DE3008C - Herstellung einer Elfenbeinimitation - Google Patents
Herstellung einer ElfenbeinimitationInfo
- Publication number
- DE3008C DE3008C DENDAT3008D DE3008DA DE3008C DE 3008 C DE3008 C DE 3008C DE NDAT3008 D DENDAT3008 D DE NDAT3008D DE 3008D A DE3008D A DE 3008DA DE 3008 C DE3008 C DE 3008C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- ivory
- imitation
- production
- glue
- mass
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title description 3
- 239000003292 glue Substances 0.000 description 8
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 6
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 6
- 229940037003 alum Drugs 0.000 description 5
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 5
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 229920002678 cellulose Polymers 0.000 description 4
- 239000001913 cellulose Substances 0.000 description 4
- 241000272476 Gyps Species 0.000 description 3
- 239000010441 alabaster Substances 0.000 description 2
- OSGAYBCDTDRGGQ-UHFFFAOYSA-L calcium sulfate Chemical compound [Ca+2].[O-]S([O-])(=O)=O OSGAYBCDTDRGGQ-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 2
- 238000004090 dissolution Methods 0.000 description 2
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 2
- 235000020681 well water Nutrition 0.000 description 2
- 239000002349 well water Substances 0.000 description 2
- VBICKXHEKHSIBG-UHFFFAOYSA-N 1-monostearoylglycerol Chemical compound CCCCCCCCCCCCCCCCCC(=O)OCC(O)CO VBICKXHEKHSIBG-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 241000272814 Anser sp. Species 0.000 description 1
- DCXXMTOCNZCJGO-UHFFFAOYSA-N Glycerol trioctadecanoate Natural products CCCCCCCCCCCCCCCCCC(=O)OCC(OC(=O)CCCCCCCCCCCCCCCCC)COC(=O)CCCCCCCCCCCCCCCCC DCXXMTOCNZCJGO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 1
- 238000005034 decoration Methods 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 1
- 210000003746 feather Anatomy 0.000 description 1
- 239000013505 freshwater Substances 0.000 description 1
- 239000010440 gypsum Substances 0.000 description 1
- 229910052602 gypsum Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 235000015277 pork Nutrition 0.000 description 1
- 239000002002 slurry Substances 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08L1/00—Compositions of cellulose, modified cellulose or cellulose derivatives
- C08L1/02—Cellulose; Modified cellulose
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08K—Use of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
- C08K3/00—Use of inorganic substances as compounding ingredients
- C08K3/01—Use of inorganic substances as compounding ingredients characterized by their specific function
- C08K3/013—Fillers, pigments or reinforcing additives
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08L89/00—Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
- C08L89/04—Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
- C08L89/06—Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair derived from leather or skin, e.g. gelatin
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Dermatology (AREA)
- Printing Methods (AREA)
Description
PATENTSCHRIFT
1878.
Klasse
BRUNO HARRASS in BOHLEN. Herstellung einer Elfenbein-Imitation. /;/;/
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. März 1878 ab.
1. Es werden zuerst 100 g feinblonder Leim
mit ι kg reinen Brunnenwassers aufgelöst, und wenn die Auflösung gänzlich vor sich gegangen
ist, solche durch Leinewand in ein anderes sauberes Gefäfs filtrit und lauwarm erhalten.
2. Hierauf nimmt man 50 g möglichst gut gebleichte Cellulose oder auch Papierstoff,
übergiefst solche mit 3 '/2 kg frischen Wassers
und rührt die Mischung so lange, bis sich, ein ganz gleichmäfsiger, dicker, faseriger Brei daraus
gebildet hat, worauf derselbe zum Erkalten gestellt wird.
3. Gleichzeitig löst man 50 g Alaun in 1 kg heifsem Wasser auf und läfst dasselbe dann bis
auf eine laue Wärme in der Temperatur zurückgehen; liefse man die Lösung zu weit erkalten,
so würde der Alaun krystallisiren.
4. Nächstdem siebt man ein Quantum möglichst feinen Alabaster-Gyps durch ein Haarsieb,
um denselben von etwaigem Staub und Schmutz zu befreien.
Sind diese vier Vorarbeiten erledigt, so nehme man die gewählte Metallform zur Hand, pinsele
solche recht sorgfältig mit einer Mischung von Gänse- und Schweinefett (je zur Hälfte) oder
einem feinen, weifsen OeIe aus und mische in einem gröfseren irdenen Gefäfse von der unter
No. ι beschriebenen Leimauflösung 75 g, dem unter No. 2 beschriebenen Cellulosenbrei
200 g, giefse noch 200 g reines Brunnenwasser zu, schüttele 250 g von dem durchgesiebten
Alabastergyps hinein, rühre dies so lange durcheinander, bis sich der Gyps vollständig
gelöst und das Ganze eine gleichmäfsige Mischung ist.
Alsdann giefse man von der unter No. 3 an- - gegebenen Alaunauflösung noch 200 g zu und
mische auch dies gut durcheinander. Hierauf giefst man diese Masse löffelweise immer von
ein und derselben Stelle ausgehend, um keine Luftbahn zu bekommen, in die Metallform.
Diese wird mit einem Rahmen aus Holz oder Eisen·, welcher das Bild oder Verzierung einschliefst,
versehen, damit die flüssige Masse nicht ablaufen kann. Ist das Quantum Masse, welches sich stets nach der Gröfse des anzufertigenden
Gegenstandes richtet, eingegossen, so rüttelt man die Metallform einige Zeit, damit
sich die Masse egalisirt und etwaige Luftblasen entweichen.
Man läfst nun die Metallform kurze Zeit ruhig stehen, bis die Masse sich zu verdicken
beginnen will.
In diesem Moment überlegt man dieselbe mit einem angefeuchteten Leinewandstück, bringt
eine in den aufgesetzten Rahmen passende Holz- oder Eisenplatte, die ziemlich doppelt so
hoch sein mufs als der aufgesetzte Rahmen selbst, und prefst nun das Ganze unter einer
Presse recht behutsam und langsam zusammen, so dafs das durch den Druck ausscheidende
Wasser ganz hell abläuft. Der beigemischte Alaun hat die Eigenschaft, dafs er die Masse
schnell erstarren hilft und den beigesetzten Leim in der Masse zurückhält, so dafs bei langsamem,
rechtzeitigen Zupressen nur das reine Wasser abläuft. Hat man nun genügend geprefst, dann
läfst man die Form mindestens 15 Minuten stehen und klopft dann den Abdruck. mittelst
eines hölzernen Hammers heraus. Ist der Abdruck der Form entnommen, dann wird er sogleich
in ein sauberes heifses Wasserbad gebracht, damit das heifse Wasser die Fetttheile
herauszieht, die derselbe durch die geölte und gefettete Form aufgenommen hat. Hierauf
wird der Abdruck in einem dazu hergerichteten Trockenofen getrocknet, und dann in ein siedend
heifses Wachsstearinbad (je zur Hälfte genommen) gebracht, so lange bis sich derselbe
durch und durch vollgesaugt hat. In diesem Zustande läfst man den Abdruck vollständig
erkalten und bürstet ihn dann mit einer weichen geschliffenen Borstenbürste und aufgestreutem
Federweis so lange, bis der Elfenbeinglanz genügend hervortritt.
Es lassen sich auf diese Weise alle möglichen Verzierungen für Möbeltischlereien, Photographie-Albumdecken
11. s. w. herstellen. Anstatt der Metallform lassen sich wohl auch Formen aus Leim, Kautschuk und dergleichen benutzen,
indessen sind solche niemals so scharf wie eine Metallform; aufserdem kann man nicht
darin pressen, sondern mufs den Abdruckdarin austrocknen lassen, so dafs man nicht einen so
scharfen und festen Gegenstand aus derartigen Formen erzielen kann.
Man kann Leim, Alaun und Cellulose auch in etwas anderen Verhältnissen nehmen, je
nachdem man die Elfenbeinfarbe mehr oder weniger ins Gelbliche fallend haben will,
was man durch den Leimzusatz in der Gewalt hat.
Anstatt Leim kann man auch Klebgummi verwenden, indessen giebt Leim die elfenbeinähnlichste
Farbe.
Durch Beimischung von Cellulose oder Papierstoff werden die Fabrikate leicht und widerstandsfähiger,
was aus Gyps nie zu erreichen ist.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3008C true DE3008C (de) |
Family
ID=282135
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT3008D Active DE3008C (de) | Herstellung einer Elfenbeinimitation |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3008C (de) |
-
0
- DE DENDAT3008D patent/DE3008C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3008C (de) | Herstellung einer Elfenbeinimitation | |
| DE1492161A1 (de) | Mittel zum Entwickeln eines perlenden Sauerstoffflusses,insbesondere Reinigungsmittel fuer Zahnprothesen | |
| DE455899C (de) | Verfahren zur Herstellung plastischer Massen aus wasserloeslichem Trockenblut | |
| DE851241C (de) | Mittel zum Einreiben der Haut, insbesondere Massagemittel | |
| DE127942C (de) | ||
| DE89435C (de) | ||
| DE411062C (de) | Verfahren zur Herstellung von Seife | |
| AT58401B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Lederputz- und Konservierungsmittels. | |
| AT54885B (de) | Verfahren zur Darstellung von Seifenpräparaten. | |
| DE133477C (de) | ||
| DE69306C (de) | Herstellung eines dem Fischbein ähnlichen Materials aus Haaren | |
| DE132271C (de) | ||
| AT67794B (de) | Verfahren zur Reinigung von Gebrauchsgegenständen aller Art aus mit Wasser und Seife waschbarem Leder. | |
| DE381104C (de) | Verfahren zur Herstellung hornartiger Koerper | |
| DE50932C (de) | Verfahren zur Herstellung von formbaren Massen und Farbstiften | |
| AT85955B (de) | Verfahren zur Herstellung von Reinigungsmitteln. | |
| DE405871C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Lederputzmittels und Bohnerwachses in fester Form | |
| DE668113C (de) | Anstrichmittel | |
| DE743503C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Hautkremes | |
| DE126726C (de) | ||
| AT50309B (de) | Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem Natriumhydrosulfit. | |
| AT79114B (de) | Verfahren zur Herstellung von in trockene, haltbare Form zu bringenden resorbierbaren Kalkpräparaten. | |
| AT104128B (de) | Verfahren zur Herstellung von Vervielfältigungen. | |
| AT137676B (de) | Verfahren zur Herstellung einer Glanzpaste zur Erhöhung des Glanzes, der Weiße und der Druckempfindlichkeit von Papieren. | |
| DE532329C (de) | Verfahren zum Fetten von Chromleder aller Art |