässen Art vorsieht. Es ist jedoch möglich, jede
andere Zahl von Kontaktkammern durch entsprechende Abkammerung der einzelnen Kontaktfedersätze
her zu stellen. Hierbei wird bevorzugt, wenn die mittlere Längstrennwand nicht nach
oben geführt ist, weil sonst der Blick-Einfallswinkel in die-beiden Kontaktkammern
beeinträchtigt ist.
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Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht
nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination
der einzelnen Patentansprüche untereinander.
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Alle in den Unterlagen offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere
die in den Zeichnungen dargestellte, räumliche Ausbildung 1werden als erfindungswesentlich
beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik
neu sind.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg
darstellende Zeichnungen näher erläutert.
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Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche
Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
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Es zeigen: Figur 1: Seitenansicht eines Kontaktfederbocks mit im Längsschnitt
geschnittener Gehäusekappe-Figur 2: Seitenansicht der Gehäusekappe nach Figur 1,
Figur 3: Draufsicht in Pfeilrichtung III nach Figur 1 mit teilweiser Darstellung
der Kontaktfedersätze.
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In Figur 1 ist ein Kontaktfederbock 1 dargestellt, bei dem jeweils
in einer Reihe eine passive Kontaktfeder 4 und eine aktive Kontaktfeder 5 angeordnet
sind und insgesamt zwei parallele derartige Kontaktfedersätze 2.
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Jede Kontaktfeder 4,5 ist in einer separaten Kammer angeordnet, wo
beispielsweise in der Figur 1 die rechte passive Kontaktfeder 4 in einer Kammer
angeordnet ist, die aus Querwänden 7 gebildet ist und aus einem Teil einer mittleren
Längswand 6, sowie aus einem Teil der - der besseren übersichtlichkeit halber geschnitten
dargestellten - Gehäusekappe 8. Die Gehäusekappe 8 ist auf den gesamten Kontaktfederbock
1 von oben aufsetzbar und mit diesem verrastbar, wie anhand der Figuren 2 und 3
noch später erläutert wird.
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Die linke,neben der rechten Kontaktfeder 4 im Kontaktfederbock 1 angeordnete,
aktive Kontaktfeder 5 ist
wiederum in einer separaten Kammer angeordnet,
die wiederum aus Zwischenwänden 7,7a bzw. 7c einerseits und andererseits aus einem
Teil der mittleren Längswand sowie aus einem Teil der nicht dargestellten Gehäusekappe
8 gebildet ist.
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Die in Figur 3 nur teilweise dargestellten, parallel geführten Kontaktfedersätze
sind jenseits der Längswand 6 vollständig von den diesseits der Längswand 6 liegenden
Kontaktfedersätzen getrennt. Die Längswand 6 hat also keine Durchbrechungen.
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Um aber eine gemeinsame Betätigung dieser rechts und links der mittleren
Längswand 6 liegenden Kontaktfedersätze zu gewährleisten, muß das gemeinsame Betätigungsglied
3 in der Form einer Gabel mit zwei Zinken ausgebildet sein. Das Betätigungselement
3 durchgreift mit geringem Spiel die Querwände 7,7a , 7c, ohne daß dabei die mittlere
Längswand 6 unterbrochen wird. Die gemeinsame Betätigung der rechts und links der
Längswand 6 angeordneten Kontaktfedersätze erfolgt dadurch, daß jedem Kontaktfedersatz
ein Betätigungsstab 13 zugeordnet ist, der mit zumindest teilweise an den Kontaktfedern
4,5 anliegenden Nocken 11,12 versehen ist. Es sind also insgesamt zwei Betätigungsstäbe
13 vorhanden, von denen nur einer in Figur 1 dargestellt ist. Die in Form einer
zweizinkigen Gabel ausgebildeten Betätigungsstäbe 13 sind an ihrer zur Antriebsseite
hin gewandten Stirnseite über eine Betätigungsnocke 10 miteinander verbunden.
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An dieser Betätigungsnocke 10 greift das nicht näher dargestellte
Antriebssystem des Relais an.
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Die Nocken 11,12 sind so angeordnet, daß die aktiven Kontaktfedern
5 bei Betätigung der Betätigungsnocke 10 in Pfeilrichtung 23 sowie in Gegenrichtung
hierzu mitgenommen werden und die Kontaktfedern 4 stehen hierbei still. Kommt es
zu der vorher beschriebenen Störung, beispielsweise durch Verschweissen der aktiven
und passi-
ven Kontaktfedern 4,5 in Figur 1 rechts, dann verharrt
das Betätigungselement 3 in seiner dort eingenommenen Lage, so daß eine Schaltung
der anderen Kontakte im Störungsfall vermieden wird.
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Die Betätigungsstäbe 13 werden durch eine gemeinsame, nicht näher
dargestellte Rückstellfeder 17 zurückgestellt oder auch durch die Federkraft der
Kontaktfedersätze selbst.
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Wie eingangs erläutert wurde, sind die einzelnen Kammern für die aktiven
und passiven Kontaktfedern nach oben zur Stirnseite des Kontaktfederbocks 1 geöffnet.
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Es werden hierdurch Kontaktkammern 14-17 gebildet, deren oberer Abschluß
durch die auf dem Kontaktf ederbock 1 aufzusteckende Gehäusekaspe 8 gebildet ist.
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Die Gehäusekappe 8 ist durchsichtig und daher kann durch die Deckfläche
24 der Gehäusekappe 8 eine Zustandskontrolle der aktiven und passiven Kontaktfedern
4,5 des Relais mit einem gewissen Blickeinfallswinkel vorgenommen werden.
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Zur Abkammerung der einzelnen Kontaktkammern 14,15, 16,17 sind an
der Unterseite der Deckfläche 24 eine Längswand 19 und von dieser senkrecht ansetzende
Querwände 20,21 angeformt. Die Längswand 19 der Gehäusekappe 8 fluchtet mit der
Längswand 6 des Kontaktfederbocks 1, während die Querwände 20,21 der Gehäusekappe
8 mit den Querwänden 7,7a des Kontaktfederbocks 1 ebenfalls fluchten und nahe aneinander
anliegen.
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Zur Halterung der Gehäusekappe 8 am Kontaktfederbock 1 sind an den
beiden gegenüberliegenden Seitenwänden einander gegenüberliegende Führungsnuten
22 vorgesehen, in welche der nicht näher dargestellte Eisenkern des Relais eingreift.
Zusätzlich sind an den beiden gegenüberliegenden Seitenflächen der Gehäusekappe
8 in ans ich bekannter Weise
einander gegenüberliegende Rastungen
25 vorgesehen, in welche zugeordnete, nicht näher dargestellte, Vorsprünge des Kontaktfederbocks
1 eingreifen.
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Statt der beschriebenen Ausführungsform können auch die Längswand
19 und die Querwände 20,21 entfallen und die Deckfläche 24 kann unmittelbar über
der oberen Stirnseite des Kontaktfederbocks 1 zur Anlage kommen.
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ZEICHNUNGS-LEGENDE 1 Kontaktfederbock 2 Kontaktsatz 3 Betätigungsglied
4 passive Kontaktfeder 5 aktive Kontaktfeder 6 Längswand 7 Querwand 7a, 7c Längswand
8 Gehäusekappe 9 Kammer 10 Betätigungsnocke 11 Nocke 12 Nocke 13 Betätigungsstab
14 Kontaktkammer 15 Kontaktkammer 16 Kontaktkammer 17 Kontaktkammer 19 Längswand
20 Querwand 21 Querwand 22 Führungsnut 23 Pfeilrichtung 24 Deckfläche 25 Rastung
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