DE3008C - Herstellung einer Elfenbeinimitation - Google Patents

Herstellung einer Elfenbeinimitation

Info

Publication number
DE3008C
DE3008C DENDAT3008D DE3008DA DE3008C DE 3008 C DE3008 C DE 3008C DE NDAT3008 D DENDAT3008 D DE NDAT3008D DE 3008D A DE3008D A DE 3008DA DE 3008 C DE3008 C DE 3008C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ivory
imitation
production
glue
mass
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT3008D
Other languages
English (en)
Original Assignee
U. HARR ASS in Böhlen
Publication of DE3008C publication Critical patent/DE3008C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L1/00Compositions of cellulose, modified cellulose or cellulose derivatives
    • C08L1/02Cellulose; Modified cellulose
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/01Use of inorganic substances as compounding ingredients characterized by their specific function
    • C08K3/013Fillers, pigments or reinforcing additives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
    • C08L89/06Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair derived from leather or skin, e.g. gelatin

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dermatology (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
1878.
Klasse
BRUNO HARRASS in BOHLEN. Herstellung einer Elfenbein-Imitation. /;/;/
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. März 1878 ab.
1. Es werden zuerst 100 g feinblonder Leim mit ι kg reinen Brunnenwassers aufgelöst, und wenn die Auflösung gänzlich vor sich gegangen ist, solche durch Leinewand in ein anderes sauberes Gefäfs filtrit und lauwarm erhalten.
2. Hierauf nimmt man 50 g möglichst gut gebleichte Cellulose oder auch Papierstoff, übergiefst solche mit 3 '/2 kg frischen Wassers und rührt die Mischung so lange, bis sich, ein ganz gleichmäfsiger, dicker, faseriger Brei daraus gebildet hat, worauf derselbe zum Erkalten gestellt wird.
3. Gleichzeitig löst man 50 g Alaun in 1 kg heifsem Wasser auf und läfst dasselbe dann bis auf eine laue Wärme in der Temperatur zurückgehen; liefse man die Lösung zu weit erkalten, so würde der Alaun krystallisiren.
4. Nächstdem siebt man ein Quantum möglichst feinen Alabaster-Gyps durch ein Haarsieb, um denselben von etwaigem Staub und Schmutz zu befreien.
Sind diese vier Vorarbeiten erledigt, so nehme man die gewählte Metallform zur Hand, pinsele solche recht sorgfältig mit einer Mischung von Gänse- und Schweinefett (je zur Hälfte) oder einem feinen, weifsen OeIe aus und mische in einem gröfseren irdenen Gefäfse von der unter No. ι beschriebenen Leimauflösung 75 g, dem unter No. 2 beschriebenen Cellulosenbrei 200 g, giefse noch 200 g reines Brunnenwasser zu, schüttele 250 g von dem durchgesiebten Alabastergyps hinein, rühre dies so lange durcheinander, bis sich der Gyps vollständig gelöst und das Ganze eine gleichmäfsige Mischung ist.
Alsdann giefse man von der unter No. 3 an- - gegebenen Alaunauflösung noch 200 g zu und mische auch dies gut durcheinander. Hierauf giefst man diese Masse löffelweise immer von ein und derselben Stelle ausgehend, um keine Luftbahn zu bekommen, in die Metallform. Diese wird mit einem Rahmen aus Holz oder Eisen·, welcher das Bild oder Verzierung einschliefst, versehen, damit die flüssige Masse nicht ablaufen kann. Ist das Quantum Masse, welches sich stets nach der Gröfse des anzufertigenden Gegenstandes richtet, eingegossen, so rüttelt man die Metallform einige Zeit, damit sich die Masse egalisirt und etwaige Luftblasen entweichen.
Man läfst nun die Metallform kurze Zeit ruhig stehen, bis die Masse sich zu verdicken beginnen will.
In diesem Moment überlegt man dieselbe mit einem angefeuchteten Leinewandstück, bringt eine in den aufgesetzten Rahmen passende Holz- oder Eisenplatte, die ziemlich doppelt so hoch sein mufs als der aufgesetzte Rahmen selbst, und prefst nun das Ganze unter einer Presse recht behutsam und langsam zusammen, so dafs das durch den Druck ausscheidende Wasser ganz hell abläuft. Der beigemischte Alaun hat die Eigenschaft, dafs er die Masse schnell erstarren hilft und den beigesetzten Leim in der Masse zurückhält, so dafs bei langsamem, rechtzeitigen Zupressen nur das reine Wasser abläuft. Hat man nun genügend geprefst, dann läfst man die Form mindestens 15 Minuten stehen und klopft dann den Abdruck. mittelst eines hölzernen Hammers heraus. Ist der Abdruck der Form entnommen, dann wird er sogleich in ein sauberes heifses Wasserbad gebracht, damit das heifse Wasser die Fetttheile herauszieht, die derselbe durch die geölte und gefettete Form aufgenommen hat. Hierauf wird der Abdruck in einem dazu hergerichteten Trockenofen getrocknet, und dann in ein siedend heifses Wachsstearinbad (je zur Hälfte genommen) gebracht, so lange bis sich derselbe durch und durch vollgesaugt hat. In diesem Zustande läfst man den Abdruck vollständig erkalten und bürstet ihn dann mit einer weichen geschliffenen Borstenbürste und aufgestreutem Federweis so lange, bis der Elfenbeinglanz genügend hervortritt.
Es lassen sich auf diese Weise alle möglichen Verzierungen für Möbeltischlereien, Photographie-Albumdecken 11. s. w. herstellen. Anstatt der Metallform lassen sich wohl auch Formen aus Leim, Kautschuk und dergleichen benutzen, indessen sind solche niemals so scharf wie eine Metallform; aufserdem kann man nicht
darin pressen, sondern mufs den Abdruckdarin austrocknen lassen, so dafs man nicht einen so scharfen und festen Gegenstand aus derartigen Formen erzielen kann.
Man kann Leim, Alaun und Cellulose auch in etwas anderen Verhältnissen nehmen, je nachdem man die Elfenbeinfarbe mehr oder weniger ins Gelbliche fallend haben will,
was man durch den Leimzusatz in der Gewalt hat.
Anstatt Leim kann man auch Klebgummi verwenden, indessen giebt Leim die elfenbeinähnlichste Farbe.
Durch Beimischung von Cellulose oder Papierstoff werden die Fabrikate leicht und widerstandsfähiger, was aus Gyps nie zu erreichen ist.
DENDAT3008D Herstellung einer Elfenbeinimitation Active DE3008C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3008C true DE3008C (de)

Family

ID=282135

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT3008D Active DE3008C (de) Herstellung einer Elfenbeinimitation

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3008C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3008C (de) Herstellung einer Elfenbeinimitation
DE1492161A1 (de) Mittel zum Entwickeln eines perlenden Sauerstoffflusses,insbesondere Reinigungsmittel fuer Zahnprothesen
DE455899C (de) Verfahren zur Herstellung plastischer Massen aus wasserloeslichem Trockenblut
DE851241C (de) Mittel zum Einreiben der Haut, insbesondere Massagemittel
DE127942C (de)
DE89435C (de)
DE411062C (de) Verfahren zur Herstellung von Seife
AT58401B (de) Verfahren zur Herstellung eines Lederputz- und Konservierungsmittels.
AT54885B (de) Verfahren zur Darstellung von Seifenpräparaten.
DE133477C (de)
DE69306C (de) Herstellung eines dem Fischbein ähnlichen Materials aus Haaren
DE132271C (de)
AT67794B (de) Verfahren zur Reinigung von Gebrauchsgegenständen aller Art aus mit Wasser und Seife waschbarem Leder.
DE381104C (de) Verfahren zur Herstellung hornartiger Koerper
DE50932C (de) Verfahren zur Herstellung von formbaren Massen und Farbstiften
AT85955B (de) Verfahren zur Herstellung von Reinigungsmitteln.
DE405871C (de) Verfahren zur Herstellung eines Lederputzmittels und Bohnerwachses in fester Form
DE668113C (de) Anstrichmittel
DE743503C (de) Verfahren zur Herstellung eines Hautkremes
DE126726C (de)
AT50309B (de) Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem Natriumhydrosulfit.
AT79114B (de) Verfahren zur Herstellung von in trockene, haltbare Form zu bringenden resorbierbaren Kalkpräparaten.
AT104128B (de) Verfahren zur Herstellung von Vervielfältigungen.
AT137676B (de) Verfahren zur Herstellung einer Glanzpaste zur Erhöhung des Glanzes, der Weiße und der Druckempfindlichkeit von Papieren.
DE532329C (de) Verfahren zum Fetten von Chromleder aller Art