DE301019C - - Google Patents

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DE301019C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/26Processes using silver-salt-containing photosensitive materials or agents therefor
    • G03C5/40Chemically transforming developed images
    • G03C5/46Toning

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 301019 KLASSE 57b. GRUPPE
MIMOSA, AKT.-GES. in DRESDEN.
Verfahren zur Tonung photographischer Silberbilder.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. März 1917 ab.
Verfahren zur Tönung photographischer Silberbilder mittels Selens sind mehrere bekannt. Die Brauntonung nach der Patentschrift 238513 benutzt eine Auflösung von 5' »metallischem« Selen in einer wäßrigen starken Schwefelalkali lösung zur Tonung, d. h. zur Umwandlung des Silbers des Bildes in violettbraun bis rotbraun oder violettrot gefärbtes Selensilber. Die Patentschriften 280679 und
ίο 296009 verwenden zu dem gleichen Zweck Salze selenhaltiger Thiosäuren in Mischung mit Sulfiten und unter Hinzufügung von, Thiosulfaten. Das erstgenannte Bad hat sich als recht brauchbar erwiesen; aber seine stark alkalische Reaktion ist zweifelsohne in manchen Fällen ein Nachteil, ebenso wie seine ■ höchst energische Wirkung, welche nur schwierig gehemmt werden kann, so daß die Antonung von Entwicklungsbiklern nicht leicht ist, und die Tonung von Auskopierbildern in goldtonähnlichen Tönen kaum durchführbar ist. Die Bäder nach den beiden zweitgenannten Patentschriften lassen diese Verwendung zwar zu, aber ihre Zusammen-Setzung ist recht kompliziert, und das Ausgangsmaterial, die selenhaltig«! Thiosäuren, sind schwierig darzustellen und zu isolieren. Es wurde nun gefunden, daß- man zu sehr einfach herzustellenden und sehr billigen Selentonbädern dadurch kommt, daß man fein verteiltes Selen, wie es Handelsprodukt ist, einfach mit einer kalten oder erwärmten Auflösung von Alkalisulfiten, z. B. dem photographisch so viel verwendeten gewöhnlichen Natriumsulfit digeriert. Das Selen löst sich in erheblicher Menge darin auf, und diese einfache Selenlösung tont überraschenderweise sowohl Entwicklungsbilder wie auch Auskopierbilder ohpe irgendwelche weiteren Zusätze. Auch saures Alkalisulfit löst Selen in beträchtlicher Menge, so daß man, da auch eine solche Lösung in genau der gleichen Weise wie eine neutrale oder durch Hydrolyse schwach alkalische Lösung tont, auch eine saure Tonungslösung zur Verfügung' hat, falls dies technisch ^wünschenswert erscheint. Es ist nicht unbedingt erforderlich, vom metalloiden Selen auszugehen. Man kann auch solche Selenverbindungen nehmen, die auf Zusatz von Säuren, z. B. gerade von schwefliger Säure, amorphes Selen ausfallen lassen, das dann allenfalls. nach dem Abgießen der überstehenden, geklärten Lösung genau so zur Herstellung des Tonbades verwendet werden kann wie käufliches, metalloides Selen.
Beispiel 1.
0,5 g rotes, sogenanntes amorphes Selen des Handels wird unter öfterem Umschütteln mit 500 ecm einer 20 prozentigen Lösung von Natiiumsulnt kalt stehen gelassen. Die filtrierte ■Lösung — es geht im allgemeinen das Selen nicht restlos in Lösung — tont sogar unmittelbar aus dem Fixierbad kommende Gaslichtbilder und Bromsilberbilder in einer angemessenen Zeit mit schönen purpurbraunen und rotbraunen Tönen, deren Art von der Einwirkungsdauer abhängig ist. Die Bilder wer-
(2. Auflage, ausgegeben am 18. Dezember
den nach der Tonung einige Zeit gewässert. Die Töne sind äußerst haltbar. Auskopierbilder tönen im verdünnten Bade besser.
B e i s ρ i e 1 2.
2,5 g schwarzes, feinpulvriges Selen des Handels, oder aus kristallisiertem Selen gewonnenes Pulver mit 250 ecm einer warmen konzentrierten Natriumsulfitlösung mehrere Stunden am Rückflußkühler digeriert. Es geht mehr Selen in Lösung als bei der kalten Behandlung. Eine solche Lösung tont Entwicklungs- und Auskopierbilder sehr rasch, so daß sie zweckmäßig stark verdünnt wird.
Beispiels.
Man digeriert in der Kälte amorphes Selen mit einer starken wäßrigen Auflösung von Natriumbisulfit und benutzt die klar abgegossene oder abnltriertc helle Lösung in gleieher Weise wie bei den vorgenannten Beispielen zur Tonung von Entwicklungs- oder Auskopierbildern.
Beispiel 4. ^
Man versetzt eine Auflösung von 1 g seleniger Säure 'in 10 ecm Wasser mit 100 ecm einer ioprozentigen Kaliummetabisülfitlösung. Diese Lösung tont ebenfalls in gleicher Weise wie die oben genannten.

Claims (1)

  1. Pa tent-An Spruch:
    Verfahren zur Tonung photographischer · Silberbilder mit Selen, dadurch gekennzeichnet, daß als Tonbäder einfache Auflösungen von metalloidem Selen in neutralen oder sauren Sulfiten Verwendung finden. .
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