DE302001C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H73/00—Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism
- H01H73/60—Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism cartridge type, e.g. screw-in cartridge
- H01H73/64—Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism cartridge type, e.g. screw-in cartridge having only electromagnetic release
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 302001-KLASSE 21 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Dezember 1916 ab.
Die Erfindung betrifft einen selbsttätigen Uberstromschalter in Form eines SicherungsstöpselSj
zwischen dessen Schaltkontakte sich isolierende Stücke legen, um den öffnungsfunken
abzuschneiden. Gemäß der Erfindung überdecken die isolierenden Stücke in der Ausschaltstellung
vor dem Ende des beweglichen Schaltkontaktes einander, so daß der Schaltkontakt erst dann wieder in die Kontaktlage
ίο gebracht werden kann, nachdem die isolierenden
Stücke durch äußeren Eingriff entfernt worden sind. Dieser äußere Eingriff kann .aber infolge der Bauart der Patrone nur nach
deren Entfernen aus ihrem Halter erfolgen.
Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß der Stromkreis nicht geschlossen werden kann,
bevor die Sicherungspatrone wieder bereit ist, denselben im Notfall sofort von neuem zu
öffnen. ..
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt mit der Sicherungspatrone
im Längsschnitt, und zwar zeigt
Fig. ι die Patrone bei geschlossenem Stromkreis,
und Fig. 2 bei geöffnetem Stromkreis.
Die Sicherungspatrone besteht aus einem Körper α aus Isolationsstoff, beispielsweise Porzellan,,
der am einen Ende in bekannter Weise
mit metallbeschlagenem Gewinde δ und Polkontakt c versehen ist. Die äußere Form entspricht
im wesentlichen der üblichen Sicherungspatrone.
In einer mittleren .Höhlung d des Körpers a
ist ein in der Längsrichtung verschiebbarer kolben- oder stangenförmiger Teil β angebracht,
der an dem dem Kontakt c zugekehrten Ende zweckmäßig mit einer Zuschärfung f versehen
ist, die einer entsprechend gestalteten Fläche g (Fig. 2) am Kontakt c angepaßt ist. Die
Teile f und g bilden also die Schaltkontakte des Apparates.
Die Stange e steht unter der Einwirkung einer zwischen einem Ansatz in der Höhlung ä
und einer an der Stange e befestigten Scheibe * o. dgl. eingespannten Schraubenfeder k, die, die
Stange e aus der Berührung mit der Fläche g zu ziehen strebt.
Für gewöhnlich wird die Stange e gegen die Fläche g durch eine in einen Einschnitt h der
Stange e greifende federbelastete Sperrklinke I gepreßt, die aus dem einen Arm eines um
einen Zapfen m drehbaren Winkelhebels besteht, dessen anderer Arm η gelenkig mit einer
längsverschiebbaren Stange 0 verbunden ist. Die Stange 0 wird an ihrem freien Ende mittels
eines um einen Zapfen u drehbaren Hebels ν vom Anker r eines Solenoids s beeinflußt,
das in eine Leitung t geschaltet ist, die die Metallhülle des Gewindes b z. B. mit dem
Zapfen nt verbindet. Wenn also die Stange e an der Fläche g anliegt, fließt der Strom von
der Hülle b durch den Apparat und den Kontakt c. Die Höhlung der Sicherungspatrone
wird mit einem isolierenden Deckel χ geschlossen, den die Stange e durchsetzt, so daß diese
von außen mittels eines Knopfes j> erreichbar
ist.
Neben der Fläche g sind elektrisch isolierende Sperrstücke y angeordnet, die an dem
einen Arm 3 je eines um je einen Zapfen ζ drehbaren Hebels befestigt sind, dessen anderer
Arm 2 entweder selbst aus einer Feder besteht oder federbelastet ist, derart, daß die
Stücke y gegen die Stange e gepreßt sind, wenn deren Zuschärfung f mit der Fläche g
in Berührung steht. Wird die Stange e von der Fläche g hinweggezogen, so werden die'
Stücke y durch die federbelasteten Arme 2 an den Flächen der Zuschärfung f entlang zum
Gleiten gebracht, wodurch Funkenbildung oberhalb der Stücke y ausgeschlossen wird. Ist
die Stange e so weit entfernt worden, daß die Stücke y unter der Einwirkung der Arme 2 sich
vor der Fläche g bis zur Berührung genähert haben, so verhindern sie das Zurückführen der
Stange e mit dem Kontakt f bis an den Kontakt c. '
Die freien Enden der Arme 2 reichen aus der Patrone nur an deren innerem Ende
innerhalb des Patronenhalters hinaus; daher muß die Patrone zunächst aus ihrem Halter
geschraubt werden, ehe die Stücke y mittels
ao der hinausragenden Enden der Arme 2 voneinander getrennt werden können, damit die
. Stange e mittels des Knopfes φ in die Stromschlußlage
zurückgeführt werden kann.
Um zu verhindern, daß die Stange e durch äußere Gewalt unter Hinwegdrücken der Teile y
in Kontakt mit der Fläche g gebracht werden kann, überdecken diese Teile bei offenem Stromkreis
einander ein wenig, derart, daß sie nicht durch Eindringen der Zuschärfung f voneinander
getrennt werden können (Fig. 2)..
Wenn die Vorrichtung unter allen Umständen die Anforderungen an eine selbsttätige
Sicherungspatrone erfüllen soll, muß die Leitung t in bekannter Weise so bemessen sein,
daß sie schmilzt, wenn die Stromstärke die zugelassene Höchstgrenze überschreitet und die
oben beschriebene mechanische Vorrichtung infolge eines zufälligen Fehlers nicht wirkungsbereit
ist.
Claims (2)
1. Selbsttätiger Überstromschalter in Form eines Sicherungsstöpsels, zwischen dessen
Schalt kontakte sich isolierende Stücke legen, dadurch gekennzeichnet, daß die isolierenden
Stücke (y) in der Ausschaltstellung vor dem Ende des beweglichen Schaltkontaktes
(f) einander überdecken, so daß dieser (f) erst wieder in die Kontaktlage
gebracht werden kann, nachdem die isolierenden Stücke (y) durch äußere Kraft
entfernt worden sind.
2. Selbsttätiger Überstromschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die isolierenden Stücke (y) mit hebelartigen Vorsprüngen (2) verbunden sind, deren
aus der Patrone herausragende freie Enden bei eingeschraubter Patrone innerhalb des
Halters abgeschlossen liegen, zum Zwecke, die Patrone aus ihrem Halter entfernen
zu müssen, ehe die Isolierstücke voneinander entfernt werden können.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1856216A GB108998A (en) | 1916-12-28 | 1916-12-28 | Improvements in Automatic Cut-outs for Electric Circuits. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE302001C true DE302001C (de) |
Family
ID=32484192
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT302001D Active DE302001C (de) | 1916-12-28 |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE302001C (de) |
| FR (1) | FR484079A (de) |
| GB (1) | GB108998A (de) |
| NL (1) | NL3119C (de) |
-
0
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1916
- 1916-12-28 GB GB1856216A patent/GB108998A/en not_active Expired
-
1917
- 1917-01-04 FR FR484079D patent/FR484079A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL3119C (de) | |
| GB108998A (en) | 1917-08-30 |
| FR484079A (fr) | 1917-08-30 |
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