DE29928C - Vorrichtung zur Reinigung des Speisewassers für Dampfkessel - Google Patents
Vorrichtung zur Reinigung des Speisewassers für DampfkesselInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE ■ 13: Dampfkessel nebst Ausrüstung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Mai 1884 ab.
Durch die dargestellte Vorrichtung soll das Speisewasser, mit Kesselsteinmitteln vermischt,
dem Kessel derart zugeführt werden, dafs die Zubereitung des Wassers und die Speisung. des
Kessels vollständig auf mechanischem Wege erfolgt, und dafs ferner der im Kesselwasser aufgelöste
Schlamm auf mechanischem Wege ohne Betriebsstörung entfernt wird.
In Fig. ι bis 3 ist eine Gesammtanordnung
dargestellt, welche einen Ueberblick über die verschiedenen Apparate gewährt. Es ist A
der Speisewasser-Zubereitungsapparat, B der Schlammfänger, C sind selbsttätige Speiseapparate
mit Signalapparaten und D die Wassermesser.
Das Speisewasser wird continuirlich durch Pumpe F zugeführt und gelangt entweder
urch Rohr E direct nach dem Schlammfänger B, oder es passirt eine der Kammern a
des Apparates A, Fig. 4 bis 6. Diese Kammern sind durch Hähne oder Ventile mit der
Speisewasserleitung in Verbindung zu bringen und mit Birkenreisig ausgefüllt, zwischen welches
das jeweilige Kesselsteinlösemittel eingestreut oder irgendwie beliebig eingebracht
wird, so dafs das durch je eine der Kammern streichende Wasser sich hinreichend sättigt, um
im Kessel die beabsichtigte Wirkung hervorzubringen. Die Kammern können jede für sich
geöffnet werden, so dafs sie der Reihe nach beschickt und verwendet werden können.
Das Speisewasser, welches nicht durch die Kammern α geht, sondern direct durch Rohr .Z?
nach dem Schlammfänger B geführt wird, ist zwar auch zur Speisung bestimmt, hat aber den
Zweck, den Schlamm aus dem Kessel zu entfernen, was auf folgende Weise geschieht:
Schlammfänger B steht durch die Rohre F und G mit dem Kessel in Verbindung. Rohr F
führt bis nahe zum Boden des Kessels, während Rohr G bis zum Wasser- bezw. Schlammspiegel
reicht. Andererseits ist Rohr G bis über die Saugdüse H des Speisewasserrohres E,
Fig. 7, geführt. Das Speisewasser tritt bei H ein, und da dies in einem dünnen Strahl mit
grofser Geschwindigkeit geschieht, so tritt eine ansaugende Wirkung ein, welche zur Folge hat,
dafs die Schlammschicht vom Kesselwasserspiegel abgesaugt und nach dem mit dem Schlammstandszeiger K versehenen Schlammfänger
B geführt wird. Der Schlamm setzt sich in letzterem zu Boden, während das oben
bleibende Wasser, als zuviel aus dem Kessel herausgetreten, wieder durch Rohr F in letzteren
zurücktritt.
Da ein Schlammabziehen nicht fortwährend stattzufinden braucht, so ist der Apparat derartig
eingerichtet, dafs er mit sämmtlichen Kesseln der Gruppe einzeln in Verbindung gebracht
werden kann, ohne dafs hierdurch der Betrieb und die Speisung des einzelnen Kessels
irgend welche Unterbrechung erleidet.
Zu diesem Zweck ist jeder Kessel mit Rohren F1 und G1 versehen und durch Ventile ο
und r läfst sich die Communication jedes Kessels mit dem Schlammfänger herstellen.
Jeder Kessel ist mit einem selbstthätigen Wasserstandsregulator C, Fig. 9 und 10, versehen,
bestehend aus dem Schwimmer S, welcher auf Stange b wirkt, die mit dem Hebel c des
Speiseventils V verbunden ist. Wenn der
Wasserstand sinkt und das Ventil sich öffnet, aber kein Wasser eintritt, so tritt die Signalpfeife
in Function, indem Stange b noch höher steigt und mit ihrem Zapfen an das Ende des
Schlitzes d des Pfeifenventilhebels e stöfst, so dafs das Ventil geöffnet wird und der Dampf in
das Rohr L gelangen kann, um mit Geräusch bei M zu entweichen.
Unter der Pfeife kann ein Hahn zur Absperrung der letzteren angebracht werden, welcher
für gewöhnlich stets offen ist.
Vor dem Speiseventil V ist ein Wassermesser D, Fig. io, angebracht, dessen Scala
den Verbrauch von Speisewasser erkennen läfst. Pumpe P ist mit einem belasteten Rückschlagventil
R, Fig. ι, versehen. Die sämmtlichen Ventile sind derart eingerichtet, dafs sie leicht
und sicher vom Stand des Heizers aus geöffnet und geschlossen werden können.
Claims (2)
1. Die in Fig. ι dargestellte Gesammtanordnung
des zwischen Pumpe und Kessel eingeschalteten Kastens A, welcher zur Behandlung
des Wassers mit Chemikalien dient, des Schlammfängers B und der
Speiseregulatoren C.
2. Ein Schlammfänger, gebildet aus den Rohren F und G, der Saugdüse H, dem Speisewasserrohr
E und der Kammer T.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29928C true DE29928C (de) |
Family
ID=306075
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT29928D Expired - Lifetime DE29928C (de) | Vorrichtung zur Reinigung des Speisewassers für Dampfkessel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29928C (de) |
-
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