DE299604C - - Google Patents

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DE299604C
DE299604C DENDAT299604D DE299604DA DE299604C DE 299604 C DE299604 C DE 299604C DE NDAT299604 D DENDAT299604 D DE NDAT299604D DE 299604D A DE299604D A DE 299604DA DE 299604 C DE299604 C DE 299604C
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tetrahydronaphthalene
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benzene
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C323/00Thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides substituted by halogen, oxygen or nitrogen atoms, or by sulfur atoms not being part of thio groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Es wurde gefunden,, daß das Tetrahydro-ßthionaphtol, welches in der Literatur bisher nicht beschrieben ist, aber einerseits selbst, andrerseits als Ausgangsmaterial für die Her- j stellung . von Arzneimitteln, Desinfektionsmitteln, Färb- und Sprengstoffen eine große technische Bedeutung besitzt, dadurch erhalten | werden kann, daß man das Tetrahydronaphtalin in das Tetrahydronaphtalin-ß-sulfochlorid und dieses durch Reduktion in das entsprechende Tetrahydro-ß-thionaphtol überführt. Dabei verfährt man beispielsweise wie folgt: Das Tetrahydronaphtalin wird in kleinen Portionen in die zwei-, bis dreifache Menge gekühlte Chlorsulfonsäure eingetragen, wobei sich der Kohlenwasserstoff unter Chlorwasserstoffentwicklung auflöst. Das Gemisch wird in Eiswasser gegossen und das sich hierbei in fein verteiltem Zustande abscheidende Tetrazo hydronaphtalin-ß-sulfochlorid gegebenenfalles in der bekannten Weise isoliert. Die Verbindung j ist mit Wasser relativ schwer, zersetzlich und schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Benzol oder Petroläther bei 55 ° bis 56 °; der Siedepunkt liegt bei 14 mm Druck bei|i94° bis^i95°. Mit Ammoniak bildet das Sulfochlorid ein Amid, das aus Benzol umkristallisiert .bei 1340 bis 135° schmilzt. Mit 5oprozentiger Kalilauge wird es zu einem kristallinischen Kaliumsalz verseift, das mit dem durch Neutralisation der freien Tetrahydronaphtalin-ß-sulfosäure selbst erhaltenen Salz identisch ist.
Die glatte Bildung des Tetrahydronaphtalinsulfο chlorides auf diesem Wege ist besonders bemerkenswert und unerwartet, weil das nichthydrierte Naphtalin, wie1 festgestellt wurde, bei gleicher Behandlung keineswegs glatt und mit nur geringer Ausbeute in das entsprechende Naphtalinsulfochlorid überführbar ist.
Das mit Chlorsulfonsäure erhaltene Sulfurierungsgemisch oder das von der Säure abgetrennte oder aber das aus ß-Tetrahydronaphtalinsulfosäure durch Chlorierungsmittel entstehende Sulfochlorid wird alsdann nach dem Verdünnen mit Eiswasser zunächst in der Kälte, zum Schluß unter Zusatz der erforderlichen Menge Salzsäure oder Schwefelsäure auf dem Wasserbade mit -Zinkstaub digeriert, oder auch auf andre Weise, z. B.. elektrolytisch, reduziert. Das Mercaptan scheidet sich bei ersterer Methode als farbloses öl aus der wäßrigen Salzlösung ab und kann zur weiteren Reinigung beispielsweise mit Wasserdampf übergetrieben werden. Es siedet unter vermindertem Druck (26 mm) bei 1530Hs 155 °, besitzt nur schwachen Mercaptangeruch und bildet ein schön kristallisierendes, weißes Quecksilbersalz. Versetzt man die alkalische Lösung des Mercaptans mit Dimethylsulfat, so scheidet sich unter starker Selbsterwärmung der entsprechende Methyläther als farbloses, aromatisch riechendes Öl vom Siedepunkt 151° (14 mm) quantitativ ab. !
Versetzt man die Lösung des Tetrahydrothionaphtols in 2 Mol. Natronlauge mit 1 Mol. Chloressigsäure und erwärmt man die Mischung kurze Zeit, so fällt beim Ansäuern Tetrahydro-
naphtolthioglycolsäure C10 H11 · S · CH2 ■ COOH, welche nach ideoi tlp^ipiirtallisieren aus Benzol bei 1330 bis I35°\scninilzt, aus.
Leitet m'aHiiäüÄ.-'.diöianiE&oniakalisch-alkoholische Lösung des Tetrahydrothionaphtols Luft, so kristallisiert das Bistetrahydronaphtyldisulfid (C10 H1J2 S2 vom Schmelzpunkt 87° bis 89° aus.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von TetrahydiO-ß-thionaphtol, dadurch gekennzeichnet, daß man das aus Tetrahydronaphtalin und Chlorsulfonsäure erhältliche Tetrahydronaphtalin-ß^sulfochlorid mit reduzierenden Mitteln behandelt.
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