DE30277C - Verfahren zur Herstellung von Schnureinlagen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von SchnureinlagenInfo
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- DE30277C DE30277C DENDAT30277D DE30277DA DE30277C DE 30277 C DE30277 C DE 30277C DE NDAT30277 D DENDAT30277 D DE NDAT30277D DE 30277D A DE30277D A DE 30277DA DE 30277 C DE30277 C DE 30277C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B35/00—Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for
- D05B35/06—Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for for attaching bands, ribbons, strips, or tapes or for binding
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05D—INDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES D05B AND D05C, RELATING TO SEWING, EMBROIDERING AND TUFTING
- D05D2303/00—Applied objects or articles
- D05D2303/08—Cordage
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Eatentirt im Deutschen Reiche vom 18. Mai 1884 ab.
Schnureinlagen wurden bis jetzt bei Weifsnäharbeiten ausschliefslich mittelst eines eigenen
Nähmaschinen-Apparates, dem Schnureinnäher, hergestellt. Bei diesem Verfahren liegen die
Schnureinlagen stets erhaben über dem Stoff. Beim Plätten werden die Einlagen durch den
Druck des Plätteisens niedergedrückt, so dafs dieselben unförmliche Streifen bilden, wodurch
die an den beiden Seiten der Schnureinlage befindlichen Nähte verdeckt werden. Je mehr
Schnureinlagen es sind und je dichter dieselben an einander liegen, desto unansehnlicher wird
die Arbeit durch das Plätten.
Eine ähnliche Unvollkommenheit zeigt sich bei den nach dem gewöhnlichen Verfahren hergestellten
Steppnähten in feinen Stoffen. Die Nähte liegen oben auf dem Stoff und die Arbeit hat infolge dessen kein schönes Ansehen.
Nach dem neuen Verfahren wird der zu verarbeitende Stoff (Leinen, Shirting etc.) vorerst
mit einer möglichst fetthaltigen Seife vollständig ausgewaschen und nach dem Trocknen
wieder glatt gestrichen. Bei sehr feinen Arbeiten ist dieses Präpariren unerläfslich. Bei Schnureinlagen
in weniger feinen Stoffen kann das Auswaschen wegbleiben.
Bei Herstellung von Steppnähten wird, nachdem der Stoff auf die übliche Weise mit dem
Futter oder den Unterlagen zusammengenäht worden ist, an der Stelle, wo eine Steppnaht
zu machen ist, ein Faden aus dem Gewebe gezogen, hierauf die Arbeit unter die Nähmaschine
gebracht und die Steppnaht genau an der Stelle angebracht, wo ein Faden aus dem Gewebe entfernt wurde. Bei diesem Verfahren
kann die Steppnaht vollständig in das Gewebe hineindringen, so dafs sie fast auf das Niveau
der Fäden des Gewebes zu liegen kommt. Durch diese Lage der Naht wird dieselbe bedeutend
effectvoller als bei dem .gewöhnlichen Verfahren, da die einzelnen Stiche sich ohne
Ausnahme in grofser Deutlichkeit und Regelmäfsigkeit
zeigen.
Bei Weifsnäharbeiten mit Schnureinlagen kommt die in Zeichnung dargestellte Nadel in
Anwendung.
Diese Nadel besteht aus einem Stück runden Stahldrahtes von verschiedener Länge und Dicke.
Für die Länge ist die Gröfse der Arbeit mafsgebend, d. h. für einen zu verarbeitenden Stoff
von ca. 40 cm Länge wird eine Nadel von ca. 50 cm verwendet. Die Dicke bezw. Feinheit
der Nadel mufs der zur Verwendung kommenden Einlageschnur entsprechend sein. Für eine feinere Schnur wird eine feinere Nadel
und umgekehrt für eine gröbere Schnur auch eine gröbere Nadel verwendet.
An einem Ende der Nadel befindet sich ein längliches Oehr von Y2 bis 2 cm Länge. Die
Länge dieses Oehres mufs der Dicke der einzunähenden Schnur entsprechend sein. Für
eine gröbere Schnur ist eine Nadel mit einem längeren Oehr erforderlich. Beim Einfädeln
wird die Schnur an einem Ende recht breit gedrückt. An dem dem Oehr entgegengesetzten
Ende der Nadel befindet sich eine aus Metall, Glas oder einer anderen Masse bestehende
Kugel von Y2 bis 1 cm Durchmesser, welche
zum Führen bezw. Zurückziehen der Nadel dient.
Bei Weifsnäharbeiten mit Schnureinlagen wird folgendermafsen verfahren:
Bei sehr feiner Arbeit wird der Stoff vorerst mit sehr fetter Seife tüchtig ausgewaschen und
dann nach dem Trocknen wieder glatt gestrichen. Nachdem Futter und Stoff auf gewöhnliche
Weise zusammengenäht worden sind, wird an der Stelle, wo je eine der die Schnur einzuschliefsenden zwei Nähte zu liegen kommt,
ein Faden und in einer der Dicke der Schnur genau entsprechenden Entfernung ein zweiter
Faden aus dem Stoff gezogen und dann genau an Stelle der entfernten zwei Fäden eine Steppnaht
angebracht. Nun wird die Nadel zwischen den zwei Nähten und Stoff und Futter hindurchgeführt,
bis das Nadelöhr am entgegengesetzten Ende zum Vorschein kommt, die Schnur behufs leichteren Einfädeins an einem
Ende etwas breit gedrückt, ins Nadelöhr eingefädelt und hierauf die Nadel, die am runden
Knopfe festgehalten wird, wieder zurückgezogen. Die eingefädelte Schnur folgt der Nadel zwischen
den zwei Nähten und wird so weit herausgezogen, dafs sie am anderen Ende des Stoffes noch ein wenig vorsteht. Die , Schnur
wird alsdann an beiden Seiten hart am Stoff abgeschnitten, und eine Schnureinlage ist fertig.
Bei diesem Verfahren kommen die Schnureinlagen nicht über oder auf dem Stoff, sondern
vielmehr in dem Stoff vertieft zu liegen, und die zwei die Schnur einschliefsenden Nähte
zeigen sich, wenn die Arbeit auch noch so oft gewaschen und geplättet wird, stets deutlich
vom ersten bis zUm letzten Stich. Dadurch gewinnen Weifsnäharbeiten mit Schnureinlagen
ganz bedeutend an Regelmäfsigkeit und Schönheit.
Zu solchen Arbeiten sollten indessen nur feinstes Garn und Nähmaschinen mit sehr feinem,
sogenanntem Perlstich verwendet werden. Nähmaschinen, die schräge Nähte machen, sind
untauglich, da die Arbeit an Feinheit und Regelmäfsigkeit verliert.
Bei ganz gewöhnlicher Arbeit kann das Ausziehen von Fäden aus dem Stoffe wegbleiben.
Es werden einfach in einer für die Dicke der Schnur entsprechenden Entfernung zwei Nähte
gemacht und die Schnur nach der angegebenen Weise mit der Nadel zwischen beiden Nähten
hindurchgezogen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Schnureinlagen, darin bestehend, dafs aus dem Stoff zwei Fäden gezogen werden, an deren Stelle Steppnähte treten, so dafs in den entstandenen Schlauch die Schnureinlage mittelst der in der Zeichnung dargestellten Nadel eingeführt werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE30277C true DE30277C (de) |
Family
ID=306411
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT30277D Expired - Lifetime DE30277C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schnureinlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE30277C (de) |
-
0
- DE DENDAT30277D patent/DE30277C/de not_active Expired - Lifetime
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