DE301019C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C5/00—Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
- G03C5/26—Processes using silver-salt-containing photosensitive materials or agents therefor
- G03C5/40—Chemically transforming developed images
- G03C5/46—Toning
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 301019 KLASSE 57b. GRUPPE
MIMOSA, AKT.-GES. in DRESDEN.
Verfahren zur Tonung photographischer Silberbilder.
Verfahren zur Tönung photographischer Silberbilder mittels Selens sind mehrere bekannt.
Die Brauntonung nach der Patentschrift 238513 benutzt eine Auflösung von
5' »metallischem« Selen in einer wäßrigen starken Schwefelalkali lösung zur Tonung, d. h. zur
Umwandlung des Silbers des Bildes in violettbraun bis rotbraun oder violettrot gefärbtes
Selensilber. Die Patentschriften 280679 und
ίο 296009 verwenden zu dem gleichen Zweck Salze selenhaltiger Thiosäuren in Mischung
mit Sulfiten und unter Hinzufügung von, Thiosulfaten. Das erstgenannte Bad hat sich
als recht brauchbar erwiesen; aber seine stark alkalische Reaktion ist zweifelsohne in manchen
Fällen ein Nachteil, ebenso wie seine ■ höchst energische Wirkung, welche nur
schwierig gehemmt werden kann, so daß die Antonung von Entwicklungsbiklern nicht
leicht ist, und die Tonung von Auskopierbildern in goldtonähnlichen Tönen kaum durchführbar
ist. Die Bäder nach den beiden zweitgenannten Patentschriften lassen diese Verwendung zwar zu, aber ihre Zusammen-Setzung
ist recht kompliziert, und das Ausgangsmaterial, die selenhaltig«! Thiosäuren,
sind schwierig darzustellen und zu isolieren. Es wurde nun gefunden, daß- man zu sehr
einfach herzustellenden und sehr billigen Selentonbädern dadurch kommt, daß man fein
verteiltes Selen, wie es Handelsprodukt ist, einfach mit einer kalten oder erwärmten Auflösung
von Alkalisulfiten, z. B. dem photographisch so viel verwendeten gewöhnlichen
Natriumsulfit digeriert. Das Selen löst sich in erheblicher Menge darin auf, und diese einfache
Selenlösung tont überraschenderweise sowohl Entwicklungsbilder wie auch Auskopierbilder
ohpe irgendwelche weiteren Zusätze. Auch saures Alkalisulfit löst Selen in
beträchtlicher Menge, so daß man, da auch eine solche Lösung in genau der gleichen
Weise wie eine neutrale oder durch Hydrolyse schwach alkalische Lösung tont, auch eine
saure Tonungslösung zur Verfügung' hat, falls dies technisch ^wünschenswert erscheint.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, vom metalloiden Selen auszugehen. Man kann auch
solche Selenverbindungen nehmen, die auf Zusatz von Säuren, z. B. gerade von schwefliger
Säure, amorphes Selen ausfallen lassen, das dann allenfalls. nach dem Abgießen der überstehenden,
geklärten Lösung genau so zur Herstellung des Tonbades verwendet werden kann wie käufliches, metalloides Selen.
0,5 g rotes, sogenanntes amorphes Selen des Handels wird unter öfterem Umschütteln mit
500 ecm einer 20 prozentigen Lösung von Natiiumsulnt
kalt stehen gelassen. Die filtrierte ■Lösung — es geht im allgemeinen das Selen
nicht restlos in Lösung — tont sogar unmittelbar aus dem Fixierbad kommende Gaslichtbilder
und Bromsilberbilder in einer angemessenen Zeit mit schönen purpurbraunen und rotbraunen Tönen, deren Art von der Einwirkungsdauer
abhängig ist. Die Bilder wer-
(2. Auflage, ausgegeben am 18. Dezember
den nach der Tonung einige Zeit gewässert.
Die Töne sind äußerst haltbar. Auskopierbilder tönen im verdünnten Bade besser.
B e i s ρ i e 1 2.
2,5 g schwarzes, feinpulvriges Selen des Handels, oder aus kristallisiertem Selen gewonnenes
Pulver mit 250 ecm einer warmen konzentrierten Natriumsulfitlösung mehrere
Stunden am Rückflußkühler digeriert. Es geht mehr Selen in Lösung als bei der kalten
Behandlung. Eine solche Lösung tont Entwicklungs- und Auskopierbilder sehr rasch, so
daß sie zweckmäßig stark verdünnt wird.
Man digeriert in der Kälte amorphes Selen mit einer starken wäßrigen Auflösung von
Natriumbisulfit und benutzt die klar abgegossene
oder abnltriertc helle Lösung in gleieher
Weise wie bei den vorgenannten Beispielen zur Tonung von Entwicklungs- oder
Auskopierbildern.
Beispiel 4. ^
Man versetzt eine Auflösung von 1 g seleniger Säure 'in 10 ecm Wasser mit 100 ecm
einer ioprozentigen Kaliummetabisülfitlösung. Diese Lösung tont ebenfalls in gleicher Weise
wie die oben genannten.
Claims (1)
- Pa tent-An Spruch:Verfahren zur Tonung photographischer · Silberbilder mit Selen, dadurch gekennzeichnet, daß als Tonbäder einfache Auflösungen von metalloidem Selen in neutralen oder sauren Sulfiten Verwendung finden. .
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE301019T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE301019C true DE301019C (de) |
Family
ID=6097445
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT301019D Active DE301019C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE301019C (de) |
-
0
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