DE213688C - - Google Patents

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DE213688C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/14Electrothermal mechanisms
    • H01H71/20Electrothermal mechanisms with fusible mass
    • H01H71/205Electrothermal mechanisms with fusible mass using a ratchet wheel kept against rotation by solder

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  • Fuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c. GRUPPE
SIEMENS'& HALSKE AKT.-GES. in BERLIN.
Gegenstand der Erfindung ist eine Sicherung für Fernsprechanlagen oder andere Schwachstromleitungen, bei der durch leicht schmelzendes Lot verbundene Teile unter Einwirkung einer Feder eine Drehbewegung gegeneinander ausführen können, sobald eine die zusammengelöteten Teile umgebende Heizrolle derartig starken Strom empfängt, daß das Lot durch deren Wärmewirkung schmilzt. Bei der Bewegung erfolgt dann die Unterbrechung des zu sichernden Stromkreises. Soweit derartige oder ähnliche Einrichtungen für Sicherungen bis jetzt vorgeschlagen worden sind, hatten sie den Nachteil, daß entweder das Lot durch die Bewegung der Sicherungsteile zwischen diesen herausgedrängt wurde, oder daß die ganze Einrichtung nicht einfach genug war, um einen dauernd sicheren Betrieb damit zu gewährleisten.
Gemäß der Erfindung wird eine Sicherung der oben bezeichneten Art in ihrem Halter so befestigt, daß beim Schmelzen des Lotes der bewegbare Teil durch den Druck der Feder in eine mit Bezug auf den Drehwinkel zur Anfangsstellung symmetrische Endstellung bewegt wird. Die Sicherung läßt sich dann durch einfaches Umkehren in ihrem Halter unter gleichzeitigem Anspannen der Feder wieder in die gebrauchsfähige Stellung versetzen; sie ist also dauernd verwendbar.
Es hat sich bei den neuen Sicherungen als ein Nachteil herausgestellt, der übrigens auch bei den bekannten Sicherungen in Erscheinung tritt, daß die gegenseitige Bewegung der Sicherungsteile nur sehr langsam erfolgt und zuweilen nicht weit genug durchgeführt wird, um den Zweck in wünschenswerter Weise zu erreichen. Dies kann gemäß dem weiteren Ausbau der Erfindung dadurch vermieden werden, daß, sobald der bewegbare Sicherungsteil einen geringen Teil seines Weges vollendet hat, ein Stromkreis geschlossen wird, der einen kräftigen, besonders stark erwärmenden Strom durch die Heizrolle führt. Auf diese Weise wird die ■ energische Weiterhewegung des bewegbaren Sicherungsteiles bis in die den zu" sichernden Stromkreis mit Sicherheit unterbrechende Stellung bewirkt.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der neuen Sicherung dargestellt. Fig. I ist eine Seiten-, Fig. 2 eine Vorderansicht einer Sicherung, die mittels einer von der Heizrolle umschlossenen Achse in dem Sicherungshalter befestigt ist, während die Fig. 3 und 4 in Seitenansicht und Längsschnitt zwei Ausführungsformen zeigen, bei denen das Sicherungsgehäuse mit dem Halter fest verbunden ist. Fig. 5 zeigt eine Einrichtung zur Einschaltung eines Hilfsheizstromkreises.
Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Sieherung sind zwei längliche Fiberplatten α nahe ihren Enden durch metallene Bolzen b und c verbunden, von denen der letztere hohl ist und in seinem Innern einen Achsbolzen d aufnimmt, mit dem er für gewöhnlich durch leichtschmelzendes Lot fest verbunden ist. An ■ beiden Enden trägt dieser Achsbolzen vierkantige Kopfplatten e, die in entsprechende Ausschnitte des Sicherungshalters/" passen und zur Befestigung der Sicherung dienen. Um
den hohlen Bolzen c ist der Heizdraht g gewickelt, dessen eines Ende an den Bolzen b, dessen anderes an das eine der beiden Vierkante e' angelötet ist. Die Kopfplatten e müssen beim erstmaligen Einlöten des Bolzens d zu den Seitenplatten α der Sicherung so eingestellt sein, daß die Sicherung nach dem Einsetzen in den Halter die in Fig. ι in ausgezogenen Linien dargestellte Lage einnimmt. Gegen den unteren Bolzen b stützt sich dann eine Kontaktfeder h, die bestrebt ist, die Sicherung in die strichpunktiert gezeichnete Stellung zu drehen. Die Enden der zu sichernden Leitung sind an den Siche-.rungshalter / und die Kontaktfeder h angeschlossen. Der Strom geht dabei über den Halter, die vierkantigen Kopfplatten e und den Bolzen d, die Heizrolle g, den Bolzen b und die Kontaktfeder h. Ist der Strom zu stark, so erwärmt er die Heizrolle, so daß das Lot zum Schmelzen kommt und die starre Verbindung zwischen dem Bolzen d und dem hohlen Bolzen c sich löst. Die Kontaktfeder h kann jetzt die Sicherung drehen, bis sie in die strichpunktierte Lage kommt, in der sich ein an der Feder befestigtes Fiberplättchen i vor den Bolzen b schiebt und so die Leitung unterbricht. Da die beiden Lagen der Sicherung im Verhältnis zu der Stellung der Kopfplatten e symmetrisch sind, ist es möglich, durch einfaches Herausnehmen der Sicherung aus dem Halter und umgekehrtes Wiedereinsetzen dieselbe in den alten Zustand zu versetzen und den Stromkreis wieder zu schließen. Man kann die Sicherung mit einem Schutzgehäuse umgeben, das sich an die beiden Seitenplatten α anschließt und entweder nur den oberen, die Heizrolle enthaltenden . Teil der Sicherung schützt oder gänzlich um diese herumgeführt ist. Im letzteren Falle muß ein Ausschnitt für den Durchtritt der Feder h vorgesehen sein.
Bei den in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsformen von Sicherungen ist die Heizrolle g von einem Gehäuse k beliebiger Gestalt, das zweckmäßig aus isolierendem Material gefertigt ist, umgeben und mittels dieses Gehäuses an dem Sicherungshalter f befestigt. Die Heizrolle ist um einen hohlen Spulenträger / gewickelt, der in seinem Innern einem für gewöhnlich durch Lot festgehaltenen Zapfen m (Fig. 3) oder einem quadratisch gebogenen Drahte η (Fig. 4) einen Drehpunkt bietet. Das eine Ende der Heizrolle ist an den Spulenträger angeschlossen und durch das Lot mit dem Zapfen m oder Drahtbügel η verbunden, während das andere Ende an zwei an dem Gehäuse k angeordnete Kontakte angeschlossen ist, von denen je einer mit dem Sicherungshalter f in Berührung tritt. Auch kann unter Nichtbenutzung des Sicherungshalters der Anschluß der Heizrolle an die zu sichernde Leitung durch besondere Kontakte erfolgen. Der Zapfen m (nach Fig. 3) trägt an seinem Ende einen Hebel 0, der gegen einen federnden Kontakt h anliegt, der in gleicher Weise wie der in Fig. 1 und 2 dargestellte Kontakt wirkt, jedoch kein Fiberplättchen zu tragen braucht, da bei der Bewegung des Hebels beim Schmelzen des Lotes die Kontaktfeder von dem Hebelende in die strichpunktiert gezeichnete Stellung (Fig. 3) abspringt. Die Einrichtung der Kontaktfeder ist bei Verwendung des Drahtbügels nach Fig. 4 dieselbe. Da die beiden Stellungen des Hebels m oder Bügels η vor und nach dem Schmelzen des Lotes symmetrisch zueinander sind, kann man durch Umdrehen der Sicherung im Halter den Bügel wieder in Berührung mit dem federnden Kontakt h bringen.
Man richtet den Bügel η zweckmäßig so ein, daß seine Enden innerhalb des Spulenträgers I ein Stück voneinander entfernt sind, und auf diese Weise zwischen ihnen eine Kammer gebildet wird, die eine gewisse Menge Lot aufnehmen kann. Damit der Bügel durch das Lot leichter festgehalten wird, kann man seine Enden flachdrücken oder sonstwie unrund gestalten. Ebenso kann der in dem Spulenhalter mit Lot befestigte Zapfen m in beliebiger Weise gestaltet sein, so daß er dem Lot eine bessere Angriffsfläche bietet.
In Fig. 5 ist eine ähnlich Fig. 3 gestaltete Sicherung dargestellt, bei der das Sicherungsgehäuse k dreieckige Gestalt besitzt und mit einem wie in Fig. 4 gebogenen Drahtbügel η versehen ist. Gegen diesen legt sich in gespanntem Zustande die Feder h mit einem Kontaktplättchen p. Sobald der Bügel beim Schmelzen des Lotes nahezu in die Endstellung (nach links) bewegt worden ist, gleitet er auf ein neben dem Kontaktplättchen f befestigtes Plättchen i aus isolierendem Material auf. Parallel mit der Kontaktfeder h ist eine zweite Feder q angeordnet, welche an die mit ihrem anderen Pol mit dem Sicherungshalter/ in Verbindung stehende Batterie B angeschlossen ist. Sobald sich der Bügel η ein Stück seines Weges bewegt hat, stößt er gegen die Feder q und schließt so einen Batteriestromkreis, der eine kräftigere Erwärmung der Heizrolle bewirkt und gleichzeitig einen Wecker s zum Ertönen bringt, der die Leitungsunterbrechung durch die Sicherung anzeigt. Während der zu sichernde Stromkreis unterbrochen wird, sobald der Bügel η mit dem Rand des Plättchens i in Berührung kommt, bleibt die Heizrolle noch unter Strom und läßt den Bügel der Sicherheit halber noch ein Stück weiterschieben, bis die Feder q mit einem Kontaktstift t den Sicherungshalter/ berührt und so die Heizrolle kurzschließt. Die
Feder h muß bei einer derartigen Einrichtung wesentlich kräftiger als die Feder q sein.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Sicherung mit Heizrolle für Fernsprechanlagen oder andere Schwachstromleitungen, bei der durch leichtschmelzendes Lot verbundene Teile bei dessen Schmelzen unter der Einwirkung einer Feder eine Drehbewegung gegeneinander ausführen, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegbare Teil der Sicherung beim Schmelzen des Lotes in eine derartige Stellung bewegt wird, daß er die ursprüngliche Lage wieder einnimmt, sobald man die Sicherung, um sie von neuem gebrauchsfähig zu machen, in ihrem Halter umkehrt, zum Zwecke, durch die bei den verschiedenen Sicherungsvorgängen hin und her gehenden Be-
  2. 2.) wegungen eine möglichst geringe Verschiebung des Lötzinnes zu erreichen.
    2. Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der beim Schmelzen des Lotes bewirkten Bewegung eine Schaltung ausgeführt wird, durch welche die Stromstärke in der Heizrolle verstärkt wird, zum Zwecke, eine raschere und sicherere Stromkreisunterbrechung zu bewirken.
  3. 3. Sicherung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der beim Schmelzen des Lotes bewirkten Bewegung eine Schaltung ausgeführt wird, welche die Heizrolle nach vollendeter Stromkreisunterbrechung kurzschließt.
  4. 4. Sicherung nach Anspruch 1 und 2 mit einer die Leitungsunterbrechung anzeigenden Signaleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Signaleinrichtung in dem zur Verstärkung des Heizrollenstromes geschlossenen Hilfsstromkreise angeordnet ist.
    Hierzu ι Blatt Zeicnnungen.
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