DE299495C - - Google Patents

Info

Publication number
DE299495C
DE299495C DENDAT299495D DE299495DA DE299495C DE 299495 C DE299495 C DE 299495C DE NDAT299495 D DENDAT299495 D DE NDAT299495D DE 299495D A DE299495D A DE 299495DA DE 299495 C DE299495 C DE 299495C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metal
cement
porcelain
insulator
layer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT299495D
Other languages
English (en)
Publication of DE299495C publication Critical patent/DE299495C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B17/00Insulators or insulating bodies characterised by their form
    • H01B17/20Pin insulators

Landscapes

  • Insulators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen mehrteiligen Hochspannungs-Porzellanisolator, dessen Teile ; durch eine Mörtelmasse, z. B. Portlandzement ο. dgl., miteinander verkittet sind. Bei bekannten Hochspannungsisölatoren dieser Art macht sich im Gebrauch zuweilen nach längerer Gebrauchsdäuer eine verringerte Isolationsfähigkeit bemerkbar, deren Ursachen bisher nicht einwandfrei aufgeklärt worden sind.
ίο Die Wirkungen dieser verminderten Isolationsfähigkeit treten besonders an der Kittschicht und den benachbarten Isolätorflächen in die Erscheinung in der Form von Anfressungen, Sprüngen und sonstigen Materialunregelmäßigkeiten.
Die Erfindung bezweckt, die Lebensdauer solcher mehrteiliger Porzellanisolatoren zu erhöhen, und erreicht diesen Zweck dadurch, daß zwischen der Kittschicht und den ihr benachbarten Isolatorflächen Metallschichten, insbesondere solche aus Blei, Zinn oder son-■ stigem weichen, leicht formbaren Metall eingeschaltet werden, welche zweckmäßig in leitende Verbindung miteinander gesetzt werden.
Hierdurch wird, wie die Erfahrung bei künstlicher Steigerung der elektrischen Beanspruchungen im Laboratorium gezeigt hat, erreicht, daß die erwähnten Zerstörungserscheinungen am Isolator nicht auftreten.
Von Bedeutung ist hierbei, daß die metallischen Zwischenlagen eine gewisse Dicke besitzen, da man nach den angestellten Untersuchungen annehmen muß, daß neben einer für den erstrebten Zweck günstigen Beeinflussung des elektrischen Zustandes im Innern des Isolators infolge des elektrisch leitenden Belags auch mechanische Wirkungen des Metallbelags in Frage kommen, die zur Voraussetzung haben, daß der Metallbelag etwaige Formveränderungen des Kittmaterials aufzunehmen und sich ihnen anzupassen vermag. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich auch, als Uberzugsmaterial ein weiches, schmieg·: sames und auch in kaltem Zustande leicht formbares Metall, wie z.B. Blei, Zinn ο. dgl., zu benutzen.
Gute Ergebnisse sind erzielt worden mit Isolatoren, bei welchen die aus Blei bestehenden Zwischenlagen eine Dicke von etwa 0,3 mm besaßen.
Die Aufbringung des Metallbelags auf die Flächen der Isolatorteile, die miteinander verkittet werden sollen, erfolgt durch Aufpressen eines dünnen Metallbleches oder einer starken Metallfolie.
Die Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
Die Zeichnung zeigt einen zweiteiligen Porzellanisolator, dessen auf die Stütze aufzusetzender innerer Teil oder die Hülse mit 1 und dessen äußerer, als Träger des elektrischen Leiters dienender Teil mit 2 bezeichnet ist. Die Teile 1, 2 greifen zum Teil ineinander und sind jeder in den einander übergreifenden Abschnitten mit einem Metallbelag 3 versehen, welcher aus einem dünnen Blei- 0. dgl. Blech
oder einer dicken Folie aus diesem Metall besteht und durch Aufpressen mit den Isolatorteilen verbunden ist. Zwischen den Metallbelägen 3 der beiden Isolatorteile befindet sich eine Kittschicht 4, die vorzugsweise aus Zement oder einem ähnlichen hydraulischen Mörtelmaterial besteht. 5 bezeichnet ein Metallkorn, durch welches die beiden Beläge 3 in metallische Verbindung miteinander gesetzt sind.
Die Zeichnung zeigt eine besondere Aus7 führungsform eines Isolators, welche jedoch nur ein Beispiel bietet. Die Erfindung ist auf mehrteilige Porzellanisolatoren beliebiger Art, und zwar nicht nur für Stützisolatoren, sondern auch beispielsweise für Hänge- und Abspannisolatoren anwendbar.
Die Belegung der durch eine Kittschicht voneinander getrennten Porzellanflächen des Isolators mit weichem oder leicht formbarem Metall gemäß der Erfindung und die Überbrückung der Kittschicht unter Benutzung . dieser Metallbeläge unterscheidet sich in ihrer Wirkung von vorbekannten Metalleinlagen bei Porzellanisolatoren. Die letzteren befanden sich entweder im Inneren der Kittschicht selbst, so daß sie weder die Druckentlastung der Porzellan teile noch die elektrische Überbrückung der Kittschicht herbeizuführen vermochten. Derartige in der Kittschicht. selbst eingebettete Metalleinlagen dienten bei bekannten Isolatoren vielmehr nur zur Erhöhung der Festigkeit, so daß auch die Anwendung von weichem oder leicht formbarem Metall nicht in Frage kam. Man hat allerdings auch bereits die Porzellanfläche auf einer Seite einer Kittschicht eines mehrteiligen Porzellanisolators mit einem Metallbelag versehen. Es fehlte aber der Metallbelag der Porzellanfläche auf der anderen Seite der Kittschicht und die Überbrückung' beider, so daß die durch die vorstehend angegebene Einrichtung beschriebene Wirkung nicht erzielt werden konnte. Der einseitige Metallbelag diente bei den bekannten Isolatoren nur dem Zweck, die einzelnen Glocken des Isolators während des Betriebes auf ihren Isolationszustand untersuchen zu können. Endlich hat man auch in die Höhlung eines Porzellanisolators eine metallene Gewindebuchse eingesetzt. Diese metallene'Gewindebuchse in der Höhlung eines Porzellanisblators soll nur ein rasches Aufdrehen des Isolators auf die Stütze ermöglichen. Es bleibt die unmittelbare Berührung zwischen Kittmasse und Isolator bestehen, welche gemäß der Erfindung vermieden werden soll, und es wird eine Metalleinlage gerade nur auf der Seite der Kittschicht vorgesehen, auf welcher diese ohnehin sich mit Metall, nämlich mit der metallischen Stütze, in Berührung befindet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Porzellanisolator aus mehreren durch eine Mörtelmasse (z. B. Zement) miteinander verkitteten Isolierkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Kittmasse verbundenen Flächen der einzelnen Isolierkörper zum Schutz gegen schädliche Druckbeanspruchungen mit weichen oder formbaren Metallschichten, vorzugsweise aus Zinn oder Blei, belegt sind, die, um die Kittschicht von der Strombeeinflussung zu entlasten, leitend miteinander verbunden sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT299495D Active DE299495C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE299495C true DE299495C (de)

Family

ID=553583

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT299495D Active DE299495C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE299495C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1926097A1 (de) Kondensator-Durchfuehrung mit Giessharzisolator und Vorrichtung zur Herstellung einer solchen Durchfuehrung
DE299495C (de)
DE2611080B2 (de) Einrichtung zum einspannen wenigstens eines mit einem isolierstoffmantel umkleideten elektrischen leiters
DE558160C (de) Streckentrenner
DE2930125C2 (de) Gewindesockel für elektrische Lampen
DE679226C (de) Hengeisolator
CH660643A5 (de) Verfahren zur herstellung eines giessharz-isolators mit kapazitiven feldsteuereinlagen.
DE893974C (de) Elektrischer Durchfuehrungsisolator
DE1140034B (de) Elektrisch leitfaehige Schlaeuche mit aus Textilfaeden gebildeten Einlagen
DE291313C (de)
DE2141348B2 (de) Verfahren zum Herstellen einstückig ausgebildeter Klemmenkorper fur Rund oder Sektorleiter aus Aluminium
DE569155C (de) Antennendurchfuehrung, bestehend aus zwei zu beiden Seiten des Fensterglases anliegenden Elektrodenplatten
DE2850520A1 (de) Pruefspitze fuer spannungspruefer
DE417273C (de) Isolator
DE641766C (de) Verfahren zur Befestigung der Kappen an Isolatoren, die starke Zugbeanspruchungen auszuhalten haben und daher kugelfoermig oder konisch ausgebildete Koepfe aufweisen
DE878235C (de) Verfahren zur Herstellung elektrischer Drahtwiderstaende
DE3871605T2 (de) Verfahren zur behandlung von polymerischen gegenstaenden durch coronaentladung.
CH86925A (de) Verkitteter Porzellanisolator.
DE3413794C2 (de) Elektrischer Isolator mit einem Porzellankörper mit Glasurüberzug und eingebetteter Metallarmatur
DE539779C (de) Verfahren zur Herstellung von Kontakten an drahtgewickelten glasierten Widerstaenden
DE946910C (de) Verfahren zur Herstellung fester Widerstaende, insbesondere fuer die Funktechnik
DE576453C (de) Verfahren zum Herstellen von Isolatoren, deren Bolzen durch ein Rohr aus keramischem Isolierstoff in der Hoehlung des Isolatorkoerpers gehalten ist
DE1765865C (de) Elektrischer Isolierkörper, insbesondere für Muffen oder Endverschlüsse elektrischer Kabel
DE1949869C (de) Verfahren zum Verbinden eines Wolf ramdraht Gluhkorpers mit einer metallischen Stromzuleitung bei Glühlampen
DE2856105C2 (de) Gesteuerter Lichtbogenschutzring für Hochspannungsfreileitungen